24/2001 | |
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Pastoral |
Wer politisch interessiert ist, kennt jedenfalls dem Namen nach die VOX-Analysen
eidgenössischer Urnengänge. Durchgeführt werden diese vom
GfS-Forschungsinstitut, das noch weitere Dienstleistungen auf den Gebieten
der angewandten Politik-, Marketing- und Sozialforschung anbietet. Das UNIVOX-Forschungsprogramm
und der Europa-, Angst- und Sorgenbarometer Schweiz liefern Vergleichsdaten
über mehrere Jahrzehnte. Das GfS-Marktforschungsinstitut ist im Besitze
der Schweizerischen Gesellschaft für praktische Sozialforschung und
der leitenden Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Instituts. Am UNIVOX-Forschungsprogramm
arbeitet deshalb eine interdisziplinäre Gruppe von Fachleuten der Universitäten
Basel, Bern, Genf, Lausanne, St. Gallen und Zürich mit. Sein Ziel ist,
Wissen, Einstellungen und Verhaltensweisen der Schweizer Bevölkerung
mit den Methoden der modernen empirischen Sozialforschung kontinuierlich
zu untersuchen und Entwicklungen im Zeitablauf zu dokumentieren.
Als Ergebnis der UNIVOX-Multithemen-Befragungen vom Oktober 2000 stehen
Daten zur Verfügung einerseits zu Lebensprioritäten, Lebensformen
und Meinungen, die mit religiösen und kirchlichen Fragestellungen in
Bezug gesetzt werden können, und anderseits zum Lebensstil ehrenamtlich
Tätiger. Der Volkswirtschafter Alex Martinovits vom GfS-Forschungsinstitut
hat diese Daten in einer Spezialstudie ausgewertet, indem er nach Zusammenhängen
zwischen Lebensstil, Religiosität und Ehrenamtlichkeit gefragt hat.
Diese Spezialstudie «Lifestyle, Religiosität und potenzielle
Kirchgänger, Lifestyle und ehrenamtliche Arbeit. Unterschiede bei Lifestyle,
Meinungen und Einstellungen nach Religiosität, Kirchgang und Konfession
mit Sonderauswertungen Ðehrenamtlich Tätigeð» ist für
die Kirchen interessant, weil sie Informationen einerseits über Religiosität
und Kirchlichkeit vermittelt und anderseits über Zusammenhang mit der
Ehrenamtlichkeit, auf die die Kirchen so angewiesen sind.
Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen der Schweiz (AGCK) hat die
Rechte dieser Spezialstudie deshalb für kirchliche Zwecke erworben.
Der 60-seitige Bericht kann darum zum Selbstkostenpreis von Fr. 30.
(inkl. Versand) zu kirchlichen Zwecken (und unter Angabe der kirchlichen
Organisation bzw. Pfarrei oder Kirchgemeinde) bestellt werden.<1>
An einem Beispiel soll der Nutzen für die Pastoralplanung auch auf
lokaler Ebene gezeigt werden: Die Studie macht auf den grossen Anteil von
religiösen Personen aufmerksam, die nicht Kirchgängerinnen bzw.
Kirchgänger sind, was auf ein relativ grosses Potenzial hindeute, «noch
zusätzlich Personen auf möglicherweise anderen Wegen wie
bisher in religiösen wie alltäglichen Themengebieten anzusprechen.
Entsprechend können die vorliegenden Ergebnisse mithelfen, dem Alltag
Ðpotenzieller KirchgängerInnenð angepasste Themen und Kommunikationsformen
zu identifizieren. Der selbe Fokus wird auch hinsichtlich aktueller und
potenzieller ehrenamtlich tätiger Personen angestrebt» (S. 59).
1 GfS-Forschungsinstitut, Wirtschaftsforschung und Sozialmarketing, Alex Martinovits, Riedtlistrasse 9, 8006 Zürich, E-Mail amartinovits@gfs-zh.ch