1/2001 | |
INHALT | |
Zum Thema |
Mit dem Weltfriedenstag dieses Jahres, zu dem Papst Johannes Paul II.
die in diesen Spalten dokumentierte Botschaft erlassen hat, begann auch
die Dekade für eine Kultur der Gewaltfreiheit, die von den Vereinten
Nationen (UNO) und vom Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK)
vom ÖRK als Dekade zur Überwindung der Gewalt ausgerufen
wurde. Diese Dekade ist für das Friedensdorf die Gelegenheit, «das
Netz des Friedens zu knüpfen und es zu stärken». Sein zeitlich
erster Beitrag ist die Broschüre zum Weltfriedenstag, die Beiträge
zur Gestaltung von Gottesdiensten und anderen Aktivitäten in Pfarrei
und Kirchgemeinde enthält und auch das Jahr über dienen kann.
Weitere Beiträge leistet das Friedensdorf mit seinen Angeboten wie
dem neuen Projekt «Jugendliche und Gewaltfreiheit»; dieses ist
ein Angebot für Gruppen von Jugendlichen zwischen 13 und 16 Jahren,
dessen Einzelheiten zu vereinbaren sind.<1>
Mit Fragen der Gerechtigkeit befassen sich im Januar zwei Veranstaltungen.
Caritas Schweiz, die dieses Jahr auf 100 Jahre des Bestehens zurückblicken
kann, fragt an ihrem Forum vom 15./16. Januar in Bern unter dem Titel «Sozialpolitik
in der Weltgesellschaft» nach der Solidarität im 21. Jahrhundert.
In Vorträgen von renommierten Referentinnen und Referenten mit Debatten
werden vier Hauptthemen angegangen: 1. Die Zukunft der sozialen Sicherheit
im Norden. 2. Die Rolle von Staat und Zivilgesellschaft für den Aufbau
der sozialen Sicherheit im Süden. 3. Braucht es eine internationale
Sozialpolitik? 4. Neue Formen der sozialen Verantwortung.<2>
Mit Fragen der Gerechtigkeit in der schweizerischen Arbeitswelt befasst
sich der Sozialtag der Katholischen Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmer-Bewegung
der Schweiz (KAB). Der 16. Sozialtag vom 13. Januar in Goldau geht in Zusammenarbeit
mit dem Christlichnationalen Gewerkschaftsbund (CNG) der Frage nach: «Gehört
die ArbeitsZukunft den Selbständigen?» So sollen Antworten gesucht
werden auf «Herausforderungen für Arbeitende, Gesellschaft und
Kirchen in Zeiten von Outsourcing und neuen Arbeitsformen».<3>
Vor fünf Jahren führte die UNO das Jahr zur Überwindung der
Armut durch. Eine in diesem Zusammenhang gebildete Arbeitsgruppe hat sich
nach dem UNO-Jahr weiter getroffen, um sich mit der Armutsproblematik in
der Schweiz gemeinsam zu befassen. Aus dieser Gruppe ist der Verein «Solidarnetz
Armut» herausgewachsen, der die Armutsthematik in der Öffentlichkeit
besser und gründlicher bekannt machen will. Weil die Armut als Problem
gesellschaftlich definiert wird und weil anderseits wissenschaftliche Studien
zur Frage, wie Armut in der schweizerischen Öffentlichkeit wahrgenommen
wird, bis anhin fehlen, hat der Verein Solidarnetz Armut ein entsprechendes
Forschungsprojekt in Auftrag gegeben. Durchgeführt wird es vom Forschungsbereich
Öffentlichkeit und Gesellschaft des Soziologischen Instituts der Universität
Zürich. Unter dem viel sagenden Titel «Armut als (Rand)Thema
der öffentlichen politischen Diskussion» liegt ein Zwischenbericht
vor.<4>
1 Friedensdorf, Bouleyres, 1636 Broc, Tel. 026-9219624, Telefax 026-9219643, E-Mail friedensdorf@com.mcnet.ch
2 Caritas Schweiz, Bereich Kommunikation, Löwenstrasse 3, 6002 Luzern, Telefon 041-4192222, Telefax 041-4192424, E-Mail info@caritas.ch
3 KAB, Postfach 1663, 8031 Zürich, Telefon 01-2710030, Telefax 01-2723090, E-Mail info@sozialinstitut-kab.ch
4 Solidarnetz Armut, Hottingerstrasse 36, 8032 Zürich, E-Mail mail@solidarnetz.ch; weitere Informationen über www.solidarnetz.ch