27-28/2001 | |
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Dokumentationen |
Plenarversammlung der Römisch-Katholischen Zentralkonferenz der Schweiz (RKZ) vom 22./23. Juni 2001 in Fürigen, Nidwalden Abschluss der Forschungsarbeit über Katholizismus und Totalitarismus Erste Eckwerte für die Mitfinanzierung sprachregionaler und gesamtschweizerischer Aufgaben im Jahr 2002.
Die Ergebnisse der dreijährigen Forschungsarbeit über den schweizerischen
Katholizismus vor und während dem Zweiten Weltkrieg liegen vor. Den
Auftrag dazu hatte die Römisch-Katholische Zentralkonferenz der Schweiz
(RKZ) im Jahr 1997 in Absprache mit der Bischofskonferenz erteilt. Prof.
Victor Conzemius, renommierter Fachmann für moderne Geschichte und
Kirchengeschichte, hat ihn zusammen mit 15 Fachleuten ausgeführt. Er
berichtete nun darüber an der Plenarversammlung, welche die RKZ auf
Einladung der Landeskirche des Kantons Nidwalden am 22./23. Juni in Fürigen
ob Stansstad durchführte. Der Bericht von 700 Seiten wird in einigen
Wochen im NZZ-Verlag erscheinen.
Geprüft wurde die Frage, wie sich katholische Kreise und Einzelpersonen
angesichts der Totalitarismen und der kriegsbedingten Fluchtbewegungen aus
den umliegenden Ländern verhalten haben und warum ihr Verhalten
so und nicht anders war. Es ergibt sich das Bild einer Konfessionskultur,
die zwischen Abkapselung und Solidarität schwankt und den Blick für
anstehende Probleme sowohl verschleiert wie schärft: etwa auf der Ebene
des Klerus, in der Wahrnehmung durch die Öffentlichkeit, in der katholischen
Presse, in der Flüchtlingshilfe der Caritas.
Die RKZ behandelte an ihrer Plenarversammlung sodann Fragen, die sich im
System der Mitfinanzierung durch die RKZ und den Inlandteil des Fastenopfers
ergeben. Über dieses System werden jährlich rund acht Millionen
Franken für überdiözesane Institutionen und Projekte eingesetzt.
Die RKZ ersuchte nun die kantonalkirchlichen Organisationen, ihre Beiträge
für das Jahr 2002 so zu planen, dass mindestens gleich viel Mittel
zur Verfügung stehen. Zusätzlich empfahl sie ihnen, einmalige
Sponsoring-Beiträge im Umfang von insgesamt Fr. 150000. zur Finanzierung
der kirchlichen Präsenz an der Expo-02 zu leisten.
Die RKZ ist der Verband der öffentlich-rechtlichen kantonalen Körperschaften und verwandter kantonaler Organisationen der katholischen Kirche in der Schweiz. Aus jedem Kanton nehmen jeweils zwei Delegierte an den vierteljährlichen Delegiertenversammlungen teil. Die Tagung in Fürigen stand unter der Leitung ihres Präsidenten Dr. Peter Plattner, Rechtsanwalt in Frauenfeld.