20/2001 | |
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Das Dokument |
1. Das von mir für den Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel
im Jahr 2001 gewählte Thema<1> gibt
Jesu eigene Worte wieder. Es könnte auch gar nicht anders sein, ist
es doch allein Christus, den wir verkündigen. Wir besinnen uns auf
seine Worte an die ersten Jünger: «Was ich euch im Dunkeln sage,
davon redet am hellen Tag, und was man euch ins Ohr flüstert, das verkündet
von den Dächern» (Mt 10,27). Tief in unserem Herzen haben wir
heimlich die Wahrheit Jesu vernommen; nun sollen wir jene Wahrheit von den
Dächern verkünden.
In unserer heutigen Welt sind die Hausdächer fast immer übersät
mit einem ganzen Wald von Sende- und Empfangsantennen, die Botschaften jeder
Art in alle Welt aussenden und aus aller Welt empfangen. Da ist es nun von
entscheidender Bedeutung, zu gewährleisten, dass unter diesen vielen
Botschaften auch das Wort Gottes gehört wird. Den Glauben von den Dächern
zu verkünden, heisst heute, das Wort Jesu in der und durch die dynamische
Welt der Kommunikationsmittel auszusprechen.
2. In allen Kulturen und zu allen Zeiten gewiss auch in den globalen
Umwälzungen unserer Tage stellen Menschen dieselben Grundfragen
nach dem Sinn des Lebens: Wer bin ich? Woher komme ich und wohin gehe ich?
Warum gibt es das Böse? Was wird nach diesem Leben sein? (vgl. Enzyklika
Fides et ratio, 1). Und zu allen Zeiten bietet die Kirche die einzige letztlich
befriedigende Antwort auf die tiefgründigsten Fragen des menschlichen
Herzens Jesus Christus selber, «der dem Menschen den Menschen
selbst voll kundmacht und ihm seine höchste Berufung erschliesst»
(II. Vat. Konzil, Konstitution Gaudium et spes, 22). Deshalb darf die Stimme
der Christen niemals schweigen, denn der Herr hat uns das Wort von dem Heil
anvertraut, nach dem sich das Herz jedes Menschen sehnt. Das Evangelium
bietet die wertvolle Perle an, nach der alle suchen (vgl. Mt 13,4546).
Daraus folgt, dass sich die Kirche immer eingehender auf die sich rapid
entwickelnde Welt der Kommunikation einlassen muss. Das weltumspannende
Kommunikationsnetz weitet sich aus und wird von Tag zu Tag komplexer, und
die Medien haben in zunehmendem Masse erkennbaren Einfluss auf die Kultur
und ihre Übermittlung. Wo einst die Medien über Ereignisse berichteten,
werden heute oft Ereignisse erfunden oder bearbeitet, um den Bedürfnissen
der Medien zu entsprechen. Auf diese Weise ist die Beziehung zwischen Wirklichkeit
und Medien komplizierter geworden, und das ist ein zutiefst ambivalentes
Phänomen. Einerseits kann es die Unterscheidung zwischen Wahrheit und
Illusion verwischen; andererseits aber vermag es nie dagewesene Möglichkeiten
zu eröffnen, um die Wahrheit in weiterem Umfang viel mehr Menschen
zugänglich zu machen. Zu gewährleisten, dass Letzteres tatsächlich
geschieht, ist Aufgabe der Kirche.
3. Die Welt der Medien mag christlichem Glauben und christlicher Moral
gegenüber manchmal gleichgültig und sogar feindselig erscheinen.
Dies zum Teil deshalb, weil die Medienkultur so tief von einer typisch postmodernen
Auffassung durchdrungen ist, wonach die einzig absolute Wahrheit die ist,
dass es keine absoluten Wahrheiten gibt oder diese, wenn es sie gäbe,
der menschlichen Vernunft nicht zugänglich und daher irrelevant wären.
Für eine solche Sicht kommt es nicht auf die Wahrheit an, sondern auf
«die Story»; wenn etwas aktuell oder unterhaltsam ist, wird
die Versuchung, Wahrheitserwägungen ausser Acht zu lassen, fast unwiderstehlich.
Folglich kann die Welt der Medien mitunter für die Evangelisierung
als eine keineswegs freundlichere Umgebung erscheinen als die heidnische
Umwelt zur Zeit der Apostel. Doch genauso wie die frühen Zeugen der
Frohbotschaft nicht zurückwichen, wenn sie auf Widerstand stiessen,
sollten auch die Jünger Christi heutzutage dies nicht tun. Der Ausruf
des heiligen Paulus hallt unter uns noch immer nach: «Weh mir, wenn
ich das Evangelium nicht verkünde!» (1 Kor 9,16).
Doch so sehr die Welt der Medien bisweilen gegen die christliche Botschaft
eingestellt zu sein scheint, bietet sie auch einzigartige Gelegenheiten
dafür, die rettende Wahrheit Christi der ganzen Menschheitsfamilie
zu verkünden. Man denke zum Beispiel an die TV-Satellitenübertragungen
religiöser Zeremonien, die oft Zuschauer in der ganzen Welt erreichen,
oder an die positiven Möglichkeiten des Internet, religiöse Information
und Unterrichtung über alle Sperren und Grenzen hinaus zu tragen. Ein
derart breites Publikum hätte wohl die kühnsten Vorstellungen
derer, die vor uns das Evangelium verkündet haben, übertroffen.
Deshalb ist in unserer Zeit der aktive und phantasievolle Einsatz der Medien
durch die Kirche dringend geboten. Die Katholiken sollten sich nicht scheuen,
die Türen der sozialen Kommunikationsmittel für Christus aufzustossen,
so dass seine Frohe Botschaft von den Dächern der Welt gehört
werden kann!
4. Sehr wichtig ist auch, dass wir zu Beginn dieses neuen Jahrtausends
die Mission ad gentes nicht vergessen, mit der Christus seine Kirche betraut
hat. Schätzungsweise zwei Dritteln der sechs Milliarden Menschen zählenden
Weltbevölkerung ist Jesus Christus überhaupt nicht bekannt; und
dabei leben viele von ihnen in Ländern mit alten christlichen Wurzeln,
wo ganze Gruppen von Getauften den lebendigen Sinn des Glaubens verloren
haben oder sich gar nicht mehr als Mitglieder der Kirche erkennen und weit
entfernt vom Herrn und seinem Evangelium ihr Leben leben (vgl. Enzyklika
Redemptoris missio, 33). Bei einer wirksamen Antwort auf diese Situation
geht es natürlich um weit mehr als um die Medien; aber in dem Bemühen,
sich der Herausforderung zu stellen, können Christen die Welt der sozialen
Kommunikationsmittel keinesfalls unbeachtet lassen. In der direkten Evangelisierung
und dabei, den Menschen die Wahrheiten und Werte nahe zu bringen, die die
Menschenwürde stärken und zur Geltung bringen, können Medien
jeder Art durchaus eine wesentliche Rolle spielen. Die Präsenz der
Kirche in den Medien ist in der Tat ein wichtiger Aspekt der Inkulturation
des Evangeliums, wie sie von der Neuevangelisierung gefordert wird, zu welcher
der Heilige Geist die Kirche überall auf der Welt aufruft.
Wenn die ganze Kirche dem Ruf des Geistes nachzukommen trachtet, haben christliche
Medienschaffende «eine prophetische Aufgabe, eine Berufung: Sie müssen
sich klar und deutlich gegen die falschen Götter und Idole von heute
Materialismus, Hedonismus, Konsumdenken, engherziger Nationalismus
usw. aussprechen...» (Päpstlicher Medienrat, Ethik in der
Sozialen Kommunikation, 31). Vor allem haben sie die Pflicht und das Privileg
die Wahrheit zu verkünden die wunderbare, im Fleisch gewordenen
Wort geoffenbarte Wahrheit über menschliches Leben und menschliche
Bestimmung. Mögen Katholiken, die sich in der Welt der sozialen Kommunikationsmittel
engagieren, die Wahrheit Jesu immer unerschrockener und freudiger von den
Dächern verkünden, so dass alle Männer und Frauen von der
Liebe hören, die das Herzstück der Selbstmitteilung Gottes in
Jesus Christus ist, der derselbe ist gestern, heute und in Ewigkeit (vgl.
Hebr 13,8).
1 «Die Predigt von den Dächern: Das Evangelium im Zeitalter globaler Kommunikation».
| Kantone | 1999 | 2000 | 1999/2000 |
| Fr. | Fr. | (+/-%) | |
| Aargau | 27 721 | 23 733 | -14,4 |
| Appenzell Ausserrhoden | 2 318 | 1 333 | -42,5 |
| Appenzell Innerrhoden | 3 030 | 2 472 | -18,4 |
| Basel-Land | 11 800 | 8 625 | -26,9 |
| Basel-Stadt | 7 067 | 6 220 | -12,0 |
| Bern | 12 937 | 12 547 | -3,0 |
| Freiburg | 23 354 | 19 308 | -17,3 |
| Glarus | 1 452 | 1 796 | 23,7 |
| Genf | 15 071 | 11 158 | -26,0 |
| Graubünden | 13 780 | 14 451 | 4,9 |
| Jura | 7 370 | 7 308 | -0,8 |
| Luzern | 36 794 | 33 037 | -10,2 |
| Neuenburg | 3 370 | 2 997 | -11,1 |
| Nidwalden | 4 252 | 3 877 | -8,8 |
| Obwalden | 2 405 | 2 613 | 8,6 |
| Schaffhausen | 3 754 | 2 642 | -29,6 |
| Schwyz | 16 361 | 14 343 | -12,3 |
| Solothurn | 15 503 | 15 798 | 1,9 |
| St. Gallen | 42 281 | 37 534 | -11,2 |
| Tessin | 32 200 | 33 600 | 4,3 |
| Thurgau | 13 122 | 12 518 | -4,6 |
| Uri | 5 978 | 5 335 | -10,8 |
| Waadt | 16 078 | 11 557 | -28,1 |
| Wallis | 33 523 | 45 120 | 34,6 |
| Zug | 8 618 | 7 185 | -16,6 |
| Zürich | 35 001 | 31 730 | -9,3 |
| Total Kantone | 395 140 | 368 837 | |
| Direkte Spenden | 19 675 | 18 979 | |
| Total Schweiz | 414 815 | 387 816 | -6,5 |
| Ergebnis Medienkollekte | 387 815.71 | |
| Zinserträge | 3 761.15 | |
| Total Einnahmen | 391 576.86 | |
| Verteilung: | ||
| Centre catholique de radio et télévision (CCRT), Lausanne | 28 000.- | |
| Centre International de Reportages et dÿInformation Culturelle (CIRIC), Lausanne |
20 000.- | |
| Centro Cattolico per la Radio e la Televisione, Lugano (reserviert) |
20 000.- | |
| Cinédia/Ciné-Feuilles, Freiburg | 12 000.- | |
| Deutschsprachige Medienarbeit am Vatikan (DMV), Vatikan | 2 000.- | |
| Diözese Sitten (Medienarbeit) | 10 000.- | |
| Katholische Internationale Presseagentur (KIPA), Freiburg | 152 000.- | |
| Katholische Kirche Schweiz Online (KKSO) | 5 000.- | |
| Katholischer Mediendienst (KM), Zürich | 32 000.- | |
| LÿEcho romand, Lausanne | 12 000.- | |
| Radioagentur KM, Zürich | 15 000.- | |
| Sekretariat der Schweizer Bischofskonferenz, Informationsstelle, Freiburg |
3 000.- | |
| UCIP-Weltkongress 2001 | 5 000.- | |
| Total bewilligte Gesuchsbeiträge | 316 000.- | |
| Katholischer Medienpreis 2000 | 4 000.- | |
| Nationale Koordination (Medienkommission der Schweizer Bischofskonferenz, Schweizerisches Katholisches Pressesekretariat, Vorbereitung Medienkollekte 2000) |
88 904.75 | |
| Reserve 1999 zugunsten CIRIC | 8 000.- | |
| Total Ausgaben | 416 904.75 | |
| Verlust | 25 327.89 | |
| Eigenkapital am 1.1.2000 | 47 817.82 | |
| Abnahme für CIRIC | ./. 8 000.- | |
| Effektiver Verlust 2000 | ./. 17 327.89 | |
| Eigenkapital am 31.12.2000 | 22 489.93 |