38/2001 | |
INHALT | |
Neue Bücher |
Käthe Bachler, Gibt es eine geistige Abschirmung? Erfahrungen aus meinem Leben, Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten 2000, 128 Seiten.
Käthe Bachler, die Bauerntochter aus dem salzburgischen Abtenau
und spätere Lehrerin, hat sich zu einer berühmten Rutengängerin
und Erfolgsautorin entwickelt.
Für sensible Menschen hat sie «schlechte» Schlafplätze
gefunden und sie mit guten vertauscht. Für die Autorin genügt
aber eine Neuposition der Möbel nicht. Dazu kommt noch eine geistige
Abschirmung durch das Gebet und das Segnen. Das vorliegende Buch ist keine
Gebrauchsanweisung zum Umgang mit der Rute; es handelt von der geistlichen
Bereitschaft, den Voraussetzungen und Bedingungen und auch von den speziellen
Begleitgebeten. Der Erzbischof von Bamberg, Karl Braun, und der Bischof
von Innsbruck, Alois Kothgasser, begleiten dieses Buch mit wohlwollenden
Empfehlungen.
Monika Fischer, Todesfall. Ein Ratgeber für Hinterbliebene, Verlag Paul Haupt, Bern 2001, 160 Seiten, 8 Schwarz-Weiss-Fotografien.
Die Hauptpreisträgerin des Innerschweizer Journalistenpreises von
1989 und Mitorganisatorin der erfolgreichen Vortragsreihe «Leben mit
dem Tod. Reden über das, was sprachlos macht», Monika Fischer,
schrieb einen umfassenden Ratgeber. Er kann die Trauer um die Menschen,
welche verstorben sind, nicht abnehmen, «aber er hilft, sich allen
praktischen und seelischen Fragen zu stellen».
Das Ableben eines Angehörigen lässt die Trauernden zuweilen in
eine sehr schwierige Lage geraten, psychisch wie auch in praktischer Hinsicht.
Der soeben erschienene Band gibt umfassenden Rat und kompetente Auskunft
über rechtliche und administrative Fragen rund um die Bestattung und
das Begräbnis bis zu Bestattungsriten anderer Kulturen und Religionen.
Zudem lädt er mit Hintergrundtexten von Betroffenen zum Nachdenken
über den Tod ein.
In allen praktischen Fragen rund um Sterben und Tod bringt Monika Fischers
Buch Rat und Unterstützung Hintergrundinformationen, praktische
Hinweise und nützliche Adressen. Berichte von Betroffenen zeigen, wie
einzigartig jedes Sterben ist. Wie Monika Fischer gegenüber dem Rezensenten
ausführte, «könnte der Ratgeber in der Seelsorge stehenden
Menschen Sicherheit vermitteln, oder sie könnten ihn weiter empfehlen».
Carlo Maria Martini, Hören, was der Leib uns sagt. Wohlbefinden, Gesundheit, Krankheit, Sexualität, Hoffnung auf ein Weiterleben, Verlag Neue Stadt, München 2000, 124 Seiten.
Die meisten Bücher des Mailänder Kardinals Carlo Maria Martini (1927) haben ihren Ursprung in Vorträgen, Exerzitienkursen und Hirtenbriefen. Im vorliegenden neuen Buch ist es anders. Es ist am Schreibtisch entstanden. Der Kardinal weiss, dass er nun zu den älteren Semestern gehört. Da reflektiert er für sich und andere Gleichaltrige und Jüngere über die körperliche Befindlichkeit. Carlo Maria Martini stellt mutig und realistisch Fragen an sich, denen viele meist ausweichen. Und doch lohnt es sich, mit dem Mailänder Kardinal über solche Dinge nachzudenken. Dieser «Vordenker» ist realistisch und fern jeder Heuchelei.