3/2001 | |
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Neue Bücher |
P. Anselm Grün, Sakramente Die Taufe, Feier des Lebens, Vier Türme Verlag, Münsterschwarzach 2000, 61 Seiten; P. Anselm Grün, Sakramente Die Trauung. Segen für das Leben, Vier Türme Verlag, Münsterschwarzach 2000, 62 Seiten.
P. Anselm Grün hat diese beiden Bändchen in erster Linie für Laien geschrieben, also die Eltern und Paten eines Kindes, die Brautleute und die Trauzeugen usw. Beide Sakramente sind heute nicht mehr so selbstverständlich wie einst. Die Problematik der Kindertaufe ist bekannt. Kirchliche Trauungen finden immer seltener statt. Die beiden Bändchen wollen Eltern und Brautleuten helfen, die Feiern bewusster selbst vorzubereiten und mitzugestalten. Priester werden sich an ihnen orientieren und so mithelfen, dass diese Sakramente für den Gläubigen lebendig werden und ihre Riten nachvollziehbar sind.
Susanne Herzog (Hrsg.), Kommt, ihr Kinder, hört mir zu. Kinder im Gemeindegottesdienst, Lesejahr B, Schwabenverlag, Ostfildern 1999, 288 Seiten.
In Veranstaltungen für Erwachsene langweilen sich in der Regel die
Kinder. Bei Veranstaltungen für die Kinder fühlen sich Erwachsene
wie in der Kinderstunde. Der Gottesdienst der Gemeinde aber ist die Versammlung
für alle Erwachsene und Kinder. Aus dieser Überlegung heraus
kommt man von der Übung der getrennten Erwachsenen- und Kindergottesdienste
weg. Dahinter steht auch die Erfahrung, dass sich Jugendliche nur mehr mühsam
in den für sie ungewohnten Gemeindegottesdienst einfügen lassen
und den Sonntag anderswo verbringen. Deshalb werden Familiengottesdienste
so gestaltet, dass einzelne Teile der Feier speziell für Kinder gestaltet
werden leicht zum Verstehen und für Erwachsene und Kinder problemlos
zum Mitmachen.
Der vorliegende Band ist die Fortsetzung der Reihe «Kinder im Gemeinschaftsgottesdienst»
(Lesejahr A, C). Die Autorin bietet Gestaltungsvorschläge, die ohne
allzu grosse Umtriebe und Ablenkungen Kinder aktivieren und auch Erwachsene
interessieren können. Immer wird sorgfältig darauf geachtet, dass
der Anteil der Kinder im Sonntagsgottesdienst integriert bleibt und nicht
eine Eigendynamik erhält.
Matthias Mettner/Joachim Müller (Hrsg.), Hildegard von Bingen. «Renaissance» mit Missverständnissen, (Weltanschauungen im Gespräch, Band 18), Paulusverlag, Freiburg i. Ü. 1999, 110 Seiten.
«Wenn Hildegard wiederkäme? wie müsste sie staunen,
was man aus ihr gemacht hat! Heilkuren, Kochbücher, Gesundheitsbücher
für Selbstheiler werden mit ihr in Beziehung gebracht. Aber auch die
Volksfrömmigkeit beruft sich auf die Nonne mit ihren anspruchsvollen
Schriften und den schwierig zu deutenden Miniaturen.
Vier Autorinnen führen objektiv und kompetent in Leben und Werk Hildegards,
in ihre Theologie und Spiritualität, ihre Naturlehre und Heilkunst
ein. Aber auch sie müssen feststellen, wie viel Fremdes an dieser mittelalterlichen
Klosterfrau haftet. Aber eines steht trotz allem fest, dass man es mit einer
wirklich grossen Frau zu tun hat.