51-52/2001 | |
INHALT | |
Amtlicher Teil |
Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Schweiz (AGCK) hat Dr. Kurt Koch, Bischof von Basel, zu ihrem Präsidenten für die Jahre 20022003 gewählt. Die Arbeitsgemeinschaft versteht sich als ein «Instrument der Zusammenarbeit und der Gemeinschaft der Schweizer Kirchen». Ihr gehören die Anglikanische Kirche, der Bund der Baptistengemeinden, die Christkatholische Kirche der Schweiz, der Bund Evangelisch-Lutherischer Kirchen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein (BELK), die Evangelisch-Methodistische Kirche, der Schweizerische evangelische Kirchenbund (Reformierte Kirchen), die Heilsarmee, die Orthodoxe Kirche und die Römisch-Katholische Kirche an.
Liebe Brüder und Schwestern
In diesen Advents- und Weihnachtstagen vernehmen wir wieder die Botschaft
vom Kommen Gottes in diese Welt. Wir hören die Botschaft von Bethlehem:
Euch ist in der Stadt Davids der Retter geboren worden. Vom heutigen Bethlehem
zu sprechen, bereitet Sorge. Wir sind in Sorge über die harten, mitleidlosen
Schläge und Gegenschläge, die Menschen einander zufügen.
Wir sind in Sorge darüber, dass zuerst und immer wieder Vergeltung
und Rache dominieren. Das Land, in dem der Engel des Herrn den Menschen
die Friedensbotschaft brachte, ist vom Frieden weiter entfernt denn zuvor.
Und auch die Not ist grösser denn zuvor.
Von der Sorge zu sprechen und die Not ins Auge zu fassen, ist das eine.
Gegen die Not zu kämpfen und unseren gerechten Beitrag für die
Linderung unermesslichen Leids zu leisten, das andere. Durch Ihren Beitrag
für das Weihnachtsopfer der Schweizer Katholiken, das der Kinderhilfe
Bethlehem zugute kommt, leisten Sie einen grossen Beitrag zur Linderung
von Krankheit, Elend und Leid.
Die Kinderhilfe Bethlehem ist nun bereits seit 50 Jahren in Bethlehem im Einsatz:
Das Kinderspital in Bethlehem ist trotz aller Wirren und trotz all den
politischen Schwierigkeiten immer offen und in Betrieb geblieben. Dafür
danken wir dem einheimischen Personal und speziell auch den rund 15 europäischen
Fachkräften, die unter schwierigsten Arbeits- und Lebensbedingungen
in Bethlehem ihren Dienst tun.
In den unzähligen leidenden Kindern dieser Welt und in den vielen leidenden
Kindern von Bethlehem, das Eine Kind von Bethlehem wieder zu entdecken und
zu sehen, das heisst auch, das Evangelium in unsere Tage zu übersetzen,
die Botschaft in unseren Tagen wieder ernst zu nehmen.
Wir danken Ihnen für jede Gabe zugunsten der Kinderhilfe Bethlehem.
Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest.
Liebe Muslimische Freunde
Zum Fest des Fastenbrechens entbieten wir Schweizer Bischöfe allen
Muslimen und Musliminnen in der Schweiz Gruss und Segen. Als Zeichen der
Verbundenheit überreichen wir Ihnen die Grussbotschaft, die Kardinal
Francis Arinze im Namen unseres Heiligen Vaters zum Ende des Ramadan an
alle Muslime der Welt gerichtet hat.
Wir leben in einer Zeit wachsender Verunsicherung mit Spannungen zwischen
den Religionsgemeinschaften. Kriege, die nichts mit Religion zu tun haben,
werden von vielen als Religionskriege betrachtet. Deshalb ist es uns Bischöfen
ein dringendes Anliegen, dass auch in unserem Land das Verständnis
und die gegenseitige Hochschätzung unter den Religionen gefördert
wird.
Am 14. Dezember werden wir Katholiken in aller Welt einen Fasttag für
den Weltfrieden halten. Am 24. Januar versammeln sich dann Vertreter aller
grossen Religionen mit dem Papst zu einem Friedensgebet. Wir laden Sie ein,
sich zusammen mit uns diesem Friedensgebet anzuschliessen.
Im Glauben an den Einen Gott mit Euch verbunden
Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) ist froh über die klare Entscheidung
des Nationalrats, die direkte aktive Sterbehilfe weiterhin zu verbieten.
Die Tötung von Menschen kann nicht Teil des ärztlichen Handelns
sein. Hingegen ist es die Aufgabe von Ärztinnen und Ärzten, sterbende
Menschen nicht künstlich am Leben zu erhalten und ihre Schmerzen bestmöglich
zu lindern, selbst wenn dadurch der Sterbeprozess beschleunigt werden sollte.
Deshalb begrüsst die SBK die Zustimmung des Nationalrats zu einer Motion,
die die gesetzliche Regelung der passiven und der indirekt aktiven Sterbehilfe
verlangt. Die diesbezüglichen Richtlinien der Schweizerischen Akademie
für medizinische Wissenschaften bilden dabei die Grundlage für
eine künftige Gesetzgebung. Darüber hinaus wird aber auch eine
konsequente Förderung der Palliativmedizin im schweizerischen Gesundheitswesen
nötig sein.
Hingegen bedauert es die SBK, dass der Nationalrat die problematischen Aktivitäten
von Freitod-Gruppierungen nicht einschränken wollte. Die Regelung dieser
Umtriebe darf nicht dem Gutdünken von Verwaltungsstellen in den Kantonen
oder Gemeinden überlassen werden.
In Anbetracht der weiteren Kostenerhöhung haben die VOKOS (Vereinigung der Oberinnen der klausurierten Ordensgemeinschaften der Schweiz) und der SDC (Union des Contemplatives de Suisse romande) folgende Angleichung der Hostienpreise vereinbart, gültig ab 1. Januar 2002:
Viele kontemplative Gemeinschaften leben hauptsächlich von den Einnahmen aus der Hostienbäckerei. Deshalb danken die VOKOS und der SDC den Priestern und den Pfarreien für ihr Verständnis. Sie freuen sich, in ihrem Dienst zu stehen.
Im Direktorium 2001/2002 haben sich leider einige Fehler eingeschlichen, auf die im Folgenden hingewiesen sein soll:
Bitte nehmen Sie die genannten Korrekturen zur Kenntnis und tragen Sie sie in Ihr Direktorium ein. Wir bitten zugleich um Nachsicht für die Fehlangaben.
Josef Betschart, Pfarrer im Ruhestand
Der Verstorbene wurde am 18. Juni 1917 in Bisisthal/Muotathal (SZ) geboren
und am 4. Juli 1948 in Chur zum Priester geweiht. Von 19491953 wirkte
er als Vikar in Herz Jesu, Winterthur, von 19531961 als Kaplan in St.
Martin, Altdorf, von 19611966 als Vikar in Goldau und von 19661982
als Pfarrer in Gersau. Ab 1982 lebte er als Pfarr-Resignat in Ibach, wo
er am 12. Dezember 2001 in der Pflegeabteilung des Altersheims Abendruh
verstarb. Er wurde am 15. Dezember 2001 in seiner Heimatgemeinde Muotathal
begraben.
Mit dem Beginn des neuen Kirchenjahres startete in Goldach und Untereggen
Adri van Beemt als neuer Pfarrer. In beiden Pfarreien wurde er vom Seelsorgeteam
wie auch von der Bevölkerung herzlich willkommen geheissen.
Der 1941 in Holland geborene Adri van Beemt war während knapp drei
Jahren Pfarrer von Schänis und Maseltrangen, bevor er nun nach Goldach
wechselte und dort die Nachfolge von P. Alois Osterwalder antrat. Er wurde
von P. Peter Meier, Mörschwil, stellvertretender Dekan für priesterliche
Dienste, ins Amt eingesetzt.
Seinem ehemaligen Mitarbeiter in Schänis und Maseltrangen, Pastoralassistent
Bruno Schmid, wird vorläufig P. Adelrich Staub vom Otmarsberg für
die priesterlichen Belange zur Seite stehen.
Im Seelsorgeverband Oberriet-Rüthi-Kobelwald hat der 1967 in Szalacs
(Siebenbürgen, Rumänien) als Sohn ungarischer Eltern geborene
Imre Rencsik seine Arbeit als priesterlicher Mitarbeiter aufgenommen. Er
wird von Dekan Jakob Fuchs, der Pfarradministrator bleibt, zusammen mit
dem Seelsorgeteam in den drei Pfarreien in die Aufgabe eingeführt.
Seinen Wohnsitz hat er in Oberriet.
Imre Rencsik ist nach seinem Theologiestudium in Rumänien, Ungarn und
Wien 1994 in der rumänischen Diözese Oradea zum Priester geweiht
worden. Als Diözesanjugendseelsorger hat er verschiedene Projekte zugunsten
obdachloser, arbeitsloser, sozial benachteiligter Jugendlichen aufgebaut.
Sein Bischof hat ihn nun für fünf Jahre freigestellt. Einerseits
soll er Erfahrungen in der Pfarreiarbeit sammeln und andererseits mit einem
Teil seines Gehaltes die wichtigen Jugendprojekte in Rumänien finanziell
unterstützen.
Nachdem die beiden Ordenstage in den Jahren 2000 und 2001 so gut aufgenommen
worden waren, stand für die Bistumsleitung fest, dass aller guter Dinge
zumindest drei sein müssen. Am Freitag, 1. Februar, ist daher im Bistum
St. Gallen auch wieder Ordenstag. Alle Ordensleute aus den Klöstern
des Bistums und aus all den Orten, wo sie im Dienst von Gemeinden und Institutionen
tätig sind, sind zu einem besinnlichen Tag nach St. Gallen eingeladen.
Unter dem Titel «Ich habe dich zum Späher eingesetzt» (Ez
3,16) soll dabei über die Rolle und Verantwortung der Ordensleute für
die Kirche und für die Menschen ganz allgemein nachgedacht werden.
Was können und was müssen sie in das Leben der Kirche und der
Gesellschaft einbringen? Die Impulse dazu vermittelt P. Dr. Adrian Schenker
OP, Freiburg.
In den nächsten Tagen werden die Einladungen verschickt, damit die
Anmeldungen erfolgen können. Diese sind wegen der Mittagsverpflegung
im Pfalzkeller notwendig. Auch allfällige Teilnehmer oder Teilnehmerinnen
von ausserhalb des Bistums oder solche, die durch unsere Dateien nicht erfasst
sind, mögen sich bei der Bischöflichen Kanzlei, Klosterhof 6b,
Postfach 263, 9001 St. Gallen, Telefon 071-2273340, anmelden.