49/2001 | |
INHALT | |
Amtlicher Teil |
Liebe Schwestern und Brüder,
In einigen Gegenden der Welt überlebt bis heute die Praxis des Tötens
von Mädchen und Frauen um der Ehre willen. Diese Praxis wurzelt in
einer patriarchalen Tradition, die besagt, Männer hätten die Pflicht,
dafür zu sorgen, dass die Familienehre nicht besudelt werde eine
Pflicht, die gelegentlich nicht einmal vor dem Mord an der Ehefrau, der
Schwester oder der Schwägerin Halt macht. In manchen Fällen stützen
sich die Anschuldigungen auf reine Vermutungen oder Gerüchte, und so
kommt es denn vor, dass Unschuldige ermordet werden.
Ein solches Verständnis von Familienehre stürzt die betroffenen
Familien in ein auswegloses Dilemma. Inzwischen werden nun aber in Gesellschaften,
in denen dieser Ehrenkodex und die damit einhergehenden Praktiken noch existieren,
Männer und Frauen aktiv und setzen sich für die Abschaffung dieser
Bräuche ein. Wichtige Instrumente in diesem Kampf sind die Allgemeine
Erklärung der Menschenrechte und die international gültigen Pakte
und Übereinkommen. Sie tragen dazu bei, dass die Würde der Frau
vollumfänglich garantiert und dass ihr Recht auf Leben und ihr Recht,
als eigenständige Person anerkannt zu werden, respektiert wird.
Gemäss Genesis 1,27 «Gott schuf also den Menschen als sein
Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie»
sind Mann und Frau nach dem Ebenbild Gottes geschaffen, gleichwertig,
beide mit ihrer je eigenen, unverwechselbaren Identität. Beide haben
dasselbe Recht auf Unversehrtheit und auf ein Leben in Würde. Nach
der Bibel kann die Ehre einer bestimmten Person nie höher gewichtet
werden als das Leben einer anderen Person.
Wir sind bereit, jene tatkräftig zu unterstützen, die sich gegen
die grausame und frauenverachtende Praxis des Tötens um der Ehre willen
wehren. Es braucht viel Mut, vor allem für Frauen, aber auch für
Männer, sich gegen Traditionen aufzulehnen, deren Wurzeln nicht selten
weit in die Zeit der Antike zurückreichen.
Wir laden Sie ein, während der Adventszeit, die Hoffnung und Licht
bringen soll, jener Frauen zu gedenken, die «um der Ehre willen»
getötet werden. Informationen dazu enthält das entsprechende Dossier.
Es soll Ihnen den Impuls geben, Aktionen in Ihrer Kirchgemeinde und in Ihrer
Gruppe durchzuführen und die Petition zu unterschreiben.
Wir danken Ihnen für die aktive Teilnahme an der diesjährigen
Aktion.
Mit Betroffenheit haben die Schweizer Bischofskonferenz, der Schweizerische
Evangelische Kirchenbund und die Christkatholische Kirche der Schweiz vom
Absturz der Crossairmaschine bei Bassersdorf (ZH) erfahren.
Erneut hat sich in der Schweiz ein schweres Unglück zugetragen. Unsere
grösste Sorge gilt den Opfern und ihren Angehörigen. Erneut ist
auch der Luftverkehr betroffen, eine krisengeschüttelte Branche, die
im Wiederaufbau begriffen ist.
Die Landeskirchen drücken allen Angehörigen der 24 Todesopfer,
aber auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Fluggesellschaft ihr
Mitgefühl aus und danken den zahlreichen Helferinnen und Helfern für
ihren grossen Einsatz und die erbrachte Hilfe.
Bereits zuvor hat in der Schweiz eine Häufung tragischer Unfälle
die Bevölkerung erschüttert. Wir beten darum, dass diese Serie
und die Fragen nach ihrem Sinn nicht zu einer inneren Abstumpfung und Gewöhnung
führen. In jedem einzelnen Fall wiegt der Verlust von Menschenleben
schwer. Krisen wie diese fordern uns auf, anstehende Probleme gemeinsam
zu lösen, die Gefahren so weit wie möglich zu minimieren. Gleichzeitig
müssen wir mit den Grenzen unserer Möglichkeiten leben und akzeptieren,
wie verletzlich wir sind.
Wir wünschen den Betroffenen viel Kraft und Gottes Beistand für
die Zeit der Trauer und des Abschieds von den Opfern.
Auf Vorschlag der Dekanate ernannte Diözesanbischof Dr. Kurt Koch für die laufende Amtsperiode im:
Die Amtszeit dauert bis 31. Dezember 2003.
Die auf den 15. Juli 2002 vakant werdende Pfarrstelle Bünzen (AG)
wird für einen Pfarrer oder einen Gemeindeleiter/eine Gemeindeleiterin
zur Wiederbesetzung ausgeschrieben.
Interessierte Personen melden sich bitte bis zum 28. Dezember 2001 beim
Diözesanen Personalamt, Baselstrassse 58, 4501 Solothurn, oder E-Mail
personalamt@bistum-basel.ch
Der Diözesane Seelsorgerat des Bistums Basel traf sich am 23./24. November 2001 im Seminar St. Beat in Luzern zur 12. und letzten Sitzung der Amtsperiode. Im Zentrum der Tagung standen «Aufhören und Anfangen», aber auch Danken und guten Rat wünschen. Schwerpunkt der ordentlichen Sitzung bildete die Verabschiedung des Stellenbeschriebes für die Schaffung einer Frauenstelle im Bistum Basel und des Konzeptes für die Angliederung einer Stelle für Familienpastoral im Pastoralamt des bischöflichen Ordinariates.
Am Vorabend begaben sich die Ratsmitglieder zum Kloster Wesemlin ein Laternenlicht empfing und führte sie ins Refektorium zum Nachtessen. Als Beitrag zum Jahr der Freiwilligenarbeit und als Dankeschön an die Mitglieder des Rates für deren Arbeit boten die Fraktionen mit unterhaltsamen Einlagen einen Rückblick auf die Amtsperiode.
Den Einstieg in die Diskussion bildete die Frage «Sind alle Familienformen
gleich-gültig?» Ist denn jede gelebte Beziehung auch schon Familie?
Generalvikar R. Schmid brachte es auf den Punkt: Halten wir uns das Idealbild
vor Augen dann verdienen z.B. Alleinerziehende unsere Anerkennung,
wenn sie alleine beitragen, was sonst auf ein Elternpaar aufgeteilt wird,
dann können wir uns auch nicht aus der Verantwortung stehlen, anderen
Familienformen zu helfen, sie zu unterstützen und zu begleiten!
Für die heutigen vielfältigen Familiensituationen wurde der neue
Begriff «Baustelle Familie» geprägt.
Es wurde festgestellt, dass es viele Ehe- und Familienberatungsstellen,
Projekte und Einrichtungen in den Regionen sowie Kinderbetreuungs-Angebote
gibt, die von der Kirche und Pfarreien getragen werden. Nun fehlt aber eine
zentrale Stelle, welche Pfarreien in ihren familienpastoralen Aufgaben unterstützt.
Es fehlen «Bauführerinnen oder Bauführer», welche
die «Pläne» erstellen. Auch fehlen Ansatzpunkte im Familienbereich
bezüglich Verkündigung. Der Seelsorgerat ist sich einig, dass
Familienpastoral begleitet werden muss durch die Einrichtung einer Fachstelle
im Ordinariat. Der Seelsorgerat richtet sich nun an die verschiedenen Gremien
unseres Bistums mit der Aufforderung, im Pastoralamt eine solche Fachstelle
einzurichten.
Der Diözesane Seelsorgerat beantragt dem Bischofsrat die Schaffung
einer Frauenstelle im Bistum Basel. Die Stelle soll als dreijähriges
Projekt gestaltet werden. Ein solcher Zeitraum scheint gut überblick-
und überprüfbar. Nach dieser Projektphase wird eine Auswertung
stattfinden, allenfalls könnten Korrekturen angebracht werden um danach
die Frauenstelle als feste Institution im Bistum einzurichten.
Eine Gruppe von Frauen hat sich seit 1996 mit der Frauenförderung im
Bistum auseinandergesetzt. Aufgrund ihrer Arbeit hat die Gruppe folgende
Schwerpunkte für eine Frauenstelle festgehalten:
Allseits gelobt wurde die gute Zusammenarbeit und das Funktionieren des
Seelsorgerates unter sich, aber auch mit der Bistumsleitung. Grosser Dank
gilt der Präsidentin Renate Falk-Fritschi, die es verstand, eine positive
Gesprächskultur zu schaffen, das Vertrauensverhältnis zwischen
Rat und Bistumsleitung zu fördern und an so mancher Sitzung mit ihren
kreativen Einlagen die Mitglieder zu motivieren und die Arbeit zu erleichtern.
Mit einem Gottesdienst gemeinsam mit Bischof Kurt Koch und einer unterhaltsamen
Abschlussrunde bei Glühwein und Lebkuchen endete diese letzte Zusammenkunft
der Amtsperiode.
Den scheidenden Mitglieder Glück- und Segenswünsche auf ihren
weiteren Weg; den verbleibenden und den zukünftigen Mitglieder des
Seelsorgerates die besten Wünsche für die neue Amtsperiode.
Nachdem die Jahrestagung in diesem und im vergangenen Jahr wegen mangelnder
Anmeldungen abgesagt werden musste, rief der Ausschuss die Laientheologinnen
und Laientheologen des Bistums Basel dazu auf, ihm Vorstellungen über
die zukünftigen Zielsetzungen mitzuteilen (SKZ 26/01). Es gingen über
50 Reaktionen ein, worauf die Mitglieder des Ausschusses nochmals zu einer
Sitzung einluden, um Möglichkeiten der Weiterarbeit zu evaluieren (SKZ
42/01). Diese Sitzung fand am 23. November im Pfarreiheim St. Marien in
Olten statt. Neben fünf Mitgliedern des Ausschusses waren sieben Personen
anwesend, elf Entschuldigungen lagen vor.
Die Anwesenden diskutierten die vielfältigen Entwicklungen und Veränderungen
innerhalb der Gemeinschaft der Laientheologinnen und Laientheologen. Die
anfänglich kleine und recht homogene Gruppe stellt mittlerweile einen
grossen Teil der Seelsorgerinnen und Seelsorger des Bistums. Laientheologinnen
und Laientheologen sind in den verschiedensten Arbeitsbereichen engagiert
und haben sich oft vor Ort Vernetzungs- und Unterstützungsmöglichkeiten
geschaffen (z.B. Gemeindeleiterrunden). Das Verbindende des Nichtordiniertseins
reicht offenbar nicht mehr aus für eine gemeinsame Interessensvertretung,
zumal einerseits viele drängende Probleme nicht bloss solche von Laientheologinnen
und Laientheologen sind und sich andererseits in wichtigen Fragen seit Jahren
keine Lösung abzeichnet.
Der Ausschuss der Laientheologinnen und Laientheologen des Bistums Basel
hat deshalb beschlossen, seine Aktivitäten einzustellen, zumal er von
der Laientheologinnen/Laientheologen-Tagung keinen Auftrag mehr hat. Die
Vertretung der gemeinsamen Anliegen von Laientheologinnen und Laientheologen
soll, soweit möglich, in Zukunft von den Mitgliedern des Rates der
Laientheologinnen, Laientheologen und Diakone übernommen werden, der
offizieller Ansprechpartner der Bistumsleitung ist.
Darüber hinaus hoffen die Mitglieder des Ausschusses, dass auch in
Zukunft Initiativen von engagierten «Laien» entstehen und verändernde
Wirkung haben.
Infolge Demission des bisherigen Amtsinhabers wird die Pfarrei Stans
(NW) zur Wiederbesetzung ausgeschrieben.
Interessenten mögen sich melden bis zum 28. Dezember 2001 beim Sekretariat
des Bischofsrates, Postfach 133, 7002 Chur.
Provoziert durch die schrecklichen Ereignissen in den USA und auch bei uns in der Schweiz beschäftigt sich Bischof Ivo Fürer im Brief an die Gläubigen diesmal mit den verschiedenen Gesichtern von Religion. Der Brief soll in den Kirchen des Bistums am Wochenende vom 12./13. Januar verlesen werden.
Am Kantonsspital St. Gallen wird infolge Pensionierung von Spitalpfarrer
Klaus Dörig auf den 1. Juli 2002 eine Aushilfestelle als Spitalseelsorger
für einen Priester, eine Pastoralassistentin oder einen Pastoralassistenten
frei. Diese Aushilfestelle ist eine 50%-Stelle und dauert bis 30. August
2003.
Auf den 1. September 2003 ist die Stelle eines Priesters als Spitalseelsorger
(Pensum 100%) zur Wiederbesetzung ausgeschrieben. Eine qualifizierte Bewerbung
liegt vor.
Die Tätigkeitsfelder umfassen: Seelsorgebesuche, Pikettdienst (24 Std.),
Sterbebegleitung, Gottesdienstgestaltung, Mitarbeit in der Aus-, Weiter-
und Fortbildung des Pflegepersonals und Mitarbeit in spitalinternen Kommissionen
und Arbeitsgruppen.
Voraussetzungen für die Spitalseelsorge sind: abgeschlossenes Theologiestudium,
einige Jahre Erfahrung in Gemeindeseelsorge, klinische Seelsorgeausbildung
(CPT oder Ähnliches), Wille und Fähigkeit, im Team partnerschaftlich
zu arbeiten (inkl. Supervision), und Bereitschaft für ökumenische
Zusammenarbeit.
Auskunft erteilen: Klaus Dörig, M. Fabienne Bucher, Josef Schönauer,
Katholisches Pfarramt am Kantonsspital, 9007 St. Gallen, Telefon 071-4941111.
Bewerbungen sind bis 31. Dezember 2001 zu richten an das Personalamt der
Diözese St. Gallen, Klosterhof 6b, Postfach 263, 9001 St. Gallen.
Am 24. November wurde Diakon Patrik Brunschwiler in der Pauluskirche
in Gossau von Bischof Ivo Fürer zum Priester geweiht. Am Sonntag darauf
feierte der Neupriester in der St. Nikolauskirche in Wil sein erstes Messopfer.
Hier wie dort waren die Kirchen voll, nahm die Bevölkerung regen Anteil
an den beiden selten gewordenen Anlässen.
In Gossau ging Bischof Ivo Fürer in der Predigt auf das Weiheamt und
die Sendung der Jünger durch Jesus ein. In Wil nahm der Festprediger
den Leitsatz auf, den sich Patrick Brunschwiler für sein Wirken als
Priester ausgewählt hat: «Wenn nun ich, der Herr und Meister,
euch die Füsse gewaschen habe, dann müsst auch ihr einander die
Füsse waschen».
Patrik Brunschwiler ist 1975 in Wil geboren und aufgewachsen und hat sich
dort auch in der Jugendarbeit engagiert. Nach dem Besuch des Gymnasiums
Friedberg, wo ihm erstmals klar wurde, dass er Priester werden wollte, studierte
er Theologie in Freiburg und München. In der Pfarrei St. Otmar-St.
Gallen wurde er in die praktische Pfarreiarbeit eingeführt; von dort
aus besuchte er auch den Pastoralkurs im Seminar St. Georgen. Anfangs Juli
wurde er zum Diakon geweiht. Anschliessend zügelte er an seinen neuen
Wirkungsort nach Gossau, wo er sich im Seelsorgeteam wohl fühlt.
Der liturgische Empfang der drei neuen Domherren fand am 6. Dezember
2001 in der Kathedrale St. Nikolaus statt.
Das Domkapitel der Diözese von Lausanne, Genf und Freiburg, zählt
15 Domherren, von denen 9 nichtresidierende und 6 residierende sind. Letztere
haben, unter anderem, eine wichtige liturgische Funktion inne: Sie treffen
sich zum täglichen Gebet in der bischöflichen Kirche. Gemäss
Konzil ist das Domkapitel nicht mehr der einzige Rat des Bischofs. Trotzdem
unterstützt es regelmässig den Diözesanbischof in seiner
Hirtenaufgabe.