46/2001 | |
INHALT | |
Amtlicher Teil |
Nachdem das Liturgische Institut (LI) im Dezember 2000 von Zürich
nach Luzern verlegt worden ist, steht es nun vor einem Neubeginn. Der aus
Luxemburg stammende Dr. Dr. Patrick Dondelinger hat am 1. November als Professor
für Liturgiewissenschaft an der Universität Luzern die Leitung
des neu errichteten Instituts für Liturgiewissenschaft übernommen.
Diesem ist die bisherige Arbeitsstelle Liturgisches Institut integriert.
Anton Pomella, der seit über 22 Jahren im LI gearbeitet und dieses
seit dem 1. September 1997 interimistisch geleitet hat, ist als pastoralliturgischer
Mitarbeiter weiterhin tätig. Weil die Stelle des Sekretariates, das
als gemeinsames Sekretariat LI/SKMV (Liturgisches Institut/Schweizerischer
Katholischer Kirchenmusikverband) geplant ist, noch nicht besetzt werden
konnte, zögert sich ein Neubeginn, der ein effizientes Arbeiten ermöglicht,
leider noch hinaus. Gesucht wird für das Sekretariat eine an gottesdienstlichen
und musikalischen Fragen interessierte Person mit KV-Ausbildung und EDV-Erfahrung.
Für diesbezügliche Hinweise und Empfehlungen ist das LI dankbar.
Ebenso ist auf den 1. Januar 2002 die 50%-Stelle eines wissenschaftlichen
Assistenten bzw. einer wissenschaftlichen Assistentin zu besetzen.
Wenn also vorerst nur kleine Schritte möglich sind, ist doch zu hoffen,
dass bald einmal grössere folgen und das Liturgische Institut in Luzern
einen guten Beitrag zu einem aufbauenden und lebendigen Gottesdienst leisten
kann. In diesem Sinn ist jenen, die insbesondere in den letzten Jahren im
LI gearbeitet haben, aufrichtig zu danken, und denen, die in der beginnenden
neuen Phase tätig sind oder sein werden, die guten Gaben des Heiligen
Geistes zu wünschen.
Die Anschrift der Arbeitsstelle LI lautet: Liturgisches Institut, Gibraltarstrasse 3, Postfach 7763, 6000 Luzern, Tel. 041-2287324, Fax 041-2287326.
Bischof Dr. Kurt Koch hat Pfarrer Rudolf Hofer, Pfarrer zu Heilig Geist,
Basel, zum nicht residierenden Domherrn des Standes Basel-Stadt ernannt.
Das Domkapitel des Bistums Basel entbietet seinem neuen Mitglied einen herzlichen
Willkomm und freut sich auf eine gute Zusammenarbeit.
Zu Beginn dieses Jahres wurde das Konzept einer Grossräumigeren
Regionalisierung den betroffenen pastoralen und staatskirchenrechtlichen
Gremien im Bistum Basel zur Vernehmlassung übergeben. Das Konzept sieht
vor, die Bistumsregionen neu zu organisieren, um das Zusammenwirken unter
den Bistumsregionen sowie zwischen der Bistumsleitung und den Bistumsregionen
zu erleichtern und zu verbessern.
Von der Möglichkeit zur Vernehmlassung wurde reger Gebrauch gemacht,
der Rücklauf der Antworten betrug 95%! Sehr erfreulich ist, dass die
Vernehmlassung eine breite Zustimmung zum Projekt gezeigt hat. Natürlich
sind auch viele Vorbehalte angebracht worden. Die Vernehmlassung hat die
Annahme, von der das Konzept ausgegangen war, vollauf bestätigt, dass
es keine wirklich ideale und alle befriedigende Zuordnung der Kantone zu
Bistumsregionen geben kann. Folglich wurden dazu viele alternative Vorschläge
gemacht, die freilich weit auseinander gehen und sich deshalb teilweise
gegenseitig aufheben.
Ende September hat die Arbeitsgruppe, die das Konzept der Grossräumigeren
Regionalisierung ausgearbeitet hat, der Bistumsleitung ihren Bericht über
die Vernehmlassung zugestellt.
Die Vernehmlassung zeigt bei drei Punkten unterschiedliche Meinungen: Anzahl
der Regionen, die Zuordnung der Kantone zu den Regionen und die Zusammensetzung
der künftigen Bistumsleitung.
Der Wunsch, dass die Regionen neben dem Regionalleiter, welcher Bischofsvikar
und Priester sein muss, auch durch nicht ordinierte Seelsorger und Seelsorgerinnen
in der Bistumsleitung vertreten sein sollen, reibt sich mit dem Wunsche,
dass die künftige Bistumsleitung paritätisch zusammengesetzt und
in der Grösse überschaubar sei. Wenn diesem Anliegen Rechnung
getragen werden soll, kann die Anzahl der Bistumsregionen nicht beliebig
gross sein.
Der Bischofsrat und die Regionaldekanenkonferenz haben diese Probleme eingehend
studiert und sind einmütig zur Überzeugung gekommen, dass dem
Anliegen einer grösseren Vertretung der Regionen in der künftigen
Bistumsleitung der Vorrang vor der Anzahl der Bistumsregionen gegeben werden
muss. Um eine Zweiervertretung der künftigen Bistumsregionen in der
Bistumsleitung zu ermöglichen, drängt sich deshalb eine Beschränkung
auf drei neue Bistumsregionen auf.
Am 3. November wurden die Resultate dem Gesprächsforum der staatskirchenrechtlichen
Exekutiven und der erweiterten Bistumsleitung des Bistums Basel vorgetragen
und dort eingehend diskutiert. Sie bejahten sowohl die Zweiervertretung
als auch die Option für drei Bistumsregionen. Damit verbunden war die
Bitte, die spezifische Situation des Jura pastoral nochmals eigens zu klären.
Auf dem Hintergrund dieser positiven Zustimmung und um die staatskirchenrechtlichen
Exekutiven am Prozess weiterhin partizipativ zu beteiligen, hat die Bistumsleitung
folgenden Vorschlag unterbreitet: Die Arbeitsgruppe, die das Konzept der
Grossräumigeren Regionalisierung ausgearbeitet und auch die Vernehmlassung
ausgewertet hat, soll wieder neu ins Leben gerufen und mit zwei Vertretungen
der staatskirchenrechtlichen Exekutiven ergänzt werden.
Die staatskirchenrechtlichen Exekutiven sind zudem bereit, zusammen mit
den Regionaldekanen einen Vorschlag der Zuordnung der Kantone zu drei Bistumsregionen
auszuarbeiten und der Bistumsleitung vorzulegen.
«In der Vernehmlassung wurde hin und wieder die Bemerkung notiert, das Projekt der Grossräumigeren Regionalisierung konzentriere sich zu sehr auf strukturelle Fragen und bearbeite die pastoralen Probleme nicht. Selbstverständlich haben Strukturfragen nur Sinn, wenn sie nicht l'art pour l'art sind, sondern wenn sie dem pastoralen Sendungsauftrag der Kirche dienen. Dass die Grossäumigere Regionalisierung in unserem Bistum dem Leben und pastoralen Wirken der Ortskirche im Bistum Basel förderlich ist, dass sie neue Gefässe ermöglicht, die pastoralen Fragen wirksam anzugehen, und dass sie wesentlich dazu beiträgt, die vielfältigen Initiativen in den Bistumsregionen als Bereicherung für das ganze Bistum besser wahrnehmen zu können, davon bin ich überzeugt. In dieser Überzeugung hoffe ich, dass wir unseren Weg als Ortskirche Basel in eine gute Zukunft gehen können.»
Am 3. November wurde beschlossen, dass die staatskirchenrechtlichen Exekutiven und die Regionaldekane der Bistumsleitung bis zum 15. März 2002 einen Vorschlag der Zuordnung der Kantone zu drei Bistumsregionen unterbreiten werden.
Anfangs Dezember 1961 erhielt Bruno Heim in der St. Ursen-Kathedrale
in Solothurn durch Bischof Franziskus von Streng die Bischofsweihe als Titularerzbischof
von Xanthus.
Bruno Heim wurde am 5. März 1911 in Olten geboren. 1938 wurde er zum
Priester geweiht. In der Zeit von 1947 bis 1985 war er als Kirchendiplomat
im päpstlichen Dienste tätig. In Frankreich als Sekretär
der Nuntiatur und später als päpstlicher Nuntius in den skandinavischen
Ländern, in Ägypten und in Grossbritannien. Weitherum bekannt
ist Erzbischof Bruno Heim für sein Hobby, die Heraldik. Er ist Mitglied
in 20 nationalen heraldischen Gesellschaften und Vorstandsmitglied in der
Académie Internationale d'Héraldique. Den verdienten Ruhestand
geniesst er in seinem Heim in Olten.
Erzbischof Bruno Heim wurde in der Kathedrale St. Urs und Viktor, Solothurn,
zum Priester und zum Bischof geweiht. Deshalb findet die Jubiläumsfeier
am Hochfest Mariä Empfängnis, am 8. Dezember 2001, um 18.00 Uhr
am selben Ort statt!
Zu seinem grossen Jubiläum gratulieren wir Bruno Heim von Herzen und
wünschen ihm viel Glück und Gottes Segen.
Ergebnisse der bischöflich angeordneten und an die Bistumsverwaltung abgelieferten Kollekten pro 2000.
Opfer für die Aufgaben des Bistums (4u) Fr. 647 264.25
| Epiphanie-Opfer Opfer für das katholische Lehrerseminar Zug Opfer für das Heilige Land St. Josefs-Opfer Opfer für das Priesterseminar Luzern (2u) Opfer für das Kollegium St-Charles, Porrentruy Papstopfer Opfer für die Universität Freiburg Opfer für die Kirchenbauhilfe des Bistums Basel Opfer für die Theologische Fakultät Luzern |
Fr. 217 886.25 Fr. 2 824 915.26 |
Fast während des ganzen Jahres, auch in der Vor- und Nachsaison,
werden auf den Inseln und in den Urlaubsorten der Nord- und Ostseeküste
Geistliche für die Urlauberseelsorge benötigt. Gegen Übernahme
der üblichen Verpflichtungen, besonders der Gottesdienste, wird (zum
Teil kostenlos) eine gute Unterkunft gestellt. Diese dienstliche Inanspruchnahme
lässt in jedem Fall ausreichend Zeit zur privaten Erholung.
Eine Liste aller Urlaubsorte mit Angabe näherer Einzelheiten kann beim
Erzbischöflichen Personalreferat Pastorale Dienste, Postfach 101925,
D-20013 Hamburg, angefordert werden.
Dominik Schorno, Pfarrer im Ruhestand
Der Verstorbene wurde am 8. Februar 1923 in Steinen (SZ) geboren und am
19. Juni 1949 in Chur zum Priester geweiht. Stationen seines priesterlichen
Wirkens waren: 19501954 Vikar in St. Josef-Zürich, 19541958
Vikar in Bülach, 19581960 Pfarrhelfer in Küssnacht am Rigi,
19601961 Vikar-Provisor in Kerns, 19611962 Vikar in Hägendorf
(SO), 19621966 Kaplan-Provisor in Oberlunkhofen (AG), 19661969
Spitalseelsorger in Heidelberg/D, 19691974 Vikar in Davos, 19741975
Pfarrvikar in Oetwil am See, 19751989 Pfarrer in Bendern-Gamprin/FL.
Seit seinem Eintritt in den Ruhestand wohnte er in Buchs (SG) und leistete
von dort aus weiterhin regelmässig seelsorgerliche Aushilfen in Pfarreien
des Fürstentums Liechtenstein, vor allem in Eschen/Nendeln und in Mauren/Schaanwald.
Nach einem kürzeren Spitalaufenthalt in Grabs verstarb er am 3. November
2001 in seinem Heim in Buchs und wurde am 7. November 2001 in Eschen/ FL
begraben.
Den 50. Geburtstag hat Otmar Mäder als Pfarrer auf dem Ricken gefeiert,
den 60. und 70. als Bischof, den 75. als Dorfpfarrer in Muolen. Den 80.
Geburtstag am 15. November begeht er nun in St. Gallen, wo er seit dem gesundheitlichen
Einbruch vor drei Jahren recht zurückgezogen lebt. Bischof Ivo Fürer
und mit ihm das ganze Ordinariat entbieten ihm persönlich und namens
aller Bistumsangehörigen die herzlichsten Glück- und Segenswünsche
zu diesem Festtag.
Es ist still geworden um den Mann, der in den Medien so umschrieben wurde:
ein Bischof für das Volk, bischöflicher Vollblutseelsorger, gewiegter
Didaktiker, souveräner Löser grösster gordischer Knoten,
hervorragender Methodiker und begnadeter Rhetoriker, begeisterter Bergsteiger
und begeisternder Katechese-Fachmann, Experte in der Alpendüngung,
grosser Kinderfreund und Beter, Brückenbauer und Mittler, Ehrenbürger
von Moggio Udinese im Friaul. Wenn sich heute alt Bischof Otmar Mäder
kaum mehr in der breiten Öffentlichkeit zeigt, so einmal deshalb, weil
er findet, er sei genügend lang für alle öffentlich Bischof
gewesen, zum andern aber auch, weil er schnell ermüdet.
Nur noch in Ausnahmefällen kann er dazu bewogen werden, an einem Anlass
teilzunehmen. Eine solche Ausnahme war ein Abend mit einstigen Jungwächtlern
von St. Gallen-St. Otmar, denen er wie so vielen anderen Jugendlichen neben
der Freude am Glauben auch die Freude an den Bergen und der Natur vermittelt
hatte. Mit ihnen schwelgte er anhand der von ihm gemachten Dias in Lagererinnerungen.
Zum diesjährigen 10-Jahr-Jubiläum der Diözesanen Arbeitsstelle
für Jugendseelsorge/Daju, zu deren Gründungsvätern er gehört,
musste er aber schriftlich gratulieren. Mitgefeiert hat er jedoch kürzlich
«Aller Äbte Jahrzeit» und in der Karwoche die Chrisammesse,
in der an seine Bischofswahl vor 25 Jahren erinnert wurde.
1976 war Otmar Mäder, damals seit drei Jahren Pfarrer in Muolen, zum
Bischof gewählt worden der erste in der Diözese, der nicht
dem Domkapitel angehört hatte. Gemäss seinem Wahlspruch «In
Glaube, Hoffnung und Liebe» hat er dem Bistum St. Gallen während
18 Jahren gedient, nüchtern-pragmatisch immer auf der Suche nach dem
«Massvollen und Machbaren».
Im September 1994 war sein überraschend eingereichtes Rücktrittsgesuch
als Bischof angenommen worden. Fünf Jahre zuvor hatte Otmar Mäder
in einem Zeitungsinterview gesagt, er bete täglich darum, dass er die
Gnade habe, rechtzeitig zurückzutreten, damit die Frage der Nachfolge
im Frieden mit dem Volk Gottes und mit Rom gelöst werden könne.
47 Jahre nachdem er selber nach der Priesterweihe wegen Priesterüberflusses
zum Weiterstudium nach Innsbruck geschickt worden war, nahm er wieder eine
Seelsorgestelle an. Der zunehmende Priestermangel gerade während seiner
Zeit als Bischof war sehr belastend gewesen für ihn.
Nach dem gesundheitlichen Einbruch musste Otmar Mäder dann das lernen,
was er oft gepredigt hatte, nämlich Geduld zu haben und mit seinen
Kräften haushälterisch umzugehen. Im Gebet ist er immer noch mit
allen Bistumsangehörigen eng verbunden. Und diese werden an seinem
80. Geburtstag in Dankbarkeit an ihn denken.
Aus gesundheitlichen Gründen hatte Pfarrresignat Anton Hüppi (Jg. 1927) auf sein seit 1995 ausgeübtes Amt als Benefiziat der Kapellgenossenschaft Wagen und als priesterlicher Mitarbeiter im Seelsorgeteam Jona resigniert. Ende Oktober hat er sich schweren Herzens von der Gegend, die ihm seit Jugendtagen vertraut war, verabschiedet. Er ist ins Altersheim Gontenbad im appenzellischen Gonten gezogen. Anton Hüppi war nach seinem Austritt aus dem Kapuzinerorden Domvikar in St. Gallen, Kaplan in Mosnang und hernach Pfarrer in St. Gallen-Winkeln, in Au, Jona und St. Peterzell.