45/2001 | |
INHALT | |
Amtlicher Teil |
Im gesamten Bildungswesen ist, seit Jahren schon, in wachsendem Umfang
und in stets schneller werdendem Tempo so vieles in Bewegung. Das Studium
an einer Universität sieht heute ganz anders aus als vor einem Vierteljahrhundert.
Nach aussen am auffallendsten sind die unentwegt steigenden Studentenzahlen
und als Folge davon der wachsende Geldbedarf für Lehre und Forschung.
Die Universität Freiburg konnte und kann sich dieser Entwicklung nicht
entziehen. Sie bemüht sich ihm Rahmen der begrenzten finanziellen Möglichkeiten,
mit den Anforderungen der Zeit Schritt zu halten und ihren Beitrag zu leisten.
Zwar gehört sie, an der Sprachgrenze zwischen Deutsch und Französisch
gelegen, zu den kleineren Universitäten, obwohl auch ihre Studentenzahl
inzwischen auf rund 9000 angewachsen ist. Dank dieser «Kleinheit»
erhält der Lehrbetrieb einen persönlichen Charakter. Sie erlaubt
zudem, da und dort Akzente zu setzen, die an einer grösseren Universität
kaum möglich sind. Durch ihre Zweisprachigkeit ist sie ausserdem ein
privilegierter Ort für Begegnung und Austausch zwischen Kulturen und
Mentalitäten.
Eine besondere Bedeutung hat an der Universität Freiburg die Betonung von Werten der christlichen Solidarität. Hierin liegt auch eine wichtige Aufgabe der Theologischen Fakultät. Gerade diese Werte dürfen trotz allen berechtigten Strukturänderungen nicht verloren gehen. Viele, die heute als Seelsorger, Ärzte, als Lehrer, Politiker oder in der Wirtschaft arbeiten, wussten diese Akzentsetzung während ihrer Studienzeit zu schätzen. Ethische Grundsätze, in diesem Bereich erarbeitete Thesen sind für viele im heutigen Berufs- und Familienleben eine wertvolle Grundlage, die sie nicht mehr missen möchten.
Solche Werte müssen trotz allen nötigen Reformen erhalten bleiben, dürfen nicht mangelnden Finanzen zum Opfer fallen. Damit das Erreichte erhalten bleibt, braucht die Universität Freiburg Signale von aussen. Zu diesen gehört die alljährlich am ersten Adventssonntag für sie bestimmte Kollekte in allen Pfarreien unseres Landes. Einmal mehr bitten wir Bischöfe um eine grossmütige Gabe, damit die Universität Freiburg die an sie herangetragenen Erwartungen der Schweizer Katholiken weiterführen und sogar ausbauen kann. Für die grosse Unterstützung, welche die Katholiken im ganzen Land während Jahrzehnten der Universität Freiburg gewährt haben, danken wir von Herzen.
Das diesjährige Hausgebet im Advent steht unter dem Titel «Wir sagen euch an...». Verteilt auf die vier Wochen des Advents werden vier Symbolträger des Adventskranzes erschlossen und mit Anregungen, Gebeten und Meditationen ergänzt. Es sind dies der Kreis, das Licht, die Vierzahl und die Farbe Grün. Als roter Faden führt eine Geschichte von Elisabeth Lindner durch die Welt von Kindern, Erwachsenen und Jugendlichen mit ihren Erlebnissen rund um einen Adventskranz. Dazu kommen Lieder und Anregungen für die Gestaltung von Advents-, Rorate- und Weihnachtsfeiern in der Gruppe oder Familie. Der Bastelbogen zeigt die vier Symbole und ergibt, zusammengefügt, eine Laterne, die aber auch als Geschenktasche verwendet werden kann. Die Auslieferung erfolgt über Cavelti AG, 9201 Gossau, Tel. 071-3888181, Fax 071-3888182, E-Mail admin@cavelti.ch (www.cavelti.ch/verlag).
Der wegen Erkrankung des Referenten ausgefallene Einführungskurs
vom 22. September wird am Samstag, 2. Dezember, 13.15 bis 17.30 Uhr, im
Zentrum 66 in Zürich nachgeholt. Alle bereits Angemeldeten werden nochmals
dazu eingeladen. Es ist aber noch Platz für Neuinteressenten. Anmeldungen
sind zwischen dem 15. und 20. November am besten schriftlich zu richten
an das Liturgische Institut, Gibraltarstrasse 3, 6003 Luzern, Telefon 041-2287323.
Der für Herbst 2001 vorgesehene Beginn von «Liturgie im Fernkurs»
musste auf April 2002 verschoben werden.
Anmeldungen nimmt ebenso das Liturgische Institut entgegen.
Bischof Amédée Grab ernannte:
Br. Wilfrid Baggenstos OFMCap
Der Verstorbene wurde am 3. Juli 1919 in Gersau (SZ) geboren, trat 1941
in den Kapuzinerorden ein und wurde am 2. Juli 1946 in Solothurn zum Priester
geweiht. Von 19491958 und von 19701979 stand er als Missionar
im Dienste der Kirche in Tansania. Im Bistum Chur wirkte er von 19641969
als Pfarrer in Zizers (GR) und von 19801983 als Vikar in Landquart
(GR). Er verstarb am 25. Oktober 2001 im Pflegeheim der Kapuziner in Schwyz
und wurde am 30. Oktober 2001 in Olten begraben.
Br. Emmanuel Fumeaux OFMCap, Spitalseelsorger
Der Verstorbene wurde am 23. Juni 1944 in Martigny (VS) geboren, trat 1990
in den Orden der Kapuziner ein und wurde am 12. Dezember 1999 in Luzern
zum Priester geweiht. Seit anfangs Dezember 1999 wirkte er als Spitalseelsorger
am Kantonsspital Uri in Altdorf. Er verstarb am 27. Oktober 2001 in Luzern
an den Folgen eines Herzinfarktes und wurde am 2. November 2001 in Saint-Maurice
beerdigt.
Die Arbeitsstelle Partnerschaft Ehe Familie ist mit einem Konzept für einen Neuansatz in der Trauungspastoral an den Ordinariatsrat gelangt. Diesem ist es Anliegen, dass auch der Seelsorgerat zu diesem wichtigen Thema Stellung bezieht. Darum befasst sich der Seelsorgerat an seiner Tagung vom 23./24. November im Bildungshaus Neu-Schönstatt in Quarten mit folgenden Fragen: Wie können junge Menschen mit Ehevorbereitungskursen erreicht werden? In welchem Umfeld leben die Ehekandidaten? Wie sind die Ehekandidaten ansprechbar? Wie reagieren die Ehepaare, aber auch die Seelsorgenden auf mehr Verbindlichkeit (Kursbesuch als Voraussetzung für die kirchliche Trauung)?
Mit Vreni Ammann, Katechetin in Berg, nahm erstmals eine Frau als Dekan-Stellvertreterin
an der von Bischofsvikar Markus Büchel geleiteten Herbstsitzung der
Dekane teil. Für den von Rorschach ins Dekanat Gossau gewechselten
Pfarrer Georg Schmucki konnte noch kein Nachfolger gefunden werden.
Neben dem Austausch von Erfahrungen und Informationen aus den acht Dekanaten
standen schwergewichtig Personalfragen. Generalvikar Anton Thaler gab eine
Übersicht über vakante Pfarreien, wiederbesetzte Pfarreien, vakante
Stellen für Kapläne, Pastoralassistenten und Pastoralassistentinnen
sowie vakante Stellen für Katecheten und Katechetinnen. Die Dekane
wünschen, dass sie vom Personalamt frühzeitig in eine Stellenneubesetzung
einbezogen werden. Anton Thaler wird den Wunsch nach einheitlichen Pflichtenheften,
Stellenbeschrieben und Lohnrichtlinien für die Seelsorgenden im Personalteam
besprechen und mit dem Resultat ins Ordinariat kommen.
Die Auswertung der Vernehmlassung zum Projekt Seelsorgeeinheiten hat sich
etwas verzögert. Auf die in den verschiedenen Dekanaten gestellten
konkreten Fragen ist Bischof Ivo, der an der Sitzung mit weiteren Ordinariatsmitgliedern
teilnahm, in seinem Pfingstbrief eingegangen. Das Ergebnis der Auswertung
wird demnächst dem Ordinariatsrat vorgelegt und anschliessend auch
den Dekanen zur Verfügung gestellt.
Generalvikar Anton Thaler bittet die Dekane, im Dekanat das Liturgische
Gebet (Tageszeitgebet) zu thematisieren. In der Kathedrale St. Gallen sind
mit der wöchentlichen Vesper am Dienstag, um 17.30 Uhr, gute Erfahrungen
gemacht worden.
Die Dekanenkonferenz tagt im nächsten Jahr am 11. März und am
29. Oktober. Die Chrisammesse mit den Jubilaren findet im nächsten
Jahr wie gewohnt am Dienstag in der Karwoche statt, muss jedoch im Jahr
2003 des Kantonsjubiläums wegen auf den Montag in den Karwoche vorverlegt
werden.
Erstmals wird der Generalminister der Franziskaner OFM, Br. Giacomo Bini,
die Schweiz besuchen. Der Franziskanerorden OFM im Volksmund auch
«braune» Franziskaner genannt, um sie von den «schwarzen»
Franziskanern, den Konventualen OFMConv, die es in der Schweiz auch gibt,
zu unterscheiden zählt zurzeit in der ganzen Welt mehr als 16000
Brüder, davon sind etwas mehr als 30 Schweizer Franziskaner. Diese
sind nach dem Untergang in der Reformation und der darauf folgenden
starken Präsenz der Kapuziner OFMCap in der Schweiz erst zu Beginn
des 20. Jahrhunderts wieder in die Schweiz gekommen und leben seit da als
kleine Ordensgemeinschaft in unserem Land. Zurzeit gibt es fünf Gemeinschaften:
in Eschenz (TG), Freiburg, Lugano, Näfels (GL) und Zürich.
Br. Giacomo Bini, Rom, ist seit 1997 Generalminister des Franziskanerordens.
Er ist Italiener und hat vor seiner Wahl lange Jahre in Afrika gearbeitet,
zuletzt als Provinzialminister in Nairobi.
Herzlich laden wir alle Interessierten zum Festgottesdienst mit unserem
Generalminister und den Schweizer Franziskanern am Sonntag, dem 25. November
2001, um 10.00 Uhr in die Klosterkirche von Näfels (GL) ein. Anschliessend
findet eine Teilete im Kloster statt. Weitere Informationen bei: Franziskanerkloster
Mariaburg, 8752 Näfels (Telefon 055-6122818 oder E-Mail naefels@franziskaner.ch).