43/2001 | |
INHALT | |
Amtlicher Teil |
Das Präsidium der Schweizer Bischofskonferenz, der Rat des Schweizerischen
Evangelischen Kirchenbundes und der Bischof der Christkatholischen Kirche
der Schweiz können Krieg nicht befürworten. Die Kirchen sind sich
bewusst, dass der Terrorismus bekämpft werden muss. Angesichts der
Komplexität des weltweit verzweigten Terrorismus wird eine militärische
Intervention das Problem kaum lösen, es sei denn kombiniert mit verschiedensten
anderen Massnahmen.
Um einen dauerhaften Frieden zu erlangen und die Spirale der Gewalt zu durchbrechen,
müssen deren wirklichen Ursachen sozialer, kultureller, politischer
und ökonomischer Natur erkannt und beseitigt werden. Die Kirchen weisen
darauf hin, dass Jesus Gewalt in jeder Form ablehnt. Sie sind sich bewusst,
dass die Christen dennoch in der Geschichte nicht immer entsprechend gehandelt
haben.
Die schrecklichen Anschläge vom 11. September gegen die USA drohen
die Welt in einen Strudel der Zerstörung zu ziehen. Alle sind davon
betroffen: Christen ebenso wie Muslime, Industrieländer ebenso wie
Entwicklungsländer. Alle Menschen fürchten sich vor dem Terrorismus
und seinen Folgen.
Sicher muss der Terrorismus mit verschiedensten Mitteln bekämpft werden;
wir bezweifeln aber, ob Bombardierungen weiterhelfen, weil schliesslich
die Zivilbevölkerung immer am meisten leidet. In Afghanistan zeichnet
sich zurzeit eine humanitäre Katastrophe unvorstellbaren Ausmasses
ab. Die kirchlichen sowie viele andere Hilfswerke leisten in Afghanistan
und dessen Nachbarstaaten unter schwierigsten Bedingungen Hilfe für
die Flüchtlinge, deren Zahl weit über die Millionengrenze gehen
soll.
Die Landeskirchen rufen deshalb alle Gläubigen dazu auf, für den
Frieden zu beten, auf dauerhafte Verständigung zwischen Völkern
und Religionen hinzuarbeiten und die Hilfswerke materiell zu unterstützen.
Dieses aktuelle Thema wird die letzte Dulliker Tagung für Theologie und Seelsorge am Mittwoch, den 7. November 2001 (9.3016.30 Uhr), behandeln. Als Referent wird Prof. Paul M. Zulehner aus Wien zu uns kommen. Auskunft und Anmeldung im Franziskushaus Dulliken (Telefon 062-2952021).
Diözesanbischof Dr. Kurt Koch hat folgende Dekane und Dekanatsleiter für die laufende Amtsperiode (bis 31. Dezember 2003) ernannt:
Dekanat Bern-Stadt:
Dekanat Franches-Montagnes:
Dekanat Moutier-St-Imier-Bienne romande:
Auf Sonntag, 17. März 2002, lädt Bischof Kurt Koch Jugendliche,
junge Erwachsene und Engagierte in der Jugendpastoral (aus Pfarreien und
Bewegungen) zum Bistums-Jugendtreffen nach Weinfelden ein. Es ist das sechste
Treffen dieser Art, das erstmals nicht in Solothurn, sondern in Weinfelden
stattfindet.
Es werden einige hundert Teilnehmende aus allen Gegenden des Bistums Basel
erwartet. Einander über Pfarrei- und Kantonsgrenzen hinaus begegnen,
über Fragen des Lebens und Glaubens nachdenken, einen Gottesdienst
feiern das sind die Akzente des Treffens. Das einfach gestaltete Treffen
lebt von der Offenheit und Bereitschaft zum Austausch mit andern. Es richtet
sich an Einzelne wie an in Gruppen engagierte Jugendliche ab 16 Jahren (Abschlussklassenalter)
und junge Erwachsene bis 30 Jahre (jüngere Teilnehmer und Teilnehmerinnen
sind in der Regel überfordert, ebenso Jugendliche, die zur Teilnahme
«verpflichtet» werden).
Praktische Hinweise
Am Samstag, 24. November 2001, um 17 Uhr, wird Diakon Patrik Brunschwiler
in der Pauluskirche in Gossau von Bischof Ivo Fürer zum Priester geweiht.
Am Sonntag darauf, am 25. November, um 10.30 Uhr, feiert der Neupriester
in der St. Nikolauskirche in Wil seine Primiz. Zur Priesterweihe wie auch
zur Primiz und zum anschliessenden Imbiss respektive Mittagessen in den
jeweiligen Pfarreizentren Gossau und Wil sind alle Mitfeiernden eingeladen.
Patrik Brunschwiler ist 1975 in Wil geboren, dort aufgewachsen und hat sich
hier auch in der Jugendarbeit engagiert. Nach dem Besuch des Gymnasiums
Friedberg studierte er Theologie in Freiburg und München. In der Pfarrei
St. Otmar-St. Gallen wurde er in die praktische Pfarreiarbeit eingeführt,
von dort aus besuchte er auch den Pastoralkurs im Seminar St. Georgen. Anfangs
Juli dieses Jahres wurde er zum Diakon geweiht. Anschliessend zügelte
er an seinen neuen Wirkungsort nach Gossau.
Priester und Diakone, die konzelebrieren, mögen eine Albe und weisse
Stola mitbringen und sich anmelden bei Patrik Brunschwiler, Telefon 071-3833980,
Fax 071-3833981.
Der Bischof von Sitten, Mgr. Norbert Brunner, hat am Sonntag, 14. Oktober 2001, anlässlich des Gedenktages der Kathedralweihe in der Kathedrale von Sitten dem Priesteramtskandidaten Frédéric Mayoraz von Vex das Dienstamt des Lektorates verliehen. Frédéric Mayoraz beginnt Ende Oktober in Freiburg sein 4. Studienjahr in Theologie.