41/2001 | |
INHALT | |
Amtlicher Teil |
Der neue Generalpräsident ist Weihbischof Pierre Bürcher von
Lausanne, Genf und Freiburg.
Vom Dienstag, 2., bis Freitag, 5. Oktober 2001 hält die Catholica Unio
ihre Generalversammlung in Würzburg, dem Sitz der Catholica Unio Deutschland,
ab. Weihbischof Pierre Bürcher von der Diözese Lausanne, Genf
und Freiburg, vom Heiligen Stuhl zum Generalpräsidenten ernannt, übernimmt
als Nachfolger von Bischof Amédée Grab die Präsidentschaft.
In der aktuell schwierigen Lage im Nahen Osten empfielt die Generalversammlung
den Christen das Gebet und die Solidarität mit ihren in Not stehenden
Mitchristen.
Die Catholica Unio ist ein am 19. September 1924 vom Heiligen Stuhl approbiertes
Hilfswerk zur Förderung der Beziehungen mit den Ostkirchen, die geeignet
sind, die Einheit der Kirche zu beschleunigen.
Der Ursprung der Catholica Unio geht ins Jahr 1921 zurück, als P.
Dr. Augustinus von Galen OSB aus dem Kloster Emmaus von Prag in Wien ein
«Ukrainisches Religionskomitee» gründete, das geistige
und materielle Hilfe für die Ukraine bringen wollte.
Am 19. September 1924 genehmigte der Heilige Stuhl das Hilfswerk unter dem
Namen Catholica Unio mit weltweiter Zielsetzung. Es fand von Anfang an eine
rasche Ausbreitung dank dem Eifer und dem unternehmerischen Geist ihres
Gründers. Von 1923 an bildete er Komitees in Holland, Frankreich, Spanien
und in den Vereinigten Staaten von Amerika, später in Brasilien und
Argentinien.
Im Jahr 1927 wurde die Catholica Unio neu organisiert: Die Ernennung des
Präsidenten wurde dem Heiligen Stuhl vorbehalten und der Sitz des Amtes
wurde in Freiburg/Schweiz errichtet.
Das Sekretariat der «Catholica Unio Internationalis» ging nach
dem Tod P. von Galens und seines ersten Nachfolgers Pfr. Conrad Fischer
1955 an die Augustiner in Freiburg/Schweiz über. Während der Präsidentschaft
von Bischof Dr. Pierre Mamie war der Sekretär Archimandrit P. Dr. Gregor
Hohmann, erst in Freiburg/Schweiz, dann in Deutschland. Ab 1994 übernahm
Bischof Amédée Grab die Präsidentschaft; das Generalsekretariat
ging an Dr. Iso Baumer, Lehrbeauftragter für Ostkirchenkunde an der
Universität Freiburg/Schweiz über, sodass nun Präsidium und
Sekretariat wieder in der gleichen Diözese vereint waren.
Heute bestehen noch Landessekretariate in Deutschland, Österreich und
der Schweiz. Mit dem «Apostolaat voor de Oosterse Kerken» (später
«Actie en Ontmoeting Oosterse Kerken») in Holland bestanden
lange Zeit enge Beziehungen; seine Leiter nahmen an den Jahresversammlungen
teil. Mit verwandten Werken anderswo, zum Beispiel «L'uvre d'Orient»
in Frankreich, bestehen keine Verbindungen. Es gibt Kontakte zu Slowenien,
Polen und Südtirol, aber im Augenblick haben diese Länder noch
keine Nationalsekretariate.
Generalsekretär ist seit 2001 P. Kilian Karrer OSB, Mariastein.
Die Catholica Unio ist von der Kongregation der Ostkirchen in Rom abhängig.
Die Verantwortung der Catholica Unio gliedert sich folgendermassen:
a) Das Generalsekretariat wird von einem Bischof als Generalpräsident
und einem Sekretär geleitet.
b) Den Nationalsekretariaten stehen ein nationaler Präsident und
ein Sekretär vor.
Der Generalpräsident wird von der Kongregation der Ostkirchen ernannt.
Der Präsident ernennt den Generalsekretär; seine Hauptaufgabe
ist die Koordination der Arbeit der Nationalsekretariate, die Förderung
der Catholica Unio in den Ländern, in denen keine ähnlichen Hilfswerke
zu Gunsten der Ostkirchen bestehen, aber immer mit dem Einverständnis
der betreffenden Bischofskonferenz. Ihm obliegt ebenfalls die Zusammenarbeit
mit Hilfswerken und ähnlichen Organisationen sowie die Repräsentation
der Catholica Unio bei internationalen Instanzen.
Das Hilfswerk besteht aus einem Vorstand, der vom Generalpräsidenten,
dem Generalsekretär und den Vertretern der verschiedenen nationalen
und allenfalls regionalen Hilfswerken gebildet wird. Die regionalen und
nationalen Präsidenten werden vom Generalpräsidenten, mit Zustimmung
des respektiven Ordinariats, ernannt.
Die Catholica Unio publiziert jährlich in folgenden Ländern 3
Zeitschriften bzw. Rundbriefe: Schweiz, Deutschland, Österreich.
Generalpräsidenten der Catholica Unio:
Weihbischof Pierre Bürcher ist der fünfte, vom Heiligen Stuhl ernannte Generalpräsident.
Nach der schrecklichen Bluttat im Kantonsratssaal Zug sind sehr viele Zeichen des Mitgefühls, der Verbundenheit und der Solidarität gegeben worden. In diesen grossen Chor der Anteilnahme hat sich auch unser Papst Johannes Paul II. eingereiht. Durch seinen Staatssekretär Angelo Kardinal Sodano hat der Heilige Vater mir ein Beileidstelegramm geschickt. Ich bin dem Papst sehr dankbar, dass er in seinem Herzen bewegt und ausgesprochen hat, was uns alle tief bewegt. Deshalb übergebe ich das päpstliche Schreiben gerne der Öffentlichkeit.
Mit Schmerz und Trauer hat der Heilige Vater die bestürzende Nachricht vom sinnlosen Blutvergiessen und vom gewaltsamen Tod so vieler unschuldiger Menschen im Regionalparlament des Schweizer Kantons Zug erfahren. In der menschlich unbegreiflichen Situation und betroffen vom Ausmass des schrecklichen Geschehens trägt Seine Heiligkeit die Fragen und Nöte, die viele in diesen Tagen bewegen, im Gebet vor Gott, den Herrn über Leben und Tod. Den Menschen, die dabei umgekommen sind, erbittet Papst Johannes Paul das ewige Leben. Jenen, die an Leib und Seele Schaden genommen haben, erfleht er baldige Genesung und neuen Lebensmut aus der Hoffnung, die der Glaube schenkt. Der Heilige Vater fühlt sich den Angehörigen und Freunden verbunden, die um einen lieben Menschen trauern oder um das Leben einer ihnen teuren Person bangen, und erbittet ihnen christlichen Trost, um die dunklen Stunden und Tage zu bestehen. Von Herzen erteilt er den Apostolischen Segen. Mit aufrichtiger persönlicher Anteilnahme.
Bischof Amédée Grab ernannte:
Interessentinnen und Interessenten, die das Pastoraljahr 2002/03 absolvieren möchten, sind gebeten, ihre Anmeldung bis zum 15. November 2001 schriftlich einzureichen an Herrn Regens Dr. Josef Annen, Priesterseminar St. Luzi, Alte Schanfiggerstrasse 7/9, 7000 Chur (vgl. dazu «Richtlinien für das Pastoraljahr im Bistum Chur», publiziert in der letzten Ausgabe der SKZ).
Der Festgottesdienst mit Bischof Ivo und dem Domkapitel am Gallustag, am Dienstag, 16. Oktober, findet um 10 Uhr in der Kathedrale statt. Die Festpredigt hält P. Meinrad Loser vom Benediktinerkloster Fischingen. Der Domchor singt unter der Leitung von Domkapellmeister Hans Eberhard die Nelsonmesse von J. Haydn und die Gallus-Sequenz von Notker Balbulus, begleitet von Musikern des Sinfonieorchesters St. Gallen. Solisten sind Kimberly Brookman (S), Adelheid Krauss (A), Jens Weber (T) und Alfred Kesseli (B). In der Vesper um 17.30 Uhr singt die Männer- und Frauen-Choralschola die Lateinische Choralvesper.
In der Schutzengelkapelle St. Gallen haben die Teilnehmerinnen des Katechetikkurses für Lehrkräfte an der Primarschule, angeboten von der Diözesanen Katechetischen Arbeitsstelle, nach erfolgreichem Abschluss das Diplom erhalten. Das Diplom und damit die Ermächtigung, konfessionellen Religionsunterricht zu erteilen, haben erhalten: Brigitte Barben, Herisau; Petra Bischof, Eschenbach; Eva Gut, Bad Ragaz; Beate Hanak, Au; Hildegard Hinder, Rieden; Annemarie Iten, Einsiedeln; Helena Kessler, Gossau; Cäcilia Koller, Wil; Gaby Kurath, Oberuzwil; Daniela Leder-gerber, Ebnat-Kappel; Monika Lehner, Staad; Michèle Rossi, Oberbüren; Silvia Rüegg, Kaltbrunn; Heidi Saide, Rieden; Prisca Schaefer, Weesen; Gaby Stieger, Wattwil; Miriam Tischhauser, Grabs; Doris Züger, Häggenschwil.