38/2001

INHALT

Amtlicher Teil

 

Alle Bistümer

 

Attentate in den Vereinigten Staaten

Gemeinsame Stellungnahme der drei Landeskirchen

Die römisch-katholische Kirche der Schweiz, der Schweizerische Evangelische Kirchenbund und die Christkatholische Kirche der Schweiz sind fassungslos angesichts der Attentate, die New York, Washington und andere Städte in Amerika verwüstet haben. Unser erster Gedanke gilt den Tausenden von Opfern dieser entsetzlichen Anschläge. Trotz der Entfernung fühlen wir uns den Familienangehörigen nahe, denen wir unser tiefstes Mitgefühl übermitteln, wie auch dem ganzen amerikanischen Volk und unseren Schwesterkirchen in den Vereinigten Staaten.
Uns fehlt die Vorstellungskraft, wie Menschen zu einem derart unglaublichen Hass fähig sein können ­ hineinmanövriert von einem Fanatismus, der keinen Bezug zu einer wie auch immer lautenden Religion haben kann.
Wir sind zutiefst besorgt über den Frieden in der Welt und bitten alle Staaten und alle Menschen guten Willens sich zusammenzuschliessen, um diesen Frieden zu schützen.
Auch wenn alle internationalen Anstrengungen für eine bessere Völkerverständigung erschüttert werden, sind wir überzeugt, dass es keinen anderen Weg gibt, als den unermüdlichen Einsatz für den Frieden.
Angesichts solch barbarischer Akte verpflichten wir uns dem Gebet, dass der Hass die Welt nicht besiege.
Möge der Gott des Friedens uns auf diesem Weg leiten und tragen.

Römisch Katholische Kirche der Schweiz
Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund
Christkatholische Kirche der Schweiz

Bern, Freiburg, 11. September 2001


Justitia et Pax ruft zur Besonnenheit auf

Die Kommission Justitia et Pax der Schweizer Bischofskonferenz nimmt an ihrer heutigen Sitzung mit grosser Betroffenheit von den unaussprechlichen Grausamkeiten des 11. September 2001 Kenntnis. Die geschehenen Morde können durch nichts gerechtfertigt werden. Terror und Gewalt gegen Unschuldige wären nicht einmal zur Durchsetzung gerechter Ziele legitim.
Die Kommission ist aber auch in grosser Sorge über die zu befürchtenden Folgen dieser Untat: Wir dürfen jetzt nicht vergessen, dass Gewalt nicht mit Gegengewalt überwunden werden kann; Rache vertieft nur die bestehenden Gräben. Die Bevölkerung unseres Landes wird darüber hinaus inständig gebeten, auf jegliche pauschale Beschuldigung von Menschen anderen Glaubens zu verzichten. Nur gegenseitiger Respekt ermöglicht das Zusammenleben.

Bern, den 14. September 2001


Der griechisch-katholische Patriarch von Antiochien schliesst seinen Besuch in der Schweiz ab

Seine Seligkeit Gregor III., Patriarch von Antiochien, weilte vom 8. bis 12. September in der Schweiz. Er war vom Schweizerischen Heiligland-Verein zur 100. Generalversammlung eingeladen. Diese fand am 9. September in Luzern statt. In seiner Festrede gab der hohe Gast der Hoffnung Ausdruck, dass die Christen im Westen ihren Glaubensbrüdern und -schwestern im Osten weiterhin geistig und materiell beistehen, damit ein Exodus vermieden werden kann. Während seiner Reise hat er mehrmals auf die schwierige politische und wirtschaftliche Lage im Nahen Osten hingewiesen. Der Patriarch sieht keine Friedenschancen, solange den Palästinensern nicht Recht widerfährt. Am Montag, 10. September, ist Gregor III. in Bern mit Bundesrat Josef Deiss, Vorsteher des Eidgenössischen Aussendepartements, zusammengetroffen. Das Kirchenoberhaupt, das den offiziellen Titel eines griechisch-melkitisch-katholischen Patriarchen von Antiochen und dem ganzen Orient, von Alexandrien und Jerusalem trägt, dessen Sitz in Damaskus ist, hat zudem in Freiburg die griechisch-katholische Gemeinschaft besucht.


Bistum Basel

 

Ernennungen

Peter Gehring-Woodtli als Gemeindeleiter für die Pfarrei Meierskappel (LU) per 16. September 2001;
Roland Bucher-Mühlebach als Gemeindeleiter für die Pfarrei Menznau (LU) per 16. September 2001.

Eine Missio canonica haben erhalten:
Eugénie Lang Ruf als Pastoralassistentin in der Pfarrei Worb (BE);
Angelina Winkler-Köchle als Katechetin in der Pfarrei Arbon (TG).


Ausschreibung

Die vakante Pfarrstelle St. Theresia Allschwil (BL) (im Seelsorgeverband Allschwil-Schönenbuch) wird für einen Pfarrer oder einen Gemeindeleiter/eine Gemeindeleiterin zur Wiederbesetzung ausgeschrieben.
Interessierte Personen melden sich bitte bis zum 18. Oktober 2001 beim Diözesanen Personalamt, Baselstrasse 58, 4501 Solothurn, oder E-Mail personalamt@bistum-basel.ch


Diakonenweihe

Am Sonntag, 23. September, 15.00 Uhr, wird in der St-Ursen-Kathedrale, Solothurn, Weihbischof Denis Theurillat sechs Kandidaten zu Diakonen weihen:

Im Hinblick auf die Priesterweihe:
Marius Bitterli von Zug (ZG), Rohr (AG) und Wissen (SO) in Wettingen, St. Sebastian;
Daniel Fischli von Möhlin (AG) in Luzern, St. Leodegar;
Markus Gurtner von Wahlern (BE) in Emmenbrücke, Bruder Klaus;
Martin Walter von Auenwald (D) in Baar;
Patrick Zihlmann von Malters und Schüpfheim (LU) in Rheinfelden.

Zum ständigen Diakon:
Hans-Peter Vonarburg von Emmen und Schenkon (LU) in Bern, Bruder Klaus.

Priester und Diakone, die an der Feier teilnehmen, sind eingeladen, Albe und weisse Stola mitzubringen.

Seminar St. Beat Luzern
Priesterseminar des Bistums Basel
Christoph Sterkman, Regens


Personelle Veränderungen im bischöflichen Ordinariat

In einem Schreiben an alle Seelsorgerinnen und Seelsorger der Diözese informierte Bischof Kurt Koch über vorgesehene personelle Veränderungen im bischöflichen Ordinariat.
Personal- und Pastoralamt sollen personell ausgebaut werden und die Kanzlei und das Bischofssekretariat werden zu zwei eigenständigen Bereichen umgestaltet.
(Bischof Kurt Koch: «Dieser bescheidene Ausbau ist allein von der Überzeugung geleitet, dass auch wir unsere Aufgaben so gut wie möglich wahrnehmen und den vielfältigen Erwartungen gerechter werden wollen.»)

Diözesanes Pastoralamt

Demission des Leiters des Pastoralamtes
Der bisherige Pastoralamtsleiter Hans-Rudolf Häusermann hat per Sommer 2002 seine Demission eingereicht. Hans-Rudolf Häusermann zu seiner Demission: «Es ist meines Erachtens bisher nicht gelungen, die Kommunikation und die Kooperation zwischen Bistumsleitung und grossen Teilen der Bistumsangehörigen, aber auch in und zwischen manchen Gremien im Bistum, auf eine Grundlage zu stellen, die einen konstruktiven Dialog zu anstehenden pastoralen Fragen und Zielen ermöglicht. Die Folge davon war eine zunehmend spürbare ÐOrtslosigkeitð des Pastoralamtes. Sodann war da auch der nach wie vor vorhandene Wunsch nach praktischer Seelsorgetätigkeit, welcher meinen Entscheid mit beeinflusste.»
Bischof Kurt Koch zur Demission von Hans-Rudolf Häusermann: «Ich weiss, dass Herr Häusermann diese Entscheidung nicht leicht gefällt hat, und ich habe seine Demission erst nach eingehenden Gesprächen und gemeinsamen Beratungen angenommen. Es ist mir ein Anliegen, Herrn Diakon Häusermann bereits heute herzlich zu danken für seine grosse Arbeit, die er geleistet hat. Und ich bin froh, dass er noch ein ganzes Jahr mitwirken wird.»

Personeller Ausbau des Pastoralamtes
Das Diözesane Pastoralamt wird bislang von einer Person geführt. Angesichts der Grösse und Vielfalt unseres Bistums hat dies dazu geführt, dass der Pastoralamtsleiter die vielfältigen Tagesgeschäfte und die vordringlichen Aufgaben der Kommunikation und Vernetzung zwischen den verschiedenen Bistumsregionen nicht in befriedigendem Masse wahrnehmen kann. Die Diözesane Finanzkommission hat dem Begehren stattgegeben, das Pastoralamt inskünftig mit drei Personen mit jeweiligem Schwergewicht in einer der drei Grundsendungen der Kirche (Verkündigung, Liturgie und Diakonie) zu versehen.

Bischöfliche Kanzlei

Schwester Annelis Kurmann führt die Kanzlei seit 1988 und betreut zugleich das Sekretariat von Bischof Kurt Koch. Diese Doppelbelastung hat in den letzten Jahren so sehr zugenommen, dass es nicht mehr verantwortbar erscheint, diese Arbeitslast einer einzigen Person aufzubürden. Es ist daher vorgesehen, Bischofssekretariat und Kanzlei zu trennen. Fest steht bereits, dass Schwester Annelis Kurmann das Bischofssekretariat weiterhin betreuen wird. Für die Kanzlei, die als Stabsstelle des Generalvikars konzipiert ist, wird eine Kanzlerin oder ein Kanzler gesucht werden.

Archiv

Nach einer längeren Vakanz konnte schliesslich auch die Stelle des Archivars im bischöflichen Ordinariat neu besetzt werden. Mit Herrn Rolf Fäs aus Endingen (AG) konnte ein geeigneter neuer Archivar gefunden werden.

Diözesanes Personalamt

Über die Wahl von Frau Louisa Heislbetz als neue Mitarbeiterin im Personalamt wurde bereits berichtet. Sie wird ihre Arbeit am 1. Januar 2002 beginnen.

Generalvikariat

Der neue Generalvikar P. Dr. Roland Trauffer wird sein Amt am 1. Februar 2002 antreten.

Informationsstelle


Auftakt zum gemeinsamen Gespräch

Die Gruppe «Pfarreien in Not ­ wir bauen weiter» traf sich mit Bischof Kurt Koch und weiteren Vertretern/Vertreterinnen der Bistumsleitung zu einer Gesprächsrunde. Ein erster Kontakt mit der Gruppe hatte anlässlich der Kundgebung letztes Jahr im Dezember stattgefunden. Am Freitag, 7. September 2001, fanden sich nun beide Seiten zum direkten, gemeinsamen Gespräch zusammen in der Hoffnung auf einen fruchtbaren Dialog, und unter der kundigen Leitung des Moderators Hanspeter Karrer, Leiter der Akademie für Erwachsenenbildung Luzern, ist dies auch gelungen.
Das Hauptanliegen der Gruppe «Pfarreien in Not ­ wir bauen weiter» ist die Änderung der Zulassungsbedingungen zum Priesteramt, unabhängig von Zivilstand und Geschlecht. Der Gruppe ist es ein Bedürfnis, auf diesem Weg die Bistumsleitung als engagierte Christinnen und Christen zu unterstützen! Weiter setzt sie sich dafür ein, dass Frauen in der Kirche vermehrt Gehör finden sollten, denn es sind heute mehrheitlich Frauen, die sich in der Kirche engagieren und sie tragen.
Bischof Kurt Koch betonte, dass er die Probleme sähe, dass er mitleide und er sich Lösungen vorstellen könne und Wünsche habe, die sich gar nicht so fern von den Anliegen der Gruppe bewegen.
Gemäss Bischof Kurt Koch müssten die Fragen der Zulassungsbedingungen immer wieder ins Gespräch gebracht werden, überall in der Weltkirche, weil die Entscheidungskompetenz hier liege. Bilateral, zwischen den Bischöfen, sei die Diskussion dieser Fragen und Probleme oft an der Tagesordnung. Nur eben, es fehle einem Bischof meist an der notwendigen Zeit, sich noch mehr auf dem internationalen Parkett zu bewegen. Bischof Kurt Koch ist es aber auch ein grosses Anliegen, dass das zölibatäre Priestertum gestützt und aufgewertet werde, damit auch andere Formen der Zulassung möglich würden. Auch solle nicht vergessen werden, dass die tieferen Probleme der Kirche heute nicht nur bei den Zulassungsbedingungen lägen.
Die Gruppe «Pfarreien in Not ­ wir bauen weiter» erachtet den Zölibat als eine wertvolle Lebensform. Sie soll jedoch frei wählbar sein. Das Priesteramt dürfe nicht an die zölibatäre Lebensform gebunden sein.
Das Gespräch wurde als ein Zeichen gewertet, als ein erster Schritt, einander zuzuhören, zu verstehen, kennen zu lernen und somit den Dialog zu initiieren.
Bischof Kurt Koch wünscht für die Gruppe drei Schritte:

  1. Schritt: Sehen, welche Zeichen wir im Bistum Basel bereits gesetzt haben ­ viele Frauen üben bereits das Amt von Gemeindeleiterinnen aus.
  2. Schritt: Abschied nehmen von der tradierten «Kirchturmpolitik» und über Gemeindegrenzen hinweg zusammenarbeiten, zum Beispiel in Seelsorgeverbänden.
  3. Schritt: Sich international umsehen ­ es sei eine Aufgabe auch für die Laien, sich international mit den Zulassungsbedingungen auseinander zu setzen.

Die Gruppe «Pfarreien in Not ­ wir bauen weiter» versteht die Sicht des Bischofs, doch ist an der Basis ­ im Gemeindeleben ­ der Druck für baldige, weitere Schritte immer stärker spürbar.

Fazit dieser ersten Gesprächsrunde
Die Spurensuche hat stattgefunden ­ einige Gemeinsamkeiten konnten festgestellt werden, im Speziellen das langfristige Ziel der Änderung der Zulassungsbedingungen zum Priesteramt.
Einige Fragen und Probleme wurden angesprochen ­ jedoch nicht ausdiskutiert, und verschiedene Positionen sind an ihren Standpunkten stecken geblieben. Dies im Besonderen spricht für eine Weiterführung dieser Gesprächsrunde «in kreativer, kritischer Form».
Bischof Kurt Koch versprach, über Möglichkeiten der Weiterführung des Dialogs in der Bistumsleitung zu beraten und Ende Oktober die Gruppe «Pfarreien in Not ­ wir bauen weiter» über das weitere Vorgehen zu informieren.

Thomas Messmer-Meile
Informationsbeauftragter
«Pfarreien in Not ­ wir bauen weiter»

Hans-E. Ellenberger
Informationsbeauftragter
Bistum Basel

Biel/Solothurn, 13. September 2001


Bistum Chur

Priesterweihe

Am Samstag, 8. September 2001, hat Diözesanbischof Amédée Grab in der Pfarrkirche Hll. Peter und Paul in Bürglen (UR) zu Priestern geweiht:
Diakon Leo Huber, geboren am 26. Juni 1934 in Alberswil (LU), von Grosswangen (LU) und Dietikon (ZH), in Siebnen (SZ), und
Diakon Jan Strancich, geboren am 1. August 1971 in Beuthen/Polen, von Deutschland, in Bürglen (UR).


Ernennungen

Bischof Amédée ernannte:
P. Benedikt Gubelmann OSB zum Pfarrer der Pfarrei Hll. Peter und Paul, Obersaxen (GR);
Johann Baptist Kappeler, bisher Pfarrer in Frutigen (BE), zum Gefängnisseelsorger der kantonalen Strafanstalt Pöschwies in Regensdorf;
Robert Kopp, Seelsorger im Kloster Ingenbohl, zusätzlich zum Pfarradministrator der Pfarrei Hl. Josef, Sisikon (UR);
Peter Miksch, Pfarrer in Trimmis, zusätzlich zum Pfarradministrator der Pfarrei Hl. Antonius v.P., Maladers (GR).


Bischöfliche Missio canonica

Nach Abschluss des Pastoraljahres 2000/2001 erteilte Diözesanbischof Amédée Grab folgenden Personen die Missio canonica für ihren Seelsorgedienst:

Zusätzlich erteilte er die bischöfliche Missio canonica:


Bistum St. Gallen

 

Surfen im Bistum

Unter der Adresse www.bistum-stgallen.ch ist das Bistum St. Gallen nun auch im Internet anklickbar. Die Homepage informiert umfassend über Struktur und Geschichte. Die Agenda weist auf Anlässe auf Bistumsebene hin. Unter Meldungen wird darüber berichtet. Unter Angebote findet sich eine breite Palette für Menschen jeglichen Alters und in den verschiedensten Situationen. Es wird erklärt, wer im Bischöflichen Ordinariat für welche Aufgaben zuständig ist. Dazu kommen statistische Daten, eine Übersicht über Dekanate und Pfarreien und eine lange Liste von Links, die zu den verschiedensten Stellen im Bistum und darüber hinaus über das Portal Katholische Kirche Schweiz bis zum Vatikan führen.
Via virtuellem Rundgang durch den Stiftsbezirk gelangt man auch in die Galluskapelle und in den Festsaal der bischöflichen Wohnung. Selbstverständlich ist die Bistumsseite mit dem Katholischen Konfessionsteil verlinkt, der seinen eigenen Auftritt unter www.kath.ch/sg hat.


Stellenausschreibung

Für die Impulsarbeitsstellen Blauring und Jungwacht in St. Gallen und Heerbrugg werden auf den 1. Januar 2002 oder nach Vereinbarung je eine Stellenleiterin oder ein Stellenleiter gesucht. Es sind zwei 50-Prozent-Stellen. Erwartet werden Erfahrung in der Kinder- und Jugendarbeit, Bereitschaft, sich mit Fragen der Kirchlichkeit und der Jugendpolitik auseinander zu setzen, Team- und Konfliktfähigkeit, Eigenständigkeit, selbständige Arbeitsweise und Organisationstalent, Bereitschaft zu unregelmässiger Arbeitszeit.
Anstellung und Entlöhnung gemäss Richtlinien der Katholischen Administration.
Auskünfte erteilen: Helga Kropf, St. Gallen, Telefon 071-2221347, und Anja Bollhalder, Heerbrugg, Telefon 071-7225323.
Schriftliche Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen sind bis 1. Oktober zu richten an: Beat Hutter, Hintere Kirchstrasse 291, 9444 Diepoldsau.


DAJU feierte den 10. Geburtstag

Das DAJU-Team soll auch im zweiten Jahrzehnt etwas «schräg» bleiben. Das wünschte am fröhlichen Geburtstagsfest ein Gast, der in hitzigen Diskussionen von dieser «Schrägheit» für seine Arbeit auf einer andern diözesanen Arbeitsstelle selber profitiert hat. Ein Wunsch, der gerne entgegengenommen wurde.
Beim Fünf-Jahr-Jubiläum war Linus Brändle mit einem 20-Prozent-Pensum neu zum DAJU-Team gestossen, zum 10-Jahr-Jubiläum ist es André Lenz (60-Prozent). Seit Anfang an wird die Diözesane Arbeitsstelle für Jugendseelsorge, die subsidiär die kirchliche Jugendseelsorge in Pfarreien und Regionen unterstützt, von Reinhard Braun (80 Prozent) geleitet. Die Stelle mit aufgebaut haben der damalige Domvikar Markus Schöbi (bis 1996) und die heute im Sozialdienst der Dompfarrei wirkende Franziska Gruber (bis 1998).
Die Glückwünsche und den Dank von Bischof Ivo Fürer, der wegen Terminkollision nicht persönlich mitfeiern konnte, überbrachte Generalvikar Anton Thaler. Er erinnerte an das Jugend-Pastoral-Konzept «Kirche lebt mit der Jugend ­ Jugend lebt mit der Kirche», das 1988 die Arbeitsgruppe JUPAKO (u.a. Edwin Gwerder, Linus Brändle, Hans Hüppi, Vroni Krämer, Elisabeth Müggler, Hans Schmidt, Josef Wirth) im Auftrag der Jugendseelsorgerinnen und Jugendseelsorger zuhanden der Bistumsleitung verfasst hatte. In einer grossen Vernehmlassung im Bistum sprachen sich dann 72 Pfarreien (also gut die Hälfte aller Pfarreien) und 20 weitere Institutionen, die Dekanatsversammlungen und die verschiedenen Räte grundsätzlich für die Schaffung der DAJU, der Diözesanen Arbeitsstelle für Jugendseelsorge, aus, «in der Hoffnung, die Jugendseelsorge zu verbessern». Nachdem auch Ordinariatsrat, Administrationsrat und schliesslich das Katholische Kollegium Ja gesagt hatten zur DAJU, konnte am 1. September 1991 die Arbeit an der Webergasse 15 aufgenommen werden. Die DAJU ist immer noch dort, aber die damaligen Räume sind nicht mehr wiederzuerkennen.

Die Hoffnung hat sich erfüllt

Der Zusammenhalt der Leute in der kirchlichen Jugendarbeit wurde durch die regelmässigen Jugendseelsorgetagungen verstärkt. Die Kursarbeit der DAJU (Weiterbildung von haupt-, neben- und ehrenamtlichen Jugendseelsorgern/-seelsorgerinnen), die Beratung und Begleitung von Verantwortlichen in der Jugendseelsorge, die jährlichen ökumenischen Jugendbegegnungstage am Bettag, das jährliche Diözesan-Forum, die «Nacht der Lichter», die INFO-Schrift, die Mitarbeit auf deutschschweizerischer Ebene ­ all das hat dazu beigetragen, dass die kirchliche Jugendarbeit vernetzter und professioneller geworden ist.
Das Engagement der DAJU auf Dekanatsebene hat mittlerweile stark zugenommen. Zur akj in St. Gallen, der Arbeitsstelle Kirchliche Jugendarbeit, kamen weitere Dekanats-Jugendseelsorgestellen in Gossau, Uznach und in Wattwil (für Oberes Toggenburg). Sehr zum Bedauern der DAJU konnten in den übrigen Dekanaten noch keine akj-Stellen eingerichtet werden: Für das Untere Toggenburg sowie in Rorschach und Altstätten sind wenigstens Ansätze dazu vorhanden. In Sargans kämpfen die Jugendseelsorgenden schon lange dafür.
Mit der DAJU feierten das 10-Jahr-Jubiläum: DAJU-Leiter Reinhard Braun, Philipp Hautle als Präsident der Begleitkommission, der Diözesanen Kommission für Jugendseelsorge, sowie deren Mitglieder Kollegienrat Ignaz Zimmermann und Pfarrer Alfons Sonderegger.
«Für Jugend und für Kirche haben wir sehr viel Schwung» sang das befrackte Trio bei der launigen Begrüssung der Geburtstagsgäste, die alle mit der DAJU in irgendeiner Weise besonders verbunden waren. Alt Bischof Otmar Mäder, der zu den Vätern des jüngsten Kindes im Bistum gehört, reihte sich schriftlich in die witzige Gratulationscour ein. Er dankte fürs Durchhalten sowie für das viele Gute, das in all den Jahren von der Webergasse 15 zugunsten der Jugend ins Bistum ausgestrahlt hat. Dass sich in den DAJU-Räumen nicht nur effizient arbeiten, sondern auch fröhlich festen lässt, dafür lieferte das Geburtstagsfest den besten Beweis.


Bistum Lausanne, Genf und Freiburg

 

Im Herrn verschieden

Alfons Aeby, emeritierter Kaplan, Freiburg
Am 8. September 2001 starb in Freiburg der emeritierte Kaplan Alfons Aeby. Am 24. September 1923 geboren, empfing der Verstorbene am 30. Juni 1957 die Priesterweihe.
Er wirkte als Vikar in Bösingen (1957­1961).
Er wirkte als Kaplan in Tafers (1961­1963) und in Brünisried-Rechthalten (1963­1966). Er wirkte als Vikar für die deutsch spre-chenden Gläubigen der Pfarreien St. Johann und St. Moritz in Freiburg (1966­1967) und in der Pfarrei St. Johann in Freiburg (1967­1972). Dann wirkte er als Vikar in Wünnewil (1972­1974) und als Seelsorger im Bildungszentrum Burgbühl, Pfarrei St. Antoni (1974­1977). Er wirkte als Kaplan in Im Fang (Pfarrei Jaun) (1977­1981). Nach einer Urlaubszeit (1981­1989) wirkte er ab 1989 bis zu seinem Tod als emeritierter Kaplan in Freiburg. Er wurde am 12. September 2001 in Giffers beerdigt.


Orden und Kongregationen

 

Keine finanzielle Verflechtung der Internationalen Kolping Finanzdienstleistungs AG mit dem Kloster Einsiedeln

Das Kloster Einsiedeln nimmt im Zusammenhang mit dem Artikel im Tages- Anzeiger vom 5. September 2001 Stellung zur Tätigkeit von P. Markus Steiner als Verwaltungsrat der Internationalen Kolping Finanzdienstleistungs AG.
P. Markus Steiner hat weder persönliche Vorteile noch Vorteile für das Kloster Einsiedeln aus seiner Tätigkeit als Verwaltungsrat der Internationalen Kolping Finanzdienstleistungs AG mit Sitz in Einsiedeln gezogen. Im Übrigen ist er sich keinerlei widerrechtlicher Tätigkeiten der Internationalen Kolping Finanzdienstleistungs AG bewusst. Diese ist ein selbständiges Unternehmen. Die einzige Beziehung zwischen diesem Unternehmen und dem in finanzielle Schwierigkeiten geratenen Kolping-Bildungswerk Sachsen e.V. besteht lediglich in der Person Stephan Michalkes, der Verwaltungsratspräsident der Internationalen Kolping Finanzdienstleistungs AG ist.
P. Markus Steiner ist am 5. September 2001 als Verwaltungsrat der Internationalen Kolping Finanzdienstleistungs AG zurückgetreten, weil bis zu diesem Zeitpunkt keine Jahresrechnung der Internationalen Kolping Finanzdienstleistungs AG für das Jahr 2000 vorlag.
Das Kloster Einsiedeln stand zu keinem Zeitpunkt in geschäftlichen Beziehungen mit Herrn Stephan Michalke, dem Kolping-Bildungswerk Sachsen e.V. oder der Internationalen Kolping Finanzdienstleistungs AG. Das Kloster Einsiedeln hat von ihnen weder Dienstleistungen beansprucht noch an diese solche in Auftrag gegeben.
P. Markus Steiner war 1999 auf Anfrage dreier Diözesanverbände Ostdeutschlands (Berlin, Görlitz, Dresden-Meissen) als kirchlicher Vertreter in den Verwaltungsrat der Internationalen Kolping Finanzdienstleistungs AG eingetreten. Sein Engagement galt einem Werk, das im Sinne des Gesellenvaters Kolping besonders Arbeitnehmern zugute kommen sollte.
Die Kontakte zwischen dem Kloster Einsiedeln und den drei genannten Diözesanverbänden kamen zustande über die Wirtschaftsförderung des Kantons Schwyz und den Regionalen Entwicklungsverband (REV) Einsiedeln.
Der Abt des Klosters Einsiedeln, Dr. Georg Holzherr, hatte seinerzeit dem Engagement von P. Markus Steiner zugestimmt, weil einerseits die Kolpingbewegung in Einsiedeln Tradition hat und es andererseits plausibel schien, über diese neue Firma Arbeitsplätze in der Region Einsiedeln zu schaffen. Nachdem dem Regionalen Entwicklungsverband bei der Gewinnung der Firma Steinel als Ablösung für die Benziger AG Erfolg beschieden war, wurde erwartet, dass mit der Internationalen Kolping Finanzdienstleistungs AG ähnlich positive wirtschaftliche Ergebnisse für die Region erreicht werden können.
Vom Ausmass der Vorwürfe an Herrn Stephan Michalke hat P. Markus Steiner erst im Gespräch mit einem ostdeutschen Journalisten vor ungefähr zwei Wochen erfahren.


© Schweizerische Kirchenzeitung - 2001