38/2001 | |
INHALT | |
Amtlicher Teil |
Die römisch-katholische Kirche der Schweiz, der Schweizerische Evangelische
Kirchenbund und die Christkatholische Kirche der Schweiz sind fassungslos
angesichts der Attentate, die New York, Washington und andere Städte
in Amerika verwüstet haben. Unser erster Gedanke gilt den Tausenden
von Opfern dieser entsetzlichen Anschläge. Trotz der Entfernung fühlen
wir uns den Familienangehörigen nahe, denen wir unser tiefstes Mitgefühl
übermitteln, wie auch dem ganzen amerikanischen Volk und unseren Schwesterkirchen
in den Vereinigten Staaten.
Uns fehlt die Vorstellungskraft, wie Menschen zu einem derart unglaublichen
Hass fähig sein können hineinmanövriert von einem Fanatismus,
der keinen Bezug zu einer wie auch immer lautenden Religion haben kann.
Wir sind zutiefst besorgt über den Frieden in der Welt und bitten alle
Staaten und alle Menschen guten Willens sich zusammenzuschliessen, um diesen
Frieden zu schützen.
Auch wenn alle internationalen Anstrengungen für eine bessere Völkerverständigung
erschüttert werden, sind wir überzeugt, dass es keinen anderen
Weg gibt, als den unermüdlichen Einsatz für den Frieden.
Angesichts solch barbarischer Akte verpflichten wir uns dem Gebet, dass
der Hass die Welt nicht besiege.
Möge der Gott des Friedens uns auf diesem Weg leiten und tragen.
Die Kommission Justitia et Pax der Schweizer Bischofskonferenz nimmt
an ihrer heutigen Sitzung mit grosser Betroffenheit von den unaussprechlichen
Grausamkeiten des 11. September 2001 Kenntnis. Die geschehenen Morde können
durch nichts gerechtfertigt werden. Terror und Gewalt gegen Unschuldige
wären nicht einmal zur Durchsetzung gerechter Ziele legitim.
Die Kommission ist aber auch in grosser Sorge über die zu befürchtenden
Folgen dieser Untat: Wir dürfen jetzt nicht vergessen, dass Gewalt
nicht mit Gegengewalt überwunden werden kann; Rache vertieft nur die
bestehenden Gräben. Die Bevölkerung unseres Landes wird darüber
hinaus inständig gebeten, auf jegliche pauschale Beschuldigung von
Menschen anderen Glaubens zu verzichten. Nur gegenseitiger Respekt ermöglicht
das Zusammenleben.
Seine Seligkeit Gregor III., Patriarch von Antiochien, weilte vom 8. bis 12. September in der Schweiz. Er war vom Schweizerischen Heiligland-Verein zur 100. Generalversammlung eingeladen. Diese fand am 9. September in Luzern statt. In seiner Festrede gab der hohe Gast der Hoffnung Ausdruck, dass die Christen im Westen ihren Glaubensbrüdern und -schwestern im Osten weiterhin geistig und materiell beistehen, damit ein Exodus vermieden werden kann. Während seiner Reise hat er mehrmals auf die schwierige politische und wirtschaftliche Lage im Nahen Osten hingewiesen. Der Patriarch sieht keine Friedenschancen, solange den Palästinensern nicht Recht widerfährt. Am Montag, 10. September, ist Gregor III. in Bern mit Bundesrat Josef Deiss, Vorsteher des Eidgenössischen Aussendepartements, zusammengetroffen. Das Kirchenoberhaupt, das den offiziellen Titel eines griechisch-melkitisch-katholischen Patriarchen von Antiochen und dem ganzen Orient, von Alexandrien und Jerusalem trägt, dessen Sitz in Damaskus ist, hat zudem in Freiburg die griechisch-katholische Gemeinschaft besucht.
Peter Gehring-Woodtli als Gemeindeleiter für die Pfarrei Meierskappel
(LU) per 16. September 2001;
Roland Bucher-Mühlebach als Gemeindeleiter für die Pfarrei Menznau
(LU) per 16. September 2001.
Eine Missio canonica haben erhalten:
Eugénie Lang Ruf als Pastoralassistentin in der Pfarrei Worb (BE);
Angelina Winkler-Köchle als Katechetin in der Pfarrei Arbon (TG).
Die vakante Pfarrstelle St. Theresia Allschwil (BL) (im Seelsorgeverband
Allschwil-Schönenbuch) wird für einen Pfarrer oder einen Gemeindeleiter/eine
Gemeindeleiterin zur Wiederbesetzung ausgeschrieben.
Interessierte Personen melden sich bitte bis zum 18. Oktober 2001 beim Diözesanen
Personalamt, Baselstrasse 58, 4501 Solothurn, oder E-Mail personalamt@bistum-basel.ch
Am Sonntag, 23. September, 15.00 Uhr, wird in der St-Ursen-Kathedrale, Solothurn, Weihbischof Denis Theurillat sechs Kandidaten zu Diakonen weihen:
Im Hinblick auf die Priesterweihe:
Marius Bitterli von Zug (ZG), Rohr (AG) und Wissen (SO) in Wettingen, St.
Sebastian;
Daniel Fischli von Möhlin (AG) in Luzern, St. Leodegar;
Markus Gurtner von Wahlern (BE) in Emmenbrücke, Bruder Klaus;
Martin Walter von Auenwald (D) in Baar;
Patrick Zihlmann von Malters und Schüpfheim (LU) in Rheinfelden.
Zum ständigen Diakon:
Hans-Peter Vonarburg von Emmen und Schenkon (LU) in Bern, Bruder Klaus.
Priester und Diakone, die an der Feier teilnehmen, sind eingeladen, Albe und weisse Stola mitzubringen.
In einem Schreiben an alle Seelsorgerinnen und Seelsorger der Diözese
informierte Bischof Kurt Koch über vorgesehene personelle Veränderungen
im bischöflichen Ordinariat.
Personal- und Pastoralamt sollen personell ausgebaut werden und die Kanzlei
und das Bischofssekretariat werden zu zwei eigenständigen Bereichen
umgestaltet.
(Bischof Kurt Koch: «Dieser bescheidene Ausbau ist allein von der
Überzeugung geleitet, dass auch wir unsere Aufgaben so gut wie möglich
wahrnehmen und den vielfältigen Erwartungen gerechter werden wollen.»)
Demission des Leiters des Pastoralamtes
Der bisherige Pastoralamtsleiter Hans-Rudolf Häusermann hat per Sommer
2002 seine Demission eingereicht. Hans-Rudolf Häusermann zu seiner
Demission: «Es ist meines Erachtens bisher nicht gelungen, die Kommunikation
und die Kooperation zwischen Bistumsleitung und grossen Teilen der Bistumsangehörigen,
aber auch in und zwischen manchen Gremien im Bistum, auf eine Grundlage
zu stellen, die einen konstruktiven Dialog zu anstehenden pastoralen Fragen
und Zielen ermöglicht. Die Folge davon war eine zunehmend spürbare
ÐOrtslosigkeitð des Pastoralamtes. Sodann war da auch der nach wie
vor vorhandene Wunsch nach praktischer Seelsorgetätigkeit, welcher
meinen Entscheid mit beeinflusste.»
Bischof Kurt Koch zur Demission von Hans-Rudolf Häusermann: «Ich
weiss, dass Herr Häusermann diese Entscheidung nicht leicht gefällt
hat, und ich habe seine Demission erst nach eingehenden Gesprächen
und gemeinsamen Beratungen angenommen. Es ist mir ein Anliegen, Herrn Diakon
Häusermann bereits heute herzlich zu danken für seine grosse Arbeit,
die er geleistet hat. Und ich bin froh, dass er noch ein ganzes Jahr mitwirken
wird.»
Personeller Ausbau des Pastoralamtes
Das Diözesane Pastoralamt wird bislang von einer Person geführt.
Angesichts der Grösse und Vielfalt unseres Bistums hat dies dazu geführt,
dass der Pastoralamtsleiter die vielfältigen Tagesgeschäfte und
die vordringlichen Aufgaben der Kommunikation und Vernetzung zwischen den
verschiedenen Bistumsregionen nicht in befriedigendem Masse wahrnehmen kann.
Die Diözesane Finanzkommission hat dem Begehren stattgegeben, das Pastoralamt
inskünftig mit drei Personen mit jeweiligem Schwergewicht in einer
der drei Grundsendungen der Kirche (Verkündigung, Liturgie und Diakonie)
zu versehen.
Schwester Annelis Kurmann führt die Kanzlei seit 1988 und betreut zugleich das Sekretariat von Bischof Kurt Koch. Diese Doppelbelastung hat in den letzten Jahren so sehr zugenommen, dass es nicht mehr verantwortbar erscheint, diese Arbeitslast einer einzigen Person aufzubürden. Es ist daher vorgesehen, Bischofssekretariat und Kanzlei zu trennen. Fest steht bereits, dass Schwester Annelis Kurmann das Bischofssekretariat weiterhin betreuen wird. Für die Kanzlei, die als Stabsstelle des Generalvikars konzipiert ist, wird eine Kanzlerin oder ein Kanzler gesucht werden.
Nach einer längeren Vakanz konnte schliesslich auch die Stelle des Archivars im bischöflichen Ordinariat neu besetzt werden. Mit Herrn Rolf Fäs aus Endingen (AG) konnte ein geeigneter neuer Archivar gefunden werden.
Über die Wahl von Frau Louisa Heislbetz als neue Mitarbeiterin im Personalamt wurde bereits berichtet. Sie wird ihre Arbeit am 1. Januar 2002 beginnen.
Der neue Generalvikar P. Dr. Roland Trauffer wird sein Amt am 1. Februar 2002 antreten.
Die Gruppe «Pfarreien in Not wir bauen weiter» traf
sich mit Bischof Kurt Koch und weiteren Vertretern/Vertreterinnen der Bistumsleitung
zu einer Gesprächsrunde. Ein erster Kontakt mit der Gruppe hatte anlässlich
der Kundgebung letztes Jahr im Dezember stattgefunden. Am Freitag, 7. September
2001, fanden sich nun beide Seiten zum direkten, gemeinsamen Gespräch
zusammen in der Hoffnung auf einen fruchtbaren Dialog, und unter der kundigen
Leitung des Moderators Hanspeter Karrer, Leiter der Akademie für Erwachsenenbildung
Luzern, ist dies auch gelungen.
Das Hauptanliegen der Gruppe «Pfarreien in Not wir bauen weiter»
ist die Änderung der Zulassungsbedingungen zum Priesteramt, unabhängig
von Zivilstand und Geschlecht. Der Gruppe ist es ein Bedürfnis, auf
diesem Weg die Bistumsleitung als engagierte Christinnen und Christen zu
unterstützen! Weiter setzt sie sich dafür ein, dass Frauen in
der Kirche vermehrt Gehör finden sollten, denn es sind heute mehrheitlich
Frauen, die sich in der Kirche engagieren und sie tragen.
Bischof Kurt Koch betonte, dass er die Probleme sähe, dass er mitleide
und er sich Lösungen vorstellen könne und Wünsche habe, die
sich gar nicht so fern von den Anliegen der Gruppe bewegen.
Gemäss Bischof Kurt Koch müssten die Fragen der Zulassungsbedingungen
immer wieder ins Gespräch gebracht werden, überall in der Weltkirche,
weil die Entscheidungskompetenz hier liege. Bilateral, zwischen den Bischöfen,
sei die Diskussion dieser Fragen und Probleme oft an der Tagesordnung. Nur
eben, es fehle einem Bischof meist an der notwendigen Zeit, sich noch mehr
auf dem internationalen Parkett zu bewegen. Bischof Kurt Koch ist es aber
auch ein grosses Anliegen, dass das zölibatäre Priestertum gestützt
und aufgewertet werde, damit auch andere Formen der Zulassung möglich
würden. Auch solle nicht vergessen werden, dass die tieferen Probleme
der Kirche heute nicht nur bei den Zulassungsbedingungen lägen.
Die Gruppe «Pfarreien in Not wir bauen weiter» erachtet
den Zölibat als eine wertvolle Lebensform. Sie soll jedoch frei wählbar
sein. Das Priesteramt dürfe nicht an die zölibatäre Lebensform
gebunden sein.
Das Gespräch wurde als ein Zeichen gewertet, als ein erster Schritt,
einander zuzuhören, zu verstehen, kennen zu lernen und somit den Dialog
zu initiieren.
Bischof Kurt Koch wünscht für die Gruppe drei Schritte:
Die Gruppe «Pfarreien in Not wir bauen weiter» versteht die Sicht des Bischofs, doch ist an der Basis im Gemeindeleben der Druck für baldige, weitere Schritte immer stärker spürbar.
Fazit dieser ersten Gesprächsrunde
Die Spurensuche hat stattgefunden einige Gemeinsamkeiten konnten festgestellt
werden, im Speziellen das langfristige Ziel der Änderung der Zulassungsbedingungen
zum Priesteramt.
Einige Fragen und Probleme wurden angesprochen jedoch nicht ausdiskutiert,
und verschiedene Positionen sind an ihren Standpunkten stecken geblieben.
Dies im Besonderen spricht für eine Weiterführung dieser Gesprächsrunde
«in kreativer, kritischer Form».
Bischof Kurt Koch versprach, über Möglichkeiten der Weiterführung
des Dialogs in der Bistumsleitung zu beraten und Ende Oktober die Gruppe
«Pfarreien in Not wir bauen weiter» über das weitere
Vorgehen zu informieren.
Am Samstag, 8. September 2001, hat Diözesanbischof Amédée
Grab in der Pfarrkirche Hll. Peter und Paul in Bürglen (UR) zu Priestern
geweiht:
Diakon Leo Huber, geboren am 26. Juni 1934 in Alberswil (LU), von Grosswangen
(LU) und Dietikon (ZH), in Siebnen (SZ), und
Diakon Jan Strancich, geboren am 1. August 1971 in Beuthen/Polen, von Deutschland,
in Bürglen (UR).
Bischof Amédée ernannte:
P. Benedikt Gubelmann OSB zum Pfarrer der Pfarrei Hll. Peter und Paul, Obersaxen
(GR);
Johann Baptist Kappeler, bisher Pfarrer in Frutigen (BE), zum Gefängnisseelsorger
der kantonalen Strafanstalt Pöschwies in Regensdorf;
Robert Kopp, Seelsorger im Kloster Ingenbohl, zusätzlich zum Pfarradministrator
der Pfarrei Hl. Josef, Sisikon (UR);
Peter Miksch, Pfarrer in Trimmis, zusätzlich zum Pfarradministrator
der Pfarrei Hl. Antonius v.P., Maladers (GR).
Nach Abschluss des Pastoraljahres 2000/2001 erteilte Diözesanbischof Amédée Grab folgenden Personen die Missio canonica für ihren Seelsorgedienst:
Zusätzlich erteilte er die bischöfliche Missio canonica:
Unter der Adresse www.bistum-stgallen.ch ist das Bistum St. Gallen nun
auch im Internet anklickbar. Die Homepage informiert umfassend über
Struktur und Geschichte. Die Agenda weist auf Anlässe auf Bistumsebene
hin. Unter Meldungen wird darüber berichtet. Unter Angebote findet
sich eine breite Palette für Menschen jeglichen Alters und in den verschiedensten
Situationen. Es wird erklärt, wer im Bischöflichen Ordinariat
für welche Aufgaben zuständig ist. Dazu kommen statistische Daten,
eine Übersicht über Dekanate und Pfarreien und eine lange Liste
von Links, die zu den verschiedensten Stellen im Bistum und darüber
hinaus über das Portal Katholische Kirche Schweiz bis zum Vatikan führen.
Via virtuellem Rundgang durch den Stiftsbezirk gelangt man auch in die Galluskapelle
und in den Festsaal der bischöflichen Wohnung. Selbstverständlich
ist die Bistumsseite mit dem Katholischen Konfessionsteil verlinkt, der
seinen eigenen Auftritt unter www.kath.ch/sg hat.
Für die Impulsarbeitsstellen Blauring und Jungwacht in St. Gallen
und Heerbrugg werden auf den 1. Januar 2002 oder nach Vereinbarung je eine
Stellenleiterin oder ein Stellenleiter gesucht. Es sind zwei 50-Prozent-Stellen.
Erwartet werden Erfahrung in der Kinder- und Jugendarbeit, Bereitschaft,
sich mit Fragen der Kirchlichkeit und der Jugendpolitik auseinander zu setzen,
Team- und Konfliktfähigkeit, Eigenständigkeit, selbständige
Arbeitsweise und Organisationstalent, Bereitschaft zu unregelmässiger
Arbeitszeit.
Anstellung und Entlöhnung gemäss Richtlinien der Katholischen
Administration.
Auskünfte erteilen: Helga Kropf, St. Gallen, Telefon 071-2221347, und
Anja Bollhalder, Heerbrugg, Telefon 071-7225323.
Schriftliche Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen sind bis 1. Oktober
zu richten an: Beat Hutter, Hintere Kirchstrasse 291, 9444 Diepoldsau.
Das DAJU-Team soll auch im zweiten Jahrzehnt etwas «schräg»
bleiben. Das wünschte am fröhlichen Geburtstagsfest ein Gast,
der in hitzigen Diskussionen von dieser «Schrägheit» für
seine Arbeit auf einer andern diözesanen Arbeitsstelle selber profitiert
hat. Ein Wunsch, der gerne entgegengenommen wurde.
Beim Fünf-Jahr-Jubiläum war Linus Brändle mit einem 20-Prozent-Pensum
neu zum DAJU-Team gestossen, zum 10-Jahr-Jubiläum ist es André
Lenz (60-Prozent). Seit Anfang an wird die Diözesane Arbeitsstelle
für Jugendseelsorge, die subsidiär die kirchliche Jugendseelsorge
in Pfarreien und Regionen unterstützt, von Reinhard Braun (80 Prozent)
geleitet. Die Stelle mit aufgebaut haben der damalige Domvikar Markus Schöbi
(bis 1996) und die heute im Sozialdienst der Dompfarrei wirkende Franziska
Gruber (bis 1998).
Die Glückwünsche und den Dank von Bischof Ivo Fürer, der
wegen Terminkollision nicht persönlich mitfeiern konnte, überbrachte
Generalvikar Anton Thaler. Er erinnerte an das Jugend-Pastoral-Konzept «Kirche
lebt mit der Jugend Jugend lebt mit der Kirche», das 1988 die
Arbeitsgruppe JUPAKO (u.a. Edwin Gwerder, Linus Brändle, Hans Hüppi,
Vroni Krämer, Elisabeth Müggler, Hans Schmidt, Josef Wirth) im
Auftrag der Jugendseelsorgerinnen und Jugendseelsorger zuhanden der Bistumsleitung
verfasst hatte. In einer grossen Vernehmlassung im Bistum sprachen sich
dann 72 Pfarreien (also gut die Hälfte aller Pfarreien) und 20 weitere
Institutionen, die Dekanatsversammlungen und die verschiedenen Räte
grundsätzlich für die Schaffung der DAJU, der Diözesanen
Arbeitsstelle für Jugendseelsorge, aus, «in der Hoffnung, die
Jugendseelsorge zu verbessern». Nachdem auch Ordinariatsrat, Administrationsrat
und schliesslich das Katholische Kollegium Ja gesagt hatten zur DAJU, konnte
am 1. September 1991 die Arbeit an der Webergasse 15 aufgenommen werden.
Die DAJU ist immer noch dort, aber die damaligen Räume sind nicht mehr
wiederzuerkennen.
Der Zusammenhalt der Leute in der kirchlichen Jugendarbeit wurde durch
die regelmässigen Jugendseelsorgetagungen verstärkt. Die Kursarbeit
der DAJU (Weiterbildung von haupt-, neben- und ehrenamtlichen Jugendseelsorgern/-seelsorgerinnen),
die Beratung und Begleitung von Verantwortlichen in der Jugendseelsorge,
die jährlichen ökumenischen Jugendbegegnungstage am Bettag, das
jährliche Diözesan-Forum, die «Nacht der Lichter»,
die INFO-Schrift, die Mitarbeit auf deutschschweizerischer Ebene all
das hat dazu beigetragen, dass die kirchliche Jugendarbeit vernetzter und
professioneller geworden ist.
Das Engagement der DAJU auf Dekanatsebene hat mittlerweile stark zugenommen.
Zur akj in St. Gallen, der Arbeitsstelle Kirchliche Jugendarbeit, kamen
weitere Dekanats-Jugendseelsorgestellen in Gossau, Uznach und in Wattwil
(für Oberes Toggenburg). Sehr zum Bedauern der DAJU konnten in den
übrigen Dekanaten noch keine akj-Stellen eingerichtet werden: Für
das Untere Toggenburg sowie in Rorschach und Altstätten sind wenigstens
Ansätze dazu vorhanden. In Sargans kämpfen die Jugendseelsorgenden
schon lange dafür.
Mit der DAJU feierten das 10-Jahr-Jubiläum: DAJU-Leiter Reinhard Braun,
Philipp Hautle als Präsident der Begleitkommission, der Diözesanen
Kommission für Jugendseelsorge, sowie deren Mitglieder Kollegienrat
Ignaz Zimmermann und Pfarrer Alfons Sonderegger.
«Für Jugend und für Kirche haben wir sehr viel Schwung»
sang das befrackte Trio bei der launigen Begrüssung der Geburtstagsgäste,
die alle mit der DAJU in irgendeiner Weise besonders verbunden waren. Alt
Bischof Otmar Mäder, der zu den Vätern des jüngsten Kindes
im Bistum gehört, reihte sich schriftlich in die witzige Gratulationscour
ein. Er dankte fürs Durchhalten sowie für das viele Gute, das
in all den Jahren von der Webergasse 15 zugunsten der Jugend ins Bistum
ausgestrahlt hat. Dass sich in den DAJU-Räumen nicht nur effizient
arbeiten, sondern auch fröhlich festen lässt, dafür lieferte
das Geburtstagsfest den besten Beweis.
Alfons Aeby, emeritierter Kaplan, Freiburg
Am 8. September 2001 starb in Freiburg der emeritierte Kaplan Alfons Aeby.
Am 24. September 1923 geboren, empfing der Verstorbene am 30. Juni 1957
die Priesterweihe.
Er wirkte als Vikar in Bösingen (19571961).
Er wirkte als Kaplan in Tafers (19611963) und in Brünisried-Rechthalten
(19631966). Er wirkte als Vikar für die deutsch spre-chenden Gläubigen
der Pfarreien St. Johann und St. Moritz in Freiburg (19661967) und
in der Pfarrei St. Johann in Freiburg (19671972). Dann wirkte er als
Vikar in Wünnewil (19721974) und als Seelsorger im Bildungszentrum
Burgbühl, Pfarrei St. Antoni (19741977). Er wirkte als Kaplan
in Im Fang (Pfarrei Jaun) (19771981). Nach einer Urlaubszeit (19811989)
wirkte er ab 1989 bis zu seinem Tod als emeritierter Kaplan in Freiburg.
Er wurde am 12. September 2001 in Giffers beerdigt.
Das Kloster Einsiedeln nimmt im Zusammenhang mit dem Artikel im Tages-
Anzeiger vom 5. September 2001 Stellung zur Tätigkeit von P. Markus
Steiner als Verwaltungsrat der Internationalen Kolping Finanzdienstleistungs
AG.
P. Markus Steiner hat weder persönliche Vorteile noch Vorteile für
das Kloster Einsiedeln aus seiner Tätigkeit als Verwaltungsrat der
Internationalen Kolping Finanzdienstleistungs AG mit Sitz in Einsiedeln
gezogen. Im Übrigen ist er sich keinerlei widerrechtlicher Tätigkeiten
der Internationalen Kolping Finanzdienstleistungs AG bewusst. Diese ist
ein selbständiges Unternehmen. Die einzige Beziehung zwischen diesem
Unternehmen und dem in finanzielle Schwierigkeiten geratenen Kolping-Bildungswerk
Sachsen e.V. besteht lediglich in der Person Stephan Michalkes, der Verwaltungsratspräsident
der Internationalen Kolping Finanzdienstleistungs AG ist.
P. Markus Steiner ist am 5. September 2001 als Verwaltungsrat der Internationalen
Kolping Finanzdienstleistungs AG zurückgetreten, weil bis zu diesem
Zeitpunkt keine Jahresrechnung der Internationalen Kolping Finanzdienstleistungs
AG für das Jahr 2000 vorlag.
Das Kloster Einsiedeln stand zu keinem Zeitpunkt in geschäftlichen
Beziehungen mit Herrn Stephan Michalke, dem Kolping-Bildungswerk Sachsen
e.V. oder der Internationalen Kolping Finanzdienstleistungs AG. Das Kloster
Einsiedeln hat von ihnen weder Dienstleistungen beansprucht noch an diese
solche in Auftrag gegeben.
P. Markus Steiner war 1999 auf Anfrage dreier Diözesanverbände
Ostdeutschlands (Berlin, Görlitz, Dresden-Meissen) als kirchlicher
Vertreter in den Verwaltungsrat der Internationalen Kolping Finanzdienstleistungs
AG eingetreten. Sein Engagement galt einem Werk, das im Sinne des Gesellenvaters
Kolping besonders Arbeitnehmern zugute kommen sollte.
Die Kontakte zwischen dem Kloster Einsiedeln und den drei genannten Diözesanverbänden
kamen zustande über die Wirtschaftsförderung des Kantons Schwyz
und den Regionalen Entwicklungsverband (REV) Einsiedeln.
Der Abt des Klosters Einsiedeln, Dr. Georg Holzherr, hatte seinerzeit dem
Engagement von P. Markus Steiner zugestimmt, weil einerseits die Kolpingbewegung
in Einsiedeln Tradition hat und es andererseits plausibel schien, über
diese neue Firma Arbeitsplätze in der Region Einsiedeln zu schaffen.
Nachdem dem Regionalen Entwicklungsverband bei der Gewinnung der Firma Steinel
als Ablösung für die Benziger AG Erfolg beschieden war, wurde
erwartet, dass mit der Internationalen Kolping Finanzdienstleistungs AG
ähnlich positive wirtschaftliche Ergebnisse für die Region erreicht
werden können.
Vom Ausmass der Vorwürfe an Herrn Stephan Michalke hat P. Markus Steiner
erst im Gespräch mit einem ostdeutschen Journalisten vor ungefähr
zwei Wochen erfahren.