17/2001 | |
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Amtlicher Teil |
Der Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) hat während
seiner Plenarversammlung in Strassburg am Mittwoch Bischof Grab zu seinem
Vorsitzenden ernannt. Der Bischof von Chur und Präsident der Schweizer
Bischofskonferenz (SBK) wird sein Amt als Präsident des CCEE Ende Mai
als Nachfolger von Kardinal Miloslav Vlk, Erzbischof von Prag, antreten.
Kardinal Vlk war während acht Jahren Vorsitzender des CCEE. Mit der
Wahl von Bischof Grab hat zum ersten Mal ein Schweizer Bischof die Verantwortung
auf europäischer Ebene auf sich genommen.
Bischof Grab wurde am 3. Februar 1930 in Zürich geboren, hat aber seine
Primar- und Sekundarschule in Genf besucht, wo seine Familie lebte. 1949
hat er seine Maturität in der Stiftsschule von Einsiedeln erhalten
und trat im selben Jahr ins Noviziat des Klosters Einsiedeln ein. Der neue
Präsident der CCEE wurde als Benediktiner-Mönch am 12. Juni 1954
zum Priester geweiht. Von 1955 bis 1978 lehrte er am Collegio Papio d'Ascona
(TI), von wo er wieder nach Einsiedeln zurückkehrte, um dort während
fünf Jahren zu unterrichten. 1983 wurde er zum Generalsekretär
der SBK gewählt. Anschliessend wurde er 1987 zum Weihbischof der Diözese
Lausanne-Genf-Freiburg, mit Sitz in Genf, geweiht. Im November 1995 wurde
er dann Bischof dieser Diözese. Seit 1998 ist er Bischof von Chur.
Die SBK gratuliert Bischof Grab von Herzen zu seiner Ernennung und wünscht
ihm alles Gute und Gottes Segen für seine zukünftige Arbeit, welche
er parallel zu seinen aktuellen Pflichten erfüllt. Seine Arbeit wird
dadurch erleichtert, da das Sekretariat des CCEE in St. Gallen ansässig
ist.
Der CCEE ist eine Institution, welche die Zusammenarbeit unter den katholischen
Bischöfen Europas fördert. Der Rat der Europäischen Bischofskonferenzen
wurde 1971 gegründet und besteht aus den 34 Präsidenten der nationalen
Bischofskonferenzen. Die beiden Vizepräsidenten des CCEE wurden zusammen
mit Bischof Grab gewählt und sind zum einen der Erzbischof von Zagreb,
Mgr. Josip Bozanic, und zum anderen Kardinal Cormac Murphy O'Connor, Erzbischof
von Westminster. Der CCEE arbeitet Hand in Hand mit der Konferenz Europäischer
Kirchen (KEK), dem Zusammenschluss der protestantischen und orthodoxen Kirchen,
mit Sitz in Genf.
Die Vorbereitungen für die Expo.02 durch den Verein der Schweizer
Kirchen zur Expo.02 (ESE.02) sind voll im Gang. Das Projekt «Un ange
passe» ist eines der 37 Projekte, welche an der Expo durchgeführt
werden. Zwei «events» werden ebenfalls von den Kirchen vorbereitet:
Sie finden an Pfingsten und am Eidgenössischen Bettag 2002 statt.
Für die katholische Kirche wird die Schweizer Bischofskonferenz eine
Kollekte zur Unterstützung von ESE.02 am Wochenende des 9. und 10.
Februar 2002 veranlassen. Die Bischöfe bitten die Pfarrer und Pfarreiverantwortlichen,
bereits heute das Datum dieser gesamtschweizerischen Kollekte vorzumerken.
Wir planen zurzeit wiederum die Vorbereitung für interessierte Theologen
unseres Bistums auf das Ständige Diakonat. Die Vorbereitungszeit erstreckt
sich über ein Jahr. Interessierte Theologen erhalten gerne weitere
Auskünfte beim Personalamt. Wer sich im Verlaufe des Jahres 2001/2002
auf das Ständige Diakonat vorbereiten möchte, melde sich bitte
bis Mitte Juni 2001 beim Personalamt. Dann wird Weihbischof Denis Theurillat,
Verantwortlicher für den Verlauf der Vorbereitung auf das Ständige
Diakonat, persönlich mit Ihnen in Kontakt treten.
Nachstehend finden Sie die allgemeinen Kriterien für die Zulassung
zum Ständigen Diakonat, wie sie in unserem Bistum üblich sind:
1. Bezüglich Anforderungen an die Weihebewerber und Voraussetzungen für die Weihespendung gelten die Regelungen des CIC (vgl. can 10241052).
2. Zusätzlich zu den Bestimmungen des CIC gelten im Bistum Basel folgende Weihekriterien:
a) Die Bewerber müssen ein Theologiestudium auf einem vom Diözesanbischof anerkannten Bildungsweg erfolgreich abgeschlossen haben.
b) Wer zum Ständigen Diakon geweiht wird, muss über eine ausreichende positive Erfahrung als hauptamtlicher Seelsorger verfügen.
c) Die Weihekandidaten bringen eine positive Erfahrung als Verheiratete im kirchlichen Dienst mit. Die Gattin erklärt sich bereit, den diakonalen Dienst ihres Ehemannes mitzutragen.
Am Montag, 9. April 2001, feierte Bischof Kurt Koch gemeinsam mit Priestern,
Diakonen, Seelsorgerinnen und Seelsorgern der Diözese Basel die Chrisammesse.
Er dankte allen in der Seelsorge tätigen Frauen und Männern für
deren Wirken in der Kirche und gratulierte den zahlreichen Jubilaren. Ein
besonderer Willkommensgruss galt dem Apostolischen Nuntius Mgr. Pier Giacomo
De Nicolò und dem Erzbischof und emeritierten Nuntius Mgr. Bruno
Bernhard Heim.
Ein prächtiger Einzug von über 200 Priestern und Diakonen eröffnete
den feierlichen Festgottesdienst zur Weihe der Öle am Montag der Karwoche.
Mit der «Verehrung des Kreuzes» setzte Bischof Kurt Koch das
Kreuz in den Mittelpunkt dieser Feier: «Die Weihe der heiligen Öle
in der heutigen Messe verbindet uns mit dieser Salbung und vor allem mit
dem Gesalbten selbst.» In seiner Predigt wies er darauf hin, dass
alle Menschen ihren Ort haben, an den sie immer wieder gerne zurückkehren.
Die Kernmitte des christlichen Glaubens enthalte die Botschaft, dass auch
Gott einen Ort kennt, an dem er von uns Menschen immer wieder neu gefunden
und erkannt sein will. Dieser Ort markiere ein Stück unserer menschlichen
und menschheitlichen Geschichte, nämlich das Kreuz Jesu Christi auf
Golgotha. Wenn wir Christinnen und Christen die befreiende Botschaft unseres
Glaubens sehen wollen, seien wir eingeladen und herausgefordert, uns immer
wieder an den Ort zu begeben, an dem wir unsere tiefste Identität finden
können. Deshalb sei das Kreuz zum entscheidenden Identitätszeichen
des christlichen Glaubens geworden.
Priester, Diakone, Laientheologinnen und Laientheologen erneuerten ihr Versprechen.
Danach wurden Krankenöl, Katechumenenöl und Chrisam geweiht. Es
folgte die Prozession der Lichtsalbung in Erinnerung der Taufe. Alle Anwesenden
empfingen die Salbung mit dem Licht. In der Einladung dazu betete Bischof
Kurt: «Der Geist Gottes möge uns begleiten. Er möge unsere
Christus-Nachfolge erneuern und den Glanz seiner Gnade auf unserem Angesicht
erstrahlen lassen.»
Am Schluss des Gottesdienstes dankte Bischof Kurt Koch allen, die zum Gelingen
dieser würdigen Feier beigetragen haben, und gratulierte dem Domorganisten
Bruno Eberhard, der gerade an diesem Tag seinen 60. Geburtstag begehen konnte.
Ein besonders wertvoller Teil dieses Montags in der Karwoche für alle
in der Seelsorge Tätigen bedeutet auch das anschliessende Treffen im
Landhaus welches dieses Jahr ganz besonders auf Kommunikation und
Begegnung ausgerichtet war. Ein reichhaltiges Steh-Buffett ermöglichte
es, mit vielen verschiedenen Anwesenden ins Gespräch zu kommen und
bot so manches Wiedersehen.
Johann Furrer, Chorherr, Beromünster
Am 4. April 2001 starb in Beromünster Chorherr Johann Furrer. Am 18.
September 1908 geboren, empfing der Verstorbene 1934 die Priesterweihe.
Er wirkte als Vikar in Hergiswil (19341936) und als Kaplan in Menznau
(19361939). Von 19391980 wirkte er als Pfarrer in Menznau. Von
1980 bis zu seinem Tod war er Chorherr im Chorherrenstift Beromünster.
Er wurde am 10. April 2001 in Beromünster beerdigt.
Am Dienstagabend in der Karwoche feierte in der Kathedrale Bischof Ivo
Fürer gemeinsam mit gegen hundert Priestern, Diakonen, Pastoralassistentinnen
und Pastoralassistenten, mit Katechetinnen und Katecheten sowie mit Ordensleuten
die Chrisammesse.
Erstmals waren zu dieser Chrisammesse nicht nur die Jubilare im kirchlichen
Dienst eingeladen worden, sondern explizit alle Seelsorgenden. Im Gottesdienst,
in dem die heiligen Öle für den liturgischen Gebrauch geweiht
werden, wurde daher auch der kirchliche Dienst in seiner ganzen Vielfalt
gefeiert: Bischof, Abt, Priester, Diakon, Pastoralassistent/Pastoralassistentin,
Katechet/Katechetin, Pater, Schwester, Krankenbruder. Bischof Ivo dankte
allen in der Seelsorge tätigen Männern und Frauen für deren
Wirken in der Kirche und ermunterte sie, ihrerseits gemeinsam zu danken
für das, was Gott durch sie bis heute gewirkt hat. Herzlich gratulierte
er den anwesenden Jubilaren.
Der prominenteste Jubilar war Otmar Mäder, der am 2. Mai 1976 zum Bischof
geweiht worden war und das 25-Jahr-Jubiläum mit seinen Mitbrüdern
feiern wollte. Ihm gratulierte sein Nachfolger im Amt namens des Bistums
und insbesondere auch der anwesenden Gläubigen. Von Nuntius Pier Giacomo
De Nicolò richtete er die herzlichsten Glückwünsche aus.
Der älteste Jubilar war mit Jahrgang 1903 der Steyler Pater Johann
Frick, Rheineck.
Während 27 Jahren als Missionar in China tätig, hatte er zu Beginn
der Kulturrevolution quer durch das Land nach Hongkong fliehen müssen.
Zurück in der Schweiz begann P. Johann ein Universitätsstudium
in Ethnologie. Mit 60 Jahren wurde er Rektor am Gymnasium Marienburg in
Rheineck. Noch heute ist er mit vielen seiner ehemaligen Schülern in
regem Kontakt.
In der Predigt nahm Bischof Ivo das Bibelwort «Der Geist des Herrn
ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt» zum Ausgangspunkt, um
aufzuzeigen, was es bedeutet, bei der Taufe, der Firmung und schliesslich
bei der Priesterweihe mit Chrisam gesalbt zu werden. Anschliessend forderte
er alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im kirchlichen Dienst dazu auf,
gemeinsam erneut ihre Bereitschaft zu bekunden, der Kirche des hl. Gallus
zu dienen, auch wenn dies oft schwierig sei.
Vor 70 Jahren sind im Bistum St. Gallen acht Priester geweiht worden, vor
65 und 60 Jahren waren es je zwölf, vor 50 Jahren fand keine Priesterweihe
statt, vor 40 Jahren liessen sich drei Männer weihen.