6/2001

INHALT

Amtlicher Teil

 

Alle Bistümer

 

Katholischer Medienpreis 2001

Der Katholische Medienpreis wird vor dem Mediensonntag vom 27. Mai 2001 zum 8. Mal ausgehändigt. Der Preis, der durch die Medienkommission der Schweizer Bischofskonferenz verliehen wird, soll das Interesse der katholischen Kirche an den Sozialen Kommunikationsmitteln und deren Beiträge im Geist der christlichen Hoffnung ausdrücken.
Die Jury nimmt Vorschläge von Personen oder Institutionen, die Medienarbeit im Sinne des Preises leisten, gerne entgegen. Vorschläge sind bis zum 10. März 2001 einzureichen an das Sekretariat der Medienkommission, Postfach 510, 1701 Freiburg.
Seit 1994 wurde der Preis an die von Jean-Philippe Rapp für das Westschweizer Fernsehen TSR realisierte Serie «Pâques à Jérusalem», an die unabhängigen Filmautoren Reni Mertens und Walter Marti, an den Journalisten Hanno Helbling, an Yvan Stern, Direktor Cinédia, und Philippe Dahinden, Journalist (mit Beteiligung des evangelisch-reformierten Radiodienstes der Westschweiz), an Schweizer Radio DRS, Redaktion Religion, an das Projekt der Zeitungsseiten «Religion & Gesellschaft» bzw. «Christ und Welt» sowie an den Journalisten Michel Bavarel verliehen.


Erdbeben in Indien

Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) hat mit grosser Bestürzung vom Erdbeben Kenntnis erhalten, das den Staat Gujarat in Indien am letzten Freitag, 26. Januar, erschüttert hat. Sie möchte all jenen, die vom Erdbeben betroffen sind, ihre Anteilnahme aussprechen und alle Gläubigen einladen, für die Opfer dieser Katastrophe und ihre Angehörigen zu beten.
Caritas Schweiz stellt die Summe von Fr. 500000.­ zur Verfügung, um in Zusammenarbeit mit Caritas Indien und der Glückskette den Opfern eine erste Nothilfe garantieren zu können. Die Schweizer Bischöfe danken für diese Nothilfe und unterstützen den Spendenaufruf an die katholischen Pfarreien der Schweiz. Die Bischöfe bitten die Katholiken und Katholikinnen unseres Landes um ihre Solidarität und rufen die Pfarreien und Ordensgemeinschaften, aber auch andere Organisationen zur Unterstützung der Nothilfeaktion von Caritas Schweiz in Indien auf.
Im Übrigen erinnern die Bischöfe daran, dass Caritas Schweiz ebenfalls die Opfer des Erdbebens unterstützt, das kürzlich El Salvador heimgesucht hat. Auch hier wurden die Pfarreien um finanzielle Unterstützung gebeten.
Für Ihre Grosszügigkeit bedanken sich die Schweizer Bischöfe ganz herzlich.


Bistümer der deutschsprachigen Schweiz

 

Wichtiger Hinweis zur Ministranten/Ministrantinnen-Wallfahrt nach Rom 28. Juli bis 4. August 2001

Wir bitten die Verantwortlichen in den Pfarreien zu beachten, dass der Anmeldeschluss (Stichtag: 28. Februar) unbedingt eingehalten werden muss. Wegen Bettenknappheit in Rom können wir über dieses Datum hinaus keine weiteren Betten frei halten.
Pfarreien, die individuell eine Reise zur internationalen Wallfahrt der Ministranten/Ministrantinnen nach Rom planen, werden gebeten, sich auf der Arbeitsstelle DAMP zu melden (Obligatorischer Beitrag und Wallfahrtstücher des CIM). Bei genügend freien Plätzen besteht für sie ausserdem die Möglichkeit, mit dem DAMP-Extrazug (Nachtzug Zürich/Arth-Goldau­Rom retour) zu reisen.
Genauere Auskünfte dazu sind Anfang März möglich. Matthias Müller, Leiter Arbeitsstelle DAMP, Telefon 01-2041779, E-Mail damp@minis.ch


Einführungskurs für Kommunionhelfer/Kommunionhelferinnen

Samstag, 3. März 2001, von 13.15­17.30 Uhr im Centrum 66, Hirschengraben 66, 8001 Zürich. Anmeldungen an das Liturgische Institut, Gibraltarstrasse 3, 6003 Luzern, Telefon 041-2287323 oder Fax 041-2287326.
Nächste Möglichkeit: Samstag, 5. Mai im Pfarreizentrum Gut-Hirt in Zug.


Ordinarienkonferenz ­ Jugendvereinigungen (OKJV)

An ihrer Januar-Sitzung befassten sich die knapp 20 Vertreter/Vertreterinnen der kirchlichen Jugendseelsorgestellen, -verbände und -bewegungen in der deutschen Schweiz mit dem Thema «Freiwillige und/oder professionelle Jugendarbeit» ­ ein permanent bestehendes Spannungsfeld auch im kirchlichen Arbeitsfeld. Zusätzlich informierten sich die Kader aus den Jugendverbänden, -bewegungen, -seelsorgestellen und die Vertreter der Bistümer ausführlich über ihre derzeitigen Tätigkeitsschwerpunkte sowie Highlights in den Jahresprogrammen 2001.
Der Ausschuss der OKJV wurde mit dem zweiten Delegierten des Bistums Chur, Stephan Kaiser-Creola, vervollständigt. Zusammen mit dem neuen Jugendbischof Denis Theurillat, der Vertreterin der Jugendbewegungen Esther Näf und dem Jugendverbandsvertreter Andreas Mathis leitet Stephan Kaiser die Ordinarienkonferenz ­ Jugendvereinigungen. Die Jugendseelsorger/Jugendseelsorgerinnen sind derzeit nicht mehr im Ausschuss vertreten. Neu zum Berichterstatter der OKJV für die KIPA und die Schweizerische Kirchenzeitung wurde Olivier Dinichert gewählt. Seit 1974 führte Franz Herger, Mitarbeiter im Generalvikariat Zürich, das OKJV-Sekretariat. Er trat nun nach 27 Jahren von seinem Amt zurück. Seine Tätigkeit wurde gebührend verdankt; zusätzlich wurde er mit einigen Bonmots und kleinen Präsenten verabschiedet.
Die Auflösung und inhaltlich wie finanziell gute Arbeit des Vereins Weltjugendtreffen Rom 2000 wurde nicht nur dankbar zur Kenntnis genommen, sondern allen daran Beteiligten ganz herzlich verdankt. Das nächste grössere Ereignis findet am 10. März 2001 in Aarburg statt; es ist das erste gesamtschweizerische Treffen kirchlicher Jugendarbeiter/Jugendarbeiterinnen und -animatoren/-animatorinnen. Dabei wird es in erster Linie um ein Kennenlernen der kirchlichen Jugendarbeit in den drei Sprachregionen gehen.


Bistum Basel

 

Ernennung

Diözesanbischof Dr. Kurt Koch hat Herrn Pfarrer Kazimierz Walkowiak, Wolfwil (SO), zum Dekan des Dekanats Buchsgau ernannt. Er tritt die Nachfolge von Herrn Pfarrer Johannes Guldimann, Balsthal, an. Die Amtszeit dauert bis zum 31. Dezember 2003.

Bischöfliche Kanzlei


Ausschreibungen

Die vakante Pfarrei Menznau (LU) wird für einen Pfarrer oder einen Gemeindeleiter/eine Gemeindeleiterin zur Wiederbesetzung ausgeschrieben.
Am Inselspital Bern wird eine 80%-Stelle für eine Spitalseelsorgerin/einen Spitalseelsorger mit CPT- oder vergleichbarer Zusatzausbildung zur Wiederbesetzung ausgeschrieben.
Die vakante Pfarrstelle der Pfarrei St. Urban wird für einen Gemeindeleiter/eine Gemeindeleiterin (80%) zur Wiederbesetzung ausgeschrieben.
Interessierte Personen melden sich bitte bis zum 1. März 2001 beim Diözesanen Personalamt, Baselstrasse 58, 4501 Solothurn, oder E-Mail personalamt@bistum-basel.ch


Pastoralbesuche 2001

Im Jahr 2001 sind Pastoralbesuche in den Bistumsregionen Bern, Basel-Landschaft, Thurgau und Basel-Stadt vorgesehen.
Die Pastoralbesuche haben drei Schwerpunkte:

In jedem Dekanat findet ein Treffen des Diözesanbischofs und der Weihbischöfe mit Angehörigen der Pfarreien und Fremdsprachigen-Missionen statt.
Diese Treffen haben Begegnungs- und Gesprächscharakter und werden dekanatsweise vorbereitet. Fragen nach christlicher Lebensgestaltung im persönlichen und familiären Bereich, nach dem Gemeindeleben in den Pfarreien, nach der Praxis gelebter Solidarität mit Menschen in und ausserhalb der Kirche, stehen im Mittelpunkt. Es sollen Erfahrungen und Aktivitäten zur Sprache kommen, wie sie ähnlich oder unterschiedlich in den Pfarreien und Fremdsprachigen-Missionen des Dekanates bzw. der Region erlebt und angestrebt werden. Das aufmerksame Wahrnehmen der konkreten Gegebenheiten von heute und das bewusste Hinhören auf die verbindliche Botschaft des Evangeliums lassen keine Patentrezepte zu. Die Treffen möchten mithelfen, gemeinsam unserer Zeit entsprechende Wege zu suchen, die bleibenden Spannungen miteinander zu tragen und einander zu ermutigen, aus dem Geschenk der Taufe zu leben.

In jedem Dekanat feiert der Diözesanbischof an einem Samstagabend einen Gottesdienst.
Die Erinnerung an unser Getauftsein, die Zuwendung Gottes zu uns Menschen dürfen wir auch sakramental in der Eucharistie feiern. Deshalb findet in jedem Dekanat an einem Samstagabend eine Eucharistiefeier mit dem Diözesanbischof statt, zu der alle Gläubige des Dekanats herzlich eingeladen sind.

In jedem Dekanat spenden die Bischöfe das Sakrament der Firmung.
Ordentlicherweise spenden die Bischöfe das Firmsakrament. Dies ist jedoch in unserem Bistum nur in wenigen Pfarreien möglich. Die Pastoralbesuche ermöglichen aber eine vermehrte Firmspendung durch die Bischöfe. Die Firmung durch den Bischof oder die Weihbischöfe bringt zum Ausdruck, dass wir Angehörige eines Bistums sind.

 

Bistumsregion Bern

Tag Datum Ort Bischof Anlass
 Dienstag  13. März  Köniz  Bischof Kurt Koch  LA
Donnerstag 15. März Bümpliz Weihbischof Martin Gächter LA
Samstag 17. März Bern/Dreifaltigkeit Bischof Kurt Koch GD
Sonntag 18. März Münsingen Bischof Kurt Koch F
Sonntag 18. März Bern/St. Marien Weihbischof Martin Gächter F
Sonntag 18. März Bern/Paroisse franç. Weihbischof Denis Theurillat F
Mittwoch 21. März Herzogenbuchsee Bischof Kurt Koch LA
Samstag 24. März Lyss Bischof Kurt Koch GD
Sonntag 25. März Wangen a.d.Aare Bischof Kurt Koch F
Freitag 18. Mai Thun/St. Marien Weihbischof Martin Gächter LA
Freitag 18. Mai Interlaken (Beatushaus) Weihbischof Denis Theurillat LA
Samstag 19. Mai Thun/St. Martin Bischof Kurt Koch LA
Samstag 19. Mai Thun/St. Martin Bischof Kurt Koch GD
Samstag 19. Mai Thun/Kroatenmiss. Weihbischof Martin Gächter F
Sonntag 20. Mai Interlaken Weihbischof Martin Gächter F
Sonntag 20. Mai Thun/St. Marien Bischof Kurt Koch F

Bistumsregion Basel-Landschaft

Samstag  5. Mai Pfeffingen Weihbischof Martin Gächter F
Samstag  5. Mai Münchenstein Bischof Kurt Koch GD
Sonntag  6. Mai Reinach/St. Marien Weihbischof Martin Gächter F
Sonntag  6. Mai Arlesheim Bischof Kurt Koch F
Mittwoch  9. Mai Aesch Bischof Kurt Koch LA
Samstag 12. Mai Sissach Weihbischof Martin Gächter F
Samstag 12. Mai Muttenz Bischof Kurt Koch GD
Sonntag 13. Mai Sissach Weihbischof Martin Gächter F
Donnerstag 17. Mai Liestal Bischof Kurt Koch LA
Dienstag 22. Mai Pratteln Weihbischof Martin Gächter LA
Sonntag 27. Mai Wahlen Weihbischof Denis Theurillat F
Sonntag  3. Juni Gelterkinden Weihbischof Martin Gächter F
Samstag 16. Juni Ettingen Weihbischof Denis Theurillat F
Sonntag 17. Juni Oberwil Bischof Kurt Koch F
Sonntag 17. Juni Binningen Weihbischof Denis Theurillat F
Samstag 23. Juni Therwil Bischof Kurt Koch GD
Sonntag 24. Juni Zwingen Bischof Kurt Koch F
Samstag 30. Juni Liesberg Bischof Kurt Koch GD

Bistumsregion Thurgau

Montag  4. Juni Steckborn Weihbischof Martin Gächter F
Samstag  9. Juni Bischofszell Weihbischof Martin Gächter F
Freitag 24. August Herdern Weihbischof Martin Gächter LA
Samstag 25. August Frauenfeld Bischof Kurt Koch GD
Samstag 25. August Üsslingen Weihbischof Martin Gächter F
Samstag 25. August Gachnang Weihbischof Denis Theurillat F
Sonntag 26. August Pfyn Weihbischof Martin Gächter F
Sonntag 26. August Diessenhofen Bischof Kurt Koch F
Sonntag 26. August Warth Weihbischof Denis Theurillat F
Freitag 31. August Gachnang Bischof Kurt Koch LA
Sonntag  2. September Sommeri Weihbischof Denis Theurillat F
Samstag 15. September Arbon Weihbischof Martin Gächter F
Samstag 16. September Steinebrunn Weihbischof Martin Gächter F
Freitag 21. September Altnau/Güttingen Weihbischof Martin Gächter LA
Samstag 22. September Arbon Bischof Kurt Koch GD
Samstag 22. September Hagenwil b.Amriswil Weihbischof Denis Theurillat F
Samstag 22. September Emmishofen Weihbischof Martin Gächter F
Sonntag 23. September Kreuzlingen Weihbischof Martin Gächter F
Sonntag 23. September Amriswil Bischof Kurt Koch F
Dienstag 25. September Horn Bischof Kurt Koch LA
Freitag 26. Oktober Werthbühl Weihbischof Denis Theurillat LA
Samstag 27. Oktober Wuppenau Bischof Kurt Koch GD
Samstag 27. Oktober Bussnang Weihbischof Denis Theurillat F
Samstag 27. Oktober Sulgen Weihbischof Denis Theurillat F
Sonntag 28. Oktober Berg Weihbischof Martin Gächter F
Sonntag 28. Oktober Werthbühl Weihbischof Denis Theurillat F
Sonntag 28. Oktober Weinfelden Bischof Kurt Koch F
Dienstag 30. Oktober Bischofszell Bischof Kurt Koch LA
Sonntag  4. November Fischingen Weihbischof Denis Theurillat F
Samstag 10. November Aadorf Bischof Kurt Koch GD
Sonntag 11. November Sirnach/Eschlikon Bischof Kurt Koch F
Sonntag 11. November Dussnang Weihbischof Denis Theurillat F
Dienstag 13. November Fischingen Bischof Kurt Koch LA

Bistumsregion Basel-Stadt

Samstag  3. November Basel/St. Josef Weihbischof Martin Gächter F
Sonntag  4. November Basel/Heiliggeist Weihbischof Martin Gächter F
Sonntag  4. November Basel/Allerheiligen Bischof Kurt Koch F
Mittwoch  7. November Basel/St. Josef Bischof Kurt Koch LA
Freitag  9. November Basel/St. Anton Weihbischof Martin Gächter LA
Sonntag 11. November Riehen Weihbischof Martin Gächter F
Donnerstag 15. November Basel/Don Bosco Weihbischof Martin Gächter LA
Samstag 17. November Basel/St. Clara Bischof Kurt Koch GD

F=Firmung
GD=Gottesdienst mit Diözesanbischof
LA=Treffen des Diözesanbischofs und der Weihbischöfe mit Angehörigen der Pfarreien und Fremdsprachigen-Missionen


Im Herrn verschieden

Robert Isler, emeritierter Pfarrer
Am 28. Januar 2001 starb in Wängi der emeritierte Pfarrer Robert Isler. Am 21. September 1939 geboren, empfing der Verstorbene 1966 die Priesterweihe. Er wirkte als Vikar in Neuhausen (1966­1970) und in Weinfelden (1970­1973). Danach war er Pfarrer in Kreuzlingen von 1973 bis 1984, und ab 1984 wirkte er als Pfarrer des Seelsorgeverbandes Bussnang-Leutmerken-Werthbühl-Schönholzerswilen vorwiegend in den beiden Pfarreien Bussnang und Leutmerken. Die letzte Zeit seines Wirkens war durch eine schwere Krankheit gezeichnet. Robert Isler wurde am 3. Februar 2001 in Wängi beerdigt.


Bistum St. Gallen

 

Heutige Familienrealitäten ­ und Konsequenzen daraus

Seelsorgerat: Die Kirche hat zur Wertediskussion etwas beizutragen

Die Familien leben heute in einem Umfeld, in dem wirtschaftliche Überlegungen Priorität haben. «Die Familie» gibt es allerdings nicht; Familie wird auch recht unterschiedlich gelebt. Wie dem Rechnung zu tragen ist, dazu hat der diözesane Seelsorgerat am 27. Januar 2000 in Appenzell erste Mosaiksteine zusammengetragen.
Zurzeit wird in zahlreichen Diskussionen über aktuelle Vorkommnisse nach Werten gerufen, die allgemein gültig sind. Die Kirche hat dazu sicher auch etwas einzubringen. Der Seelsorgerat hat konkrete Ansätze aufgezeigt und formuliert, wie sie die Kirchen vertreten. Im Familienbereich stehen im Vordergrund Respekt, Wahrhaftigkeit, Fairness, Verantwortungsbewusstsein, Mitgefühl, Dankbarkeit, Freundschaft, Friedfertigkeit, die Fähigkeit, an etwas zu glauben, u.a. mehr.

Vielfältige Gegebenheiten

In einem einleitenden Referat hatte Niklaus Knecht-Fatzer, seit 1984 Leiter der kirchlichen Arbeitsstelle Partnerschaft­Ehe­Familie, eine Situationsanalyse vorgenommen. Anhand von 27 Thesen oder Feststellungen machte er deutlich, wie sehr heute wirtschaftliche Überlegungen Priorität haben, wie vielfältig Familien zusammengesetzt sind von der Zwei-Elternfamilie über die Stieffamilie bis zu der konfessionell, religiös oder kulturell gemischten Familie. Modelle, die eine partnerschaftliche Elternrolle fördern, haben es eher schwer. Medien prägen das Familienverhalten und setzen Trends.

Positive und eher belastende Erfahrungen

Aufgrund von eigenen positiven oder eher negativen Erfahrungen haben die Mitglieder des Seelsorgerates Mosaiksteine für das kirchliche Engagement zusammengetragen. Dabei war man sich im Klaren, dass Familienseelsorge vor allem im Pfarreibereich zu erfolgen hat. Freilich braucht es Hilfen, eine fundierte Anleitung und Begleitung, wie sie die diözesane Arbeitsstelle zu erbringen bereit ist. Vermehrt müssten die Pfarreien einen Ort des Vertrauens und der Geborgenheit für die einzelnen Arten von Familie schaffen. Das Ratsbüro sichtet und bündelt nun die verschiedenen Anregungen, damit an einer späteren Zusammenkunft im Plenum weiter gearbeitet werden kann.

Von der Pfarrei zur Seelsorgeeinheit

Bischofsvikar Markus Büchel orientierte über den begonnenen Prozess zur Optimierung der Seelsorge im Bistum St. Gallen. Es sollen Modelle geprüft werden, wie mit grösseren Seelsorgseinheiten das Ziel erreicht werden kann. Innerhalb der einzelnen Dekanate werden die Räte eingeladen, intensiv mitzuberaten, damit bestmögliche Lösungen gefunden werden.
Zu Beginn der von Franz Hediger, Bronschhofen, geleiteten Tagung gewährte der Pfarrer von Appenzell, Stefan Guggenbühl, einen Einblick in die verzweigte Pfarrei. Willkommen hiess den Rat Lisbeth Ebneter, Präsidentin des Kirchenrates von Appenzell.


Bistum Lausanne, Genf und Freiburg

 

Im Herrn verschieden

Pierre Mina
Geboren am 1. März 1928 in Genf. Priesterweihe 1954. Vikar in Ste-Clotilde, Genf, 1954­1965. Pfarrer von Versoix 1966­1971, hierauf von der Pfarrei St-Pie X von 1971­1985. Sodann Pfarrer von Onex 1985­1998. Gestorben am 29. Januar 2001.


© Schweizerische Kirchenzeitung - 2001