4/2001 | |
INHALT | |
Amtlicher Teil |
Die Sakristanenschule des Schweizerischen Sakristanenverbandes führt
jedes Jahr zwei Ausbildungskurse durch. Der grosse Grundkurs (zweimal zwei
Wochen) ist vorwiegend, aber nicht ausschliesslich für vollamtliche,
der kleine Grundkurs (zweimal eine Woche) vorwiegend, aber nicht ausschliesslich
für teilamtliche Sakristaninnen und Sakristane. Beide Kurse haben zwei
Teile, die zusammengehören. Schulort ist das Schweizerische Jugend-
und Bildungszentrum Einsiedeln.
Im Schuljahr 2001/02 finden die Kurse an folgenden Terminen statt:
Kleiner Grundkurs:
Teil 1: 22.26. Oktober 2001
Teil 2: 21.25. Januar 2002
Grosser Grundkurs:
Teil 1:
12.16. November 2001
19.23. November 2001
Teil 2:
18.22. Februar 2002
25. Februar bis 1. März 2002
Auskünfte, Unterlagen, Anmeldung bei: Pfarrer Dr. Erwin Keller, Herisauer Strasse 91, 9015 St. Gallen, Telefon 071-3111303, Fax 071-3115230.
Am Freitag, 30. März 2001, wird Weihbischof Mgr. Martin Gächter
um 18.00 Uhr in der St.-Johannes-Kapelle des Bischöflichen Ordinariates,
Baselstrasse 58, 4501 Solothurn, das Sakrament der hl. Firmung spenden.
Interessierte Personen können sich beim Wohnortspfarramt für die
Vorbereitung melden.
Voraussetzung zum Empfang der hl. Firmung sind: Bestätigung über
die empfangene Taufe (Taufzeugnis) und Bestätigung des Pfarramtes über
den absolvierten Firmunterricht.
Anmeldungen nimmt die Bischöfliche Kanzlei entgegen.
Am 2. Februar, dem Fest «Darstellung des Herrn», erinnern
wir uns daran, wie Maria und Josef das Jesuskind im Tempel Gott weihten.
Seit einigen Jahren wird der 2. Februar auch als «Tag des geweihten
Lebens» begangen: Auch unsere Ordensleute, Ordensmänner und Mitglieder
der Säkularinstitute haben sich im Geist der 3 evangelischen Räte
ganz Gott geweiht. So dürfen wir am 2. Februar Gott danken für
das grosse Geschenk der Ordensleute, die an verschiedenen Orten Grossartiges
leisten für Gott, die Mitmenschen und die Kirche. Dabei muss uns auch
zu denken geben, wie die Ordensgemeinschaften bei uns an einem starken Rückgang
neuer Berufungen leiden, was ein grosser Verlust für uns alle bedeutet.
Zur gemeinsamen Feier dieses Tages hat Bischof Kurt Koch am Samstag, den
3. Februar 2001 (also einen Tag nach dem 2. Februar), Vertreterinnen und
Vertreter von mehr als 79 Ordensniederlassungen des Bistums Basel zu einem
gemeinsamen Gottesdienst um 10.30 Uhr in der Kathedrale von Solothurn eingeladen.
Auch Nichtordensleute aus dem Diözesanen Seelsorgerat und aus allen
10 Kantonen des Bistums sind eingeladen, ebenso die Gläubigen von Solothurn
und Umgebung. Dieser Gottesdienst soll viele Leute aus den Pfarreien mit
den Ordensleuten zusammenbringen. Es wäre schön, wenn das in Zukunft
jedes Jahr am 2. Februar oder am Sonntag danach an vielen weiteren Orten
geschehen könnte: in den Pfarreien, in den Klöstern und Ordensniederlassungen.
Mit einer grossräumigeren Regionalisierung möchte die Bistumsleitung
das grösste Schweizer Bistum der katholischen Kirche neu organisieren.
Was in vielen Organisationen mit Milizsystemen schon lange erkannt wurde,
soll nun auch im Bistum Basel angegangen werden: Professionalisierung und
Regionalisierung der Strukturen. Ziel dieser Reorganisation ist es, Führungsstrukturen,
Kommunikation und Informationsfluss zu verbessern, die Zusammenarbeit wirksamer
zu gestalten und die Anliegen der Verkündigung, der Liturgie und der
Diakonie unter grösserer Mitbeteiligung der Praxis zu vertiefen.
Seit 25 Jahren ist das Bistum Basel in zehn Bistumsregionen eingeteilt.
Diese richten sich nach den Kantonsgrenzen mit Ausnahme der Bistumsregion
«Jura pastoral», welche den französischsprachigen Teil
des Kantons Bern mit einschliesst. Die auf dem «Milizsystem»
aufbauende Struktur gibt längst vielfältige Probleme auf. So nehmen
beispielsweise die nebenamtlichen Regionaldekane heute verschiedene Funktionen
und Aufgaben wahr. Meist sind sie hauptamtlich in der Seelsorge tätig
und können sich so zu wenig um die Führungsaufgaben, die Fragen
rund um Pastoral und Personelles in den Dekanaten annehmen. Zudem bestehen
zwischen den heutigen Bistumsregionen grosse Unterschiede bezüglich
Stellenprozente der Regionaldekane und die Vertretungs- und Mitbestimmungsrechte.
Vor dem Hintergrund dieser Problembereiche hat der Bischof den Auftrag erteilt,
ein Konzept für eine grossräumigere Regionalisierung des Bistums
Basel zu erarbeiten.
Im Statut für die Bistumsregionen von 1998 wird der Zweck wie folgt
umschrieben: «Die Bistumsleitung delegiert Führungsaufgaben an
die Bistumsregionen, um die Einheit in der Vielfalt zu fördern. Dadurch
werden die Beziehungen zwischen Bistumsleitung und einzelnen Gläubigen
sowie Pfarreien und fremdsprachigen Missionen verstärkt. Zugleich wird
die Zusammenarbeit der Seelsorgegremien (Konferenz der Dekane, Dekanatsleiterinnen/-leiter,
Kantonale Pastoralkonferenz, Kantonaler Seelsorgerat) unter sich und mit
den kantonalkirchlichen Behörden gewährleistet.»
Unter Berücksichtigung der Vorgaben des Bischofsrats, den Bestimmungen
des Statuts für die Bistumsregionen und der erkannten Problembereiche
hat die vom Bischof eingesetzte Arbeitsgruppe Leitsätze als Grundlage
für die Neueinteilung der Bistumsregionen formuliert.
Diese zielen auf eine bessere Vernetzung, eine vielfältigere Kommunikation,
die vermehrte Mitwirkung aller Beteiligten, die Verteilung der Verantwortung
auf mehrere Gremien, kurz auf eine transparentere Kirche hin.
Die Bistumsregionen setzen künftig eigenverantwortlich die Ziele eines
Bistumsleitbilds für Verkündigung, Liturgie und Diakonie in regionale
und pfarreiliche Massnahmen um und führen die entsprechende Überprüfung
durch. Die Auswertungsergebnisse fliessen im Sinne einer Korrektur des theologischen
Leitbilds aus der Praxis in die Bistumsleitung zurück.
Das Bistum Basel mit seinen 1120000 Katholiken und Katholikinnen soll neu in vier Bistumsregionen eingeteilt werden:
Mit der Neuorganisation der Bistumsregionen wird die Bistumsleitung auf
ein einziges Gremium, anstelle der bisherigen zwei, Bischofsrat und Regionaldekanenkonferenz,
reduziert. Bei der Zusammensetzung der Bistumsleitung soll darauf geachtet
werden, dass neben den Leitern der Bistumsregionen und dem Ordinariat auch
Laien (Frauen und Männer) Einsitz haben.
Neu werden die Regionalleitungen professionalisiert. Vorgesehen sind für
jede Region 300 bis 400 Stellenprozente für Leitungsaufgaben und Führungsstruktur.
Der Regionalleiter vertritt als Bischofsvikar mit den entsprechenden
Kompetenzen den Bischof in der Bistumsregion und diese wiederum in
der Bistumsleitung. Diesem werden auch die Verantwortung für die Ausführung
von pastoralen Aufgaben delegiert. Zur Erfüllung der vielfältigen
Aufgaben wird ein Regionalleitungsteam eingesetzt. Zudem wird für jeden
Kanton der Bistumsregion (Staatskirchenrechtliche Institutionen auf kantonaler
Ebene) eine Bezugs- bzw. Ansprechperson bezeichnet.
Die Dekanatsleitung soll ebenfalls entlastet werden, indem auch hier ein
Team die Aufgaben der Begleitung der Seelsorger und Seelsorgerinnen in ihrer
Amtsführung unterstützen soll.
Die Konferenz der Dekane, Dekanatsleiterinnen und -leiter soll ebenfalls
regionalisiert werden, kann aber durchaus in weitere Untergruppen eingeteilt
werden, zum Beispiel kantonale Konferenzen.
Ein wesentlicher Bestandteil der Reorganisation besteht in der Verbesserung
der Kommunikationskultur und den Mitwirkungsmöglichkeiten. So sollen
die bestehenden Organe und Gremien auch in der Neuorganisation der Bistumsregionen
die Bistumsleitung in ihrer Führungsaufgabe beraten.
Der Entwurf dieser «Grossäumigeren Regionalisierung des Bistums
Basel» geht nun bis zum 31. Juli 2001 in die Vernehmlassung in alle
betroffenen Gremien des Bistums.
Bischof Amédée Grab ernannte:
P. Hermann Nachtergaele OP zum Spiritual im Dominikanerinnenkloster St. Joseph Ilanz und gleichzeitig zum Rector Ecclesiae für die Mutterhaus-Kirche.
Frau Julia Rzeznik erhielt die bischöfliche Beauftragung als Pastoralassistentin des Pfarradministrators der Pfarrei Hl. Paulus in Dielsdorf mit der Funktion als Gemeindeleiterin.
Don Angelo Furlanetto, Pfarrer im Ruhestand
Der Verstorbene wurde am 31. August 1920 in Nervesa della Battaglia, Italien,
geboren und am 12. März 1949 in Tortona, Italien, zum Priester geweiht.
Seit 1976 war er Diözesanpriester des Bistums Chur. Von 19471972
war er als Professor an der Mittelschule von Pavia und Erba in Italien tätig.
Von 19721991 wirkte er als Pfarrer im Calancatal, in den Pfarreien
Augio, Rossa und Sta Domenica und ab 1979 zusätzlich als Administrator
für die Pfarrei Cauco. Seinen Ruhestand verbrachte er ab 1991 in Lugano
und zuletzt wieder in Rossa, wo er am 17. Januar 2001 verstarb und am 19.
Januar bestattet wurde.
Der diesjährige Hirtenbrief unseres Diözesanbischofs Amédée Grab trägt den Titel «In der Kraft des Glaubens». Er wird Mitte Februar auf den 1. Fastensonntag hin versandt werden.
Die Einladungen für den 1. April 2001 zum Jugendtreffen in Chur werden Mitte Februar versandt werden.
Die Weihe der Öle findet am Montag, den 9. April 2001, statt. Dazu
sind alle Gläubigen herzlich eingeladen. Wünschenswert ist es
daher, in den Pfarreien auf diesen Tag sowie auf seine besondere liturgische
Feier aufmerksam zu machen und auf die vielfältige Bedeutung der heiligen
Öle für die liturgischen Feiern der Kirche hinzuweisen: Taufe,
Firmung, Krankensalbung, Bischofs- und Priesterweihe; Kirch- und Altarweihe.
Die Weihe der Öle wird mit der Erneuerung des priesterlichen Dienstes
verbunden. Angesichts der versammelten Gemeinde bezeugen die Priester den
Willen, ihren für die Kirche und deren Aufbau erhaltenen sakramentalen
Auftrag zu vertiefen und neu zu beleben. Diese Erneuerung ist innerhalb
der Weihe der Öle insofern sinnvoll, als die priesterliche Salbung
auf die Feier der Sakramente und insbesondere der Eucharistie hin gedeutet
wird. Spricht doch der Bischof bei der Salbung der Handflächen des
Neupriesters: «Unser Herr Jesus Christus, den der Vater mit dem Heiligen
Geist und mit Kraft gesalbt hat, behüte dich. Er stärke dich in
deinem Dienst, das Volk Gottes zu heiligen und Gott das Opfer darzubringen.»
So betrachtet, besteht unter anderm ein tiefer innerer Bezug der Weihe der
heiligen Öle zum besonderen Priestertum und zur Feier der Eucharistie.
Daher darf die Weihe der Öle nicht eine für den Bischof und sein
Presbyterium reservierter Gottesdienst sein, vielmehr soll sie die vielen
Glieder des einen Leibes Christi versammeln. Erst vor dieser versammelten
Gemeinde erhält die Erneuerung des priesterlichen Dienstes seinen tiefsten
Sinn, ist er doch dem Geweihten ganz besonders im Hinblick auf die Heiligung
des Volkes Gottes, des Leibes Christi und zur Feier des heiligen Opfers
geschenkt. Die versammelte Gemeinde darf dies nun aufs Neue erfahren. Die
Erneuerung wird so für alle zum frohen und beglückenden Ereignis.
Im Laufe des Monats März wird eine briefliche Einladung zur Feier an
alle Priester, Diakone und Pastoralassistentinnen sowie Pastoralassistenten
erfolgen.
Es ist besonders angebracht, dass der Bischof selbst in der Osternacht die Sakramente der Taufe und der Firmung feiert. Erwachsenen, welche sich auf die Eingliederung in die Kirche durch Taufe, Firmung und Eucharistieempfang vorbereiten, soll die Möglichkeit geboten werden, die Sakramente der Eingliederung in die Kirche in der Osternachtliturgie der Kathedrale zu empfangen.
Gustav Lomatter, Prior von Niedergesteln
Am 17. Januar 2001 ist im Spital von Visp Prior Gustav Lomatter in seinem
74. Lebensjahr gestorben.
Gustav Lomatter wurde am 13. Juni 1927 in Saas Balen geboren. Am 20. Juni
1954 wurde er in Sitten von Bischof Nestor Adam zum Priester geweiht. Von
19541957 wirkte er in Münster als Vikar und von 19571960
in Glis. Danach wurde er zum Administrator von Obergesteln ernannt (19601963)
und zum Administrator von Ernen (19631972). Im Spätsommer 1972
verliess er Ernen und ging nach Brig als Vikar (19721981). 1981 ernannte
ihn Bischof Heinrich Schwery zum Prior von Niedergesteln; dieses Amt hatte
er bis zu seinem Tod inne.
Am 20. Januar 2001 fand in Niedergesteln die Beerdigung statt.