1/2001

INHALT

Amtlicher Teil

 

Alle Bistümer

 

Epiphanieopfer 2001

Am 6. und 7. Januar 2001 wird traditionsgemäss in den katholischen Kirchen der ganzen Schweiz das so genannte Epiphanieopfer aufgenommen. Dieses Opfer ist jeweils für Bauvorhaben von drei Pfarreien bestimmt, die aus eigener Kraft nicht in der Lage wären, ihre Bau- bzw. Renovationsprojekte zu verwirklichen oder die unter der Last von grossen Schulden leiden.
Das Epiphanieopfer 2001 ist für die folgenden drei Pfarreien vorgesehen:

St-Nicolas in Neuenburg

Die Pfarrei St-Nicolas in Neuenburg musste die Fassade und das Dach ihres Pfarreizentrums erneuern. Daher rühren hohe Hypothekarschulden, deren Verzinsung das Pfarreibudget sehr stark belastet, weil die Pfarrei nicht über regelmässige Einkünfte aus einer obligatorischen Kirchensteuer verfügt. Die Pfarrei erhofft sich vom Epiphanieopfer eine wesentliche finanzielle Entlastung.

Semione (TI)

Semione ist eine kleine Gemeinde beim Eingang zum Blenio-Tal und zählt etwa 300 katholische Einwohner. Ihre Pfarrkirche S. Maria Assunta ist in einem schlechten Zustand und sollte total renoviert werden. Der Kostenvoranschlag rechnet mit rund 2 Millionen Franken. Auch wenn Subventionen von der Denkmalpflege erwartet werden, ist die restliche Belastung für die Pfarrei allein zu gross. Hilfe ist nötig.

Surava (GR)

Nach der erfolgreichen Aussenrenovation der Pfarrkirche St. Georg in Surava im Albulatal muss noch die Innenrenovation folgen. Diese kostet voraussichtlich 1,06 Millionen Franken. Surava hat etwa 170 katholische Einwohner und die Gemeinde gehört zu den finanzschwächsten im Kanton Graubünden. Eine substanzielle Hilfe von aussen ist deshalb dringend notwendig.

Jede dieser drei Pfarreien erhält einen Drittel des gesamten Epiphanieopfers, die Hälfte davon jeweils à fonds perdu und die andere Hälfte als zinsloses Darlehen für die Dauer von 10 Jahren. Diese Darlehen werden nach ihrer Rückzahlung anderen Pfarreien zu gleichen Bedingungen für Bauvorhaben zur Verfügung gestellt, sodass die Opfergelder in mehrfacher Weise wirksam werden können.
Das Opfer 2000 ergab den Betrag von rund 566500 Franken. Wir danken allen Spendern sehr herzlich und empfehlen gleichzeitig das Epiphanieopfer 2001 dem solidarischen Wohlwollen aller Katholiken in der Schweiz.

Die Schweizer Bischofskonferenz


Ökumenische Konsultation

Es gilt, einen Erfolg zu verwirklichen!

Die Ökumenische Konsultation zur sozialen und wirtschaftlichen Zukunft der Schweiz, im Januar 1998 lanciert, hat alle Erwartungen übertroffen. Es galt, die Frist zu verlängern, neue Arbeitskräfte zur Bearbeitung der Antworten zu finden ­ es trafen über 1000 Geldbeiträge ein. Diese wurden für einen Auswertungsbericht 2000 verwendet. Mehrere Briefe erreichten das Sekretariat der Ökumenischen Konsultation mit Dankesschreiben und zeigten reges Interesse am Auswertungsbericht.
Momentan sind die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) und der Rat des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) an der Ausarbeitung ihres Schlussdokumentes. Dieser Text wird am 1. September 2001 veröffentlicht. Alle Pfarreien werden im April eine Dokumentation erhalten, die sie einlädt, den Dank-, Buss- und Bettag ganz im Zeichen der Ökumenischen Konsultation zu feiern.

Aufruf zu einer Kollekte vom 17. und 18. Februar 2001

Um das Projekt rechtzeitig zu beenden, fehlen die finanziellen Mittel. Die Schweizer Bischöfe appellieren an alle Gläubigen in der Schweiz, ihrer Grosszügigkeit am 17. und 18. Februar 2001 Ausdruck zu geben. An diesem Datum wird eine Kollekte zugunsten der Ökumenischen Konsultation aufgenommen. Der Ertrag dieser Kollekte wird dazu dienen, die Konsultation abzuschliessen und der Schweizer Bischofskonferenz Gelegenheit geben, diese auch kennen zu lernen.
Die erhaltenen Beiträge sind auf das Postcheck-Konto der Schweizer Bischofskonferenz, Konto 17-6369-6, zu überweisen.


Bistümer der deutschsprachigen Schweiz

 

Einführungskurse des Liturgischen Instituts für Kommunionspenderinnen und -spender

Das Liturgische Institut bietet in diesem Jahr folgende Einführungskurse an:

Die Anmeldungen sind jeweils zu richten an: Liturgisches Institut, Gibraltarstrasse 3, 6003 Luzern, Telefon 041-2287324 oder 041-2287323, Fax 041-2287326.


Einführungskurse im Bistum St. Gallen

Anmeldung: Sekretariat Liturgische Kurse, Teufenerstrasse 148, 9012 St. Gallen.


Bistum Basel

 

Neuer Generalvikar im Bistum Basel ab 2002

Generalvikar Dr. Rudolf Schmid hat mir versprochen, fünf Jahre in diesem Amt tätig zu sein. Obwohl diese Zeit im kommenden August ablaufen wird, ist er bereit, seine Amtszeit bis zum Ende des Jahres 2001 weiterzuführen. Ab Januar 2002 werde ich zum neuen Generalvikar des Bistums Basel Herrn Pater Dr. Roland-Bernhard Trauffer OP ernennen. Er war in den Jahren 1984 bis 1987 bereits Kanzler im bischöflichen Ordinariat der Diözese Basel und seither bis 2000 Generalsekretär der Schweizer Bischofskonferenz. Ich bin überzeugt, in Pater Trauffer wiederum einen dienstbereiten, kompetenten und loyalen Generalvikar gefunden zu haben, der über eine reiche Erfahrung im kirchlichen Leben in der Schweiz und weit darüber hinaus verfügt. Dass er zuerst einen einjährigen pastoralen Einsatz in Guatemala vollbringen wird, bevor er sein neues Amt antreten wird, ist eine weitere gute Vorbereitung. Ich danke dem amtierenden Generalvikar Dr. Rudolf Schmid für seine unermüdliche Tätigkeit und seine weitere Verfügbarkeit bis zum Ende des Jahres 2001 und ich danke dem neuen Generalvikar Pater Dr. Roland Trauffer für seine Bereitschaft, und ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit im Dienst am Bistum Basel.

+ Kurt Koch
Bischof von Basel


Ressortwechsel in der Bistumsleitung

Auf den 1. Januar 2001 hat die Schweizer Bischofskonferenz Weihbischof Denis Theurillat die Verantwortung für den Bereich Jugendpastoral übertragen, der zuvor von Weihbischof Martin Gächter wahrgenommen wurde. Damit ergeben sich auch ab 1. Januar 2001 für das Bistum Basel folgende Zuordnungen:

Weihbischof Martin Gächter:
wie bisher: Orden und religiöse Gemeinschaften, Förderung kirchlicher Berufe, Ministrantenpastoral
neu: Fremdsprachige Missionen im Bistum Basel

Weihbischof Denis Theurillat:
neu: Jugendpastoral

Rudolf Schmid, Generalvikar


Stellenausschreibung

Die vakante Pfarrei Marbach (LU) wird für Pfarrer zur Wiederbesetzung ausgeschrieben.
Interessenten melden sich bitte bis 8. Februar 2001 beim Diözesanen Personalamt, Baselstrasse 58, 4501 Solothurn, oder E-Mail personalamt@bistum-basel.ch


Abschluss des Heiligen Jahres 2000

Am Epiphaniefest 2001 wird Diözesanbischof Dr. Kurt Koch das Heilige Jahr mit einem Gottesdienst abschliessen.
Zum Gottesdienst am 6. Januar um 17.00 Uhr in der St. Ursen Kathedrale sind als offizielle Vertreter und Vertreterinnen des Bistums das Domkapitel, die Regionaldekane und der Diözesane Seelsorgerat eingeladen. Eine besondere Einladung ergeht an die Pfarreien und Fremdsprachigen Missionen der Stadt Solothurn. Auch Angehörige aus dem Bistum sind herzlich willkommen.

Bischöfliche Kanzlei


Gottes Licht im Kleinkram des Alltags

Bischofswort zum Abschluss des Grossen Jubeljahres

Zum Abschluss des Heiligen Jahres am Dreikönigstag 2001 hat der Bischof von Basel, Kurt Koch, ein Wort an die Gläubigen gerichtet. Unter dem Titel «Hereinscheinen des Lichtes Gottes in unsere Welt» zeigt er die Verbindung zwischen der Epiphanie und dem Osterfest auf.

Zu Beginn seines Briefes spricht Bischof Kurt Koch von der Angst des Menschen und seiner tief verwurzelten Sehnsucht. Er schreibt: «Auch in dieser Gott-fernen Lebenssituation halten die Menschen Ausschau nach einem Licht, das von jenseits der Welt her kommt und das ihnen Aufklärung über die Grundfragen ihres Lebens schenkt: Woher kommen wir? Wer sind wir? Was dürfen wir hoffen? Und wohin werden wir dereinst gehen?»
Das Fest der Erscheinung des Herrn sei darum höchst aktuell, weil es die tröstlichste Antwort Gottes auf unsere Sehnsucht nach Licht ist. Die frühe Kirche habe das Hereinscheinen von Gottes Licht in unsere Welt nicht so sehr durch das Epiphaniefest, sondern vor allem durch das Osterfest, die Auferweckung Jesu, erfahren. Mit dem Ostergeheimnis, das an jedem Sonntag gefeiert werde, stehe und falle der christliche Glaube. Epiphanie könne darum nur im Licht von Ostern gefeiert werden.
Der Bischof spricht auch davon, dass wir wie die Sterndeuter ein «Fernrohr des Herzens» benötigen, um Gott im oft dunklen Alltag unseres Lebens wahrnehmen zu können. So wie sich Jesus in Nazaret 30 Jahre lang verborgen habe, sei für die heutigen Christen und Christinnen Gottes Herrlichkeit im «Kleinkram des Alltags» verborgen, in dem sich Epiphanie ereignen wolle. Dies beginne mit der Taufe, unserem persönlichen Epiphaniefest, als dem Beginn einer lebenslangen Weggemeinschaft, die uns herausfordert, dem Licht, das in unser Leben hereingeschienen ist, Sorge zu tragen.
Wer dieses Geheimnis begreife, könne nicht anders als wie die Sterndeuter in die Knie gehen und anbeten. Dabei schenke die Anbetung Gottes im Kind in der Krippe die heilsame Erfahrung, «dass nur, wer ein starkes Rückgrat hat, sich tief bücken kann. Denn der Mensch darf dankbar erfahren, dass er seinen aufrechten Gang gerade dem verdankt, vor dem er in die Knie geht und den er anbetet.» Durch die Anbetung des Kindes hätten die Sterndeuter den Sinn ihres Lebens gefunden. In diesem Zusammenhang fragt der Bischof: «Denn was könnte die Kirche im Tiefsten anderes sein als die Gemeinschaft jener Menschen, die an das Kommen Gottes als Kind in unsere Welt glauben und es anbeten, die in ihm das Licht ihres Lebens finden und die in der Taufe das Geschenk der göttlichen Erleuchtung empfangen haben?» Das Jubiläumsjahr 2000 habe in Erinnerung gerufen, das die Anbetung Gottes das Lebenselixier der Kirche sei. Wenn am Epiphaniefest die Heilige Pforte in Rom geschlossen werde und der Alltag wieder beginne, bleibe die Verheissung: «Jesus Christus ist die Heilige Tür zum Licht Gottes. Dieses Tor steht immer offen und wartet darauf, von uns durchschritten zu werden.» Der Bischof schliesst sein Wort: «Nehmen wir diese Verheissung jeden Tag neu ernst, dann kann sich auch in unserem Alltag immer wieder Epiphanie ereignen, das Hereinscheinen des Lichtes Gottes in unser Leben.»

Informationsstelle


Die Diakonie ­ ein Stiefkind der Pastoral?

In der theologischen Ausbildung, aber auch in der täglichen Arbeit der Kirche vor Ort scheint die Diakonie oft zu kurz zu kommen. Dieser Eindruck ergab sich aus einer Begegnung zwischen den im Bistum Basel im Rahmen der Diakonie tätigen Sozialarbeiter/Sozialarbeiterinnen und Diözesanbischof Kurt Koch am Freitag, 15. Dezember, in Luzern.

Die etwa 20 an diesem Treffen teilnehmenden Theologinnen und Theologen, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sind einerseits im Sozialdienst der Pfarreien tätig, andererseits arbeiten sie in den Regionalstellen der Caritas im Bistum Basel oder engagieren sich ehrenamtlich in Verbänden wie dem Schweizerischen Katholischen Frauenbund oder der Katholischen Arbeitnehmerbewegung.
Unterstützt von Bischof Kurt Koch waren sich die in der Sozialarbeit Tätigen darin einig, dass bei der Ausbildung zukünftiger Seelsorgerinnen und Seelsorger der Diakonie ein grösserer Stellenwert einzuräumen ist, sei es innerhalb der universitären Ausbildung, sei es in der Berufseinführung (BE). Auch solle die Diakonie auf Bistumsebene stärker verankert werden. So soll die Bistumsleitung ein Leitbild erarbeiten und die Kommission «Diakonie» des Bistums als Fachkommission unterstützen. Die Diakonie ist allen Christen entscheidend wichtig: sie könne darum ein verbindendes Element der Kirchen für die Zukunft sein.
Zu Beginn der Begegnung ging es darum, zu klären, was Diakonie in der Kirche bedeute und was ihre besondere Aufgabe sei. So arbeiten die regionalen Caritasstellen in verschiedenen Bereichen, wobei sie beispielsweise besondere Schwerpunkte setzen bei sozialpolitischen Fragen, bei der Migration, bei Armut und Ausgrenzung, bei Arbeitslosigkeit und bei Asyl Suchenden. Es ist Aufgabe der Kirche, Menschen zu unterstützen, die fremd sind, aber: «Fremdenfeindliche Haltungen findet man auch in der Kirche.» Dabei gehe es immer darum, die Betroffenen selbst zu Wort kommen zu lassen, nicht über sie, sondern mit ihnen zu sprechen.
In einem weiteren wichtigen Beitrag wurde das Verhältnis der Kirche zur Diakonie untersucht. Ohne Diakonie habe die Kirche keine Zukunft. Dabei müsse die Kirche ihre Ziele selber festlegen im Sinne des kirchlichen Auftrags und der gesellschaftlichen Veränderungen. In diesem Zusammenhang sei die Kirchenleitung aufgefordert, im Bereich der Sozialpolitik präventiv zu wirken. Dankbar zeigten sich die in der Diakonie Tätigen für das, was die Kirche bereits erreicht habe, wie beispielsweise die ökumenische Konsultation. Gleichzeitig wurde der Wunsch laut, eine verbesserte Medienarbeit möge die Anliegen der Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter noch besser in die Gesellschaft einbringen.
Die Frauenverbände haben Diakonie immer ganz selbstverständlich gelebt. Dabei wurde das Wort von Golda Meir zitiert: «Wir Frauen sind die Kamele, die die Männer durch die Wüste des Lebens tragen.» Gefragt wurde aber auch, warum es in der Kirche nicht mehr Ämter für Frauen gibt. «Wie viele Jahre muss man in der Kirche arbeiten, um Fachfrau zu werden?» Und weiter: nachdem sich die Menschen heute emanzipiert hätten, müsse Mutter Kirche das Gespräch mit erwachsenen Dialogpartnern und -partnerinnen suchen und erfahren. Was das Diakonat der Frau angehe, gebe es bereits in Deutschland einen entsprechenden Ausbildungsgang für Frauen. Gefragt sei in der Kirche aber auch die Konfliktfähigkeit und die Versöhnungsarbeit: «Versöhnungsmuster fehlen in der Kirche.»
Sozialarbeit in der Gemeinde beruhe darauf, dass Diakonie mehr als Caritas oder Fürsorge sei, sondern neben der Liturgie und der Verkündigung eine der Grundfunktionen der christlichen Gemeinde darstelle. Darum müsse die Diakonie ein integrierter Teil des Pfarreilebens sein. Die Diakonie solle darum in der Pastoralarbeit den gleichen Stellenwert auf allen Ebenen haben wie die Verkündigung, die Liturgie und die Katechese. Das ist in der Praxis nicht immer so. Eine Sozialarbeiterin berichtete von «Wermutstropfen» im Bereich der Pfarreiarbeit, sowohl in den Strukturen wie in der alltäglichen Arbeit: bei den Sozialarbeitern werde zuerst gespart, die Stellen seien niedrig dotiert. Die Fachkompetenz von Sozialarbeitern werde von den Theologen nicht entsprechend anerkannt, so dass der Bischof schliesslich meinte, er habe den Eindruck, dass die Diakonie insgesamt in der Kirche als Stiefkind gelte.
Anzumerken ist noch, dass das Treffen im «Barfüesser» in Luzern eine ganz besondere Atmosphäre bekam: der Verein «Kirchliche Gassen Arbeit Luzern» hatte mit seiner «Gasse-Chuchi» ein «währschaftes» Mittagsmahl geliefert. Darüber hinaus gab es nicht nur ein kleines Konzert und eine adventliche Meditation, sondern Betroffene erzählten auch von sich und ihrem Leben.

Informationsstelle


Bistum Chur

 

Ernennungen

Diözesanbischof Amédée Grab ernannte:
David Blunschi, bisher Vikar in St. Konrad, Zürich, zum Vikar in Stans (NW),
Neupriester Martin Camenzind zum Vikar des Pfarr-Rektorates Lenzerheide (GR),
Neupriester Erich Lehmann zum Vikar der Pfarrei Sachseln (OW),
Christoph Brüning-Münstermann zum Diakon für die Pfarrei Erlöser, Chur,
Georges Kenel-Egger zum Diakon für die Pfarrei Heiligkreuz, Chur.


Im Herrn verschieden

Anton Felder, Resignat
Der Verstorbene wurde am 21. Mai 1912 in Hämikon (LU) geboren und am 9. Juli 1939 in Solothurn, als Mitglied des Kapuzinerordens, zum Priester geweiht. Seiner Ordensgemeinschaft diente er von 1940 bis 1970 in verschiedenen Aufgaben in den Kapuzinerklöstern Schwyz, Sarnen, Sursee, Schüpfheim, Arth, Mels, Rig Kaltbad und Rigi Klösterli. Während fast zwanzig Jahren, von 1948 bis 1967, wirkte er als Bauernseelsorger. Seit 1971 war er Diözesanpriester des Bistums Chur und war Kaplan in Brunnen, von 1970 bis 1974, und Pfarrer in Vorderthal, von 1974 bis 1977. Von 1977 bis 1982 war er als Seelsorger in verschiedenen Pfarreien des Bistums Basel tätig. Von 1983 bis 1985 wohnte er im Alters- und Pflegeheim in Siebnen (SZ) und wirkte dort als Spiritual. Seine letzten Jahre des Ruhestandes verbrachte er als Pfarr-Resignat in Luzern, wo er am 19. Dezember 2000 verstarb. Bestattet wurde er am 23. Dezember 2000 in Hitzkirch (LU).


Bistum Lausanne, Genf und Freiburg

 

Im Herrn verschieden

Robert Sallin
Geboren am 27. August 1942 in Villaz-St-Pierre. Priesterweihe 1942. Vikariatsjahre Montet, Le Crêt und St. Peter, Freiburg. Pfarrer von Prez-vers-Noréaz 1948­1969, dazu auch 6 Jahre lang Dekan. Pfarrer von Vaulruz 1969­1988. Zuletzt Kaplan von Les Sciernes-d'Albeuve. Gestorben am 20. Dezember 2000 in Villars-sur-Glâne.


Bistum Sitten

 

Im Herrn verschieden

Seiler Peter, alt Pfarrer
Am 20. Dezember 2000 ist alt Pfarrer Peter Seiler im Spital in Visp im Alter von 84 Jahren gestorben. Peter Seiler wurde am 19. August 1916 in Simplon-Dorf geboren. Am 18. Juni 1942 erhielt er die Priesterweihe und war danach Rektor in Birgisch (1943­1947). Von 1947 bis 1963 war Peter Seiler Pfarrer von Gondo, von 1963 bis 1967 Pfarrer von Lax und von 1979 bis 1991 Pfarrer von Unterbäch. Seit 1991 war Peter Seiler Heimseelsorger im St. Annaheim in Steg. Vor kurzem erlitt Peter Seiler einen Verkehrsunfall und musste ins Spital Visp eingeliefert werden. In der Nacht auf den Donnerstag, 21. Dezember 2000, wurde er von seinen Leiden erlöst. Am 23. Dezember 2000 fand in Simplon-Dorf die Beerdigung statt.


Orden und Kongregationen

 

Abtwahl in Disentis

Der Abt der Benediktinerabtei Disentis, Pankraz Winiger, durfte am 16. Dezember 2000 seinen 75. Geburtstag feiern. Gemäss den Satzungen der Schweizer Benediktinerkongregation stellte er zu diesem Zeitpunkt sein Amt zur Verfügung.
Am 18. Dezember 2000 hat sich die Klostergemeinschaft von Disentis unter dem Vorsitz des Präses der Schweizer Benediktinerkongregation, Abt Benno Malfèr von Muri-Gries, zur Wahl eines Nachfolgers versammelt. Sie hat P. Daniel Schönbächler zu ihrem neuen Abt bestellt. Der Gewählte ist der 65. Abt der Abtei zum heiligen Martin in Disentis. Abt Daniel Schönbächler steht einem Konvent vor, der zurzeit 38 Mitglieder zählt. Die feierliche Abtsbenediktion wird Bischof Amédée Grab von Chur am 10. Februar 2001 vornehmen.

Der am 31. März 1942 in Winterthur geborene neue Abt von Disentis promovierte in Germanistik und Kunstgeschichte, nimmt im Kloster verschiedene Aufgaben wahr, gehört verschiedenen kantonalen und eidgenössischen Gremien an, ist in der Erwachsenenbildung und in der Theologenausbildung tätig und macht psychologisch-spirituelle Einzelbegleitungen.


© Schweizerische Kirchenzeitung - 2001