51-52/2000

INHALT

Kirche in der Schweiz

Kongress 2000 des Seelsorgerates Oberwallis

von Heidi Widrig

 

Über 100 Personen nahmen am diesjährigen Kongress des Seelsorgerates Oberwallis vom 11. November 2000 im Feriendorf Fiesch teil. Der Kongress war eine Art Rechenschaft über die Arbeit der vergangenen Amtsperiode, insbesondere des vergangenen Jahres. Einen besonderen Höhepunkt bildete der «Runde Tisch» am Nachmittag zum Thema: «Eine Schule ­ viele Religionen». Der Präsident des Seelsorgerates, Robert Moser, konnte Bischof Norbert Brunner, Generalvikar Josef Zimmermann, Pfarrer Anton Carlen sowie den Gemeindepräsidenten von Fiesch und den Direktor des Feriendorfes unter den Kongress-Teilnehmern begrüssen. Den Abschluss des Kongresses bildete ein Festgottesdienst mit der Pfarrei Fiesch.
Der Präsident eröffnete den Kongress mit dem Wunsch, der Tag möge für alle ein Fest der Freude und der Gemeinschaft werden. Besonders freute er sich, den Gemeindepräsidenten, Fredy Huber, und den Direktor des Feriendorfes, Herbert Volken, unter den Anwesenden begrüssen zu dürfen. Ein ebenso herzlicher Dank galt den Pfarreien Lax und Fiesch, die dem Kongress in diesem Jahr Gastrecht gewährten. Über die Arbeit des Seelsorgerates sowie über die Arbeit des diesjährigen Kongresses setzte Robert Moser das Wort aus dem Buch der Sprichwörter: «Sei bereit, dich korrigieren zu lassen, und spitze deine Ohren, wenn du etwas lernen kannst» (Spr 23,12).

Aus dem kirchlichen Leben

Im Jahresbericht 1999/2000 des Präsidenten wurden folgende Schwerpunkte aus der Arbeit des Ausschusses festgehalten: Eine Statutenänderung bezüglich der Mitgliederzahl des Seelsorgerates, die von Bischof Norbert Brunner approbiert wurde, die Vorbereitung der Neuwahlen für die dritte Amtsperiode (2000/2004), die Begleitung der Dienststellen sowie die Vorbereitung dieses Kongresses.
Aus den dreizehn verschiedenen Dienststellen des Seelsorgerates, die sich alle für eine spezifische Seite des religiösen und gesellschaftlichen Lebens im Bistum, in den Pfarreien und Regionen einsetzen, gab es in diesem Jahr über folgende Schwerpunkte zu berichten: Die Einführung der Pfarreikatechese ­ in Zusammenarbeit mit der Katechetischen Kommission Oberwallis; eine vorbereitende Arbeitsgruppe hat sich bereits gebildet. Die Neubesetzung des Dienststellenleiters für die Familienseelsorge in der Person von Beat Venetz, Brig. Das Anliegen einer fundierten Jugendseelsorge für das kommende Jahr ­ ein wichtiger Schwerpunkt der Seelsorgearbeit.
Die zwei Abteilungen der Dienststelle Familienseelsorge ­ «Ehevorbereitung» und «Ehe-Begleitung» sowie die Dienststelle «Behindertenseelsorge» präsentierten ihre Arbeit in einem Kurzreferat. Frau Gertrud In-Albon sprach über das neue Konzept der Ehevorbereitungskurse im Bildungshaus St. Jodern und betonte, dass es heute für alles eine Ausbildung brauche, nur zur Ehe, scheine es manchmal, glaube jeder und jede, ohne Ausbildung fähig zu sein. Ein wichtiger Schwerpunkt dieser Kurse sei das Erlernen der partnerschaftlichen Kommunikation im Alltag.
Beat Venetz hat ein erstes vorläufiges Konzept präsentieren lassen über seine Arbeit als Leiter der Dienststelle Familienseelsorge. Das Konzept werde demnächst einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Cathrin Stoffel, seit einem Jahr Leiterin der Dienststelle Behindertenseelsorge, sprach über ihre Arbeit im vergangenen Jahr. Es ging ihr vor allem um ein Sichkennenlernen und das Kontaktknüpfen mit den verschiedenen Organisationen in den einzelnen Regionen.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kongresses konnten an einem Infostand die Zusammenfassung aller Jahresberichte mit nach Hause nehmen.

Wahlen und Statuten-Änderung

Der Antrag des Kongresses 1999, im Statut festzulegen, dass innerkirchliche Bewegungen im Seelsorgerat eigene Vertreter haben, wurde im Ausschuss behandelt. Der erarbeitete Vorschlag wurde am 12. Mai 2000 von Bischof Norbert Brunner genehmigt und in Kraft gesetzt.
Dem Seelsorgerat gehören heute 90 Mitglieder an. Die Pfarreien stellen 46 Delegierte. Aus einigen Pfarreien fehlen dem Rat noch Mitglieder.
Im Ausschuss des Seelsorgerates hat Frau Dr. Klara Zimmermann demissioniert. Der Kongress stimmte dem Vorschlag zu, dem Bischof Frau Bernadette Minnig-Brigger als Mitglied in den Ausschuss zu empfehlen.
Unter der Leitung von Direktor Richard Lehner, Visp, Sekretär des Ausschusses, wurden die Wahlen für die Mitglieder des Ausschusses durchgeführt. Alle Mitglieder wurden vom Kongress per Akklamation bestätigt. Generalvikar Josef Zimmermann und Richard Lehner gehören dem Ausschuss von Amtes wegen an.

Dank und Bitte

Der Bischof benutzte anschliessend die Gelegenheit, selbst das Wort an die Kongressteilnehmerinnen und -teilnehmer zu richten und ihnen für ihre geleistete Arbeit zu danken.
Rückblickend auf das vergangene Seelsorgejahr wies er auf zwei Schwerpunkte hin: das Heilige Jahr mit dem Bistumsfest vom 16.­18. Juni 2000 sowie die personellen Veränderungen im Ordinariat. Diesbezüglich wies er vor allem auf den neuen administrativen Direktor hin, Stéphane Vergère, dessen Mitarbeit auch fürs Oberwallis von Bedeutung ist. Diese Neubesetzung konnte, so der Bischof, ohne finanzielle Mehrbelastung realisiert werden.
Vorausblickend auf das bereits angelaufene Seelsorgejahr nannte Bischof Norbert Brunner folgende Schwerpunkte: Personal- und Pastoralplanung in den Regionen, schulische Katechese, obligatorische Einführung in die neuen Lehrmittel, Neudefinierung der Ausbildungswege für kirchliche Dienste um ein halbes Jahr (vor allem im Unterwallis), Internet, Verlängerung der Amtsdauer der Mitglieder des Priesterrates bis Ende Juni 2001.
Fredy Huber richtete beim Mittagessen ein Grusswort an die Kongressteilnehmerinnen und Kongressteilnehmer. Er freute sich, diese wichtige Oberwalliser Veranstaltung in Fiesch zu wissen. Auf die vergangene Unwetterkatastrophe zurückblickend rief er zur Solidarität auf, auch dann, wenn die Fernsehkameras ausgeschaltet seien. Heute, da jeder nur für sich schaue und frage: «Was bringt mir das?», brauche es Menschen, die sich um der Sache willen einsetzen. Deshalb sei die Seel-Sorge, die Sorge um die Seele wichtig. Denn nur wenn es dem Menschen gut gehe, laufe es in der Gesellschaft auch gut.

Eine Schule ­ viele Religionen

Ein besonderer Höhepunkt dieses Kongresses und ein «Novum» war am Nachmittag der so genannte «Runde Tisch» zu dem eigens noch Teilnehmer dazukamen. Er fand unter der gekonnten Leitung von Elise Bregy, Raron, Lehrerin und Medienfrau, statt. Im Gespräch ging es um das Thema «Eine Schule ­ viele Religionen». Fünf Persönlichkeiten aus dem Oberwallis, die sich täglich mit diesen Fragen und diesen Problematiken auseinander setzen müssen, beschäftigten sich im Gespräch mit diesem Thema: André Seiler, Glis, Koordinator und Berater für den Religionsunterricht im Oberwallis; Hanspeter Perren, Zermatt, Schuldirektor; Markus Pfaffen, Ausserberg, OS-Lehrer und Mediator; Vjollca Shala, Brig, ehemalige Schülerin, heute in einer Ausbildung, und Resmije Jakupi, Brig, ebenfalls ehemalige Schülerin und heute berufstätig.
Nach einer musikalischen Einstimmung durch eine Gruppe Geigenspielerinnen der Musikschule Goms unter der Leitung von Herrn Ruah und einer kurzen Vorstellungsrunde der Gesprächsteilnehmer führte Elise Bregy direkt in den Kern des Themas ein und stellte die provokative Frage, wie weit unsere Toleranz den anderen Religionsgemeinschaften gegenüber hier im Wallis denn eigentlich gehen dürfe. Eine viel diskutierte Frage war die des Religionsunterrichtes im eigentlichen Sinne des Wortes als Wissensvermittlung, der für Bischof Norbert Brunner unerlässlich ist, und die des Ethikunterrichts.
Die beiden jungen Damen, beide Muslime und gebürtig aus dem Kosovo, die am Gespräch teilnahmen, betonten mehrfach, dass sie allen empfehlen möchten, sich nicht so leicht vom Religionsunterricht zu dispensieren. Sie hätten während ihrer Schulzeit sehr viel profitiert und selbst über die eigene Religion viel gelernt.
Ebenfalls wurde betont, dass schulische Fragen nicht lösbar sind, ohne die Gesellschaft miteinzubeziehen. Es gehe um die Bereitschaft, die Religion, das Christliche auch ausserhalb des Religionsunterrichts zu leben. Die Schule kann ihre Aufgabe nicht erfüllen ohne die Gesellschaft. Die Schule sei, so Elise Bregy, immer auch der Spiegel der Gesellschaft.

Fragen an den Kongress

Wie im Voraus in der Presse angekündigt wurde, ist der Seelsorgeratskongress auch der Ort, wo an den Bischof und seine Mitarbeiter Fragen gestellt werden können. Erfreulicherweise wurden mehrere Eingaben gemacht. Sie handelten noch einmal um das Dokument «Dominus Iesus», Fragen rund um die Ausbildungen, die Liturgie usw. Bischof Norbert Brunner, Generalvikar Josef Zimmermann, Robert Moser und Richard Lehner standen Red und Antwort.

Fest der Freude

Im abschliessenden Festgottesdienst mit der Pfarrei Fiesch ging der Bischof vom Tagesheiligen aus, dem heiligen Martin, und fragte, ob die heutige gesellschaftliche Situation nicht derjenigen gleiche, die der heilige Martin vorfand: «Unsere Gesellschaft nennt sich zwar immer noch christlich. Aber: ist dieses Christliche nicht mehr und mehr zu einem Etikett verkommen, das mit dem Inhalt nicht mehr viel zu tun hat? Gleicht es nicht in gewissem Sinn dem Mantel des heiligen Martin, mit dem wir die Nacktheit unseres schwachen Christseins in der Kälte einer materialistischen Welt bedecken?» Dennoch, betonte Bischof Norbert Brunner, dürfe man nicht in Schwarzmalerei verfallen. Man müsse auch sehen, «wie gross der Einsatz und die Mitarbeit so vieler auch heute noch in unserer Gesellschaft und in der Kirche sind». Dies hätten wir in den vergangenen Wochen nach der Unwetterkatastrophe im Wallis konkret erfahren dürfen.
Abschliessend dankte der Bischof auch den Mitgliedern des Seelsorgerates für ihren Dienst an der Bistumskirche und in den Pfarreien: «Ich danke Euch und beglückwünsche alle, die weiterhin im Seelsorgerat mitarbeiten. Ich heisse die neuen Mitglieder willkommen. Ich kann ihnen sagen: Es ist ein wunderbares Abenteuer, das sie erwartet, weil sie sich auf ein Abenteuer mit Christus eingelassen haben...»
Es bleibt zu hoffen, dass der gelungene «Runde Tisch» zum Thema «Eine Schule ­ viele Religionen» eine Fortsetzung finden wird und dass die gute Stimmung, die während des Kongresses zu spüren war, anhält und so alle unsere Pfarreien ein «Fest der Freude und der Gemeinschaft» widerspiegeln.

 

Heidi Widrig ist Mitarbeiterin namentlich des Informationsdienstes im Bischöflichen Ordinariat Sitten.


Solidarität: Rückblick und Perspektiven

von Heinz Angehrn

 

Mit diesem Text lege ich Ihnen, liebe Mitbrüder und liebe Interessierte, nicht nur Rechenschaft über den Verlauf der Sammlung des Jahres 1999, deren Jahresrechnung, erstellt von Schwester Thoma Spescha, Ilanz, der treuen Rechnungsführerin seit Gründung des Werkes, und genehmigt von der Kommission Bischöfe­Priester als Hauptversammlung unseres Vereins, Ihnen hier vorliegt, sondern auch über meine Tätigkeit als Präsident während 14 Jahren und damit 14 Rechnungsperioden vor. Ich habe die Mitglieder der Kommission Bischöfe­Priester im Frühling darüber unterrichtet, dass ich das Präsidium gerne weitergeben, und dies mit Präferenz für einen Präsidenten aus der Romandie<1>, möchte. Mein Nachfolger wird im nächsten Jahr gewählt sein, und er wird Ihnen dann einen Bericht zur laufenden Sammlung des Jahres 2000 abgeben können. Einige Bemerkungen zu den Zahlen und dann zur Lebensrealität, die hinter den Zahlen steht:

1. Ein markanter Rückgang sowohl bei den Unterstützungen wie bei den Spenden

Mein Vorgänger, der verstorbene alt Bischofsvikar und alt Pfarrer Karl Schuler, ebenfalls während langer Zeit journalistischer Mitarbeiter der SKZ, hat die «Solidarität» immer als ein Werk bezeichnet, dessen Hauptaufgabe es sei, sich selber einmal auflösen zu können, indem die Aufgabe, die es wahrnimmt, der freiwillige finanzielle Ausgleich zwischen den Priestern der verschiedenen Regionen unseres Landes, durch die bestehenden staatskirchlichen und diözesanen Strukturen wahrgenommen werde. Mit Blick auf diese Aussage muss ich heute, 25 Jahre später, festhalten, dass das Ziel weiterhin nicht erreicht ist. Nach wie vor erhalten vor allem Priester aus den Diözesen Basel und Lugano von unserer Kasse Ergänzungsleistungen finanzieller Art (zu ihrem Lohn, zu ihrer Rente), ohne die sie kein menschen- und seelsorgerwürdiges Leben unter den Bedingungen unserer westlichen Gesellschaft führen könnten. Nach wie vor sind es über Fr. 200000.­, die in diesem Sinn auf Antrag der Ordinariate an gegen 30 Mitbrüder verschiedenen Alters und mit unterschiedlicher Lebensgeschichte ausbezahlt werden. Nur gerade die Diözese St. Gallen, in der ich das Privileg habe, inkardiniert zu sein, hat während allen 25 Jahren nie Leistungen unseres Werkes beansprucht (insbesondere auch darum, weil eine diözesane Priesterhilfskasse mit höherem Vermögensstand als dem der Solidarität besteht!). Im Blick auf die letzten 15 Jahre erlaube ich mir aber doch, mit einem gewissen Stolz festzustellen, dass der Unterstützungsbedarf von deutlich über Fr. 40000.­ auf weniger als die Hälfte gesunken ist. Dies nicht allein deshalb, weil die Zahl der Priester deutlich gesunken ist (dies ist dann der Hauptgrund für den Rückgang bei den Spenden, bei denen wir ja auf die Priester angewiesen sind, die noch voll erwerbstätig und damit lohnempfangend sind), sondern auch, weil insbesondere in den Diözesen Lugano und Sion deutliche und spürbare Anstrengungen unternommen wurden, um die Entlöhnung der Priester besser zu regeln.

2. Erfahrungen mit Mitbrüdern und Kirchenleitungen

In meiner Tätigkeit war es unausweichlich, dass ich einerseits menschlichen Schicksalsgeschichten bei meinen Mitbrüdern wie auch unterschiedlichen Verhaltensweisen der für das Personal Verantwortlichen begegnete, Begegnungen, die auch bei mir Spuren und Erinnerungen hinterlassen haben und die mich vor allem hoch sensibel werden liessen für die Art und Weise, wie in der Kirche der Zölibatären diese Zölibatären miteinander umgehen. Es seien mir hier einige Anregungen und Anmerkungen auch kritischer Art erlaubt, die ich in hoher Abstraktion von den erlebten Details vorgenommen habe, Anregungen und Anmerkungen, die vielleicht an anderer Stelle Aufnahme finden:

Pfarreiseelsorger und Spezialseelsorger

Eine der stossenden Folgen unseres zumindest in der Deutschschweiz verbreiteten staatskirchlichen Systems ist, dass zwar die Kirchgemeinden über beträchtliche Geldmittel verfügen und so häufig die gerechte und anständige Entlöhnung der in der Pfarreiarbeit tätigen Priester kein Problem darstellt, dass es viel schwieriger ist, die Arbeit von Priestern ausserhalb der Pfarrei (Spezialseelsorge verschiedener Art) und oberhalb der Pfarrei (etwa in der Arbeit in der Bistumsleitung) zu finanzieren. Es ist nun absolut stossend, wenn Mitbrüder, die in diesen Sektoren arbeiten, geradezu zu Bittstellern werden müssen, indem für ihre Tätigkeit das nötige Geld über Zwischenstrukturen und auf der permanenten Basis des blossen Goodwills organisiert werden muss. Alle Finanzierungsarten, die nicht über einen juristisch geregelten Ausgleich zwischen Kirchgemeinden, Kantonalkirchen, Diözesen und Schweizer Kirche erfolgen, sind zwar absolut ehrenhafter Art (Fastenopfer-Inlandteil, Inländische Mission, Solidarität), aber ein strukturelles Ärgernis der besonderen Art. Ich frage mich, wo hier der Hund begraben liegt, warum bis heute längst nicht alle überpfarreilichen Tätigkeiten von Priestern und Seelsorgern/Seelsorgerinnen «ordentlich» abgesichert sind.

Segen und Fluch der Autonomie der Kirchgemeinden

Mit grossem Stolz blicken zumal wir Deutschschweizer auf Geschichte und Verfasstheit unserer staatskirchlichen Behörden. Es ist wahrhaftig ein grosser Segen, wenn in einer Pfarrei nicht der Pfarrer allein entscheiden kann, wofür das Geld verwendet wird und welche Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen angestellt werden. Die Mitarbeit und vor allem das Mitdenken vieler engagierter und absolut fähiger Frauen und Männer in den Exekutivorganen ermöglicht es, dass vorhandene Probleme besser angegangen werden können und dass die Kirche nicht nur hierarchisch erlebt werden muss. Ist dann noch die Zusammenarbeit von Kirchenverwaltungs- und Pfarreirat eine lebendige und transparente, dann wird das besondere Erleben von Kirche Schweiz als eines Aussenseitermodells im monolithischen Block der Weltkirche möglich. Aber es ist wiederum absolut stossend, dass ­ wie im politischen Bereich, etwa der Steuer- und Finanz-, der Bildungs-, Sozial- und Kulturpolitik, in unserem Land ebenso ­ aus dieser privilegierten Situation oft ein Denken erwächst nach dem Motto «Wir sind saniert, die anderen sollen selber suchen». Es wäre längst überfällig gewesen, dass sich die Kirchgemeinden in weitaus deutlicherem Ausmass als die politischen Gemeinden am Finanzausgleich zwischen materiell gesegneten Agglomerationsgebieten und um ihre Zukunft kämpfende Randgebiete bemüht hätten. Bei allem segensreichen Wirken der Kantonalkirchen und der RKZ sind nur ein paar Spatzen in der Hand und fast alle Tauben am Himmel geblieben...

Kirche ­ Wie gehst Du mit Deinen Priestern um?

Schliesslich bedrückt mich nach wie vor die Tatsache, dass sowohl in der Ausbildung der Theologiestudierenden, insbesondere der Priesteramtsanwärter, wie auch bei der Begleitung und Betreuung der in der Seelsorge stehenden Priester (etwa unter dem Titel «Seelsorge an den Seelsorgern») bedenklich wenig unternommen wird, um zu verhindern, dass es nicht zu für unseren Lebens- und Berufsstand typischen Burn-Out- und Depressionssymptomen und den noch typischeren daraus erwachsenden Kompensationsformen (erhöhter Machtanspruch und erhöhte Aggressionsbereitschaft; Verkümmern- und Austrocknen-Lassen der Lebensqualität und Lebensfreude, verstecktes Leben in hetero- und homosexuellen Beziehungen, blosses Kompensieren durch Pflicht-Spiritualität und Pflichtbewusstsein; dann auch die tragischeren Formen: Prostitution und Pädophilie, Alkohol usw.) kommt. Aus diesen erwachsen nach meiner hier weder medizinisch noch psychologisch abgesicherten Meinung viele der gesundheitlichen und geistigen Krisen zumal der Weltpriester. Ein Werk wie die «Solidarität» läuft hier nur hinterher und beseitigt die ärgsten Schäden. Der Ansatz aber liegt woanders.

3. Wünsche für die Zukunft

Ich hoffe sehr, dass es unter einem Nachfolger nicht deutschsprachiger Zunge gelingt, noch besser die unterschiedliche Situation (materielle Situation bei den Trägern, Lebens- und Arbeitssituation bei den Priestern) der katholischen Kirche in den verschiedenen Landesteilen zu verstehen und in eine Gesamtsicht zu integrieren. Ich hoffe auch, dass es so eventuell gelingen kann, gelungene neue Ansätze der materiell-finanziellen und der organisatorischen Begründung und Ausformung dessen, was die Menschen heute an priesterlicher Seelsorge benötigen, zu organisieren. Ganz herzlich danke ich auch den Präsidenten der Kommission Bischöfe­Priester, mit denen ich zusamenarbeiten durfte: Ruedi Schmid, François-Xavier Amherdt und Alfredo Sacchi. Noch mehr aber danke ich Schwester Thoma, die ihren Posten Ende dieses Jahres ebenfalls abgeben wird, für ihre Arbeit. Ohne sie wäre nichts Gutes geworden, was hier so lange und langsam gewachsen ist!


Anmerkung

1 Nachdem nun fast 25 Jahre lang das Präsidium in Deutschschweizer Händen war; zur Wahl stellt sich Jean-Jacques Martin, Pfarrer in Romont (FR). Die Rechnungsführung wird die Inländische Mission übernehmen.


Solidarität der Priester der Schweizer Diözesen

Bilanz per 31. Dezember 1999

Aktiven Berichtsjahr Vorjahr
100 Kassa 622.40 628.10
101 Postcheck 0.00 7 529.70
102 Sparheft KBS 79280-70 299 076.05 324 891.50
103 Sparheft KBS 170.839-06 93 322.85 97 623.15
104 PC Inländische Mission 10 249.25 13 693.50
105 Verrechnungssteuer 20 598.75 16 725.85
106 Konto KBS 170.839-1391 9 993.50 --.--
112 Transitorische Aktiven 5 126.80 --.--
10 Total Umlaufsvermögen 438 989.60 461 091.80
110 Wertschriften 950 000.00 900 000.
11 Total Anlagevermögen 950 000.00 900 000.
Total Aktiven 1 388 989.60 1 361 091.80
Passiven
200 Transitorische Passiven 0.00 0.00
20 Total Fremdkapital 0.00 0.00
210 Eigenkapital 1 388 989.60 1 361 091.80
211 Jahresgewinn/-Verlust 0.00 0.00
21 Total Eigenkapital 1 388 989.60 1 361 091.80
Total Passiven 1 388 989.60 1 361 091.80

Im Besitz des Fonds "Solidarität der Priester der Schweizer Diözesen" befindet sich ein Sparheft über Fr. 20 809.10. Laut Verfügung vom 1. April 1977 kommt das Geld jedoch erst nach Ableben des Spenders dem Fonds zugute. Die jährlichen Zinsen dürfen der laufenden Rechnung gutgeschrieben werden.

Ilanz, 10. Februar 2000       
Sr. Thoma Spescha

Erfolgsrechnung 1. Januar 1999 bis 31. Dezember 1999

Aufwand Berichtsjahr Vorjahr
300 Auszahlungen 223 500.00 225 035.65
301 Spesen 3 465.40 1 885.15
30 Total Ordentlicher Aufwand 226 965.40 226 920.80
Total Aufwand 226 965.40 226 920.80
Ertrag
400 Spendeneingänge 200 683.10 260 333.85
401 Zinsertrag 54 180.10 47 788.00
40 Total Ordentlicher Ertrag 254 863.20 308 121.85
8 Abschluss
800 Gewinn/Verlust 27 897.80 81 201.05
80 Total Abschluss 27 897.80 81 201.05
8 Total Abschluss 27 897.80 81 201.05
Total Ertrag 226 965.40 226 920.80

Rapport de vérification

En ma qualité de vérificateur des comptes de la caisse de solidarité des prêtres des diocèses suisses ("Solidarität der Priester in der Schweiz") j'ai reçu les comptes bouclés au 31 décembre 1999.
J'ai vérifié les pièces comptables mises à ma disposition, contrôlé les entrées et les sorties.
Je peux attester que les chiffres présentés correspondent aux comptes et je tiens à remercier Soeur Thoma Spescha pour son excellent et précis travail.
Je demande à l'assemblée générale de bien vouloir approuver les comptes tels que présentés.

Romont, 29 avril 2000
Sarnen, 1. März 2000

Abbé Jean-Jacques Martin
+ Paul Vollmar, Weihbischof

 

P.S. Il serait peut être utile de mieux faire connaître cette caisse de solidarité. Les montants à disposition (grâce aux dons souvent très généreux) permettraient de toujours mieux aider ceux qui en ont besoin et qui, bien souvent, ne le disent pas. La solidarité entre prêtres pourrait aussi si manifester en ce sens!


Ökumenische Konsultation: Wirtschaft

von Walter Ludin

 

Das inhaltsreichste Kapitel im Auswertungsbericht zur Ökumenischen Konsultation ist der Wirtschaft gewidmet.<1> Fast die Hälfte der Ausführungen bezieht sich auf die Wirtschaftsordnung (knapp 40 Prozent auf die Arbeit).
«Eine starke Mehrheit äussert Betroffenheit und Besorgnis und bringt damit ein negatives Image der Wirtschaft in der breiten Gesellschaft zum Ausdruck, während andere sich eher analytisch-wissenschaftlich mit der Wirtschaft beschäftigen und von ihr auch eine deutlich positivere Einschätzung haben.» Dazu heisst es weiter im Bericht: «Die unterschiedliche Einschätzung der Wirtschaft und ihrer Entwicklung könnte eine ökonomische Betriebsblindheit ebenso zum Ausdruck bringen wie einen Beleg für die These darstellen, dass das verbreitete Negativbild der Wirtschaft Resultat mangelnder Sachkenntnis ist.» Vermittelnd wird hinzugefügt, man dürfe die «sachliche» Perspektive der marktwirtschaftlichen Systemlogik nicht der «lebensweltlichen» Sichtweise der Betroffenen überordnen.

Markt ohne Alternativen

Weitere bemerkenswerte Aussagen des Auswertungsberichtes:

Unter dem Stichwort «Ordnungspolitik» finden sich gegensätzliche Aussagen zur Rolle des Marktes. Die einen kritisieren das Dogma und den Mythos des «freien Marktes», andere nehmen den Markt schlichtweg als Faktum an. Im Zusammenhang mit den «Kapitalverwertungs-Interessen» wird davor gewarnt, vor Sachzwängen zu kapitulieren. Diese seien nichts anderes als «Menschenzwänge». (Aphoristische Zwischenbemerkung des SKZ-Berichterstatters: «Zum Glück gibt es Sachzwänge. Sonst müssten wir uns etwas einfallen lassen.»)
Der Grundtenor der Eingaben geht in Richtung Marktwirtschaft mit sozialen und ökologischen Leitplanken. Die Alternative zum Wettbewerb sei Korruption. Doch: «Allerdings sehen einige andere Stellungnahmen noch eine weitere Alternative zur herkömmlichen, wie auch immer geordneten Marktwirtschaft, nämlich die so genannte Natürliche Wirtschaftsordnung oder Freiwirtschaft.»

Globalisierung

Die meisten akzeptieren die Globalisierung als Realität, die bewältigt werden müsse. Häufig wird sie ­ vor allem in Stellungnahmen aus der Westschweiz ­ als Quelle der Angst genannt. Teilweise findet sich die Bereitschaft zum Widerstand.
Diese Thematik wie fast das ganze Kapitel «Wirtschaft» wird in den Eingaben fast ausschliesslich aus dem Blickpunkt der Schweiz behandelt. Die Sicht für Auswirkungen auf andere Länder, vor allem jene des Südens, fehlt weitgehend. Ausnahmen bilden beispielsweise jene Texte, die Fairness im internationalen Handel fordern.
Auch «Wirtschaft und Umwelt» ist eher ein Nebenthema. Dazu zwei Sätze aus dem Auswertungsbericht: «Dem ökologischen Wirtschaften werden langfristig Chancen eingeräumt. Einige Eingaben sehen im Umweltbereich den grössten Arbeitsplatzproduzenten der Zukunft.»

Arbeit

Auffallenderweise berichtet keine Eingabe, die Welt der Arbeit habe sich in den letzten Jahren zum Bessern hin entwickelt. Die These von Hannah Ahrendt, dass der Arbeitsgesellschaft die Arbeit ausgehe, wird vor allem von Wirtschaftskreisen bestritten: «Hier setzt man auf Innovation, Ideen, eine konkurrenzfähige Tarifpolitik, günstige Währungsparitäten, Aus- und Weiterbildung usw., die die Schaffung neuer Arbeitsplätze ermöglichen soll.» Weiter hinten wird im Bericht eine wichtige Differenzierung vorgenommen: Das Problem seien nicht Arbeitsplätze an sich, sondern die Möglichkeiten, schlecht Qualifizierte zu beschäftigen.
Eine weitere Feststellung: «Der religiöse Sinn menschlicher Arbeit, wie er seit Mitte des 20. Jahrhunderts als ÐTheologie der Arbeitð in beiden Konfessionen erhoben wurde, scheint heute nur noch wenig sichtbar zu sein.» Die Kirchen werden darum eingeladen, eine Spiritualität des Arbeitslebens zu entwickeln und zu verkündigen. Weitere Erwartungen an die Kirchen:

Unter allen Zukunftsängsten wird die Arbeitslosigkeit in den Eingaben zur Ökumenischen Konsultation an erster Stelle genannt. Ganz besonders die wenigen Texte von Jugendlichen betrachten sie als ernsthafte Bedrohung. Auch zum «skandalösen» Zustand, dass viele arbeiten ohne damit ihren vollen Lebensunterhalt zu verdienen, finden sich etliche Äusserungen. So wird das Faktum der «working poor» als Folge einer «rücksichtslosen Entsolidarisierung» betrachtet. Und weiter: Ein marktgerechter Lohn ist nicht von sich aus ein gerechter Lohn.

Bankgeheimnis

Im Abschnitt «Finanzplatz Schweiz» stösst das vom Bundesrat als sakrosankt erklärte Bankgeheimnis auf kein Verständnis: «Nirgends wird es verteidigt, hingegen wird häufig betont, es könne nicht ethisch akzeptabel begründet werden, weil es zu verwerflichen Zielen benutzt werde und Missbrauch geradezu provoziere.»
«Reiche werden reicher ­ Arme werden ärmer.» In diesem Zusammenhang wird gewünscht, die kirchliche Moralverkündigung solle den Umgang mit Geld zum Thema machen, was wohl im Rahmen der nächsten Fastenaktion unter dem Motto «Neue Noten braucht das Geld» geschehen wird.

 

Der Kapuziner Walter Ludin ist Redaktor der Eine-Welt-Zeitschrift «ite» und nimmt auch für uns Berichterstattungen wahr.


Anmerkung

1 Zum Kapitel «Gesellschaft» vgl. SKZ 41/2000, zum Kapitel «Staat» SKZ 44/2000.
Der Auswertungsbericht kann für Fr. 25.­, die CD-ROM mit allen Stellungnahmen (ca. 6000 A4-Seiten) für Fr. 15.­ (beides zusammen: Fr. 32.­) bezogen werden beim Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund, Postfach, 3000 Bern 23.


Die deutschfreiburger Pfarreien

von Marie-Thérèse Weber-Gobet

 

An der Herbstversammlung der Vereinigung der Pfarreien Deutschfreiburgs konnte mitgeteilt werden, dass sich der Exekutivrat der Katholischen kirchlichen Körperschaft (KkK) und der Stiftungsrat des Deutschfreiburger Bildungszentrums Burgbühl in der Frage der Finanzierung dieses kirchlichen Zentrums auf einen Kompromiss einigen konnten.

Das Bildungszentrum Burgbühl

Bereits vor Inkrafttreten des neuen Kirchenstatuts war das Bildungszentrum Burgbühl und seine finanzielle Situation ein immer wiederkehrendes Traktandum in den Versammlungen der Vereinigung der Pfarreien. Von 1994 bis 1997 entrichteten die Pfarreien über die Kasse der Vereinigung einen jährlichen Beitrag von rund 218000 Franken als Abgeltung für Leistungen, die das kirchliche Zentrum für die Region erbringt. Mit der Einführung des Kirchenstatuts wurden die Pfarreien von der Verpflichtung zur Übernahme überpfarreilicher Ausgaben entbunden. An die Stelle der Vereinigung trat nach einem Übergangsjahr die Kasse der KkK.
Die KkK war aber nicht bereit, das Bildungszentrum im gleichen Ausmass finanziell zu unterstützen wie das die Pfarreien getan hatten. Deshalb muss das Zentrum seit zwei Jahren mit deutlich weniger Zuschüssen leben: 1999 betrug die Einbusse 50000 Franken, dieses Jahr sind es 34000 Franken. Auf dem Hintergrund der noch bestehenden Schulden, der Verpflichtung zur jährlichen Amortisation und fälliger Renovationen sei dies längerfristig nicht tragbar, betonten Mitglieder des Stiftungsrates.
Wie Rosmarie Bürgy, Direktorin des Zentrums, den versammelten Vertreterinnen und Vertretern der Pfarreien erläuterte, haben Verhandlungen mit dem Exekutivrat nun zu einer für beide Seiten annehmbaren Lösung geführt: Das Budget 2001 der KkK sieht für das Zentrum eine Abgeltung in der Höhe von 199800 Franken vor. Die Einbusse gegenüber dem von ihm für das Jahr 2001 eingegebenen Budgetbetrag von 208600 Franken beträgt jetzt noch 8800 Franken, was laut Bürgy zu verkraften sei.
Bischofsvikar Kurt Stulz, der zum ersten Mal in seiner neuen Funktion als Vertreter des Bischofs an der Versammlung teilnahm, informierte seinerseits über die grosse Bedeutung des kirchlichen Zentrums in St. Antoni: «Für mich ist das Burgbühl das Pfarrhaus und das Pfarreizentrum für die rund 40000 katholischen Angehörigen der Region.» Mit der Personalknappheit seien einzelne Pfarreien in gewissen Fragen überfordert, und hier schliesse das Zentrum mit seinem Angebot eine Lücke. Es sei auch Sitz des Bischofsvikariates und der regionalen kirchlichen Arbeitsstellen und nicht zuletzt ein Bildungshaus: für das kirchliche Personal, für Pfarreiangehörige und für Auswärtige.
Der Stiftungsrat des Zentrums möchte die Beziehungen zur Vereinigung der Pfarreien weiterhin pflegen. Deshalb stellte Anton Brülhart, Präsident des Stiftungsrates, an der Versammlung fünf Modelle einer möglichen Zusammenarbeit vor. Aus den anschliessenden Voten der versammelten Pfarreienverterinnen und -vertreter war herauszuspüren, dass die Vereinigung hinter dem Zentrum steht. Einstimmig wurde denn auch grünes Licht gegeben zur Ausarbeitung eines Projektes «Renovationsfonds», zu dem die Vereinigung an einer späteren Versammlung Stellung nehmen wird. Mit diesem Fonds, der aus Geldern der Pfarreien gespiesen werden soll, möchte der Stiftungsrat die entstandenen finanziellen Einbussen der letzten drei Jahre wettmachen und fällige Renovationen vornehmen.

Projekte des neuen Bischofsvikars

Der neue Bischofsvikar Kurt Stulz will die Frage des mittel- und langfristigen Einsatzes von Seelsorgern und Seelsorgerninnen in Deutschfreiburg mit einem Strukturplan angehen. Das ist eine der Informationen über Projekte und Schwerpunkte seiner Arbeit, wie er sie den Anwesenden darlegte. In Zukunft müsse man über die Pfarreigrenzen hinaus denken. Pfarreienverbände mit einem Seelsorgeteam oder Sektoren ­ bestehend aus mehreren Pfarreien ­ mit einem Priester und Gemeindeleitung in den dazugehörenden Pfarreien seien als mögliche Lösung ins Auge zu fassen. Weiter möchte Bischofsvikar Stulz die Revision der pastoralen Richtlinien aus dem Jahr 1985 auf dem Hintergrund der Ergebnisse der Diözesanversammlung AD 2000 an die Hand nehmen. Als weiteres Projekt schwebt ihm die Ausarbeitung einer Broschüre für neue Pfarreiräte und Pfarreirätinnen vor. Sie würde notwendige Informationen zur Ausübung diese Amtes beinhalten. Weitere Anliegen fasste er mit den Stichworten Dialog, Transparenz, Freude zusammen. «Ich möchte vor allem auch Gesprächspartner sein für die Pfarreien», betonte Stulz.<1>

 

Marie-Thérèse Weber-Gobet ist Leiterin der deutschsprachigen Informations- und Medienstelle des Bistums Lausanne, Genf und Freiburg.


Anmerkung

1 Beim Traktandum Wahlen wurde Franz Jungo, St. Ursen, mit Applaus als Vertreter der Pfarreien Deutschfreiburgs in die Kommission für die Überarbeitung der Lohnskala der «Vereinbarung über die Seelsorgestellen» bestimmt. Als Delegierter der Pfarreien wurde Vorstandsmitglied Charles Folly, Alterswil, in die neue Pastoralplanungskommission des deutschsprachigen Dekanates beordert.


© Schweizerische Kirchenzeitung - 2000