42/2000

INHALT

Kirche in der Schweiz

Seelsorge in Deutschfreiburg

von Marie-Thérèse Weber-Gobet

 

Weil in der bisherigen Organisationsstruktur des deutschsprachigen Dekanates St. Petrus Kanisius die Pastoralplanung zu kurz gekommen ist, haben die Verantwortlichen die Strukturen und Zuständigkeiten aller Führungspersonen und Gremien überprüft und neu geregelt. Personalplanung und Pastoralplanung wurden entflochten. Neu ist ein Personalrat für die Personalplanung und -betreuung verantwortlich. Die Planung der Seelsorge in unserer Region wird von einer Pastoralplanungskommission und dem Pastoralrat wahrgenommen. Ende September hat sich der neue Pastoralrat im Bildungszentrum Burgbühl in St. Antoni zu seiner konstituierenden Sitzung getroffen. Im neuen Rat sind Mitglieder von Pfarreiseelsorgeräten, Katechetinnen und Katecheten, Priester und Laienseelsorger, Delegierte der Vereine und kirchlichen Organisationen, Delegierte aus den Orden sowie ein Mitglied der Vereinigung der Pfarreien Deutschfreiburgs vertreten.

Neue praxiswirksame Leitlinien

Nicht nur neue Gesichter, auch neue Zielsetzungen haben die konstituierende Versammlung des neuen Pastoralrates geprägt. Bischofsvikar Kurt Stulz betonte, dass dem Pastoralrat eine wichtige Aufgabe zukomme als Bindeglied zu den Pfarreien und damit zur Basis. Vorerst gelte es in den kommenden Monaten die neuen Dekanatsstrukturen in die Praxis umzusetzen. In einem zweiten Schritt möchte er mit dem Pastoralrat die pastoralen Richtlinien aus dem Jahr 1985 überdenken. Richtungweisend dafür sollen die Ergebnisse des diözesanen Prozesses AD 2000 sein. Als Resultat dieser Arbeit erwartet Bischofsvikar Stulz praxiswirksame Leitlinien für die katholische Seelsorge in Deutschfreiburg für die nächsten fünf bis zehn Jahre.
Eine weitere Aufgabe des Pastoralrates wird es sein, die Papiere von AD 2000 in der deutschsprachigen Version zu bereinigen. Zudem wird sich der Rat mit der Frage befassen, welche pastoralen Modelle zum Tragen kommen sollen, wenn in unserer Region mehrere Pfarreien ohne Priester sein werden. Als weitere Themen wurden die Sakramentenpastoral und besonders die Kommunikation behandelt; denn der Pastoralrat soll mithelfen, für die Region ein neues Informations- und Kommunikationskonzept zu entwerfen.

Wahlen

Schliesslich bestellte der Pastoralrat die neue fünfköpfige Pastoralplanungskommission. Gewählt wurden für eine Amtsdauer von fünf Jahren: Pfarrer Wendelin Bucheli als Vertreter der Priester; Rita Pürro Spengler als Vertreterin der Vereinigung der Laienseelsorgerinnen und -seelsorger Deutschfreiburgs (VELAD) sowie Vreni Stulz als Vertreterin der Pfarreiseelsorgeräte. Die Vertretung der Vereinigung der Pfarreien wird durch die Vereinigung gewählt. Von Amtes wegen ist Bischofsvikar Kurt Stulz ebenfalls in diesem Leitungsorgan für die Pastoral vertreten.

Marie-Thérèse Weber-Gobet


Neuwahlen und Arbeitsperspektiven im KGB-Verein

von Walter Wiesli

 

Anlässlich der Mitgliederversammlung des «Vereins für die Herausgabe des Katholischen Kirchengesangbuches der Schweiz» führten die von den Statuten vorgesehenen Wahlen des Vorstands zu mehreren Neubesetzungen. Der seit 1973 amtierende Präsident Dr. Jürg Largier trat altershalber zurück. An seine Stelle wurde der von der DOK empfohlene Rechtsanwalt lic.oec.HSG Raphael Kühne, Flawil, gewählt. Zwei weitere Mitglieder, die das KGB- und KG-Schaffen der vergangenen Jahre massgeblich mitprägten, verabschiedeten sich ebenfalls: Paul Schwaller und Thomas Egloff. Im Namen der DOK würdigte und verdankte Abt Georg Holzherr das langjährige enorme Engagement aller drei Scheidenden. Als Neugewählte nehmen Prof. Dr. Martin Klöckener, Freiburg, und Pfarrer Erich Guntli, Buchs, Einsitz in den Vorstand. Nochmals in ihrer Funktion bestätigt wurden Frau Franziska Cavelti (Sachbearbeiterin «Druck») und der Geschäftsleiter P. Walter Wiesli.
Neben dem Rechenschaftsbericht des Präsidenten und der Rechnungsabnahme beschäftigte sich die Versammlung vorab mit den laufenden und künftigen Projekten zur Vertiefung der KG-Arbeit. Erwähnt wurde die Fertigstellung der Werkheftreihe mit dem Heft IV samt CD «Tagzeitengebet» und die bevorstehende Erstfolge des «ökumenischen Liederkommentars». Noch in diesem Jahr wird ein dritter Orgelband mit 184 transponierten (tiefer gesetzten) Begleitsätzen erscheinen. Der Vertrieb erfolgt über die Firma Cavelti AG, Gossau, oder über den Buchhandel. Für das kommende Jahr 2001 ist die Produktion einer CD-Reihe zu allen neuen Liedern im KG geplant sowie eine zusätzliche Edition für KG-spezifische Bläsersätze. Die Versammlung liess sich des Weiteren informieren über die Erfahrungen und Projekte mit dem KG im Internet (www.kirchengesangbuch.ch).
In enger Zusammenarbeit mit dem reformierten Gesangbuchverein bemüht sich der Verein um die Herausgabe eines ökumenischen Jugendgesangbuches, deren Vorarbeiten eine Initiativgruppe bereits engagiert an die Hand genommen hat.


© Schweizerische Kirchenzeitung - 2000