35/2000 | |
INHALT | |
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Der Themenbereich «Frau und Arbeit», mit dem sich die 1. Frauensynode 1995 in St. Gallen beschäftigt hatte, wird auf der 2. Frauensynode am 28. Oktober 2000 in Biel weitergeführt. Unter dem Titel «Sichtwechsel Schichtwechsel. Arbeit und Frau: Mythen, Kompetenzen, Handlungsspielräume» treffen sich Frauen aus der ganzen Schweiz und dem benachbarten Ausland (diese Frauensynode steht allen Frauen offen). Die Veranstaltung wird zweisprachig geführt, um die verschiedenen Lebens- und Arbeitsrealitäten von Frauen in der deutschen Schweiz und der Romandie wie von Migrantinnen aufzuzeigen. Neben Kurzreferaten ist eine Reihe von kreativen und informativen Workshops vorgesehen. Zum Thema der Frauensynode ist ein Kartenspiel mit dem Titel «frauen. leben.qualität.ch» entwickelt worden. Weitere Informationen sind erhältlich via Internet www.kirchen.ch/frauensynode sowie bei der Frauenstelle der katholischen Kirche (Murtenstrasse 48, Postfach 1111, 2501 Biel, Telefon 032-3295083, Fax 032-3295090, E-Mail frauenstelle@bielstar.ch). Pfarreien könnten Programme auflegen und allenfalls ihren unbezahlten Mitarbeiterinnen die Teilnahme an der Frauensynode als Weiterbildung anbieten; Anmeldeschluss ist am 18. September 2000.
Mit dem Inkrafttreten der neuen Bundesverfassung sind verschiedene Fragen
im Religionsverfassungsrecht aufgeworfen worden. Soll der Bistumsartikel
ersatzlos gestrichen oder durch einen so genannten «Religionsartikel»
ersetzt werden? Ist die Kirchensteuerpflicht juristischer Personen, wie
sie in vielen Kantonen üblich ist, mit der neuen Verfassung noch haltbar?
Wie steht es um das Selbstbestimmungsrecht der Kirchen und Religionsgemeinschaften,
die so genannte korporative Religionsfreiheit? Diese und andere aktuelle
Fragen werden an der Herbsttagung des Instituts für Kirchenrecht und
Staatskirchenrecht vom 29. September 2000 diskutiert.
Institutsdirektor Prof. René Pahud de Mortanges wird die Tagung leiten.
Die Hauptreferate halten Prof. Andreas Kley, Ordinarius für Staatsrecht
und Verfassungsgeschichte an der Universität Bern, Dr. Peter Karlen,
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Schweizerischen Bundesgericht, sowie alt
Kantonsrichter Dr. Urs Josef Cavelti und Kantonsrichter Dr. Philippe Gardaz.
Ständerat Dr. Hansheiri Inderkum wird als Mitglied der Staatspolitischen
Kommission des Ständerates eine politische Beurteilung der aktuellen
Diskussion zum Religionsverfassungsrecht vornehmen.
Eine Podiumsdiskussion wird die Veranstaltung abrunden: Unter der Leitung
von Prof. Astrid Epiney diskutieren der Basler Bischof Dr. Kurt Koch, Dr.
Rolf Bloch (Vizepräsident des European Jewish Congress), Ständerat
Bruno Frick, alt Nationalrätin Prof. Suzette Sandoz, Pfr. Ruedi Reich
(Zürcher Kirchenratspräsident) und PD Dr. Christoph Winzeler.
Weitere Informationen sind beim Institut direkt erhältlich, sowohl
unter der Telefonnummer 026-3008023 (Telefax 026-3009666) als auch über
die E-Mail-Adresse kirchenrecht@unifr.ch. Die Teilnahmegebühr an der
Tagung beträgt Fr. 50. (inkl. Mittagessen).
Als Nachbereitung des «Bodensee-Forums» und als eigenständige (ökumenisch angelegte) Tagung findet am 22. September 2000 von 9 bis 17 Uhr im Katholischen Pfarreizentrum Wil ein Seminar-Tag statt, der sich im Zusammenhang der Titel-Aussage die Fragen stellt: Wer feiert mit? Wer lässt sich einspannen? Referenten sind Prof. Dietrich Wiederkehr («Glauben in gemeinsamer und verteilter Verantwortung») und Dr. Wolfgang J. Bittner («Kirche Jesu Christi zwischen Marktanforderung und Reich Gottes»). Weitere Informationen bei «forum ost», 9546 Tuttwil-Wängi, Telefon 052-3781010, Fax 052-3781012, E-Mail miesch@miesch.ch
Am 22./23. September 2000 findet im Kursaal Bern der 1. Schweizer Kongress gegen Gewalt und Machtmissbrauch statt. Es handelt sich um eine interdisziplinäre Veranstaltung für alle interessierten Personen aus den Bereichen Therapie und Medizin, Justiz und Polizei, Bildung/Erziehung und Kirchen, Organisationen und Betriebe. Dieser Kongress zum Thema «Ausnützung von Abhängigkeitsverhältnissen» wird veranstaltet durch die Arbeitsgemeinschaft gegen die Ausnützung von Abhängigkeitsverhältnissen (AGAVA). Informationen von und Anmeldungen an: AGAVA, Blaufahnenstrasse 10, 8001 Zürich, aw@ref.ch