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5/2000
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Kirchliches Management
Der Lehrstuhl für Kirchenrecht und Staatskirchenrecht der Theologischen
Fakultät der Universitären Hochschule Luzern führt im Sommersemester
2000 ein interdisziplinäres Hauptseminar zum Thema «Kirchliches
Management: Betriebswirtschaftliches Denken in kirchlichen Strukturen»
durch, zu dem auch Seelsorger und Seelsorgerinnen eingeladen sind.
Die Anwendung betriebswirtschaftlicher Methoden ist auch in der Kirche immer
mehr gefragt, ist sie doch für die Erfüllung ihres Auftrages auf
Personal, Finanzen, Immobilien und damit auf Führung angewiesen. Angesichts
der personellen und finanziellen Engpässe erhalten Grundsätze
wie Effektivität und Effizienz auch für die kirchliche Führung
einen immer höheren Stellenwert. Wie weit ist unter diesen Voraussetzungen
ein Rückgriff auf die Erkenntnisse der Betriebswirtschaftslehre möglich
und erwünscht, und wo zeigen sich Grenzen, weil sich die Kirche von
einer privaten Unternehmung unterscheidet?
Andere Nonprofit-Organisationen sehen sich mit der gleichen Fragestellung
konfrontiert. Einzelne Institutionen verfügen bereits über einschlägige
Erfahrungen. Wir werden deshalb eine Reihe von Persönlichkeiten in
leitender Stellung einladen, um uns über den von ihnen eingeschlagenen
Weg und die zur Zielerreichung ausgewählten Mittel informieren zu lassen.
Zielgruppen: Neben Studierenden steht das Seminar auch haupt- und nebenamtlichen
Seelsorgerinnen und Seelsorgern, Mitgliedern von Pfarreiräten und staatskirchlichen
Gremien sowie weiteren interessierten Personen offen. Die Erfahrung mit
dem Pilotseminar im Sommersemester 1999 zeigt, dass sich die Mitwirkung
von Praktikern für diese Thematik sehr positiv auswirkt. Das Seminar
findet auch deshalb wiederum statt, weil 1999 nicht alle Interessentinnen
und Interessenten teilnehmen konnten.
Das Seminar findet statt an der Theologischen Fakultät (Pfistergasse
20, Raum T 46) jeweils am Mittwoch, 14.15 bis 16.00 Uhr, erstmals am 29.
März. Geleitet wird es von Prof. Adrian Loretan und Dr. Pius Bischofberger.
Mitgeteilt
© Schweizerische Kirchenzeitung - 2000