38/2000 | |
INHALT | |
Neue Bücher |
Anselm Grün, Im Haus der Liebe wohnen, Kreuz Verlag, Stuttgart 1999, 160 Seiten.
Der bekannte geistliche Autor gesteht, dass er mit grossem Respekt und
scheuer Zurückhaltung dieses zentrale Thema des Menschen angeht. Liebe
ist schon zu oft missverstanden und fehlgedeutet worden. Aber darin liegt
auch die Berechtigung und Bedeutung eines solchen Buches. Es will dem Leser
das Ideal der echten, unverfälschten Liebe nahe bringen.
Der Benediktiner Anselm Grün ist dazu ein idealer Meister. Psychologische
Kenntnisse und eine reiche Erfahrung aus der Einzelseel-sorge befähigen
ihn dazu. P. Anselm singt in diesem Buch nicht das «Hohe Lied»
der Liebe. Er weiss zu gut um die Schwierigkeiten und Enttäuschungen
in diesem Bereich. Er bleibt auf dem Boden menschlicher Realität und
holt den Menschen da ab, wo er steht.
J. M. Nouwen, Der Kelch unseres Lebens, Verlag Herder, Freiburg i.Br. 1997, 128 Seiten.
Wenige Wochen vor seinem Tod erschien J.M. Nouwens Buch «Der Kelch unseres Lebens». «Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde?» Dieser Frage Jesu geht Nouwen nach und konfrontiert den Leser mit der bedingungslosen Christusnachfolge. Das geistliche Suchen des Christen und Priesters Nouwen ist echt und tief schürfend. Dieses Buch wird den Leser nicht unberührt lassen und ihm helfen, Jesus zu folgen durch alle Phasen des Lebens, um «ganzheitlich Mensch» zu werden.