35/2000 | |
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Neue Bücher |
Bernita Walter, Von Gottes Treue getragen. Die Missionsbenediktinerinnen von Tutzing. Band 1: Gründung und erste Entwicklung der Kongregation, EOS Verlag, St. Ottilien 1985, 264 S.; Band 2: Gottes Treue verkünden. Wegbereitung für die Kirche in Ostafrika, EOS Verlag, St. Ottilien 1992, 388 S.
Analog zur dreibändigen Geschichte der Missionskongregation St. Ottilien von P. Frumentius Renner «Der fünfarmige Leuchter» erhält nun auch die der Missionskongregation von St. Ottilien angegliederte Schwesternkongregation der Missionsbenediktinerinnen von Tutzing am Starnbergersee ihre Kloster- und Missionsgeschichte. Die Autorin Schwester Bernita Walter verdient dafür uneingeschränktes Lob. Mit dem Bienenfleiss einer Ordensschwester hat sie das Aktenmaterial gesammelt und gesichtet und klug und kritisch ausgewertet. Auch die stilistisch gepflegte Darstellung soll eigens erwähnt werden. Der erste Band hat die Gründung, die kritischen Jahre des Suchens und der Bewährung der Kongregation zum Thema. Der zweite Band behandelt die schwierigen Anfänge in Ostafrika (Dar-es-Salaam, Lukuledi, Peramhiho usw.), die Prüfungen in den beiden Weltkriegen und die stetige Verwurzelung im Schwarzen Kontinent mit Schwesterngemeinschaften von Schwarzen. Das Werk stellt einen ausgezeichneten Beitrag zur Geschichte der Geschichte der Glaubensverbreitung in den Pionierzeiten dar.
Johannes Meier (Hrsg.), Die Armut zuerst. Zwölf Lebensbilder lateinamerikanischer Bischöfe. Herausgegeben von Johannes Meier unter Mitarbeit von Stefan Herbst, Matthias-Grünewald-Verlag, Mainz 1999, 223 Seiten.
Lateinamerikas katholische Kirche hat in den letzten Jahrzehnten tief
greifende Veränderungen erfahren. Ihr Aufbruch manifestiert in
den Bischofsversammlungen (Medellín 1968 und Puebla 1979) war
mit der Option für die Armen wegweisend. Basisgemeinden, Theologie
der Befreiung, Option für die Armen wurden Ausdruck einer bislang kaum
geahnten Dynamik des Glaubens. Das alles fiel nicht als Geschenk vom Himmel.
Es musste mühsam und unter Tränen errungen werden. Das Ausmass
und die Beständigkeit des mühsam Erkämpften bleibt in Schwebe.
Aber die Neuorientierung des Christentums in der Theologie der Befreiung
ist zur Flamme erstarkt, die man nicht mehr so leicht austilgen kann.
Das vorliegende Buch enthält die Lebensbilder von zwölf lateinamerikanischen
Bischöfen, die im Sinne von Medellín und Puebla in Lateinamerika
wirkten oder noch an der Front stehen. Die Autoren sind zum Teil als Kirchenhistoriker
oder Missionswissenschaftler tätig. Einige stammen aus kirchlichen
Organisationen für die Dritte Welt. Die vereinzelte Pensenverteilung
auf das Dutzend Autoren hat zur Folge, dass Wiederholungen leider recht
zahlreich sind.
Anthony de Mello, Mit allen Sinnen meditieren, Verlag Herder, Freiburg i.Br. 1997, 144 Seiten.
Mit allen Sinnen meditieren, das hat uns Anthony de Mello schon in seinen früheren Büchern gelehrt. Den Exerzitien des Hl. Ignatius folgend finden wir vierzig Meditationsübungen, die de Mello während eines Exerzitienkurses angeboten hat. Wer die ignatianischen Exerzitien kennt, wird diesen Band dankbar zur Hand nehmen, um sich immer wieder zu Gott führen zu lassen. Aber auch Exerzitienunerfahrene werden mit diesen Meditationen Gott suchen und finden können in allen Dingen, wie es Ignatius seine Schüler gelehrt hat.