5/2000 | |
INHALT | |
Neue Bücher |
Dorothée Kleinmann, Radegunde, eine europäische Heilige. Verehrung und Verehrungsstätten im deutschsprachigen Raum, Styria Verlag, Graz 1998, 255 Seiten.
Die heilige Radegundis von Thüringen (518587) war die Tochter
des Königs Bertachar von Thüringen. Bei der fränkischen Eroberung
des Thüringerreiches kam sie als Geisel ins Frankenreich. Dort wurde
sie gezwungen, den Frankenkönig Chlotar I., ein wahres Scheusal, zu
heiraten. Doch vor der Vermählung floh sie und wurde Nonne in Poitiers.
Ihr Grab in der Kirche Ste-Radegonde in Poitiers ist heute noch ein beliebter
Wallfahrtsort.
Der vorliegende Band präsentiert im ersten Teil eine so weit
es möglich ist umfassende Biographie der Heiligen aus frühfränkischer
Zeit. Dann behandelt sie ausführlich den Radegundiskult im deutschsprachigen
Raum. Die alemannische Schweiz ist daran nicht beteiligt. Der dritte Teil
des Buches befasst sich mit volkskundlichen und ikonographischen Themen.
Adalbert Ludwig Balling, Vertrau dem Leben. Der grosse Atem der Seele, Verlag Herder, Freiburg i.Br. 1998, 125 Seiten.
Das Bändchen bietet kurze Meditationen an Minutenmeditationen nennt das Adalbert Balling, ihr Autor. Man kann den Begriff «Meditation» mit verschiedenen Inhalten und Vorstellungen füllen. Sicher entsprechen diese kleinen Meditations-Häppchen nicht der klassischen Vorstellung einer ignatianischen Betrachtung. Sie sind eher mit einem Aperitif vergleichbar, der den Appetit anregt und dann den Leser zum Nachdenken und Beten führt. Diese narrativen Texte sind verblüffend aktuell und anregend. Klein, aber fein!