31-32/2000

INHALT

Berichte

"Liturgische Theologie"

von Matthias Drögsler

 

Der 17. Kongress der Societas Liturgica, der Internationalen Gesellschaft für Studium und Erneuerung der Liturgie, fand im südindischen Kottayam statt. Seit der Gründung im Jahr 1967 kam man zum ersten Mal in einem asiatischen Land zusammen. Die Stadt Kottayam war idealer Ort für das Thema «Liturgische Theologie». Nach der Überlieferung reichen die Wurzeln des dortigen Christentums bis in die apostolische Zeit. Die Christen in Malabar, dem heutigen Bundesstaat Kerala, hatten früh Kontakt mit dem Nahen und Mittleren Osten und standen in voller Gemeinschaft mit der Kirche des Ostens in Persien. Von dort übernahmen sie die ostsyrische Liturgie und das Syrische. Sie sind auch unter dem Namen Thomas-Christen bekannt, weil sie sich auf den Apostel Thomas zurückführen.<1> Die einzigartige Prägung von Theologie und Liturgie sowie des kirchlichen Lebens bildeten so einen passenden Rahmen zur Begegnung von Ost und West.

Kirche als liturgische Gemeinschaft

Der aktuelle Präsident der Societas, Jacob Vellian, Kottayam (syro-malabarisch<2>), stellte in seinem einleitenden Vortrag «Theologische Dimensionen von Liturgie» besonders das Verständnis östlicher Theologie heraus. Liturgie begründe und definiere Kirche und drücke deren Identität aus. Sie sei gar existentielle Notwendigkeit für die Kirche, da diese liturgische und anbetende Gemeinschaft sei.

Die Kunst der Feier der Liturgie

Das Hauptreferat von Paul de Clerck, Brüssel/Paris (römisch-katholisch), stand unter der Überschrift «Theologie der Liturgie: ÐZur Ehre Gottes und zum Heil der Weltð». De Clerck verwies zunächst auf den Wandel der Liturgiewissenschaft. Während man früher mehr liturgie-historische Studien betrieben habe, wolle man heute, über 30 Jahre nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil, mehr über die Gestalt oder Natur der Liturgie und ihre Absichten verstehen. Zudem werde Liturgie von den heutigen Liturgiewissenschaftlern nicht mehr mit Rubriken identifiziert, sondern sei auf die feiernde Versammlung ausgerichtet. De Clerck beschrieb im Folgenden wesentliche Grundzüge von Liturgie. Sie sei Feier des Christus-Mysteriums und Werk des Geistes, wobei eine grössere Aufmerksamkeit auf das Wirken des Geistes hilfreich für die Theologie der kirchlichen Dienste sein könne. Die Beziehung zwischen Liturgie und Kirche werde auf verschiedene Arten geprägt, nämlich als Liturgie der Kirche sowie durch und für die Kirche gefeiert. So gelange die Kirche durch die Feier der Liturgie zur höchsten Stufe ihrer Verwirklichung. Die eschatologische Dimension von Liturgie in ihrer Ausrichtung auf Gott öffne die Zukunft bzw. verkünde, dass Zukunft möglich sei. Und nicht zuletzt ermögliche Liturgie Gotteserfahrung. De Clerck unterstrich abschliessend, dass die Liturgiewissenschaftler heute in mehrfache Verantwortung genommen seien. Sie sollten fest auf die Quellen ihrer Disziplin bauen, diese mit wachsendem Scharfsinn studieren, selbst zu Liturgen mit einer immer tieferen Erfahrung der Mysterien Gottes werden und schliesslich Jünger formen.

Christliche Inkulturation und die Notwendigkeit des interreligiösen Dialogs

Anlass zu angeregten Diskussionen gaben die Ausführungen von Jacob Theckanath und Jyoti Sahi, Bangalore, zur Frage: «In welcher Beziehung zueinander stehen indische Kultur, Liturgie und Theologie?» Theckanath, Leiter des Nationalen Biblisch-Katechetisch-Liturgischen Zentrums, berichtete, dass von insgesamt 191 Interventionen an der letzten Asien- Synode jeweils über 40 Anliegen dem Dialog mit den Armen, dem Dialog mit anderen Religionen sowie der Inkulturation gewidmet gewesen seien. Es sei eine grundlegende Dimension von Kirche, Ortskirche zu sein, was jeweilige Adaption und Inkulturation bedinge. Doch welches Modell solle man gebrauchen? Die Europäisierung des indischen Christentums (mit lateinischen, griechischen, nordeuropäischen oder monastischen Modellen) habe zu einer Trennung von Religion und Kultur geführt. Angesichts der religiösen Vielfalt Indiens sei es möglich, an den unterschiedlichsten religiösen Veranstaltungen teilzunehmen und sich heimisch zu fühlen. Christlicher Gottesdienst hingegen werde vielerorts als exklusiv erlebt und christliche Religion erscheine so als ein Fremdkörper, der von der nichtchristlichen Bevölkerung nicht verstanden werde. Man müsse deshalb Elemente der eigenen Kultur in die Liturgie einbringen. Als Beispiele für indische Eigenheiten, die in anderen Religionen des Landes integriert seien, nannte er Düfte, Licht, Wasser, Blumen, die klassische Tanz- und Gestensprache<3> oder spezielle Gesänge. Zudem brauche es eine neue Theologie der Religionen. Theckanath führte aus, dass das biblische Wort nur eine der Formen des Redens von Gott sei. Man müsse auch auf das universelle Wort der Menschen hören; die Heiligen Schriften anderer Religionen seien ebenso inspiriert. Er wünsche sich ein «Eintauchen in das Wasser der Religiosität der Völker Asiens», ohne dabei sein Christsein aufzugeben. Seine Vision sei die der Gegenwart des Geistes Gottes unter den Menschen. Dabei könne diese Gegenwart nicht auf die Christen begrenzt sein und 21/2 Prozent der Einwohner Indiens könnten nicht bereits das ganze Volk Gottes ausmachen. Der interreligiöse Dialog werde deshalb zu einem wichtigen Schlüssel bei der Veränderung der Welt.

Liturgie als kreativer Kultur-Raum, der befreit

Mit Jyoti Sahi konnte einer der berühmtesten asiatisch-christlichen Künstler, zugleich Theologe und Schriftsteller, welchem die Kultur und Künste einheimischer Völker ein Anliegen sind, für ein Statement gewonnen werden.<4> Er verwies zunächst darauf, dass Liturgie etwas mit Formen und Symbolen zu tun habe. Insbesondere für Asien müsse man eine darstellende Theologie (theology of images), jenseits der Worte, entwickeln. Wenn man die ungeheure Vielfalt der Kulturen, Sprachen und Dialekte Indiens bedenke, so stelle sich für ihn etwa die Frage, in welcher Weise er Jesus darstellen soll, wenn er ihn male. Ein Problem stellten die Spannungen der letzten Jahre mit der Forderung der Hindus nach Rückgabe ihrer heiligen Orte dar. Auf diesem Hintergrund sei seit 1992 keine Kirche in indischem Stil mehr gebaut worden. Sahi wies auf die Gefahr des Wortes «Inkulturation» hin, das in dem Sinn falsch verstanden werden könne, dass man etwas in eine Kultur hineinbringen müsse, wohingegen Kultur etwas sei, das herauswachse. So habe man sich nach den Wurzeln von Ritualen auszustrecken, welche man nicht mit Rubriken erklären könne. Liturgie solle zu einem Ausdruck der Kreativität der Menschen werden.

Gegenwartsnahe Theologie und Sakramentenfeiern

Albert Gerhards, Bonn (römisch-katholisch), und Ulrich Kühn, Leipzig (reformiert), versuchten unter der Fragestellung «Was haben dogmatische und liturgische Theologie einander zu sagen?» einen Brückenschlag zwischen Systematik und Liturgiewissenschaft, und zwar am Beispiel der Tauftheologie. Gerhards hob zunächst hervor, dass der Idee des Sakramentalen diejenige einer vermittelnden Wirklichkeit zugrunde liege. Das Sakrament ziele auf die Transparenz der Transzendenz in der Immanenz sowie der Transparenz der Immanenz für die Transzendenz.<5> Diese Einheit von Verschiedenheit und Identität werde vielfach nicht mehr wahrgenommen. Kirche bleibe Werkzeug des Geistes Gottes und nicht umgekehrt. Daher sei ihre sakramentale «Vollmacht» weniger in der Einnahme der Rolle Christi zu erblicken, welchem sie stets auch gegenüberstehe, sondern im demutsvollen Bitten um den Geist im epikletischen Gebet. In einer von Medien und Kommunikationstechnik beherrschten Welt scheine die Dimension des Sakramentalen wenig Chance zu haben. Angesichts der «Entzauberung der Welt» und der «Verdunstung des christlichen Glaubens» dürften jedoch die «religionsproduktiven Tendenzen der Gegenwart» nicht übersehen werden. Eine gegenwartsnahe Theologie und Feiergestalt der Sakramente habe die sakramentalen Strukturen heutiger Welterfahrung ernst zu nehmen.<6> Dabei spiele die Initiation auf dem Hintergrund des Freiheitsanspruchs und Selbstbestimmungsstrebens des heutigen Menschen eine wichtige Rolle. Heutiges Glaubensbewusstsein und mitunter auch die katechetische Praxis würden immer noch unter der theologiegeschichtlichen Verengung des Sakramentenbegriffs als soteriologische Engführung auf die persönliche Sündenvergebung leiden.
Kurt Koch führt dazu aus: «Diese (...) Entwicklung hat aber zur unabdingbaren Konsequenz, dass der heutige Christ, der bedrängt ist von der Sinnfrage in seinem persönlichen Leben, im Gottesdienst zugleich mit Glaubensantworten auf Fragen konfrontiert wird, die er zunächst so nicht hat, dafür aber kaum Antworten auf jene Fragen erhält, die ihn wirklich bedrängen.»<7> Demgegenüber, so Gerhards weiter, bestünde die Aufgabe, die auch dem heutigen Menschen angemessene Weite der Aussagen von Bibel und Tradition herauszustellen. Es brauche eine umfassende Verschränkung der divergierenden Lebensbezüge durch die sakramentale Feier, deren Vorbereitung (Katechumenat, Katechese) und Nachbereitung (Mystagogie, Taufgedächtnis). Sakramententheologie erweise sich als ein Teil der Liturgietheologie, denn diese habe die Aufgabe, die auf Abstraktion drängende Systematik an den Erfahrungsraum heutiger Menschen anzubinden. Eine Theologie der Liturgie könne heute nicht mehr unabhängig von den konkreten Kommunikationsabläufen des Gottesdienstes einer konkreten Gemeinde formuliert werden.

Miteinander von Dogmatik und Liturgiewissenschaft

Ulrich Kühn betonte ausgangs seines Co-Referates die elementare Verschränkung der Fragestellungen der beiden Disziplinen, die mit dem alten Axiom «Lex orandi ­ lex credendi» angedeutet werde. Die Dogmatik habe das doxologische Wesen und den doxologischen Ursprung ihrer Gegenstände zu berücksichtigen. Sie habe die Ergebnisse der liturgiewissenschaftlichen Beobachtungen zu beachten, habe sich dabei aber des Problems der Identität im Wechsel der liturgischen Praxis durch die Geschichte und durch unterschiedliche Kulturen bewusst zu sein. Die systematische Theologie gewinne damit eine kritische und orientierende Funktion. Dogmatische und liturgische Theologie hätten aufeinander zu hören und miteinander auf das Geheimnis des dreieinigen Gottes zu blicken, der die Menschen zu sich rufe und führe.

Liturgische Theologie in ökumenischer Wertschätzung

Die beiden abschliessenden Referate widmeten sich der Fragestellung: «Liturgische Theologie ­ Was haben sich Osten und Westen einander zu sagen?» Kevin W. Irwin, Washington D.C. (römisch-katholisch), sprach sich für einen vielseitigen ökumenischen Dialog aus, bei dem die Erfahrungen der unterschiedlichen Liturgien eingebracht werden könnten. Eine ökumenische liturgische Theologie, die das Spektrum sowohl der östlichen, als auch der westlichen Konfessionen beinhalte, könne dazu beitragen, die Reichtümer der anderen zu entdecken. Dabei sollte nicht Einförmigkeit oder Gleichartigkeit angestrebt werden, sondern eine Liturgie, die theologische Einsichten und Erfahrungen anderer christlicher Kirchentraditionen speichert und gleichzeitig ihre Eigentümlichkeit bewahrt. Er hoffe auf ein ökumenisches Netzwerk der Kirchen. Irwin machte zugleich deutlich, dass die Liturgiereform bereits Wege jenseits einer Trennung von Ost und West beschritten habe, etwa im wichtigen Bereich der Pneumatologie. Eine ökumenische liturgische Theologie müsse sich mit der Gestalt unserer zeitgenössischen Liturgien befassen, in der Verantwortung, vor der Welt Zeugnis für Christus und das Evangelium abzulegen, und sich dabei Gedanken über die anthropologischen Grundlagen christlicher Liturgie machen. Dies habe Folgen für vielfältige Bereiche, wie die Wortverkündigung, das Reden von Gott, die aktive Teilnahme am Gottesdienst, Ekklesiologie, Kunst, Katechese oder Schöpfungstheologie. Ökumenische Gespräche seien so wesentlich, wenn das, was wir feiern, den Geist und die Herzen der Menschen erreichen soll. Gebet, Glaube und Leben müssten zu einer Einheit geführt werden.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist

Geevarghese Panicker, Kottayam (syro-malankara<8>), gab in seinem Vortrag «Die trinitarische Dimension in der Eucharistischen Liturgie des Hl. Jakobus» Einblicke in das Verständnis der syrischen Liturgie. In dieser werde die Heilsökonomie ausschliesslich trinitarisch ausgesagt. Die liturgische Feier bringe die Untrennbarkeit der göttlichen Personen, wie auch deren je spezifische Rolle beim Erlösungswerk zum Ausdruck, was zahlreiche Textbeispiele aus der Anaphora belegten. Die Gebete seien an den Vater gerichtet, denn der Vater sei Ausdruck und Prinzip der Erlösung und des kirchlichen Gottesdienstes, Sohn und Geist dessen einzigartige und notwendige Mittler. Dabei könne das Wirken des Geistes nicht auf einen Moment (Pfingsten, Epiklese) beschränkt werden, sondern bedeute eine neue und andauernde Haltung der Kirche. Ein spezifischer Aspekt der syrischen Tradition sei dabei, dass das Wirken des Geistes in der Eucharistie verbunden sei mit dessen Wirken bei der christologischen Heilsökonomie. Syrische Autoren, wie der Hl. Ephräm oder der Hl. Theodoros von Mopsuestia, hätten deshalb immer wieder herausgestellt, dass wir beim Empfang des Leibes und Blutes des Herrn gleichermassen den Heiligen Geist und dessen Gnadengaben erhalten würden.

Gemeinsame Feier der Liturgie

Neben den erwähnten Referaten gab es erneut eine Fülle unterschiedlichster Objektstudien und Kurzreferate. Nicht unerwähnt bleiben sollen aber auch die gottesdienstlichen Feiern in den verschiedenen liturgischen Traditionen. Die Kongress-Eucharistie wurde in gewohnter Weise im Ritus des amtierenden Präsidenten, diesmal also in der Form der Heiligen Qurbana, gefeiert. Daneben fanden Morgen- und Abendgottesdienste in den Traditionen der Syro-Malankara Katholischen, der Römisch-Katholischen, der anglikanischen Kirche Südindiens und der Mar Thoma Kirche statt. Einen Höhepunkt stellte dabei die abendliche «indisch inkulturierte» Messfeier unter dem Vorsitz von Jacob Theckanath dar, welche eine eindrückliche Glaubenserfahrung ermöglichte.
Die Exkursion führte im Übrigen diesmal in die nahe gelegenen «backwaters», das weitverzweigte Netz von Kanälen und Wasserwegen in Richtung der Hafenstadt Kochi.

2001: «Liturgie im Lebenszyklus»

Der 18. Kongress von Societas Liturgica wird vom 13. bis 18. August 2001 in Santa Clara, Kalifornien/USA, stattfinden und sich mit Liturgie im Lebenszyklus des Einzelnen und der Gesellschaft beschäftigen. Für die Periode 2000­2001 wurde John Baldovin SJ, Cambridge/USA, zum neuen Präsidenten der Gesellschaft gewählt.

 

Der Theologe Matthias Drögsler ist Sekretär der Basler Liturgischen Kommission.


Anmerkungen

1 Die Thomas-Christen bildeten eine Kirche mit ostsyrischer liturgischer Tradition. 1498 landeten die Portugiesen an der Malabar-Küste. Ostsyrische und lateinische Christen traten zunächst in Kommuniongemeinschaft. Die lateinische Kirche akzeptierte jedoch die eigene Tradition der ostsyrischen Kirche Indiens auf Dauer nicht. Der gewaltsame Latinisierungsprozess führte dann zu einer Spaltung in fünf orientalische Kirchen: Die Assyrische Kirche des Ostens, die Syro-Malabarisch Katholische Kirche, die Malankara Syrisch-Orthodoxe Kirche, die Syro-Malankara Katholische Kirche und die Malankara Orthodox-Syrische Kirche. Vgl. Dietmar W. Winkler, Klaus Augustin, Die Ostkirchen. Ein Leitfaden mit Beiträgen von Grigorios Larentzakis und Philipp Harnoncourt. Hrsg. im Auftrag von Pro Oriente ­ Sektion Graz, aus Anlass der Zweiten Europäischen Ökumenischen Versammlung, Graz 1997, hier 76f. Eine gute, kurz gefasste Übersicht liefert auch Rolf Weibel, Unierte in der Schweiz. Zur Präsenz Katholischer Ostkirchen, Luzern 1997.

2 Im Widerstand gegen die Latinisierung trennte sich 1653 ein Grossteil der ostsyrischen Christen von Rom, schloss sich 1665 dem syrisch-orthodoxen Patriarchat von Antiochien an und übernahm die westsyrische Liturgie. Von Papst Alexander VII. entsandte Karmeliter konnten daraufhin etliche zurückgewinnen. Ab 1840 nannte man diese Kirche syro-malabarisch. 1923 erhielt sie eine selbständige Hierarchie, 1934 wurde die ursprüngliche Form der ostsyrischen Liturgie wiederhergestellt und 1962 das chaldäische Pontifikale eingeführt. Bei seinem Besuch 1986 führte Papst Johannes Paul II. selbst die wiederhergestellte Liturgie in Kottayam ein. Vgl. Winkler, Augustin, DieOstkirchen 117. Siehe auch Anm. 8.

3 Vgl. dazu A. Ronald Sequeira, Klassische indische Tanzkunst und christliche Verkündigung, (= Freiburger Theologische Studien 109), Freiburg 1978. Oder vom gleichen Autor: Gottesdienst als menschliche Ausdruckshandlung, in: Gestalt des Gottesdienstes. Sprachliche und nichtsprachliche Ausdrucksformen, (= Gottesdienst der Kirche. Handbuch der Liturgiewissenschaft Teil 3), Regensburg 1987, 7­39.

4 An dieser Stelle sei besonders verwiesen auf Jyoti Sahi, Holy Ground. A New Approach to the Mission of the Church in India, Auckland 1998, mit umfangreichem Bildmaterial verschiedener Kirchenbauten.

5 Gerhards bezog sich mehrfach auf Ausführungen von Kurt Koch in dessen jüngster Publikation: Leben erspüren ­ Glauben feiern. Sakramente und Liturgie in unserer Zeit, Freiburg i.Br. 1999, hier 94.

6 Nach Zitaten von Max Weber, Adolf Exeler, Hans Joachim Höhn und Arno Schilson.

7 Kurt Koch, Leben erspüren ­ Glauben feiern 23.

8 Die Syro-Malankara Katholische Kirche ist von der Syro-Malabarisch Katholischen Kirche zu unterscheiden. Nachdem 1665 ein Grossteil der indischen Thomas-Christen mit dem Übertritt zum syrisch-orthodoxen Patriarchat von Antiochien die westsyrische Liturgie übernommen hatte, traten 1930 zwei Bischöfe, Mar Ivanios und Theophilos, zur Römisch-Katholischen Kirche über, denen noch zwei weitere folgten. Dies zog viele Gläubige zur Römischen Kirche. Die nun syro-malankara katholisch genannte Kirche behielt den westsyrischen Ritus bei. Vgl. Winkler/Augustin, Die Ostkirchen 122.


© Schweizerische Kirchenzeitung - 2000