13/2000 | |
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Berichte |
Im November letzten Jahres trafen sich die Mitglieder der Deutschschweizerischen Konferenz Katholischer Verbandsleiter/-leiterinnen (DKKVL) in Luzern zu einer Sitzung. Im ersten Teil der Zusammenkunft tauschten die Verbände aus, wie ihre Rückmeldungen zur Ökumenischen Konsultation zustande kamen. Die Verbandsleitungen arbeiteten hier stark mit der Basis zusammen. So hat zum Beispiel der Schweizerische Katholische Frauenbund Karten mit Fragen versandt und erhielt einen Rücklauf von 780 beantworteten Karten. Auch das Schweizerische Kolpingwerk hat an seiner Zentralkonferenz mit 200 Leuten zur Ökumenischen Konsultation gearbeitet. Die Katholische Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerbewegung wies darauf hin, dass sie an einem Treffen in Deutschland darauf aufmerksam gemacht wurde, wie dort bei einer ähnlichen Initiative viele Vorschläge unter den Tisch fielen und die Verbände sich zu wenig gewehrt haben. Die Teilnehmenden waren sich einig, dass in der Schweiz nicht der gleiche Fehler passieren dürfe und sie darum ein waches Auge auf die Entwicklung und Auswertung der Ökumenischen Konsultation haben werden. Aus diesem Grunde wird an einer nächsten Sitzung jemand aus der Projektleitung eingeladen.
Ein wichtiger Aspekt in den Zusammenkünften ist jeweils der Austausch
der Verbandsleiter/-leiterinnen. So berichtet der Vertreter des Schweizerischen
Kolpingwerkes, dass ihr neuer Bildungsleiter Claudio Brentini dem Werk schon
einige wichtige Impulse gegeben hat. Weiter mache ihnen der Abonnentenschwund
ihrer Zeitschrift Sorgen. Auch der Adventskalender müsste mehr abgesetzt
werden können.
Die Zentralpräsidentin des Schweizerischen Katholischen Frauenbundes
teilt das soeben fertiggestellte Informations- und Diskussionspapier «Menschen
nach Wunsch und Mass», Aspekte zur Fortpflanzungsmedizin aus. An den
Impulstagungen im September wurden zweimal 400 Frauen in das Dreijahresmotto
«wir sind ermächtigt» eingeführt. Die Zeitschrift
«frau und familie» musste aufgegeben werden. Es wird darum die
Verbandszeitschrift «frauenbunt» neu herausgegeben.
Auch die Vertreterin der Franziskanischen Gemeinschaft konnte einiges berichten.
Sie teilt zuerst die neu erscheinende Zeitschrift «tauzeit»
aus und berichtet von den baulichen Neuerungen im Haus Mattli, das jetzt
rollstuhlgängig ist. Auch die neue Zentralleitung hat nun ihren Sitz
im Mattli bezogen.
Die Teilnehmenden der Katholischen Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmer-Bewegung
berichten von ihrer intensiven Arbeit im Rahmen der 100-Jahr-Feier. Sie
mussten schon nach kurzer Zeit vom Leiter des Sozialinstitutes Abschied
nehmen, da dieser die Möglichkeit bekam, im Ausland seine Studien fortzusetzen.
Neu wurde Thomas Wallimann verpflichtet. Weiter wurde auf den 15. Sozialtag
der KAB hingewiesen, der unter dem Thema «Gerechtigkeit in der Medizin»
steht.
Der Vertreter des Schweizerischen Katholischen Bauernverbandes informiert
über den Wechsel in der Redaktionsstube der Verbandszeitschrift. Das
Sorgentelefon über die neue Agrarpolitik laufe zurzeit heiss. Auch
das neue Rollenverständnis der Bauern, die oft auch einen Teil der
Haushaltarbeit übernehmen müssen, da die Frauen neben dem Haushalt
auch noch arbeiten müssen, beschäftigt den Verband.
Am Schluss der Sitzung wurde der Vertreter des Katholischen Bauernverbandes,
Ueli Schäli, verabschiedet, der zurzeit auch das Co-Präsidium
im DKKVL wahrnahm, das er nun an Jean-Marc Chanton, Zentralpräses des
Schweizerischen Kolpingwerkes, weitergab. Die restlichen Mitglieder wünschen
aber, dass der Verband weiterhin im DKKVL vertreten ist, wenn möglich
mit einer Frau.
Für künftige gemeinsame Aktivitäten wird die Idee, die Dekade
der Gewaltfreiheit aufzunehmen, sowie die Frage der Verbandszeitschriften
im Auge behalten. Weiter wird man sich noch nach weiteren Mitgliedern umschauen
und einen internen Bildungstag im Haus Mattli planen.