47/2000

INHALT

Amtlicher Teil

 

Alle Bistümer

 

Stiftungsrat Missio

2001 ist der Libanon Gastland bei Missio

An seiner Herbstsitzung vom 7. November 2000 in Freiburg hat der Stiftungsrat von Missio Herrn Moritz Amherd einstimmig zu seinem neuen Präsidenten gewählt. Im Stiftungsrat vertritt Herr Amherd die Missionskonferenz der deutschen und rätoromanischen Schweiz, der er ebenfalls vorsitzt. Seit seinem Rückzug aus dem bezahlten Berufsleben als Geschäftsführer der RKZ in Zürich widmet sich Herr Amherd mit viel Begeisterung den Fragen im Bereich der Mission.
Im amtlichen Teil der Sitzung wurde auch das Budget 2001 verabschiedet, in dem die administrativen Kosten weiterhin so knapp wie möglich gehalten sind. In der Folge hat der Stiftungsrat kritisch auf den Weltmissionssonntag vom 22. Oktober zurückgeblickt. Er stellt fest, dass sich die Kirche Schweiz trotz den erschütternden Folgen der Unwetterkatastrophe der vorhergehenden Woche intensiv mit der Schwesterkirche im Gastland Tschad beschäftigt hat. Sie hat ihren Willen zur Solidarität mit der Weltkirche einmal mehr bekräftigt. Es ist noch nicht abzuschätzen, ob die Glückskette für die Überschwemmungsopfer in der Schweiz und in Italien das Resultat der Kollekte für Missio beeinflusst hat.
Schliesslich hat der Stiftungsrat der Geschäftsleitung von Missio seine Unterstützung für die Kampagne des Missionsmonates im Oktober 2001 mit dem Beispielland Libanon zugesagt. Während den nächsten zwei Wochen werden zwei Vertreter der Arbeitsstelle Missio in der Schweiz den Libanon besuchen und das vielschichtige Puzzle von Kulturen, Konfessionen und Religionen im Libanon untersuchen: der Libanon ist ein Labor des Miteinander-Lebens in gegenseitiger Anerkennung der bestehenden Unterschiede und im gegenseitigen Austausch des kulturellen Reichtums. Auch nächstes Jahr möchte das internationale katholische Missionswerk in der Schweiz Christinnen und Christen im Süden das Wort geben und sie fragen: Was könnt ihr aus eurer Erfahrung im Libanon unserer Kirche in der Schweiz geben?


Auf dem Weg zur 50. Million

Aufruf zum Hochschulsonntag vom 3. Dezember 2000

Am Vorabend des ersten schweizerischen Katholikentages nach dem Zweiten Weltkrieg haben der Schweizerische Katholische Volksverein und die Bischöfe unseres Landes 1949 mit einem flammenden Appell der materiellen Unterstützung für die Universität Freiburg neuen Auftrieb gegeben. Das damalige Ziel, am ersten Adventssonntag eine halbe Million Franken zusammenzubringen, ist mit 491198 Franken beinahe erreicht worden.
In den folgenden Jahren hat die Universitätskollekte bis 1979, als mit 1,246 Mio. Franken der bisherige Höhepunkt erreicht wurde, stets zugenommen. Seither fällt das Kollektenergebnis von Jahr zu Jahr zurück. Immerhin darf heute dankbar festgestellt werden, dass innert einem halben Jahrhundert insgesamt 48,384 Mio. Franken von den Katholiken in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein zusammengetragen worden sind. So darf in absehbarer Zeit die 50. Million erwartet werden.
Das Ergebnis ist ein Beweis für die Grossmütigkeit und Solidarität der Katholiken. Innerhalb der vergangenen fünfzig Jahre sind die Gegebenheiten verändert worden. Heute leistet der Bund namhafte Beiträge an die Kosten der Universitäten. Weil anderseits die Aufwendungen nicht zuletzt durch die wachsende Zahl von Studierenden ebenfalls enorm gestiegen sind, braucht es weiterhin ergänzende Unterstützung. Für manche Aufgaben und Projekte fehlen die nötigen Gelder. Es sind vor allem Aufgaben im Dienste der Kirche. Die Universität Freiburg legt nach wie vor den Akzent von Lehre und Forschung auf Werte der christlichen Solidarität. Immer wieder werden Angebote gemacht, die den «Gesetzen» der Wirtschaftlichkeit und Effizienz nicht standhalten, aber für die Förderung des christlichen Gedankengutes von grosser Bedeutung sind (z.B. das Institut für Ethik und Menschenrechte hat eine Tagung zum «Recht auf Nahrung» durchgeführt und ein Projekt über die «Erklärung der kulturellen Rechte» erarbeitet). Die vielen Absolventen der Universität Freiburg, die heute in allen Landesteilen als Seelsorger, Juristen, Wirtschaftsleute, als Lehrer oder Politiker tätig sind, können das bezeugen.
Damit all das weitergeführt werden kann, was die Universität Freiburg gegenüber anderen Universitäten abhebt, braucht es auch heute und morgen die tatkräftige Unterstützung durch die Katholiken unseres Landes. Die Bischöfe bitten einmal mehr um eine grossmütige Gabe und danken dafür im Voraus, danken auch für alle Unterstützung, die bis anhin immer wieder gewährt worden ist.

Die Schweizer Bischofskonferenz


Bistum Basel

 

Dekanat Luzern-Stadt

Diözesanbischof Dr. Kurt Koch hat auf Vorschlag der Dekanatsversammlung des Dekanates Luzern-Stadt Herrn Josef Uhr-Hofstetter, Gemeindeleiter der Pfarrei St. Josef, Luzern, für den Rest der laufenden Amtsperiode (bis 31. Dezember 2003) zum Co-Dekanatsleiter ernannt. Herr Josef Uhr wird dieses Amt in Zusammenarbeit mit Co-Dekan Pfarrer Hans Bättig übernehmen.

Bischöfliche Kanzlei


Bistum Chur

 

Ernennungen

Diözesanbischof Amédée Grab ernannte:
Cyrill Flepp, bisher Pfarrer in Turbenthal (ZH), neu zum Pfarrer der Pfarrei St. Josef in Winterthur-Töss;
Jakob Romer, bisher Pfarrer in Illnau-Effretikon (ZH), neu zum Pfarrer der Pfarrei Bülach (ZH) und gleichzeitig zum Pfarradministrator der Pfarreien Embrach (ZH), Glattfelden-Eglisau (ZH) und Illnau-Effretikon (ZH).


Bischöfliches Offizialat

Nachdem gemäss CIC can. 1422 und dem Dekret der Schweizer Bischofskonferenz vom 3. Juli 1985 die auf fünf Jahre beschränkte Ernennungszeit einzelner Mitglieder des Diözesangerichtes Chur abgelaufen ist, sind einige Wiederernennungen vorgenommen worden. Der Diözesanbischof Amédée Grab hat nun folgende Herren ernannt:

Zum Gerichtsvikar bzw. Offizial:
Dr. Joseph M. Bonnemain.

Zu Diözesanrichtern:
Dr. Alois Baumann,
Domdekan Leone Lanfranchi,
Dr. Hans Rieger,
Dr. Markus Walser.

Diese Ernennungen gelten für eine Amtsperiode von fünf Jahren.


Recollectio

Am 27. November 2000, 9.45­16.00 Uhr, wird im Priesterseminar St. Luzi, Chur, eine Recollectio für Diözesanpriester angeboten.
P. Adelhard Signer OFMCap, Mels, hält zuerst eine kurze Betrachtung. Anschliessend Beichtgelegenheit. Um 11.15 Uhr Vortrag von Herrn Prof. Dr. Rutz, Chur. Thema: «Ihr habt von uns gelernt, wie ihr leben müsst, um Gott zu gefallen, und ihr lebt auch so; werdet darin noch vollkommener!» (1 Thess 4,1b) «Zwischen Christkönigssonntag und Advent». Anschliessend Mittagessen und um 14.00 Uhr 2. Teil des Vortrags mit Diskussion und Aussprache.
Herr Regens Dr. Annen bittet um telefonische Anmeldung bis Freitag, den 24. November 2000 (Telefon 081-2522012).


Priesterrat: junge Seelsorger gut begleiten!

Seelsorgerausbildung war erneut Thema im Priesterrat des Bistums Chur, der am 15. November in Einsiedeln tagte. Erfreut nahm der Priesterrat zur Kenntnis, dass in der diözesanen Ausbildungsstätte in Chur ein neuer Anfang gemacht ist. Es bleibt, so wurde deutlich, noch manches zu planen ­ vorab durch eine demnächst zu bestimmende Expertenkommission für die Studienprogramme der Theologischen Hochschule Chur (THC). Da sich der Priesterrat zu mehreren Malen einhellig für den Erhalt der THC eingesetzt hatte, ist ihm deren Finanzierung ebenfalls erstrangiges Anliegen. Durch Beiträge namentlich der Pfarreien und Kirchgemeinden soll sie verbessert werden.
Die praktische Ausbildung und Begleitung der nunmehr in der Seelsorge tätigen Studienabgänger ist dem Priesterrat ein wesentliches Anliegen. Besonderen Wert gelegt wurde auf eine länger dauernde Zeit als Vikar für die jungen Priester. Sie sollen während wenigstens sechs Jahren in grösseren Pfarreien von erfahrenen Seelsorgern genügend begleitet werden, bevor sie selber eine Stelle als Pfarrer übernehmen. ­ In den ersten fünf Jahren ihrer Tätigkeit sollen alle in der Seelsorge Wirkenden regelmässig zu spezifischen Ausbildungszeiten zusammengerufen werden. Die Verwirklichung dieses Anliegens benötigt freilich noch Zeit sowie entsprechendes Personal.
Was die Förderung des Nachwuchses betrifft, so ist sich der Priesterrat im Klaren, dass ein solcher weitaus am besten durch lebendige Pfarreien ­ und überzeugende Seelsorger geschieht. Schliesslich wurden im Priesterrat verschiedene spirituell geprägte Priestergruppen vorgestellt, von denen der Rat hofft, dass sie dem Einzelnen für sein Leben und seinen Dienst Hilfe seien, ihn aber umso mehr ermuntern, am Leben des Dekanates und der Diözese konkret teilzunehmen.

Martin Kopp
Präsident des Arbeitsausschusses
des Priesterrates


Bistum Lausanne, Genf und Freiburg

 

Im Herrn verschieden

Saturnino Yanguas, Lausanne
Geboren am 22. Januar 1918 in Aldaneuva (Spanien). Priesterweihe 1948. Seit 1972 in Lausanne tätig, zunächst in der Pfarrei Notre-Dame; seit 1983 in verschiedenen Kliniken und im medico-sozialen Dienst. Gestorben in Lausanne am 15. November 2000.


Bistum St.Gallen

 

Weesen: Ins Heimatbistum zurückgekehrt

Am Sonntag, 12. November, am Fest des Kirchenpatrons St. Martin, setzte der in Amden wohnende Pfarrer Victor Buner in der Flikirche in Weesen seinen Studienfreund Pfarrer Ferdinand Eberle (Jg. 1943) als priesterlichen Mitarbeiter im Seelsorgeverband Amden-Weesen ein. Neben der 50-Prozent-Seelsorgestelle in Weesen bleibt er weiterhin Seelsorger in der psychiatrischen Klinik Beverin und im Gefängnis Realta in Cazis (GR). Nachdem Ferdinand Eberle während vielen Jahren als Spitalseelsorger in Winterthur gearbeitet hat, freut er sich, wenigstens wieder teilweise im Heimatbistum wirken zu dürfen.
Die Pfarrei Weesen war zuvor während vier Jahren von Diakon Leo Auf der Maur geleitet worden, der Ende März 2000 in Pension gegangen ist. Nach langjähriger Tätigkeit in führenden Positionen in der Wirtschaft hatte er noch ein Theologiestudium absolviert und sich 1981 in Freiburg i.Br. zum ständigen Diakon weihen lassen. Im Bistum St. Gallen war er der erste ständige Diakon. Wo immer möglich setzte er sich für die Bedeutung des ständigen Diakonates ein. Von 1988 bis 1996 arbeitete er in der Pfarrei Rapperswil bzw. im Seelsorgeverband Rapperswil-Kempraten. Im Januar 1996 wurde er im Seelsorgeverband Amden-Weesen Pfarreibeauftragter von Weesen.


Orden

 

Ewige Profess im Franziskanerorden

Am 5. November 2000 hat Br. Andreas Brülisauer OFM in der Pfarrkirche seiner Heimatpfarrei Rheineck (SG) die ewige Profess im Franziskanerorden OFM (Schweizer Provinz) abgelegt. Er lebt zurzeit in der Franziskanergemeinschaft in Freiburg, wo er an der Universität Theologie studiert.

Br. Paul Zahner OFM


© Schweizerische Kirchenzeitung - 2000