43/2000

INHALT

Amtlicher Teil

 

Alle Bistümer

 

Trotz vielen Ängsten ­ «Fürchtet euch nicht»: Zum Tag der Völker ­ Ausländersonntag am 12. November 2000

Zu Beginn des Monats November haben Allerheiligen und Allerseelen in der katholischen Kirche einen hohen Stellenwert. Und am Ende des Monats setzen das Christkönigsfest und in der Mehrzahl der Jahre der Erste Adventssonntag besondere Akzente. Dazwischen steht der Tag der Völker, der Ausländersonntag, in diesem Jahr unter dem Motto: «Fürchtet euch nicht».
So manches Ereignis der letzten Monate hat bei vielen Menschen, auch bei tief gläubigen Christen, Besorgnisse, ja Ängste ausgelöst. Es scheint, dass Unglücksfälle und Verbrechen sich in der jünsten Vergangenheit stark gehäuft haben. Umbrüche in der Wirtschaft, Polarisierungen in der Politik und in der Gesellschaft ganz allgemein tragen ihrerseits zu einer Verunsicherung bei.

Viel Fremdes macht Angst

Was man nicht kennt, wird gemieden. Neue Produkte auf dem Markt können sich nur durchsetzen, wenn mit viel Geld gezielte Werbung betrieben wird. Was aber, wenn das Unbekannte, das Fremde plötzlich da ist, in der Wohnung, im Haus nebenan, neben den eigenen Kindern in der Schule, auf dem Spielplatz, auf dem Weg zur Arbeit oder gar am Arbeitsplatz selber? Unsicherheit, ja Ängste sind vielfach die Folge; es entsteht eine eigentliche Abwehrhaltung, rein menschlich verständlich.

Die Kehrseite der Medaille sehen

Im «Wort der Schweizer Bischöfe» zum diesjährigen Tag der Völker, verfasst vom Bischöflichen Delegierten für Migration, Mgr. Norbert Brunner, wird an das 28. Kapitel im Matthäusevangelium erinnert. Dort heisst es zweimal deutlich: «Fürchtet euch nicht». Nicht nur das; in diesen letzten Zeilen erinnert der Evangelist an den konkreten Auftrag des auferstandenen Christus, seine Botschaft zu verkünden. Es ist jene frohe Botschaft all dessen, was Jesus für die Menschheit von damals und in gleicher Weise für die heutige Generation erwirkt hat, seine nie zurückgenommene Verheissung. Christus hat nämlich, wie es in diesem Bischofswort heisst, «die ganze Schöpfung endgültig und unwiderbringlich in die volle Liebesgemeinschaft mit dem Schöpfergott zurückgeführt». Und zu dieser Schöpfung gehören auch all die Fremden, die unter uns leben, die fremdsprachigen Mitmenschen, die mit vielem Unbekannten uns umgeben. Sie zu akzeptieren, so zu nehmen, wie sie sind, ist der Auftrag Jesu Christi an uns. Es geht darum, die Medaille zu wenden, Ängste zu überwinden und die positiven Werte zu sehen, die Fremde in sich verkörpern.

migratio


Jubiläum der katechetisch Tätigen

Die Kleruskongregation informiert die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) in einem besonderen Schreiben über das Jubiläum der Katecheten/Katechetinnen und Religionslehrer/Religionslehrerinnen vom 9. bis 10. Dezember in Rom im Rahmen des Jubiläumsjahres 2000. Auch die Katecheten/Katechetinnen und Religionslehrer/Religionslehrerinnen in der Schweiz sind eingeladen!
Anmeldeformulare für das Jubiläum der Katecheten/Katechetinnen und Religionslehrer/
Religionslehrerinnen in Rom sind beim Sekretariat der Schweizer Bischofskonferenz (Av. du Moléson 21, Postfach 122, 1706 Freiburg, Tel. 026-3224794, Fax 026-3224993, E-Mail sbk-ces@gmx.ch) erhältlich.


Gedenktag für Opfer des Strassenverkehrs am 19. November 2000

Das Sekretariat der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) entspricht dem Gesuch der Schweizerischen Vereinigung für Familien der Strassenopfer (VFS), die an den Internationalen Gedenktag für Opfer des Strassenverkehrs am 19. November 2000 erinnert, der von der Fédération Européenne des Victimes de la Route (FEVR) gefördert wird.
Im Zentrum des Gedenktags stehen die Trauer um die Toten und damit auch die Sensibilisierung der Lebenden für eine Katastrophe, die wir langsam begreifen: «In der Schweiz wurden in den Nachkriegsjahren etwa 50000 Menschen getötet, so viele, wie derzeit etwa jedes Jahr in der Europäischen Union, wo es in den letzten 50 Jahren etwa 2,5 Mio. Menschen gewesen sein dürften...».
Die Vereinigung für Familien der Strassenopfer stellt eine Handreichung an interessierte Seelsorger/Seelsorgerinnen für diesen «Gedenktag für Opfer des Strassenverkehrs» zur Verfügung. Diese Handreichung kann beim Sekretariat der SBK bezogen werden (Av. du Moléson 21, Postfach 122, 1706 Freiburg, Tel. 026-3224794, Fax 026-322 4993, E-Mail sbk-ces@gmx.ch). Sekretariat der SBK


Bistümer der deutschsprachigen Schweiz

 

Dulliker Tagung: «Movimenti»

Dem Gespräch zwischen Pfarrei-Seelsorgern/Seelsorgerinnen und den neuen katholischen Bewegungen (wie z.B. Fokolar, Schönstatt, Charismatische Erneuerung u.a.) ist die nächste Dulliker Tagung für Theologie und Seelsorge am Montag, 6. November 2000 (9.30­16.30 Uhr) gewidmet. Ziel: Sich gegenseitig besser kennen lernen, Ängste und Wünsche einander sagen können. Auskunft und Anmeldung im Franziskushaus Dulliken, Telefon 062-2952021.

Weihbischof Martin Gächter


Bistum Basel

 

Sitzung des Seelsorgerates

Am 3./4. November 2000 wird im Centre St-François in Delémont die 9. Sitzung der 8. Amtsperiode des Diözesanen Seelsorgerates stattfinden. Schwerpunktthemen sind Schwangerschaftsabbruch und Umfrage «Welche Stellung soll der Diözesane Seelsorgerat im Bistum haben?». Pastoralamt


Ernennungen

Hansjörg Frick als Spital- und Gefängnisseelsorger in der Bistumsregion des Kantons Schaffhausen per 8. Oktober 2000;
Karl Graf als Gemeindeleiter in Zollikofen (BE ) per 22. Oktober 2000;
Robert Weinbuch als Gemeindeleiter in Zufikon (AG) per 22. Oktober 2000.


Eine bischöfliche Missio canonica haben erhalten:

Barbara Huster-Bloch als Pastoralassistentin in Windisch (AG);
Franz Zemp als Jugendseelsorger an der ASKJA in Luzern;
Karl-Heinz Scholz als Pastoralassistent in Breitenbach (SO);
Peter Zürn als Erwachsenenbildner in der Bistumsregion des Kantons Aargau;
Andrzej Chmielak als priesterlicher Mitarbeiter in Untersiggenthal (AG);
Martin Walter als Pastoralassistent in Baar (ZG);
Sylvester Kwiatkowski als Vikar in Niederbuchsiten (SO).


Ausschreibungen

Die auf August 2001 vakant werdende Pfarrstelle Lunkhofen (AG) wird für einen Pfarrer oder eine Gemeindeleiterin/einen Gemeindeleiter zur Wiederbesetzung ausgeschrieben (siehe Inserat).
Die vakante Pfarrstelle Ettingen (BL) wird nochmals für einen Pfarrer oder einen Gemeindeleiter/eine Gemeindeleiterin zur Neubesetzung ausgeschrieben (siehe Inserat).
Interessierte melden sich bitte bis zum 23. November 2000 beim Diözesanen Personalamt, Baselstrasse 58, 4502 Solothurn, oder E-Mail personalamt@bistum-basel.ch


Im Herrn verschieden

Arnold Huwyler, Altersseelsorger in Luzern
Am 6. Oktober 2000 starb in Luzern Pfarrer Arnold Huwyler. Am 24. Dezember 1912 geboren empfing der Verstorbene 1938 die Priesterweihe. Er wirkte als Pfarrhelfer in Baar (1938­1939) und als Vikar in Schüpfheim (1939­1943). Von 1943­1946 widmete er sich dem Weiterstudium in Freiburg, wo er zum Dr. phil. promovierte. Von 1946­1950 war er Arbeiterseelsorger in Emmenbrücke und wirkte danach als Pfarrer in St. Karl (1950­1956) und St. Paul (1956­1974) in Luzern. Seit 1974 wirkte er als Altersseelsorger in der Stadt Luzern. Am 12. Oktober 2000 wurde er auf dem Priesterfriedhof St. Leodegar beerdigt.


Bistum Sitten

 

Botschaft des Bischofs von Sitten

«Mit besonderer Sorge jedoch wissen wir uns im Gebete und in der Fürbitte zu Gott und der Mutter Gottes Maria verbunden mit allen, die heute Morgen und in den letzten Tagen von den Unwettern betroffen sind: mit den Brüdern und Schwestern von Gondo und Simplon-Dorf und so vieler anderer Dörfer bei uns und anderswo, die wirklich dramatische Stunden zwischen Bangen und Hoffen, zwischen Angst und Zuversicht durchleben.»
Mit diesen Worten habe ich heute Morgen alle Gläubigen in der Kathedrale zum Gebete für alle von der Unwetterkatastrophe Betroffenen eingeladen. In der Zwischenzeit hat sich die Lage vor allem im Oberwallis noch verschlechtert. Die Niederschläge gehen weiter; viele Dörfer sind von Erdrutschen und Steinschlag bedroht; fast alle Verkehrswege sind unterbrochen oder kaum befahrbar.
In dieser bitteren Situation möchte ich alle Brüder und Schwestern meines Gebetes und meines Mitleidens versichern. Gerne würde ich sie besuchen, um ihnen persönlich Mut und Zuversicht aussprechen zu können. Ich werde mit meinen engsten Mitarbeitern beraten, wie wir unseren Beitrag als kirchliche Gemeinschaft zur Besserung leisten können.
Ich vertraue ganz auf die Hilfe und Unterstützung, welche die zivilen und militärischen Stellen unter Einsatz aller Mittel zur Verfügung stellen. Ich danke allen Männern und Frauen, welche im Dienste an den geschädigten Mitmenschen rund um die Uhr im Einsatz sind. Vor allem aber bitte ich alle, in diesen dramatischen Stunden die grosszügige Solidarität, die unser Volk auszeichnet, nicht zu vergessen.

Gott segne unser Land und alle Menschen in ihm.

+ Norbert Brunner, Bischof von Sitten


Solidarisch mit den Opfern der Unwetter-Katastrophe

Wir haben alle noch die schrecklichen Bilder vor Augen, die uns das Ausmass der Unwetter-Katastrophe der vergangenen Tage so richtig gezeigt haben. Wir sind besonders im Gebet verbunden mit allen Familien, die liebe Angehörige in diesem Unwetter verloren haben. In echter Solidarität und nach unseren Möglichkeiten sind wir heute aufgerufen, konkrete Hilfe zu leisten.
Ich lade deshalb alle Priester und Gläubigen ein, am Gedächtnisgottesdienst für die Opfer der Unwetter-Katastrophe teilzunehmen, den ich am Sonntag, 12. November 2000, um 15.00 Uhr in der Pfarrkirche von Brig feiern werde.
Gleichzeitig lade ich alle Gläubigen des Bistums Sitten und der Gebietsabtei St-Maurice ein, grosszügig auf das Kirchenopfer vom Wochenende, 11./12. November 2000, zugunsten der Opfer der Katastrophe zu antworten. Dieses Opfer soll vor allem all jenen Menschen und Familien zugute kommen, die nicht in den Genuss von Hilfswerken (Glückskette usw.) kommen können. Wie bei der Katastrophe von 1993 werden wir die Beiträge mit der «Glückskette» und dem Hilfswerk «Oberwallis hilft Oberwallis» absprechen und eng mit diesen Hilfswerken zusammenarbeiten.
Die Ereignisse der vergangenen Tage, die spontane und selbstverständliche Hilfe auf allen Stufen und über alle Grenzen hinweg haben die Grosszügigkeit unseres Volkes einmal mehr in jener Stunde ausgezeichnet, als es in Not war.
Ich danke Euch allen, für allen Einsatz, den ihr bereits geleistet habt, und ich danke Euch für Eure Grosszügigkeit beim Kirchenopfer vom 11./12. November 2000.

+ Norbert Brunner, Bischof von Sitten


Bischöfliche Dienste im Jahr 2001

 

Februar

 4. Vétroz PB F Mgr. N. Brunner
10. Arbaz PB F Mgr. N. Brunner
11. Ayent PB F Mgr. N. Brunner
17. Grimisuat PB F Mgr. N. Brunner
18. Savièse PB F Mgr. N. Brunner
24. Grône F GV B. Broccard

März

3. Martigny-Combe F BD R. Mayoraz
4. Martigny-Bourg F BD R. Mayoraz
10. Saillon PB F Mgr. N. Brunner
Ems F GV J. Zimmermann
St-Léonard F BD R. Mayoraz
11. Saxon PB F Mgr. N. Brunner
Ergisch F GV J. Zimmermann
17. Isérables PB F Mgr. N. Brunner
Varen F GV J. Zimmermann
La Castalie, Monthey F BD R. Mayoraz
18. Salgesch F GV J. Zimmermann
19. Fully PB F Mgr. N. Brunner
Turtmann F GV J. Zimmermann
24. Leytron PB F Mgr. N. Brunner
Gampel F GV J. Zimmermann
Montana-Station F BD R. Mayoraz
25. Riddes PB F Mgr. N. Brunner
Erschmatt ­ Niedergampel F GV J. Zimmermann
Lens F BD R. Mayoraz
31. Veysonnaz PB F Mgr. N. Brunner
Susten F GV J. Zimmermann
Montana-Village ­ Chermignon F BD R. Mayoraz

April

1. Nendaz PB F Mgr. N. Brunner
Leuk-Stadt F GV J. Zimmermann
St-Maurice-de-Laques ­ Venthône F BD R. Mayoraz
 7. Salins ­ Les Agettes PB F Mgr. N. Brunner
 8. Raron-Steg F Mgr. N. Brunner
Muraz ­ Collombey F GV B. Broccard
21. Eischoll F Mgr. N. Brunner
22. Unterbäch ­ Bürchen F Mgr. N. Brunner
28. Saas-Balen ­ Saas-Grund F Mgr. N. Brunner
Vollèges F GV B. Broccard
Orsières F BD R. Mayoraz
29. Saas-Almagell F Mgr. N. Brunner
Bagnes F GV B. Broccard

Mai

 5. Lavey-Morcles F Mgr. J. Roduit
 6. Visp F GV J. Zimmermann
Bex F Mgr. J. Roduit
12. Saas-Fee F Mgr. N. Brunner
Agarn F GV J. Zimmermann
Chalais ­ Vercorin F GV B. Broccard
13. Guttet-Feschel F GV J. Zimmermann
Granges F GV B. Broccard
19. Mund F Mgr. N. Brunner
20. Lötschental ­ Niedergesteln F Mgr. N. Brunner
23. Champéry ­ Val d'Illiez F BD R. Mayoraz
24. Troistorrents F BD R. Mayoraz
26. Villars F Mgr. J. Roduit
27. Noës F BD R. Mayoraz
Aigle ­ Roche-Ollon F Mgr. J. Roduit

Juni

 2. Bramois ­ Sion, St-Guérin F Mgr. N. Brunner
Naters F GV J. Zimmermann
Chippis ­ Sierre, Ste Croix F BD R. Mayoraz
Monthey ­ Choëx F GV B. Broccard
 3. Sion, Cathédrale-Sacré Cur F Mgr. N. Brunner
Brig ­ Glis F GV J. Zimmermann
Sierre, Ste Catherine ­ Miège ­ Veyras F BD R. Mayoraz
Monthey ­ Choëx F GV B. Broccard
16. Port-Valais F BD R. Mayoraz
17. Zermatt F GV J. Zimmermann
Vouvry ­ Vionnaz F BD R. Mayoraz

November

11. Ausserberg F Mgr. N. Brunner
17. Erde PB F Mgr. N. Brunner
Charrat F BD R. Mayoraz
18. Plan-Conthey ­ St-Séverin PB F Mgr. N. Brunner
24. Ardon PB F Mgr. N. Brunner
25. Chamoson ­ St-Piere-de-Clages PB F Mgr. N. Brunner
Anniviers F BD R. Mayoraz

Dezember

1. Martigny-Ville F BD R. Mayoraz
2. Martigny-Ville F BD R. Mayoraz

 

F = Firmung PB = Pastoralbesuch


© Schweizerische Kirchenzeitung - 2000