41/2000 | |
INHALT | |
Amtlicher Teil |
In der Bibel, im Buch Levitikus (25) und im Buch Deuteronomium (15) ist
die Rede vom Jubiläum. Diese Idee hat viel mit Geschwisterlichkeit
zu tun. Es steht geschrieben, dass ein Bruder seinem Bruder helfen muss,
einzig weil er sein Bruder ist. Derjenige, der in Not ist, der Gast, der
Fremde soll wie ein Bruder oder eine Schwester behandelt werden. Fazit:
«Es soll bei dir keinen Armen geben.»
Wenn Jesus auf diese Lehre zurückkommt, dann nicht um sie abzuschaffen,
sondern um sie noch zu perfektionieren. Er sagt: «Ihr alle seid Brüder»
(Mt 23, 80). Dieses Verständnis von Geschwisterlichkeit durchzieht
alle Evangelien und die Lehren der Apostel. Es findet seinen Höhepunkt
im Vaterunser, dem Gebet der Kinder Gottes. Es bedeutet, dass alle Kinder
Gottes ein und derselben Familie angehören. Dies ist die Bedeutung
des Bildes: Kirche als Familie Gottes.
In diesem Jahr lässt sich die Missio-Kampagne zum Monat der Weltmission
und zum ganzen anschliessenden Jahr von einigen Lehren der Kirche des Tschad
inspirieren. In diesem Land wird die Kirche als eine Familie empfunden und
erstrebt, eine ganz und gar missionarische Familie.
Wenn wir von Natur aus bestimmt sind, unseren Bruder oder unsere Schwester
ganz selbstverständlich zu lieben, weil wir vom selben Blut sind, müssen
wir als Christen die Gnade um so besser verstehen, die uns gegeben ist.
Für uns Christen ist jeder Mensch ein Bruder, eine Schwester und die
Menschheit bildet eine grosse Familie.
Wenn dem so ist, wird die Solidarität unverzichtbar, weil wir sonst
Mitglieder unserer eigenen Familie verstossen. Die Kollekte zum Sonntag
der Weltmission macht diese Geschwisterlichkeit besonders spürbar,
denn sie wird in allen Bistümern der Welt aufgenommen, und die gesammelte
Summe wird gerecht zwischen allen Schwesterkirchen verteilt, unabhängig
vom Kontinent. Ja, Mission ist die Gelegenheit, sich bewusst zu werden,
dass die Kirche eine einzige grosse Familie ist, in der wir einander lieben
wie Brüder und Schwestern, Kinder des einen himmlischen Vaters.
Gestatten Sie, dass ich Selbstverständlichkeiten wiederhole: Die Kollekte
«für die Weltmission» ist gesamtkirchlich vorgeschrieben
und für den Missio-Ausgleichsfonds der Weltkirche bestimmt. Sie muss
ohne jeden Abzug an Missio weitergegeben werden.
Ich danke Ihnen. Mit meinen herzlichen Segenswünschen
Im Herbst 2000 finden in einigen Portugiesenmissionen Personalwechsel
statt:
P. Joaquim Pinheiro (bisher Weinfelden) übernimmt die Mission in Luzern.
P. Francisco Leonel Mina (bisher Neuchâtel) ist in Zukunft verantwortlich
für die Mission in Weinfelden.
Die Mission in Neuchâtel wird von P. Alcino Fraga (neu) übernommen.
P. Valmor Marcolin (bisher Genf) wechselt nach Freiburg.
Eine neue Mission wird in Yverdon errichtet (14, rue de la Maison Rouge,
Telefon 024-4252158, Fax 024-4252175), die von
P. Aloisio Araujo (neu) übernommen wird.
In der Mission Genf arbeiten neu auch P. Ivaldo Betim und P. Pio Decimo
Fantinato.
P. Pedro Granzotto (Genf), P. Geraldo Melotti (Freiburg) und P. Manuel Peixoto
(Luzern) kehren nach Portugal zurück.
Anlässlich der Schweizer Pilgerreise vom vergangenen 25. September
hat Papst Johannes Paul II. von der Kirche in der Schweiz eine Gedenkmedaille
zum Jubiläumsjahr 2000 erhalten.
Die Schweizer Bischöfe freuen sich, allen Interessierten eine Kopie
dieses Jubiläumstalers anbieten zu können. Das Logo der Medaille
versinnbildlicht dieses aussergewöhnliche Jahr.
Silbermedaille (Ø 33 mm): Fr. 47.
Jubiläumstaler Metall (Ø 35 mm): Fr. 17.
Die Jubiläumstaler können beim Sekretariat der SBK bestellt werden: Avenue du Moléson 21, Postfach 122, 1706 Freiburg, Telefon 026-3224794, Fax 026-3224993, E-Mail sbk-ces@gmx.ch Sekretariat der SBK
Bischof Amédée Grab ernannte:
Edgar Brunner, bisher Aushilfspriester in der Pfarrei Dreikönigen,
Illgau (SZ), zum Pfarradministrator dieser Pfarrei;
Diakon Claudio Cimaschi-Oberti zum offiziellen römisch-katholischen
Seelsorger der Swissair;
Klaus Meyer zum Diakon für die beiden Pfarreien Hl. Antonius Erem.
in Hirzel und Heilige Familie in Schönenberg-Hütten, wobei er
wie bis anhin die Aufgabe der Gemeindeleitung der beiden Pfarreien wahrnimmt.
Folgenden Personen erteilte Bischof Grab die bischöfliche Missio canonica für ihren seelsorgerlichen Dienst:
Judith Hardegger Toillier als Pastoralassistentin des Pfarrers der Pfarrei
Bruder Klaus in Volketswil (ZH) und
Hans Victor Suck, bisher Pastoralassistent in Oberengstringen, neu als Pastoralassistent
des Pfarradministrators der Pfarrei St. Josef in Dietikon (ZH).
Das Studienjahr an der THC beginnt am 17. Oktober 2000 mit einem Eröffnungsgottesdienst in der Seminarkirche um 10.30 Uhr, welchem der Diözesanbischof Amédée Grab vorstehen wird.
Durch die Vertretung von H. H. Dr. Andreas Wildhaber (Postulator) hat
die Prälatur Opus Dei beim Bischof von Chur beantragt, dass ein Seligsprechungsverfahren
betreffend Toni Zweifel, gestorben in Zürich am 24. November 1989,
eröffnet werde.
Hiermit wird das entsprechende Antragsschreiben veröffentlicht und
zugleich alle Gläubigen eingeladen, nützliche und sachdienliche
Angaben und Hinweise in Bezug auf diesen Antrag zuhanden der Bischöflichen
Kanzlei einzureichen. Sowohl den Antrag unterstützende Meldungen wie
auch mögliche Bedenken werden hilfreich sein für die bischöfliche
Entscheidung bezüglich der Eröffnung des Verfahrens:
«Der Aktor dieses Verfahrens die Prälatur Opus Dei
bittet Sie um diesen Schritt nicht aus menschlichen Motiven, sondern um
Gott die Ehre zu geben und um den immerwährenden Reichtum zu bezeugen,
der im Geheimnis Christi in der Kirche durch das Leben der Diener
Gottes aufleuchtet. Inmitten der wechselvollen Situationen des menschlichen
Lebens bieten sie uns ein viel sagendes Beispiel der lebendigen Kraft des
Glaubens.
Wir hoffen auch zuversichtlich, dass das Verfahren von Ingenieur Toni Zweifel
der Neu-Evangelisierung wirksam dienen wird, zu der der Heilige Vater Johannes
Paul II. die Kirche zu Beginn des dritten Jahrtausends aufgerufen hat.
Die starke christliche Kohärenz, die alle Aspekte des Lebens von Toni
Zweifel als Gläubiger der Prälatur Opus Dei prägte, bildet
eine besonders aktuelle Botschaft an die Mehrzahl der Christen, die berufen
sind, die Heiligkeit in der Erfüllung der gewöhnlichen Pflichten
ihres familiären, beruflichen und gesellschaftlichen Lebens zu suchen.
Er verstand es, alle seine täglichen Aufgaben mit dem Lichte Christi
zu erhellen.
Nach einer kurzen Periode im Dienst der Privatindustrie arbeitete der Verstorbene
als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Thermodynamik der
ETH in Zürich und entwickelte verschiedene Patente. Er bemühte
sich nicht nur, seine Arbeit mit christlichem Geist zu verwirklichen, um
sie so zu heiligen und dadurch Christus zu bezeugen, sondern vereinbarte
diese Arbeit auch mit einer grosszügigen Widmung an die Apostolate
des Opus Dei, indem er während Jahren das Studentenheim Fluntern leitete.
Später führte ihn sein Gespür für die Nöte der
Entwicklungsländer dazu, auf eine blühende berufliche Laufbahn
als Ingenieur zu verzichten, um zusammen mit anderen Leuten die Limmat-Stiftung
mit Sitz in Zürich zu gründen. Unter seiner Leitung förderte
sie in den Jahren 19721989 hunderte von gemeinnützigen Projekten
in über dreissig Ländern, die vorwiegend der Förderung der
Familie und der Frau, der medizinischen Betreuung und der beruflichen Bildung
von Jugendlichen dienten.
1986 erkrankte er an Leukämie. Toni nahm diese Krankheit in voller
Ergebenheit in Gottes Willen an; in den letzten drei Jahren seines Lebens
nahmen sein innerer Friede und seine Freude stark zu, und das Feuer seiner
Liebe zu Gott wurde in seiner Umge-bung spürbar ansteckend.
Der Beweggrund seines Tuns war immer die Liebe: Er pflegte ein intensives
und aufrichtiges Leben der Frömmigkeit, er mühte sich beharrlich
um die christlichen Tugenden. In der Erinnerung seiner nächsten Umgebung
waren auffallend: seine Liebe, seine Demut, Arbeitsamkeit und Nüchternheit
sowie sein Seeleneifer.
Der Ruf der Heiligkeit begleitete ihn schon zu Lebzeiten; er wuchs ständig
nach seinem Tod unter Leuten aller Gesellschaftsschichten. Viele auch
gebildete und kluge Menschen tragen ihre Anliegen durch seine Fürsprache
vor Gott und verdanken ihm geistliche und materielle Gunsterweise.»
Entsprechende Mitteilungen können bis zum 12. November 2000 eingereicht
werden.
Der Abschied von der Fastenopfer-Direktorin und ein schwieriger Engpass
in der Mitfinanzierung sprachregionaler und gesamtschweizerischer Institutionen:
dies waren Hauptthemen der Plenarversammlung der Römisch-Katholischen
Zentralkonferenz der Schweiz (RKZ) vom 30. September 2000 im Bildungshaus
«Notre Dame de la Route» der Jesuiten in Villars-sur-Glâne
bei Freiburg. Die Tagung stand unter der Leitung von Dr. Peter Plattner,
Präsident des Katholischen Kirchenrates des Kantons Thurgau und Präsident
der RKZ.
Die RKZ ist der Verband der öffentlich-rechtlichen kantonalen Körperschaften
und verwandter kantonaler Organisationen der katholischen Kirche in der
Schweiz. Jeder Kanton stellt grundsätzlich eine Delegation von zwei
Personen.
Dr. Anne-Marie Holenstein, die scheidende Direktorin des Fastenopfers,
informierte die RKZ über den Stand der Erarbeitung neuer Strukturen
für das Hilfswerk. Eine starke strategische Leitung auf der Ebene des
Stiftungsrates und eine starke operative Leitung auf der Ebene der Zentralstelle
sollen sich gegenseitig unterstützen, nicht bremsen.
Die RKZ und das Fastenopfer besorgen die Mitfinanzierung von über fünfzig
sprachregionalen und gesamtschweizerischen Institutionen und Projekten.
Dazu gehören zum Beispiel das Sekretariat der Bischofskonferenz, die
Ökumenische Konsultation über die soziale und wirtschaftliche
Zukunft der Schweiz, die liturgischen und katechetischen Kommissionen und
Arbeitsstellen in den Sprachregionen, die Bildungsarbeit des Schweizerischen
Katholischen Frauenbundes (SKF), das Sozialinstitut der Katholischen Arbeitnehmerinnen-
und Arbeiternehmer-Bewegung (KAB), die Bundesleitungen von Blauring und
Jungwacht, die internationalen katholischen Organisationen in Genf. Diese
Mitfinanzierung wird geregelt durch einen Vertrag zwischen Bischofskonferenz,
Fastenopfer und RKZ.
Der «Inlandteil» des Fastenopfers betrug in den 60er Jahren
die Hälfte des Umsatzes. Er wurde im Lauf der Jahrzehnte zugunsten
des Auslandteils auf einen Viertel der allgemeinen Spenden gesenkt. Im Rahmen
eines Spendenertrags von rund 22 Mio. sind das heute rund 3,2 Mio. Die RKZ
vermittelt jährlich rund 6 Mio. aus Beiträgen kantonalkirchlicher
Organisationen. Sie besorgt auch die Projektadministration (eingerechnet
die internen Beiträge von rund Fr. 900000. der Fédération
romande).
Aus dem Kreis der RKZ wurde nun betont, dass der «Inlandteil»
des Fastenopfers kein Fremdkörper im Wirken des Hilfswerks sei. Er
solle vielmehr als Förderung der weltweiten Solidarität verstanden
werden.
Die Plenarversammlung musste zur Kenntnis nehmen, dass sich ein Engpass
für die Mitfinanzierung von Fastenopfer und RKZ abzeichnet. Im Jahr
2001 reichen die vorhandenen Mittel nicht aus, um den wachsenden Begehren
der sprachregionalen und gesamtschweizerischen Institutionen zu entsprechen.
Die Ursachen liegen auf drei Ebenen. Die RKZ muss ausserordentliche Beiträge
aus ihrem Mitfinanzierungskredit leisten: etwa einen einmaligen Beitrag
von Fr. 100000. an die Universitätsstiftung Luzern zugunsten der
Theologischen Fakultät sowie einen Beitrag von Fr. 150000. für
die Finanzierung der kirchlichen Präsenz an der Expo.02 (neben weiteren
Beiträgen aus anderen Krediten, denn die katholische Seite hat für
diese Finanzierung eine Million Franken aufzubringen). Sodann sah sich die
RKZ im Jahre 1999 gezwungen, anstelle von jährlichen Steigerungen ihres
Mitfinanzierungskredits eine Plafonierung für die nächsten Jahre
einzuführen, weil die Einnahmen mehrerer kantonalkirchlicher Organisationen
stagnieren oder zurückgehen. Und schliesslich stagnieren auch die Mittel
des Fastenopfers.
In dieser Situation schlägt die Gemischte Expertenkommission Fastenopfer/RKZ
zwei Massnahmen für das Jahr 2001 vor: eine lineare Kürzung von
2% bei allen Betriebsbeiträgen an Institutionen (mit Ausnahmen für
jene Institutionen, bei denen ein Betrag vertraglich geregelt oder erfordert
ist); zusätzlich punktuelle Kürzungen bei einer Reihe von Institutionen.
Die Plenarversammlung der RKZ unterstützte diese Massnahmen mit Nachdruck.
Nur so sei es möglich, die Kosten im Griff zu halten und zugleich genügend
Mittel freizubekommen, um allenfalls neue Projekte zu ermöglichen,
die sich als pastoral sinnvoll und notwendig erweisen.
Infolge Demission der bisherigen Amtsinhaber werden folgende Pfarreien
zur Wiederbesetzung ausgeschrieben:
St. Marien, Oberwinterthur (ZH),
Regensdorf (ZH).
Interessenten mögen sich melden bis zum 3. November 2000 beim Sekretariat des Bischofsrates, Postfach 133, 7002 Chur.
P. Riccardo Libani SDB, Italienermissionar
Der Verstorbene wurde am 7. Januar 1925 in Busto Garolfo (MI), Italien,
geboren und am 1. Juli 1951 in Bollengo di Torino, Italien, zum Priester
geweiht. Als Mitglied des Salesianerordens war er nach seiner Priesterweihe
an verschiedenen Orten in Italien als Lehrer tätig und von 1979 bis
1989 in Maroggia im Tessin. Von 1989 bis 1991 wirkte er als Seelsorger in
der Westschweizer-Pfarrei Morges (VD) und ab September 1991 in der Italienermission
Don Bosco in Zürich. Er verstarb am 28. September 2000 in seiner Heimatgemeinde
Villa Cortese (MI), Italien, wo er auch am 30. September 2000 bestattet
wurde.
Als Nachfolgerin von Hildegard Aepli im Ausbildungsteam des Bistums St.
Gallen hat Bischof Ivo Fürer die im rheintalischen Rüthi tätige
Pfarreibeauftragte Beate Kuttig berufen. Ihre Mitarbeit ist im eben begonnenen
Pastoralkurs im Seminar St. Georgen-St. Gallen bereits gefragt. Wie ihre
Vorgängerin arbeitet sie weiterhin in der Pfarrei. Bis zum nächsten
Sommer reduziert sie ihr Pensum wegen der Pfarrvakanz im Seelsorgeverband
Oberriet-Rüthi-Kobelwald allerdings noch nicht.
Die 1958 in Westfalen geborene und aufgewachsene Beate Kuttig studierte
katholische Theologie und Pädagogik. Bereits während des Studiums
war sie zwei Jahre lang zuständig für die Studienbegleitung der
Theologiestudierenden im Bistum Münster. Von Dezember 1985 bis Juli
1993 hatte sie eine 50-Prozent-Anstellung als Diplomtheologin in einer Pfarrei
in Hagen-Emst. Ihre Arbeitsgebiete waren: Jugendarbeit, Liturgie, Frauenarbeit,
Altenarbeit, Katechese. Weitere Tätigkeiten in dieser Zeit waren die
Leitung des ökumenischen Arbeitslosentreffs der Katholischen Frauengemeinschaft
Deutschlands (KFD) und der Evangelischen Frauenhilfe im Dekanat Hagen sowie
die Leitung des «Treffpunkts für Alleinerziehende» der
KFD. Vom Januar 1990 bis Juli 1993 arbeitete sie auch als freie Referentin
der KAB (Katholische Arbeitnehmerbewegung) in der Erwachsenenbildung der
Region Hagen. Im August 1993 kam Beate Kuttig in die Schweiz, wo sie seither
in der Pfarrei St. Valentin in Rüthi tätig ist, zuerst als Pastoralassistentin,
seit 1997 als Pfarreibeauftragte.
Hildegard Aepli ist von der Deutschschweizer Ordinarienkonferenz ins Begleitteam
für die deutschsprachigen Theologiestudierenden an der Universität
Freiburg (70 Prozent) und als Hausleiterin im Salesianum (30 Prozent) gewählt
worden. Ihre während zwei Jahren dauernde Mitarbeit im Regensamt hat
sich so gut angelassen und sich als so notwendig erwiesen, dass es für
Regens Josef Wick, für Bischof Ivo Fürer und den gesamten Ordinariatsrat
sonnenklar war, diesen Stellenanteil (20 Prozent) wieder mit einer Frau
zu besetzen.
Der Festgottesdienst am Gallustag, am Montag, 16. Oktober, findet um
10 Uhr in der Kathedrale statt. Als Gast mit dabei sein wird Kardinal Bernardin
Gantin, Dekan des Kardinalskollegiums in Rom. Er stammt aus dem westafrikanischen
Staat Benin (zwischen Togo und Nigeria) und hat in Ouidah an der Bucht von
Benin als Theologiestudent das Grand Séminaire St-Gall besucht. Diese
wurde 1914 gegründet und konnte 1926 dank der Adoption durch das Bistum
St. Gallen vergrössert werden. Aus Dankbarkeit gegenüber St. Gallen
trägt es seither den Namen «St-Gall». Seit 1971 wird es
von einheimischen Priestern im Geist des 2. Vatikanischen Konzils geleitet.
Bis heute wurde das ursprünglich regionale, heute nationale Seminar
von mehr als 1000 Seminaristen besucht. Weit über 600 haben es als
Priester verlassen. Freudig und gern hat Kardinal Gantin daher die Einladung,
am Gallustag die Festpredigt zu halten, angenommen.
Der Domchor und die Männer-Choralschola singen, unterstützt von
Mitgliedern des St. Galler Sinfonieorchesters und drei Solisten, die Cäcilienmesse
von Charles Gounod, die Gallus-Sequenz von Notker Balbulus sowie Gregorianischen
Choral.
Nach der öffentlichen städtischen Gallusfeier um 16 Uhr in der
Tonhalle (Vortrag von Rudolf Schieffer, München, zum Thema «Karl
der Grosse: Vater Europas 1200 Jahre nach der Kaiserkrönung»)
singen die Männer-Choralschola der Kathedrale und die Choralschola
Zürcher Oberland in der Kathedrale um 18.30 Uhr in der Pontifikalvesper
die Lateinische Gallusvesper.
Antoine Chapatte
Geboren am 15. November 1914. Priesterweihe 1940. Vikar in Genf von 19401946,
dann in La Chaux-de-Fonds von 19461954. Anschliessend Pfarrer daselbst
von 19541971 (Pfarrei Notre-Dame de la Paix). Seit 1980 im Ruhestand.
Gestorben am 2. Oktober 2000 in Bevaix.
Henri Jordan, Vuisternens-devant-Romont
Geboren am 13. August 1917 in Lussy. Priesterweihe 1942, Vikar in Surpierre
und Albeuve. Pfarrer von Albeuve von 19491966. Pfarrer und Dekan in
Vuisternens-devant-Romont von 19661988. Gestorben daselbst am 4. Oktober
2000.