40/2000

INHALT

Amtlicher Teil

 

Bistümer der deutschsprachigen Schweiz

 

Die OKJV hält Rückschau aufs Weltjugendtreffen in Rom

Die OKJV durfte am 20. September 2000 in Zürich zum ersten Mal Weihbischof Denis Theurillat begrüssen, der Weihbischof Martin Gächter nach über 13 Jahren als Jugendbischof ablösen wird. Mit sympathischen Worten erklärte Weihbischof Denis, wie er gerne den Jugendlichen begegne und nun die verschiedenen Jugendverantwortlichen auch persönlich kennen lernen möchte.
Die DOK hat die leicht revidierten Statuten der OKJV genehmigt. OKJV heisst jetzt «Ordinarienkonferenz-Jugendvereinigungen». Sie will sich auch in Vernehmlassungen zu wichtigen Jugendfragen engagieren. Sie begrüsst, wenn noch mehr Mitglieder der DOK in der OKJV mitwirken.
Von der OKJV verabschiedeten sich die beiden Sportverbände Sport-Union und SVKT-Frauensportverband, welche die Bezeichnung «katholisch» aus ihrem Namen gestrichen haben, ohne damit ihre Verbundenheit mit der Kirche aufzugeben.
Nach jahrelangem Einsatz hat Franz Herger das OKJV-Sekretariat abgegeben. Sein Nachfolger ist Rolf Bürkli von der Fachstelle für kirchliche Kinder- und Jugendarbeit in Zürich.
Die Jugendkollekte konnte von Mitte 1999 bis Mitte 2000 ca. Fr. 100000.­ einnehmen und weitergeben, besonders für das Ranfttreffen und das Zürcher Sekretariat zur Vorbereitung des Weltjugendtreffens Rom 2000, wie auch für verschiedene überpfarreiliche Jugendinitiativen. Die Jugendkollekte unterstützt gerne weiterhin innovative überpfarreiliche Projekte der Jugendseelsorge, die nicht durch pfarreiliche Finanzen unterstützt werden.
Verschiedene OKJV-Mitglieder berichteten von ihren vielfältigen und erstaunlich positiven Erfahrungen am Weltjugendtreffen vom August 2000 in Rom. Olivier Dinichert war offizieller Delegierter der deutschen Schweiz am Forum, an dem 350 Jugendliche aus 150 Ländern und 50 kirchlichen Bewegungen teilnahmen. Sie kamen mit dem Papst, verschiedenen Kardinälen und Verantwortlichen der Jugendseelsorge zusammen und berieten, wie die christliche Frohbotschaft heute unter den Jugendlichen gelebt und weitergegeben werden kann. Als die Jugendlichen ihre Erfahrungen in den verschiedenen Ländern austauschten, sagte der Schweizer Vertreter, dass viele Schweizer Jugendliche auch verheiratete Priester wünschen und eine offene Diskussion über die Weihe von Frauen. Dabei musste er erfahren, wie er interessiert angehört wurde, seine Wünsche aber von den wenigsten unterstützt wurden, da in der Dritten Welt ganz andere Probleme vordringlich sind, wie der Kampf gegen Analphabetismus, Unterentwicklung, AIDS oder für eine bessere soziale Stellung der Frauen. Er kam zum Schluss, dass diese grossen Weltprobleme in der Schweiz noch besser beachtet werden sollten.
Olivier Dinichert konnte die Schlusserklärung des Forums mitverfassen, sie im Schlussgottesdienst in Tor Vergata den 2 Millionen Jugendlichen vorlesen und dem Papst auch persönlich übereichen. Darin wird betont, dass die Kirche auf die lokalen Probleme vermehrt eingehen und den Dialog mit den Jugendlichen suchen soll.
Auch die andern Teilnehmer am Weltjugendtreffen berichteten über ihre guten Begegnungen mit Jugendlichen aus aller Welt, bei denen neue Freundschaften geschlossen wurden, die weiter dauern. Die Katechesen zur Vertiefung des Glaubens begeisterten ebenso wie auch die verschiedenen Gottesdienste, bei denen viele junge Menschen aus aller Welt ihre Anliegen einbringen konnten. Einige Jugendliche erklärten, dass sie den Glauben neu gefunden haben und Gottes Liebe erfahren durften. Sie erlebten die Kirche positiv, und einen Papst, der unsere Probleme kenne und der Welt viel gegeben habe.
Die Weltjugendtreffen bringen die Schweizer Jugendlichen der verschiedenen Landessprachen zusammen. Nun bereiten sie ein gesamtschweizerisches Treffen am 10. März 2001 vor, bei dem 60 kirchliche Jugendverantwortliche der deutschen Schweiz, der Romandie und des Tessins in der Villa Jugend in Aarburg zusammenkommen werden.
Die OKJV wählte ihre Jugendvertreter in die Missionskonferenz, in den Aktionsrat und in die Theologische Kommission des Fastenopfers sowie den Ausschuss der OKJV, deren Präsident weiterhin der Zürcher Jugendseelsorger Stephan Kaiser ist.

Weihbischof Martin Gächter


Bistum Basel

 

Ausschreibungen

Die auf 1. September 2001 vakant werdende Pfarrstelle Balsthal (SO) wird für einen Pfarrer oder einen Gemeindeleiter/eine Gemeindeleiterin zur Wiederbesetzung ausgeschrieben (siehe Inserat).
Die vakante Pfarrerstelle Schüpfheim (LU) wird nochmals für einen Pfarrer zur Wiederbesetzung ausgeschrieben.
Interessierte melden sich bitte bis zum 9. November 2000 beim Diözesanen Personalamt, Baselstrasse 58, 4501 Solothurn, oder E-Mail personalamt@bistum-basel.ch


«Suchet zuerst das Reich Gottes...»

Symposium zum gleichnamigen Arbeitsinstrument für pastorales Handeln im Bistum Basel

Freitag/Samstag, 24./25. November 2000 (Beginn Freitag, 15.00 Uhr/Ende Samstag, 16.00 Uhr) im Seminar St. Beat Luzern.
Seit einigen Jahren ist das Arbeitsinstrument «Suchet zuerst das Reich Gottes...» jene Methode und Option, mit der in den Gremien und Kursen des Bistums Basel gearbeitet wird. Auch ausserhalb des Bistums wurden damit Erfahrungen gemacht.
Am Symposium wird einerseits nachgefragt, welche Wirkung das Arbeitsinstrument seit der Erscheinung erfahren hat. Andererseits wird besonders der Bereich «Urteilen» von verschiedenen Seiten her beleuchtet. Um möglichst verschiedene Gesichtspunkte einzufangen, steht die Fachtagung allen Interessierten offen. Weitere Informationen: Diözesane Fortbildung, Postfach 216, 4501 Solothurn, E-Mail fortbildung@bistum-basel.ch


Bistum St.Gallen

 

St.Gallen: Konstituierende Sitzung des diözesanen Seelsorgerates

Nach drei Amtsdauern mit Frauen an der Spitze ist Franz Hediger, Bronschhofen, zum Präsidenten des diözesanen Seelsorgerates gewählt worden. Der Rat traf sich zur ersten Sitzung der Amtsdauer 2000­2004 im Pfarreiheim Heiligkreuz-St. Gallen, wo der Pfarreibeauftragte Peter Oberholzer die Pfarrei vorstellte. Sie feiert dieses Jahr ihr 70-Jahr-Jubiläum. Im Gründungsjahr ist der Grundstock für die erste Jungwacht der Schweiz gelegt worden. In den Jahren 1930 bis 1950 hatte sie 22 Studenten im Theologiestudium. Die Frauenorden durften ebenfalls auf einigen Nachwuchs aus Heiligkreuz zählen. Heute sind in den Schulen dieser Pfarrei noch 50% Christen, aber immer noch ist es eine sehr lebendige Pfarrei. Für Peter Oberholzer liegt die Bedeutung der Pfarrei nicht zuletzt darin, dass es ihr noch als einziger «Organisation» gelingt, alle Generationen zusammenzuführen.
Zu Beginn der konstituierenden Sitzung des Seelsorgerates, in dem ein grosser Teil aufgrund der Amtszeitbeschränkung zurücktreten musste, stellten sich alle Mitglieder kurz vor. Bischof Ivo Fürer, der mit weiteren Ordinariatsmitgliedern an allen Seelsorgeratssitzungen teilnimmt, war beeindruckt von der «hohen Qualität». «Es geht mir gut, wenn ich höre, wie qualifiziert der Rat zusammengesetzt ist und von welch interessanten und engagierten Leuten ich mich in den nächsten vier Jahren beraten lassen darf», sagte er nach der Vorstellungsrunde. Er wird nun zu den in den Dekanaten gewählten Frauen und Männern noch vier bis fünf Laien berufen, die das bereits vorhandene Spektrum ergänzen.
Franz Hediger, Bronschhofen, ist zum neuen Präsidenten gewählt worden. Er hat sich bereits während einer Amtsdauer im Büro engagiert, das die Sitzungen vor- und nachbearbeitet. Als Pfarreirat, Kommunionhelfer, Lektor und Hilfsmessner war und ist der Leiter des Sozialamtes Wattwil und Vater zweier erwachsener Kinder kirchlich stark engagiert. Zu der bisherigen Gabrielle Kaiser-Sidler, St. Gallen, ins Büro gewählt wurden die neuen Mitglieder Berti Truniger, Bütschwil, und Alex Hautle, Rebstein. Von Amtes wegen dabei ist Domdekan und Bischofsvikar Markus Büchel.

Die Mitglieder des Seelsorgerates aus den einzelnen Dekanaten sind:

St. Gallen: Renato Gollino, St. Gallen; Gabrielle Keiser, St. Gallen; Isabella Kellenberger, Wittenbach; Elisabeth Warzinek, Engelburg.
Rorschach: Cornelia Knecht, Buchen-Staad; Christa Züllig, Steinach.
Altstätten: Martin Bieder, Au; Alex Hautle, Rebstein; Monika Seitz, St. Margrethen.
Sargans: Elisabeth Bartholet; Berschis; Bettina Beusch, Gams; Rosmarie Lutz, Sargans.
Uznach: Pia Eisenring, Jona; Guido Hofstetter, Kaltbrunn; Trudy Schuler, Rapperswil.
Wil-Wattwil: Ruth Hautle, Wattwil; Franz Hediger, Bronschhofen; Berti Truniger, Bütschwil.
Gossau: Eugen Baumann, Flawil; Pirmin Baumgartner, Degersheim; Sr. Assumpta Huwyler, M.O.Cist, Wolfertswil.
Appenzell: Liesbeth Ebneter, Appenzell; Heinz Gröli, Rehetobel.


St.Gallen: Neuer Caritas-Stellenleiter

Auf den 1. Dezember 2000 übernimmt Zeno Cavigelli-Enderlin die Stellenleitung der Caritas St. Gallen, die im Auftrag des Bistums Diakonieaufgaben in den Kantonen St. Gallen und beider Appenzell wahrnimmt. Auf Antrag der Caritaskommission haben ihn der Administrationsrat des Katholischen Konfessionsteils des Kantons St. Gallen und der Ordinariatsrat des Bistums St. Gallen aus zahlreichen Bewerberinnen und Bewerbern einstimmig gewählt. Er ist der Nachfolger von Albert Wassmer, der nach langjähriger Tätigkeit in der Privatwirtschaft und nach gut fünf Jahren bei der Caritas die Möglichkeit nutzt, nochmals eine neue leitende Aufgabe bei einem anderen grossen Sozialwerk zu übernehmen.
Zeno Cavigelli-Enderlin (Jg. 1955) kennt die Caritas-Arbeit, ist er doch seit Herbst 1994 bei Caritas Zürich tätig und dort seit Dezember 1996 Leiter der Abteilung Animation und Bildung. Als Mitglied der Geschäftsleitung war er mitbeteiligt an Reorganisationsprojekten der Geschäftsleitung und des Gesamtbetriebes. Der neue Stellenleiter bringt aber auch eine reiche Erfahrung in der kirchlichen Jugendarbeit mit, war er doch während fünf Jahren Sekretär der Kantonsleitung von Blauring und Jungwacht Zürich und von 1993 bis 1996 deren Kantonspräses.
Der ehemalige dipl. Psychiatriepfleger und Unterrichtsassistent an der Schule psychiatrische Krankenpflege PUK Zürich machte die Matura auf dem zweiten Bildungsweg, studierte Theologie und doktorierte 1995 an der theologischen Fakultät der Universität Freiburg Schweiz. Zeno Cavigelli-Enderlin ist verheiratet und hat zwei Kinder.


Orden und Kongregationen

 

Franziskanerprovinz

Das Provinzkapitel der Franziskaner in der Schweiz (Vize-Provinz Christi Regis) hat am 5./6. Juli 2000 in Näfels unter dem Vorsitz des Kapitelspräses eine neue Provinzleitung gewählt:
Provinzialminister: Br. Gottfried Egger (1953), bisher Lugano.
Provinzvikar: Br. Paul Zahner (1966), bisher Freiburg.
Definitoren: Br. Albert Schmucki (1963), bisher Zürich; Br. Fidelis Schorer (1947), bisher Näfels (Wiederwahl); Br. Peter Traub (1940), bisher Eschenz; Br. Raphael Fässler (1968), bisher Freiburg (Wiederwahl).


© Schweizerische Kirchenzeitung - 2000