38/2000 | |
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Amtlicher Teil |
Zürich, Centrum 66, Samstag, 23. September, 13.1517.30 Uhr.
Anmeldungen bitte sofort an: Liturgisches Institut, Wiedingstrasse 46, 8055
Zürich, Telefon 01-4510487.
Die Konferenz der Leiter der Priesterseminare im deutschen Sprachraum
fand vom 17.21. Juli 2000 in Montana (Wallis) statt. (Die deutschsprachige
Regentenkonferenz trifft sich alle zwei Jahre reihum in den verschiedenen
deutschsprachigen Diözesen. Ihr gehören 57 Regenten und Direktoren
aus dem deutschsprachigen Raum an.) Der Referent, Bischof Dr. Kurt Koch,
Bischof von Basel, sprach über die Identität des Priesters und
formulierte die inhaltliche Linie ihrer zukünftigen Arbeit. Eine Begegnung
mit der Ortskirche, mit Bischof Norbert Brunner, stand ebenfalls auf dem
Programm.
Wer ist der Priester? Dieser Frage gingen die Leiter der Priesterausbildungsstätten
im deutschen Sprachraum in der Villa Notre-Dame in Montana nach. Zur Konferenz
waren von den 57 Regenten 45 Regenten und Direktoren aus der Schweiz, aus
Österreich und Deutschland sowie aus Italien und Luxemburg angereist.
Als Gast nahm Bischof Kothgasser (Innsbruck) teil.
Die Identität des Priesters interessiert die für Priesterausbildung
Verantwortlichen, weil sie die Grundlinien der Ausbildung bestimmt. Zu einer
drängenden Frage wurde sie vor allem angesichts der Tatsache, dass
gerade im deutschen Sprachraum vielerorts angestammte Aufgaben des Priesters
von hauptamtlichen Laien übernommen wurden.
Bischof Dr. Kurt Koch stellte in seinem Referat zunächst die These
auf, der Dienst des Priesters in der Kirche sei die «sakramentale
Repräsentation Jesu Christi»: Durch seinen sakramentalen Dienst
werde deutlich, dass Gott der eigentlich Handelnde sei und alles Tun der
Kirche auf Gottes Initiative zurückgehe. Daher sei der Priester unverzichtbar
und wesentlich für die Kirche; seine Repräsentierung Jesu Christi
in Predigt, Sakramentenspendung und Gemeindeleitung dürfe nicht durch
gesetzte Fakten, beispielsweise durch «Ämter ohne Weihe»,
aufgelöst werden. In einem zweiten Schritt führte der Referent
Anforderungen an den so verstandenen priesterlichen Dienst aus: Der Priester
sei ein Mensch, und zwar insbesondere ein geistlicher, weltlicher, kirchlicher
und eucharistischer Mensch.
Diese Ausführungen führten im Kreis der Konferenzteilnehmer zu
intensiven und weiterführenden Gesprächen. Sie kreisten besonders
um die Fragen: Wie müssen wir die Ausbildung verbessern, um das Priesterbild
deutlicher werden zu lassen? In welcher Form kann die Kooperation der pastoralen
Berufe gelingen, ohne dass das je eigene Profil verdunkelt wird? Was bedeutet
diese Repräsentation Jesu Christi für den Lebensstil des Priesters?
Nach dem zweitägigen inhaltlichen Teil widmeten sich die Regenten und
Direktoren in einer gemeinsamen und in getrennten Länderkonferenzen
der gegenseitigen Information und den aktuellen Fragen. Mit besonderem Interesse
wurden die jeweiligen Länderberichte verfolgt, die auch das spezifische
kirchliche Klima in den einzelnen nationalen Kirchen einzufangen versuchten.
Als einleitender Blick in die gastgebende Kirche war zu Beginn der Tagung
ein Gesprächsabend mit dem Generalsekretär der Schweizer Bischofskonferenz,
Dr. P. Roland-B. Trauffer OP, vorgesehen. Beim Besuch der Bischofsstadt
Sitten feierten die Regenten und Direktoren mit dem Ortsbischof, Norbert
Brunner, in der Basilika «Unsere Liebe Frau von Valeria» Eucharistie
und trafen sich anschliessend mit ihm zu einem Gespräch und zum Abendessen
im Bildungshaus Notre-Dame du Silence in Sitten.
Die auf Ende 2000 vakant werdende Pfarrstelle Schwarzenbach (LU) wird
für einen Pfarrer oder eine Gemeindeleiterin/einen Gemeindeleiter zur
Wiederbesetzung ausgeschrieben (60%).
Interessierte melden sich bis 14. Oktober 2000 beim Diözesanen Personalamt,
Baselstrasse 58, 4501 Solothurn, oder E-Mail personalamt@bistum-basel.ch
Die auf den 1. Februar 2001 vakant werdende 60%-Stelle eines Spitalseelsorgers
am Kantonsspital Münsterlingen (TG) wird nochmals für einen Priester
mit CPT- oder vergleichbaren Zusatzausbildung zur Wiederbesetzung ausgeschrieben.
Interessierte melden sich bitte bis zum 15. Oktober 2000 beim Diözesanen
Personalamt, Baselstrasse 58, 4501 Solothurn, oder E-Mail personalamt@bistum-basel.ch
Von Montag, 25. September, bis Mittwoch, 27. September, gilt im Bischöflichen Ordinariat und in der Bischöflichen Kanzlei nur ein reduzierter Bürobetrieb, weil ein Grossteil der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen den Diözesanbischof auf der Bistumsreise nach Rom zur Jubiläumsfeier 2000 begleiten. Ein Mitglied des Bischöflichen Ordinariates ist für dringende Fälle jeweils vormittags, von 9.3010.30 Uhr, und nachmittags, von 15.3016.30 Uhr, über Telefon 081-2522312 erreichbar. Mitteilungen über Fax 081-2536140 sind jederzeit möglich.
Der Pastoralkurs 2001/2002 wird im September 2001 mit zwei Einführungstagen
beginnen und findet dann im gewohnten Rahmen von drei zweiwöchigen
Blockkursen im November, Januar und Mai statt.
Interessenten und Interessentinnen sind gebeten, sich bis spätestens
Ende November 2000 beim Regens des Priesterseminars St. Luzi, Josef Annen,
anzumelden: Alte Schanfiggerstrasse 7/9, 7000 Chur.
Infolge Demission des bisherigen Amtsinhabers wird die Pfarrei Lenzerheide
zur Wiederbesetzung ausgeschrieben.
Interessenten mögen sich melden bis zum 14. Oktober 2000 beim Sekretariat
des Bischofsrates, Postfach 133, 7002 Chur.
Am Sonntag, 10. September, hat Dekan Josef Rosenast den Pallotiner-Pater Georg Chlopeniuk als Pfarradministrator von Wolfertswil-Magdenau eingesetzt. P. Georg wurde 1961 in Polen geboren und studierte Ökonomie, bevor er 1986 in den Pallotinerorden eintrat. Im Orden wirkte er unter anderem als Krankenseelsorger und als Rektor des Studienhauses. Vor einem Jahr ist er nach Magdenau gekommen. Die Pfarrei Wolfertswil-Magdenau war seit dem Wegzug von Pfarrer Peter Imholz, der im Juni 1999 in Alt St. Johann seine neue Pfarrstelle angetreten hatte, verwaist.
«Die gottesdienstliche Gemeinde hat Zukunft. Zur Theologie des Gottesdienstes» lautet der Titel des Buches, das im Verlag Friedrich Pustet erschienen ist. Generalvikar Anton Thaler hat mit dem Schreiben dieses Buches begonnen, als er als Professor für Liturgiewissenschaft in Fulda lehrte (bis 1998) und er sich noch nicht als Leiter des Personalamtes mit der zunehmend schwieriger werdenden Ämterbesetzung auseinandersetzen musste. Aber auch jetzt noch ist er überzeugt, dass «die gottesdienstliche Gemeinde Zukunft hat» sofern die Laien in der Kirche ihre missionarische Sendung ernst nehmen, indem sie in ihren Quartieren Menschen miteinander in Beziehung bringen. «Zur Gemeinschaft geworden, haben sie das Bedürfnis, gemeinsam auch ihren Glauben zu feiern. Dann hat gottesdienstliche Gemeinde Zukunft.»
Franz Xaver Mäder, alt Pfarrer
Am 12. September wurde in Haslen a. Pfarrer Franz Xaver Mäder beerdigt.
Nach seiner Demission als Pfarrer von Haslen-Stein-Hundwil auf Mitte 1997
konnte er seinen Ruhestand im Altersheim Gontenbad nur noch kurze Zeit geniessen.
Anschliessend an den Spitalaufenthalt im Januar 1999 musste er in die Pflegeabteilung
des Krankenhauses Appenzell übersiedeln, wo er am 7. September gestorben
ist.
Franz Xaver Mäder wurde 1920 in Häggenschwil in eine grosse Bauernfamilie
mit elf Kindern hineingeboren. Als 16-jähriger Banklehrling spürte
er während Exerzitien die Berufung zum Priester. Er absolvierte das
Theologiestudium und wurde 1949 zum Priester geweiht. Nach ersten Kaplanstellen
in Kriessern, Wattwil und Kaltbrunn nahm er das Studium wieder auf und studierte
in Rom und London Sprache, Literatur und Geschichte. Anschliessend wirkte
er als Katechet am Töchterinstitut in Ingenbohl; gleichzeitig betreute
er die Pilger am Grab von Mutter Maria Theresia Scherer.
Wegen des Priestermangels wurde er 1959 in die Diözese zurückgerufen.
Bis 1970 war er Kaplan in Andwil und von 1970 bis 1983 Pfarrer in Bazenheid.
In dieser Zeit war er Mitglied des Katholischen Kollegiums, wurde die Pfarrkirche
restauriert und weckte er die St. Laurentiuskapelle aus dem Dornröschenschlaf.
In Haslen, wo er von 1983 bis 1997 Pfarrer war, zog er ebenfalls eine gelungene
Innenrestaurierung der Pfarrkirche durch. Er liess das Gnadenbild restaurieren
und machte die Kirche «Maria-Hilf» wieder wie zu früheren
Zeiten zu einem gut besuchten Marien-Wallfahrtsort. «Was er angepackt
hat, das hat er auch mit vollem Eifer zu Ende geführt», lobten
der Kirchen- und Pfarreirat den eifrigen Priester bei seinem Abschied von
Haslen.
Priester, die auf Herbst 2001 eine andere Stelle übernehmen möchten, mögen sich bitte bis Mitte November beim Bischofsvikar oder einem der Bischöfe melden.