36/2000 | |
INHALT | |
Amtlicher Teil |
Die Diözesanbischöfe der Schweizer Diözesen haben beschlossen, das jeweils für jede Diözese erlassene Dekret zu den «Ausserordentlichen Befugnissen der Beichtväter» gemeinsam zu promulgieren. Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) weist ausdrücklich darauf hin, dass es sich aber nicht um ein Dekret der SBK (cf. can. 29ff.) handelt.
Bereits in den «Weisungen der Schweizer Bischofskonferenz über
die Busse» von 1974 waren Bestimmungen enthalten, aufgrund derer die
Beichtväter in der Schweiz die Vollmacht innehatten, von nicht reservierten
Kirchenstrafen zu absolvieren.
Am 27. November 1983 trat der neue Codex des kanonischen Rechts in Kraft,
welcher diese Materie neu ordnete. Im Jahr 1989 wurden ausführende
Partikularnormen der Schweizer Bischofskonferenz betreffend can. 961 erlassen
(15.3.1989, SKZ Nr. 36/1989). Die Beichtbefugnisse wurden dabei jedoch nicht
neu geregelt.
Anlässlich des Jubiläumsjahres 2000 und indem ich der entsprechenden
Anregung und Empfehlung der Apostolischen Pönitentiarie (Prot.-Nr.
617/99) Folge leiste, bestimme ich hiermit: Alle Priester, welche in unserer
Diözese die Befugnis besitzen, Beichten entgegenzunehmen, haben darüber
hinaus auch die Befugnis, im sakramentalen Bereich von kirchlichen Zensuren
loszusprechen, insofern diese nicht festgestellten Strafen «latae
sententiae» sind und deren Erlass nicht dem Apostolischen Stuhl vorbehalten
ist.
Der IKB-Verein und die Arbeitsstelle IKB laden zur Jahrestagung ins Schweizer
Jugend- und Bildungszentrum Einsiedeln auf den 29./30. September 2000 (Freitag/Samstag)
ein. Eingeladen sind die Mitglieder der Bistumskommissionen für kirchliche
Berufe, Regionalgruppen, Pfarreiseelsorgerinnen und -seelsorger und weitere
Interessierte für die kirchliche Berufungspastoral.
Mit dem Thema für das Jahr 2001 «Glaube, der bewegt»
wenden wir uns wohl der dringendsten Frage zu, welcher wir Christinnen
und Christen in den kommenden Jahren unsere Aufmerksamkeit schenken müssen.
Es wird darum gehen, Lebens- und Glaubenswege heutiger Menschen zu erkunden
und Möglichkeiten der Mitgestaltung des Lebens aus dem christlichen
Glauben zu finden. Biblischer Glaube soll als Deutung des Lebens wieder
neu erkannt werden können, damit die Freude an Gott im Leben heutiger
Menschen zum Tragen kommt.
«Ich glaube an Gott», das sagt sich so leicht. Wie aber wird
christlicher Glaube in unserer Zeit und in unserer Kultur wieder als Kraft
erfahren, die Menschen bewegt zu einer göttlich-menschlichen Qualität
des Lebens hin? Biblischer Glaube als erfahrbare Deutung des Lebens hat
in der Vielfalt der Lebensdeutungen unserer Gesellschaft seine Chance. Dafür
braucht es Menschen, die einerseits der gesellschaftlichen und der kirchlichen
Realität ins Auge schauen und anderseits das Feuer des Glaubens in
sich tragen, wie in der Apg 4,20 geschrieben steht: «Wir können
unmöglich schweigen über das, was wir gesehen und gehört
haben.» Berufungspastoral bewegt in diese Richtung und lässt
sich bewegen durch lebendige Verkünderinnen und Verkünder des
christlichen Glaubens.
Die IKB-Jahrestagung vom 29./30. September 2000 will dazu kreative Impulse
geben. Dann wollen wir mit Ihnen auch ein kleines Fest feiern, da das bisherige
Leitungsteam der IKB-Arbeitsstelle sich verabschiedet.
Weitere Auskunft zur Tagung und Anmeldung: Arbeitssstelle Information Kirchliche Berufe, Hofackerstrasse 19, 8032 Zürich, Telefon 01-3818887, Fax 01-3811363, E-Mail ikb@kath.ch
Am Sonntag, 1. Oktober 2000, 15.00 Uhr, wird in der Pfarrkirche St. Marien, Thun, Weihbischof Martin Gächter zwei Priesterkandidaten zu Diakonen weihen:
Jerko Bozic von Sigriswil (BE) und Vaganac (Kroatien) in Thun,
Urs Steiner von Ingenbohl (SZ) in Horw.
Priester und Diakone, die an der Feier teilnehmen, sind eingeladen, Albe und weisse Stola mitzubringen. Wir sind froh, wenn sie ihre Teilnahme bis 28. September ans Seminar St. Beat, Adligenswilerstrasse 15, 6006 Luzern (Telefon 041-4199191), melden.
Die auf den 1. August 2001 vakant werdende Pfarrstelle Heiligkreuz Bern-Bremgarten
wird für einen Pfarrer oder einen Gemeindeleiter/eine Gemeindeleiterin
zur Wiederbesetzung ausgeschrieben (siehe Inserat).
Interessierte melden sich bis 15. Oktober 2000 beim Diözesanen Personalamt,
Baselstrasse 58, 4501 Solothurn, oder E-Mail personalamt@bistum-basel.ch
Die auf den 1. April 2001 vakant werdende Pfarrstelle von Fulenbach (SO)
(Seelsorgeverband Egerkingen-Fulenbach-Härkingen) wird für einen
Gemeindeleiter/eine Gemeindeleiterin zur Wiederbesetzung ausgeschrieben
(siehe Inserat).
Interessierte melden sich bis 30. September 2000 beim Diözesanen Personalamt,
Baselstrasse 58, 4501 Solothurn, oder E-Mail personalamt@bistum-basel.ch
Die vakante Pfarrstelle Pfaffnau (LU) wird für einen Pfarrer oder
einen Gemeindeleiter/eine Gemeindeleiterin zur Wiederbesetzung ausgeschrieben.
Interessierte melden sich bis 30. September 2000 beim Diözesanen Personalamt,
Baselstrasse 58, 4501 Solothurn, oder E-Mail personalamt@bistum-basel.ch
Candid Lang, Pfarrer in Marbach
Am 21. Juli 2000 starb an den Folgen eines Verkehrsunfalles in Spanien Pfarrer
Candid Lang. Am 28. Februar 1928 geboren, empfing der Verstorbene 1963 die
Priesterweihe. Er wirkte als Vikar in Wettingen St. Anton (19631965),
in Meggen (19651967) und in Basel St. Maria (19671968). Von 19681976
war er Pfarrer in Frutigen und von 19761982 Pfarrer in Turgi. Seit
1982 wirkte er als Pfarrer in Marbach, wo er am 31. Juli 2000 beerdigt wurde.
Am Pfingstmontag, 12. Juni 2000, hat Weihbischof Dr. Paul Vollmar Fr.
Pius Blättler SVD, geboren am 14. Februar 1968 in Hergiswil (NW), von
Hergswil (NW), in der Liebfrauenkirche in Zürich zum Diakon geweiht.
Am Sonntag, 3. September 2000, hat Diözesanbischof Amédée
Grab Herrn Klaus Meyer, geboren am 29. Dezember 1959 in Konz/ Deutschland,
in der Kirche St. Antonius in Hirzel zum Diakon geweiht.
Bischof Amédée Grab ernannte:
Paul Schuler, bisher Pfarradministrator der Pfarrei Hl. Michael, Seelisberg
(UR), zum Pfarrer dieser Pfarrei;
P. Hans Schwegler CO, zum Pfarradministrator der Pfarrei St. Anna, Glattbrugg
(ZH);
P. Benedikt Gubelmann OSB, Pfarrer von Flims und Pfarradministrator von
Falera und Laax, zusätzlich zum Pfarradministrator der Pfarrei Hll.
Peter und Paul, Obersaxen (GR);
Martin Bearth, bisher Pfarrer von Rueun, neu zum verantwortlichen Priester
für die Pfarrei zur Heiligsten Dreifaltigkeit, Danis (GR).
Die bischöfliche Missio canonica erhielt:
Thomas Lichtleitner-Meier als Pastoralassistent des Pfarradministrators der Pfarrei St. Anna, Glattbrugg (ZH), mit der Aufgabe als Gemeindeleiter.
Bischof Amédée Grab bestätigte den vom Erweiterten Residentialkapitel gewählten Anton Kälin, Pfarrer von Rothenthurm (SZ), als Standesdomherrn des Kantons Schwyz (Nichtresidierender Domherr des Kathedralkapitels von Chur).
Ein knappes Jahr nach dem Wegzug von Pfarrer Fridolin Weder nach Kaltbrunn hat am Sonntag, 28. August, Dekan Josef Rosenast in der Galluskirche den 52-jährigen Rolf Haag als Pfarreibeauftragten eingesetzt. Zusammen mit Vikar Michael Pfiffner, Pfarradministrator ad interim, ist er für die Leitung der Seelsorge in der Pfarrei Oberuzwil verantwortlich. Rolf Haag gehört zu den ersten Pastoralassistenten im Bistum St. Gallen und bringt eine reiche Erfahrung mit von seinen früheren Wirkungsorten in Flawil, Herisau und Walenstadt, wo er die letzten sieben Jahre tätig war.
Im April ist Pfarrer Josef Bawidamann 70 Jahre alt geworden. Auf Ende April hat er, der 1984 von Eschenbach nach Niederuzwil gekommen ist, die Verantwortung für die Pfarreien Niederuzwil und Henau abgegeben. Die Demission betraf auch die Pfarradministraturen von Oberuzwil und Bichwil. Da er im Raum Uzwil bleiben wird vorläufig wohnt er noch im Pfarrhaus Niederuzwil und es gesundheitlich noch verkraftet, hat er sich angesichts der prekären Personalsituation im Bistum St. Gallen bereit erklärt, weiterhin in allen Pfarreien für priesterliche Dienste und Seelsorgeaufgaben zur Verfügung zu stehen.
Am Sonntag, 27. August, verabschiedete sich Pfarrer Joseph B. Heule von
den Mitgliedern im Seelsorgeverband Oberriet-Rüthi-Kobelwald. Aus dem
Tschad kommend betreute er aushilfweise verschiedene Rheintaler Pfarreien.
1991 wurde er Pfarrer von Kobelwald. Schon bald kam die Verantwortung für
die Pfarreien Oberriet und Rüthi dazu. Die Jahre im Seelsorgeverband
mit den vielen Sitzungen, Besprechungen, mit der grossen Leitungsverantwortung
haben an seinen Kräften gezehrt. Mit dem Eintritt ins Pensionsalter
will er sich aber nicht einfach zur Ruhe setzen. Er übernimmt als Fidei-donum-Priester
ab Oktober erneut einen pastoralen Auftrag in der Diözese Pala im Tschad,
wo er bereits von 1979 bis 1989 arbeitete.
Pfarradministrator ad interim ist ab 1. September Dekan Jakob Fuchs.