29-30/2000

INHALT

Amtlicher Teil

 

Alle Bistümer

 

Statuten der Kommission «Frauen in der Kirche» (KFK)

Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) hat anlässlich ihrer 248. Ordentlichen Versammlung die überarbeiteten Statuten der Kommission «Frauen in der Kirche» (KFK) approbiert. Auf Wunsch der KFK wurden die Statuten vom 7. September 1988 ­ es waren jene Regelungen, welche bei der Gründung der KFK erlassen wurden ­ überprüft und an die aktuellen Bedürfnisse einer Stabskommission der SBK angepasst.
Die KFK ist das Beratungsorgan der SBK für Fragen, die Stellung und Auftrag der Frauen in der Kirche betreffen.

Freiburg, 30. Juni 2000
Sekretariat der SBK

Statuten

Art. 1:  Zweck und Aufgabe

Die Kommission «Frauen in der Kirche» (KFK) ist das Beratungsorgan der Schweizer Bischofskonferenz für Fragen, die Stellung und Auftrag der Frauen in der Kirche betreffen.
Die KFK prüft, im Auftrag der Bischofskonferenz oder in eigener Initiative mit Zustimmung der Bischofskonferenz, Fragen der Seelsorge sowie des kirchlichen und gesellschaftlichen Lebens, die für alle schweizerischen Ortskirchen von Bedeutung sind. Sie berichtet der Bischofskonferenz über die Ergebnisse ihrer Arbeit und unterbreitet nach Möglichkeit konkrete Empfehlungen.
Die KFK pflegt den Kontakt mit Frauen aus verschiedenen Lebensbereichen, Verbänden und Bewegungen.

Art. 2: Die Mitglieder

1. Zusammensetzung:
Die KFK besteht aus mindestens 10 und höchstens 15 von der Bischofskonferenz gewählten Mitgliedern. Dabei sollen angemessen berücksichtigt sein:

2. Die Amtsdauer:
a) Die Amtsdauer der Mitglieder beträgt vier Jahre.
b) Nach acht Amtsjahren ist die Wiederwahl derselben Person nur in besonderen Fällen möglich.
c) Demissionen sind der Kommissionspräsidentin einzureichen und zugleich der Bischofskonferenz mitzuteilen.

Art. 3: Die Organe

1. Die Präsidentin:
Die Bischofskonferenz bezeichnet die Präsidentin aus den Mitgliedern der KFK.

2. Die Vizepräsidentin:
Die KFK wählt die Vizepräsidentin. Die Präsidentin und die Vizepräsidentin sollen aus einem je anderen Sprachgebiet stammen.

3. Der Ausschuss:
Der Ausschuss besteht aus vier Mitgliedern, der Präsidentin, der Vizepräsidentin, einer Sekretärin und einem von der KFK gewählten Mitglied. Er hat die Aufgabe, die KFK-Sitzungen vorzubereiten und die KFK-Beschlüsse auszuführen.

4. Das Sekretariat:
a) Das Sekretariat soll nach Möglichkeit durch eine Vereinbarung mit einer bestehenden Institution verbunden werden.
b) Dem Sekretariat obliegen folgende Aufgaben: Es führt den Schriftverkehr, das Archiv und die Kasse der KFK. Es besorgt die Protokolle der Plenar- und der Ausschusssitzungen und auf Verlangen der Arbeitsgruppen auch die Protokolle der Arbeitsgruppen. Das Sekretariat beschafft darüber hinaus Unterlagen für die Arbeit der KFK.

5. Die Plenarsitzungen:
Die KFK tritt jährlich zu mindestens zwei Plenarsitzungen zusammen.

6. Die Arbeitsgruppen:
Die KFK kann Arbeitsgruppen für bestimmte Problemkreise bilden. Sie kann Frauen und Männer als Mitglieder von Arbeitsgruppen bestellen oder als Experten beiziehen. Sie kann das Sekretariat beauftragen, die nötigen Umfragen, Erhebungen oder Auswertungen in Zusammenarbeit mit diesen Arbeitsgruppen durchzuführen.

Art. 4: Die Arbeitsweise

Die KFK schickt dem Beauftragten der Bischofskonferenz für den Arbeitsbereich «Auftrag der Frauen in der Kirche» und dem Generalsekretär der Bischofskonferenz die Arbeitsunterlagen zu.
Sie lädt den Beauftragten der Bischofskonferenz für den Arbeitsbereich «Auftrag der Frauen in der Kirche» und den Generalsekretär der Bischofskonferenz zu den Plenarsitzungen ein und richtet über sie ihre Empfehlungen und Anträge an die Bischofskonferenz.
Sie achtet bei ihrer Arbeit darauf, Meinungen aus den Erfahrungsbereichen der Basis und der interessierten Gruppierungen einzuholen, aber auch Prozesse zur Meinungsbildung zuhanden der Bischofskonferenz zu veranlassen und zu begleiten.
Sie veröffentlicht Berichte und Stellungnahmen im Auftrag der Bischofskonferenz oder in eigener Verantwortung im Einvernehmen mit der Bischofskonferenz.

Art. 5: Die Finanzen

Die Mitarbeit in der KFK ist ehrenamtlich. Reise-, Verpflegungs- und Übernachtungsspesen sowie allfällige andere Auslagen im Zusammenhang mit der KFK-Tätigkeit werden vergütet.

Art. 6: Schlussbestimmungen

Änderungen der Statuten unterliegen der Genehmigung durch die Bischofskonferenz. Änderungen vonseiten der Bischofskonferenz sind der KFK zur Vernehmlassung vorzulegen.
Die Bischofskonferenz hat diese Statuten am 7. Juni 2000 verabschiedet.

Freiburg, 7. Juni 2000

+ Amédée Grab OSB
Präsident der
Schweizer Bischofskonferenz

P. Dr. Roland-B. Trauffer OP
Generalsekretär der
Schweizer Bischofskonferenz


Wallfahrt der Fahrenden zu Unserer Lieben Frau von Einsiedeln

Die 2. nationale Wallfahrt der Fahrenden zu Unserer Lieben Frau von Einsiedeln findet vom 25. bis zum 30. Juli statt. Standplatz für die Wohnwagen (wegen Vorführungen des Grossen Welttheaters): Hoch-Ybrig. Dem Programm ist folgendes zu entnehmen: Dienstag, 25. Juli 2000, abends: Lichterprozession; Freitag, 28. Juli 2000, 15 Uhr: Kreuzweg im Freien.
Diese Wallfahrt wird von der Katholischen Seelsorgestelle der Fahrenden organisiert. Auskünfte: P. Jean-Bernard Dousse OP, Postfach 224, 1705 Freiburg, Telefon 026 -426 68 72.


Bistum Basel

 

Priesterweihen

Am Samstag, 10. Juni 2000, hat der Bischof von Basel, Dr. Kurt Koch, auf Ansuchen des Bischofs von Freiburg-Lausanne-Genf, Msgr. Bernard Genoud, in der Abteikirche Notre-Dame d'Hauterive, Diakon Fr. Jean-Marie Lussi, O.Cist., zum Priester geweiht.
Am Samstag, 8. Juli 2000, hat der Bischof von Basel, Dr. Kurt Koch, im Einverständnis mit dem Bischof der Diözese Enugu/Nigeria, Mgr. Anthony Okonkwo Gbuji, in der Pfarrkirche Bruder Klaus in Emmenbrücke, Diakon Paulinus Okachi, zum Priester geweiht.

Bischöfliche Kanzlei


Diakonatsweihe

Weihbischof Mgr. Denis Theurillat hat am Sonntag, 2. Juli 2000, in der Pfarrkirche St-Marcel in Delémont folgenden Kandidaten die Diakonatsweihe gespendet:
Didier Berret-Lovis von Cornol in Delémont (Ständiger Diakon),
Patrick Werth, von und in Delémont (Priesteramtskandidat).
Den beiden Diakonen wünschen wir Freude an ihrem neuen Dienst.

Bischöfliche Kanzlei


Sitzung des Priesterrats und Rats der Diakone, Laientheologinnen und Laientheologen

Die beiden Räte setzten sich an ihrer Zusammenkunft vom 27./28. Juni 2000 in der Propstei Wislikofen mit der Fremdsprachigen-Seelsorge sowie mit Fragen und Gedanken um den Dienst als Priester, Diakon, Laientheologin, Laientheologe auseinander.
Zentrale Gedanken und Fragen standen dabei im Zentrum der Diskussionen, Fragen um Aufgaben und Rollenverständnis der Seelsorgerinnen und Seelsorger in der heutigen Zeit. Die Bedeutung der Berufung und der Weihe bzw. Institutio oder Missio wurden dabei genau so angesprochen wie die Zusammenarbeit und Mitverantwortung dem Bischof gegenüber. Der Priester ist heute oft übermässig gefordert und auf den Sakramentendienst reduziert und hat zu wenig Zeit für sich selber.
Die Diakone, Laientheologinnen und Laientheologen stellten in ihren Gruppengesprächen die Strukturen der Kirche als negativen Punkt fest, da die Bevollmächtigung nicht der Aufgabe entspricht, die in der Pfarrei nötig wäre. Sie waren auch der Meinung, dass es an Kollegialität unter den Seelsorgerinnen und Seelsorgern fehlt. Als positiv wurde auf der anderen Seite die Akzeptanz in der Gemeinde, die seelsorgerliche Wegbegleitung sowie die persönlichen Beziehungen befunden.
In der nächsten Sitzung im November möchten die Räte an diesen Fragen vertieft weiterarbeiten.
Nachdem sich die beiden Räte an ihrer Sitzung im März dieses Jahres bereits mit der Fremdsprachigen-Seelsorge beschäftigt haben, richteten sie diesmal das Augenmerk auf konkrete Möglichkeiten der Kontakte zwischen Pfarreien und ausländischen Missionen.
Eine Schwierigkeit zeigt sich in den verschiedenen Praktiken zwischen Schweizer Pfarreien und Missionen in Fragen des Religionsunterrichts und des sakramentalen Dienstes.
Das Kirchenbild der ausländischen Gläubigen ist oft von Nostalgie an ihr Heimatland geprägt. Es gilt, den Versuch des Zusammenlebens jenem des Nebeneinanderlebens vorzuziehen. Zum Zusammenleben gehört, dass die fremdsprachigen Mitgläubigen in ihrem Kirchenbild belassen und nicht auf das hiesige fixiert werden.
Ein nicht zu unterschätzender Aspekt ist die Sprache, da es durch Verständigungsschwierigkeiten zu Missverständnissen kommen kann.
Eine Schwierigkeit der Missionarinnen und Missionare ist auch, dass sie teils in geografisch verschiedenen Gebieten tätig sein müssen. Damit die ausländischen Seelsorgerinnen und Seelsorger nicht überfordert werden, wäre in den einzelnen Dekanaten zu überlegen, welche Pfarreien sich stärker um die einen oder die anderen bei ihnen angesiedelten Fremdsprachigen kümmern kann.
Nach der Arbeit in Gruppen wurde im Gremium der Wunsch nach der Einberufung einer übergeordneten Arbeitsgruppe geäussert, die Modelle anstatt Appelle entwickeln und Richtlinien erarbeiten soll, in welche Richtung es weitergehen soll. Die Missionarinnen und Missionare benötigen eine «Rückendeckung». In diesem Sinn haben die beiden Räte entschieden, das Anliegen bei der Regionaldekanenkonferenz zu deponieren, von wo aus realisierbare kantonale Modelle einer gelebten Multikulturalität («In der Kirche gibt es keine Ausländer/Ausländerinnen») entwickelt werden sollen. Die Ratsmitglieder können dann von den Bistumsregionen angefragt werden, ob sie in einer Arbeitsgruppe mitarbeiten möchten.


Neuer Präsident der Kirchenbauhilfe des Bistums Basel

Die Generalversammlung des Vereins «Kirchenbauhilfe des Bistums Basel» hat als neuen Präsidenten gewählt: Pater Peter Traub OFM, Regionaldekan der Bistumsregion Schaffhausen, Bahnhofstrasse 168, 8215 Hallau, Telefon 052 - 681 31 68, Fax 052 - 681 10 23.
Der Gewählte ist Nachfolger von Kuno Eggenschwiler, Regionaldekan der Bistumsregion Solothurn, der auf Ende 2000 als Regionaldekan und somit als Vereinsmitglied zurücktritt.

Bischöfliche Kanzlei


Bistum Chur

 

Ordinariatsferien

Die Büros des Bischöflichen Ordinariates und der Bischöflichen Kanzlei Chur sind vom Freitagabend, 21. Juli 2000, bis Montagmorgen, 7. August 2000, ferienhalber geschlossen. Ein Mitglied des Bischöflichen Ordinariates ist für dringende Fälle jeweils von Montag bis Freitag, vormittags von 9.30 bis 10.30 Uhr, und nachmittags von 15.30 bis 16.30 Uhr über die Telefon-Nr. 081 - 252 23 12 erreichbar. Mitteilungen über die Fax-Nr. 081 - 253 61 40 sind jederzeit möglich.

Bischöfliche Kanzlei


Ernennungen

Bischof Amédée Grab ernannte:
Matthias Rey, bisher Kaplan-Administrator der Kuratkaplanei Kehrsiten (NW), zum neuen Pfarrer der Pfarrei Hl. Laurentius, Untervaz (GR);
Gregor Niggli, bisher Vikar in Uster (ZH), neu zum Vikar der Pfarrei Allerheiligen, Schmitten (GR);
Karl Bürgler, Pfarrer in Buochs (NW), zusätzlich zum Pfarradministrator der Pfarrei Hl. Jakobus d.Ä. und Theresia v. K. J., Emmetten (NW).


Bischöfliche Missio canonica

Bischof Amédée Grab erteilte:
Thomas Blülle-Kummli die bischöfliche Missio canonica als Pastoralassistent des Pfarradministrators der Pfarrei Emmetten (NW) mit der Aufgabe als Gemeindeleiter.


Corrigenda

Zu der in der letzten Ausgabe publizierten Erteilung der bischöflichen Missio canonica ist eine Korrektur anzubringen:
Frau Maria Germann ist als Spitalseelsorgerin je in einem Teilamt sowohl im kantonalen Krankenheim Wülflingen als auch im Kantonsspital Winterthur tätig.
Frau Verena Schlauri-Kormann ist nicht im Kantonsspital Winterthur als Spitalseelsorgerin tätig, sondern in der Klinik im Park in Zürich.


Bistum St. Gallen

 

Priesterweihe in Buchs

Bischof Ivo Fürer hat am 9. Juli in der Herz-Jesu-Kirche in Buchs den aus Schweitenkirchen (Bayern) stammenden Diakon Josef Karber zum Priester geweiht. Josef Michael Karber, 1960 geboren, arbeitet seit Abschluss des Theologiestudiums, das heisst seit 1997, im Seelsorgeverband Buchs-Grabs und Sevelen. Bischof Ivo deutete in seiner Predigt das Priestersein heute, das anders sei als vor fünfzig oder hundert Jahren. Seit dem Zweiten Vatikanum gelte der Grundsatz, jedes Amt in der Kirche sei ein Dienst zur Verherrlichung Gottes. Ob Josef Karber noch längere Zeit in Buchs bleiben könne, liess der Diözesanbischof offen; fähige Leute würden auch an anderen Orten gebraucht. ­ Inzwischen hat Josef Karber in seiner Heimatgemeinde Schweitenkirchen die Primiz gefeiert.


Im Herrn verschieden

Konrad Schmid, Pfarrresignat
Am 9. Juli starb während eines Kuraufenthaltes im Tessin unerwartet Pfarrresignat Konrad Schmid, Spiritual bei den Missionsschwestern im Franziskusheim in Eichenwies-Oberriet. Der 1919 geborene und in Goldach aufgewachsene Konrad Schmid wurde am 6. April 1946 von Bischof Josephus Meile in St. Gallen zum Priester geweiht. Erste Stationen seines Wirkens waren die Pfarreien Teufen, St. Gallen-St. Otmar und Herisau. 1957 wurde er Pfarrer in Walenstadt, zehn Jahre später Stadtpfarrer in Rapperswil. Während mehreren Amtsperioden war er Dekan im Dekanat Uznach, das damals «nur» die Pfarreien des Seebezirkes (ohne Ernetschwil und Gommiswald) umfasste. Im Alter von 64 Jahren liess sich Pfarrer Schmid als Seelsorger nach Diepoldsau wählen. 1994 übernahm er die Aufgaben eines Spirituals im Franziskusheim Eichenwies. Bestattet wurde Pfarrer Konrad Schmid am 13. Juli in Diepoldsau.


Abschied in Wil

Mit einem herzlichen Danke für alle Arbeit und alles Bemühen in Seesorge und Gottesdienst ist am 2. Juli in der Kirche St. Peter Franz Bürgi als Pfarrer verabschiedet worden. Während fünfzehn Jahren hat der sanges- und reisefreudige Priester in Wil gewirkt, wo er auch die Renovation von St. Peter massgebend mitgeprägt hat. Er bleibt in Wil wohnen, neu nun an der St.-Peter-Strasse 5. Mit seinen 72 Jahren wollte er eigentlich etwas leiser treten, hat aber vom Generalvikar bereits wieder einen Auftrag gefasst und dazu angesichts der angespannten Personalsituation ja gesagt. Per 4. September ist er zum Pfarradministrator ad interim für die Pfarreien Bazenheid und Lütisburg ernannt worden.


Indienstnahme von sechs Pastoralassistenten

«Als Seelsorger zu Menschen gesandt». Diese Aussage auf der Einladung zur Indienstnahme wurde ergänzt mit einem Konzilstext: «Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger und Jüngerinnen Christi.» Damit drücken die sechs neuen Pastoralassistenten aus, wie sie ihren seelsorgerlichen Dienst verstehen.
Die sechs Männer im Alter von 31 bis 52 Jahren sind auf unterschiedlichen Wegen zu ihrem Ziel gekommen, aber alle haben sie ein Theologiestudium hinter sich, haben sich als Pastoralpraktikant in einer Pfarrei mit der Praxis vertraut gemacht und sich während zehn Wochen im Pastoralkurs weiteres Rüstzeug für ihre Tätigkeit geholt. Alle wollen sie Menschen jeglichen Alters aufgrund ihrer eigenen Glaubenserfahrung ermutigen und stärken, den christlichen Glauben zu leben.
Die Bibel lese sich an manchen Stellen wie ein modernes Handbuch für die Seelsorge, sagte einer der Pastoralassistenten. Sie hatten daher Texte ausgewählt, die zentrale Momente heutiger Seelsorge ins Blickfeld rücken: Die zeitgemässe Verkündigung des Wortes Gottes sowie das gemeinsame Unterwegssein und Begleiten von Menschen auf ihrem Lebens- und Glaubensweg. Die Lesungen berichteten von alt- und neutestamentlichen Menschen, die zu ihrer Aufgabe ja sagen konnten, weil Gott als erster ja zu ihnen gesagt hatte. Auf Gott zu hören und Zeugen von Jesu Tod und Auferstehung zu sein, sei Inbegriff aller kirchlichen Sendung. Dies gelte für alle Glaubenden, im besonderen jedoch für die Sendung im kirchlichen Dienst. Damit nahm Bischof Ivo in der Predigt die Gedanken von Berufung und Sendung auf. Die Glaubwürdigkeit der Verkündenden hänge davon ab, wie weit sie sich vom Auferstandenen innerlich erfassen liessen.
Regens Josef Wick empfahl die Pastoralassistenten für den Dienst in der Seelsorge. Diese ihrerseits erklärten einzeln ihre Bereitschaft, worauf der Bischof ihre Indienstnahme mit Dokument und Bibel besiegelte sowie mit einer Kerze. Das Licht, das sie an der Osterkerze entzündeten, sollen sie zu den Menschen tragen, damit Gottes Nähe sichtbar wird.
Die sechs Pastoralassistenten werden in folgenden Pfarreien wirken: Paul Bigger-Bucheli in Sennwald, Stephan Brunner-Buschor in Flawil, Urs Länzlinger in der Dompfarrei St. Gallen, Michael Saal in Walenstadt, Michael Steuer in Sevelen und Andreas Wissmiller in Wattwil.


© Schweizerische Kirchenzeitung - 2000