27-28/2000

INHALT

Amtlicher Teil

 

Bistümer der deutschsprachigen Schweiz

 

IKB-Jahrestagung: Glaube, der bewegt

Der IKB-Verein und die Arbeitsstelle IKB laden zur Jahrestagung ins Schweizer Jugend- und Bildungszentrum Einsiedeln auf den 29./30. September 2000 (Freitag/Samstag) ein. Eingeladen sind die Mitglieder der Bistumskommissionen für kirchliche Berufe, Regionalgruppen, Pfarreiseelsorgerinnen und -seelsorger und weitere Interessierte für die kirchliche Berufungspastoral.
Mit dem Thema für das Jahr 2001 ­ «Glaube, der bewegt» ­ wenden wir uns wohl der dringendsten Frage zu, welcher wir Christinnen und Christen in den kommenden Jahren unsere Aufmerksamkeit schenken müssen. Es wird darum gehen, Lebens- und Glaubenswege heutiger Menschen zu erkunden und Möglichkeiten der Mitgestaltung des Lebens aus dem christlichen Glauben zu finden. Biblischer Glaube soll als Deutung des Lebens wieder neu erkannt werden können, damit die Freude an Gott im Leben heutiger Menschen zum Tragen kommt.
«Ich glaube an Gott», das sagt sich so leicht. Wie aber wird christlicher Glaube in unserer Zeit und in unserer Kultur wieder als Kraft erfahren, die Menschen bewegt zu einer göttlich-menschlichen Qualität des Lebens hin? Biblischer Glaube als erfahrbare Deutung des Lebens hat in der Vielfalt der Lebensdeutungen unserer Gesellschaft seine Chance. Dafür braucht es Menschen, die einerseits der gesellschaftlichen und der kirchlichen Realität ins Auge schauen und anderseits das Feuer des Glaubens in sich tragen, wie in der Apg 4,20 geschrieben steht: «Wir können unmöglich schweigen über das, was wir gesehen und gehört haben.» Berufungspastoral bewegt in diese Richtung und lässt sich bewegen durch lebendige Verkünderinnen und Verkünder des christlichen Glaubens.
Die IKB-Jahrestagung vom 29./30. September 2000 will dazu kreative Impulse geben. Dann wollen wir mit Ihnen auch ein kleines Fest feiern, da das bisherige Leitungsteam der IKB-Arbeitsstelle sich verabschiedet.

Themenschwerpunkte der Tagung

Weitere Auskunft zur Tagung und Anmeldung: Arbeitssstelle Information Kirchliche Berufe, Hofackerstrasse 19, 8032 Zürich, Telefon 01-3818887, Fax 01-3811363, E-Mail ikb@kath.ch


Bistum Basel

 

Priesterjubilare treffen sich in Solothurn

Zu einem frohen Zusammensein haben sich am 29. Juni acht Priester des Weihekurses 1950 in Solothurn getroffen. Sie feiern in diesem Jahr ihr goldenes Priesterjubiläum.
Da Bischof Otto Wüst aus gesundheitlichen Gründen verhindert war, hielt der ehemalige Generalvikar des Bistums, Dompropst Anton Cadotsch, den Jubiläumsgottesdienst in der St. Johannes-Kapelle des ehemaligen Priesterseminars, dem heutigen Bischöflichen Ordinariat. Von den insgesamt zwölf noch lebenden Priestern des ursprünglich 15 Priester zählenden Kurses waren, neben Msgr. Anton Cadotsch, gekommen: Pfarrer Franz Xaver Hess, Ettiswil; Pfarrer Alois Vogt, Basel; Pfarrer Eugen Vogel, Hausen bei Windisch; Pfarrer Josef Greber, Rotkreuz; Chorherr Clemens Hegglin, Luzern; Pfarrer Anton Schaller, Pfyn; Pfarrer Bruno Trottmann, Basel.
Folgende Priester, die 1940 geweiht wurden, können in diesem Jahr ihr diamantenes Priesterjubiläum begehen: Pfarrer Hans Bättig, Kriens; Pfarrer Johann Baptist Grossmann, Oberkirch; Pfarrer Otto Meier, Vitznau; Abbé Roger Noirjean, Porrentruy, sowie Professor Herbert Haag, Luzern.


Bistum Chur

 

Hinweise

Vom 31. Juli bis 5. August 2000 bleibt das Generalvikariat in Zürich geschlossen. In dringenden Fällen kann man sich an das Bischöfliche Ordinariat in Chur wenden.
Am 1. August 2000 findet die Interdiözesane Wallfahrt auf dem Gotthard statt. Eucharistiefeier um 10.00 Uhr auf dem Gotthard-Pass.


Ernennung zu Ehrenprälaten

Papst Johannes Paul II. hat am 25. Mai 2000 Generalvikar Dr. Vitus Huonder und Dompropst Aurelio Lurati zu Ehrenprälaten seiner Heiligkeit ernannt. Die Ernennung erfolgte aufgrund des Dienstes und der Arbeit, den die beiden Priester in der Diözese Chur erfüllen, ebenso als Ehrung des Domkapitels unserer Lieben Frau von Chur.


Ernennungen

Bischof Amédée Grab ernannte:
den Neupriester Gregor Barmet zum Vikar der Pfarrei Hl. Josef, Flims (GR);
den Neupriester Jürg Stuker zum Vikar der Pfarrei Hl. Andreas, Uster (ZH) (ab 15. August 2000);
P. Leo Müller SM, Pfarradministrator der Pfarrei Schlieren, zusätzlich zum Pfarradministrator der Pfarrei St. Josef, Dietikon (ZH);
Don Adriano Eberle zum neuen Seelsorger der Missione Cattolica Italiana, Horgen (ZH).


Bischöfliche Missio canonica

Die bischöfliche Missio canonica erhielten:
Tarzisius Pfiffner als Pastoralassistent des Pfarradministators des Pfarr-Rektorats Mariä Krönung, Gossau (ZH);
Toni Rütsche-Peter als Pastoralassistent des Pfarradministrators der Pfarrei St. Burkard, Mettmenstetten (ZH), mit der Aufgabe als Gemeindeleiter;
Maria Germann und Verena Schlauri-Kormann als Seelsorgehelferinnen mit der besonderen Aufgabe als Spitalseelsorgerinnen im Kantonsspital Winterthur.


Bistum St.Gallen

 

Abschied in Dreibrunnen

Am 25. Juni, an seinem 80. Geburtstag, verabschiedete sich Thomas Braendle von Maria Dreibrunnen. Als geschätzter Wallfahrtspfarrer, als «Priester von heiterer Frömmigkeit», hatte er dort nach seiner Pfarrertätigkeit in Diepoldsau (1965­1970) und Wittenbach-Kronbühl (1965­1992) während acht Jahren mit Scharen von Pilgerinnen und Pilgern Gottesdienste gefeiert und konnte er mit seiner offenen Art vielen Ratsuchenden helfen. Er ist zusammen mit Gertrud Laumann, seit Jahrzehnten der gute diskrete Geist im Pfarrhaus, in eine Wohnung an der AMP-Strasse 9 in 9552 Bronschhofen gezogen. Dort steht seine Tür weiterhin Ratsuchenden offen, dort will er auch weiterhin gemütliche Stunden mit Freunden und Gästen verbringen sowie schreibend tätig sein.


Abschied in Uznach

Nach 28 Jahren im kirchlichen Dienst ist Valérie Robin pensioniert und am 25. Juni von der Pfarrei Uznach verabschiedet worden. Die ehemallige Primarlehrerin war nach einem theologischen Zusatzstudium von 1972­1978 Katechetin in Uznach. Nachdem sie Theologie auf dem Dritten Bildungsweg studiert hatte, erhielt sie 1981 als eine der ersten Frauen im Bistum die Institutio. Während all den Jahren hatte sie ihre Begeisterung für den kirchlichen Dienst nicht verloren, gab sie gern Religionsunterricht, begleitete sie gern Kranke und Sterbende, gestaltete sie Wortgottesdienste mit Kindern, Taufseminare, Bibelabende, leitete sie den von ihr gegründeten Kinderchor und den Blauring. Sie hielt sich nicht bei dem auf, was sie nicht durfte, sondern freute sich über das, was sie machen durfte und konnte.


Bistum Sitten

 

Im Herrn verschieden

Mgr. Angelin-Maurice Lovey, alt Probst der Chorherren vom Grossen St. Bernhard
Am 15. Juni 2000 starb alt Probst Angelin-Maurice Lovey der Chorherren vom Grossen St. Bernhard in Martinach.
Monsignore Angelin-Maurice Lovey wurde am 16. November 1911 in Orsière geboren. 1932 legte er in der Kongregation der Chorherren vom Grossen St. Bernhard die feierliche Profess ab und wurde am 26. Juni 1938 durch Bischof Viktor Bieler zum Priester geweiht. Noch im gleichen Jahr, am 4. November 1938, verliess er die Schweiz und reiste als Missionar ins Tibet. 1949 wurde sein damaliger Mitbruder im Tibet, Maurice Torney, ermordet.
Er wurde 1952 zusammen mit anderen Missionaren aus China ausgewiesen und kam nach Taiwan. Doch wirkte er da nur kurze Zeit, da er am 15. Oktober des gleichen Jahres zum Probst des Grossen St. Bernhard gewählt wurde und in die Heimat zurückkehrte.
Am 1. Februar 1953 wurde er im Kloster in Martinach von seinem Vorgänger, Mgr. Nestor Adam (der zum Bischof von Sitten ernannt wurde) zum Probst geweiht. Er war während 39 Jahren Probst der Gemeinschaft der Chorherren. Im Jahre 1959 gründete er mit den Chorherren vom Lateran, Österreich und St-Maurice die Konföderation der Chorherren nach der Regel des heiligen Augustinus. Mgr. Angelin-Maurice war von 1980­1986 Abt-Primas dieser Konföderation.
In den letzten Jahren seines Lebens setzte er sich besonders für die Selig- und Heiligsprechung von Maurice Tornay ein.
Die Beerdigung fand am 19. Juni 2000 in Martinach statt.

Adolphe Sierre, alt Pfarrer
Am 27. Juni 2000 ist alt Pfarrer Adolphe Sierro im Regionalspital im Alter von 72 Jahren gestorben.
Adolphe Sierro wurde am 15. Mai 1928 in Hérémence geboren. Am 20. Juni 1954 erhielt er die Priesterweihe und war danach Vikar in Savièse (1954­1961) und Vikar in Montana-Station (1961­1972). Von 1972­1993 war er Religionslehrer an den Orientierungsschulen in Sitten. Seit 1993 war Adolphe Sierro Auxiliar in der Pfarrei Montana-Station.
Am 30. Juni 2000 fand in Hérémence die Beerdigung statt.


© Schweizerische Kirchenzeitung - 2000