26/2000 | |
INHALT | |
Amtlicher Teil |
Auf den Brief vom 15. März 2000 in der im Titel genannten Sache dürfen wir im Auftrag der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) wie folgt antworten:
1. Die Antwort der Bischöfe stellt die Verdienste von Prof.
Herbert Haag, die Sie hervorheben, nicht in Frage. Auch die Motivation,
die hinter seiner Stellungnahme steht, steht nicht zur Diskussion. Sie verdient
Respekt.
2. Man kann der Stellungnahme der Bischöfe nicht entnehmen,
dass die theologische Diskussion der Ämterfragen abgeschlossen und
verboten wäre. Es wäre eine völlige Fehlinterpretation, eine
solche Forderung aus ihr ableiten zu wollen.
3. Worauf die Bischöfe jedoch mit Nachdruck hinweisen, das ist
der Horizont, in dem eine solche theologische Diskussion stattfinden muss.
Sie kann nicht von der katholischen Tradition absehen, zu der das geweihte
Amt gehört. Das Prinzip der sakramentalen Ämter steht nicht zur
Debatte, weil es zur Substanz des Glaubens der katholischen und der meisten
christlichen Kirchen gehört; wir verweisen auf die Konvergenzerklärungen
der Kommission für Glauben und Kirchenverfassung des Ökumenischen
Rates der Kirchen (Lima 1982): «Taufe, Eucharistie und Amt».
Selbstverständlich kann und muss in diesem Horizont über die konkrete
Form des geweihten Amtes und über sein Verhältnis zu den nichtordinierten
Diensten unter den heutigen Bedingungen der Kirche in den verschiedenen
Ländern diskutiert werden. Das geschieht ja auch, wie jedermann weiss,
der die lebhafte ekklesiologische Diskussion in der Theologie und Ökumene
verfolgt.
Am Schluss der Erklärung vom 15. März 2000 werden Bedingungen
genannt, unter denen eine Stellungnahme der Bischöfe in den Augen der
Unterzeichner/Unterzeichnerinnen als glaubwürdig angenommen werden
könnte. Wir dürfen sicher davon ausgehen, dass der «good
will», der für Professor Haag von Seiten der Bischöfe gefordert
wird, auch von den Unterzeichnern/Unterzeichnerinnen den Bischöfen
gegenüber entgegengebracht wird.
Der «Tag der Völker Ausländersonntag 2000»
wird in der katholischen Kirche in unserem Land am 12. November gefeiert.
Er steht unter dem Motto: «Fürchtet euch nicht» (Mt 28,10)
«N'ayez pas peur» (Mt 28,10) «Non abbiate
paura» (Mt 28,10).
Das Motto zum Tag der Völker ist ein Hoffnungswort: Nach den Tagen
des Leidens und des Sterbens Jesu erhalten die Frauen, die das Grab des
Gekreuzigten aufsuchen, die Botschaft von der Auferstehung (Mt 28,5). Auch
Jesus spricht den Jüngern Mut zu und verheisst ihnen die Begegnung
in Galiläa (Mt 28,10). Beide Male wird den Glaubenden ein Wort der
Ermutigung im Vertrauen auf den auferstandenen Herrn zugesprochen
Die Globalisierung der Wirtschaft, neue technische Errungenschaften und
der gesellschaftliche Umbruch verunsichern heute die Menschen. Damit werden
Ängste deutlich, die zwar immer latent vorhanden sind, aber gerade
in Zeiten des Wandels an Bedeutung gewinnen. Zur Sorge um die eigene Existenz
und zur Furcht vor der Zukunft kommt auch die Fremdenangst
In diese Zeit hinein will die Kirche ein Wort der Zuversicht geben, die
im Glauben an den Auferstandenen gründet. Die Pfarreien können
tragfähige Netze schaffen, in der sich jede Person aufgenommen weiss
Mit dem Motto zum Tag der Völker werden die Pfarreien und die Fremdsprachigenmissionen
aufgefordert, die Fremdenangst und die Unsicherheiten bewusst zu machen
und im Glauben an die dauernde Gegenwart des Herrn neue Zuversicht zu geben.
Impulstag: am 2. September 2000, von 9.30 bis 16.30 Uhr, für Kirchgemeinden/Pfarreien
zum «Tag der Völker» im Romero-Haus, Kreuzbuchstrasse 44,
6006 Luzern. Anmeldung an das Romero-Haus bis 21. August 2000.
migratio-Kommission der Schweizer Bischofskonferenz für Migration,
Neustadtstrasse 7, 6003 Luzern, Tel. 041-2100347, Fax 041-2105846, E-Mail
migratio@kath.ch
Die solidarische Mitfinanzierung der Seelsorge unter sprachlichen Minderheiten
und die bevorstehende Reorganisation des Fastenopfers: diese Fragen fanden
an der Plenarversammlung der Römisch-Katholischen Zentralkonferenz
der Schweiz (RKZ) vom 17. Juni 2000 auf der Schwägalp (AR) das besondere
Interesse der Delegierten. Die Tagung stand unter der Leitung von Dr. Peter
Plattner, Präsident des Katholischen Kirchenrates des Kantons Thurgau
und Präsident der RKZ.
Einladende kantonalkirchliche Organisationen waren der Verband römisch-katholischer
Kirchgemeinden des Kantons Appenzell-Ausserrhoden, der Verein katholischer
Kirchgemeinden des Kantons Appenzell Innerrhoden und der Katholische Konfessionsteil
des Kantons St. Gallen. Bischof Ivo Fürer, St. Gallen, war am Vorabend
Gast der Versammlung beim Treffen auf dem Säntis.
Die Seelsorge unter den grossen Bevölkerungsgruppen italienischer
und spanischer Herkunft wird in der Regel auf kantonaler oder regionaler
Ebene gestaltet und mitgetragen. Die Seelsorge unter portugiesischen, kroatischen
und anderen Minoritäten, bis hin zu Vietnamesen und Tamilen, wird hingegen
von den kantonalkirchlichen Organisationen zentral über die «migratio»,
die Kommission der Bischofskonferenz für Migration (die frühere
SKAF), finanziert.
Zur Debatte stand nun der Schlüssel für diese Finanzierung. Die
RKZ ging dabei vom Grundsatz aus, dass eingewanderte Mitchristen einen Anspruch
auf pastorale Angebote in der eigenen Sprache und Kultur und zugleich auf
Förderung ihrer Integration in das kirchliche Leben ihrer schweizerischen
Umwelt haben. Denn sie sind vollberechtigte Mitbürger und entrichten
auch Kirchensteuern. Die RKZ einigte sich auf einen neuen Schlüssel,
der den kantonalkirchlichen Organisationen in Absprache mit der «migratio»
empfohlen wird. Zugleich legte sie ein Verfahren fest, das die Solidarität
unter den kantonalkirchlichen Organisationen und die Kontrolle in diesem
spezifischen Bereich der Mitfinanzierung fördern soll.
Mit seinen Kampagnen nimmt das katholische Hilfswerk Fastenopfer, aus
der Sicht weltweiter Solidarität und in Zusammenarbeit mit dem evangelischen
Hilfswerk «Brot für alle», regen Anteil am kirchlichen
und gesellschaftlichen Leben in der Schweiz. Diese Verbindung wird gefördert
durch den «Inlandteil», der zu Beginn die Hälfte des Umsatzes
betrug und im Lauf der Jahrzehnte auf einen Viertel der allgemeinen Spenden
gesenkt wurde. Im Rahmen eines Spendenertrags von rund 22 Mio. Franken sind
das heute rund 3,2 Mio. Franken, die der Mitgestaltung und Mitfinanzierung
sprachregionaler und gesamtschweizerischer Stellen und Projekte dienen.
Zu diesem Zweck besteht ein Vertrag zwischen der Bischofskonferenz, dem
Fastenopfer und der RKZ, die ihrerseits jährlich rund 6 Mio. Franken
aus Beiträgen kantonalkirchlicher Organisationen vermittelt und die
Projektadministration betreut.
Die Verbindung des Fastenopfers zum kirchlichen Leben in der Schweiz wird
zusätzlich durch den «Diözesan-Anteil» gefördert.
Gegenwärtig sind dies jährlich 1,2 Mio. Franken, die den sechs
Bistümern und den zwei Gebietsabteien St-Maurice und Einsiedeln für
die Finanzierung pastoraler Aufgaben zufliessen.
Präsident des Fastenopfer-Stiftungsrates ist der St. Galler Bischof
Ivo Fürer. So hatte er an der Plenarversammlung der RKZ in seinem Bistum
die Gelegenheit, über die jüngsten Entwicklungen in diesem kirchlichen
Hilfswerk zu berichten. Weitere Informationen steuerte alt Oberrichter Werner
Huber bei, Präsident des katholischen Kirchenrates des Kantons Aargau,
Präsident der Gemischten Expertenkommission von Fastenopfer und RKZ.
Die RKZ verfolgt die Entwicklungen rund um das Fastenopfer mit grosser Besorgnis.
Sie unterstützt die Bestrebungen, die Strukturen des Hilfswerks gründlich
zu überprüfen und umgehend neu zu gestalten. Sie spricht sich
für ein dynamisches Fastenopfer aus, das die weltweite Solidarität
durch einen starken Inlandteil fördert.
(Die RKZ ist der Verband der öffentlich-rechtlichen kantonalen Körperschaften
und verwandter kantonaler Organisationen der katholischen Kirche in der
Schweiz. Jeder Kanton stellt grundsätzlich eine Delegation von zwei
Personen.)
In der Juni-Sitzung der OKJV berichteten die verschiedenen katholischen
Jugendvereinigungen über ihre gegenwärtigen Aktivitäten.
So haben Blauring und Jungwacht ein Heft «Wegweiser: Präses für
Blauring und Jungwacht» herausgegeben, während das neue Präses-Handbuch
der Katholischen Pfadfinder und Pfadfinderinnen nächstens erscheinen
wird.
Über 100 Vertreter und Vertreterinnen katholischer Pfarrei-Jugendvereine
Europas und Afrikas haben sich in der FIMCAP anfangs Juni in Burgbühl
(FR) getroffen. Besonders bereichernd war der Austausch über die kirchliche
Jugendarbeit in den verschiedenen Nationen. Dieser internationale Austausch
unter Jugendlichen ist auch der besondere Reiz des Weltjugendtreffens, das
vom 14. bis 20. August 2000 in Rom stattfindet. Junge Leute können
sich dafür im Juni noch anmelden (Telefon 01-2666923).
Gemeldet wurde in der OKJV auch der Namenswechsel der «Jungen Erneuerung
aus dem Geiste Gottes». Nannten sie sich vor 25 Jahren noch «Charismatische
Erneuerung», so heissen sie jetzt «Junge Erneuerung».
Roberto Suter berichtete über die ersten Ergebnisse der AG Spiritualität,
die mehr als 1000 Schweizer Jugendliche über ihre persönliche
Religiosität befragte. Die Umfrageresultate müssen nun diskutiert
werden, bevor bis Mitte 2001 Empfehlungen für die kirchliche Jugendarbeit
erarbeitet werden.
Die GEN berichtete, wie ihre Treffen zum Thema Freundschaft, Verlobung und
Ehevorbereitung immer beliebter werden, und zwar bei Menschen verschiedenster
Gläubigkeit.
Im März trafen fünf Jugenddelegierte der OKJV mit der DOK zusammen,
um über den guten Austausch zwischen den so verschiedenen katholischen
Jugendorganisationen in der OKJV zu berichten. Sie dankten den Bischöfen
für die alljährliche Jugendkollekte wie auch für die Bistumsjugendtreffen.
Die DOK benutzte die Gelegenheit, die Meinung der Jugendvertreter zum in
Arbeit befindlichen Berufsbild Jugendseelsorger der PPK zu erfragen wie
auch zum Plan einer neuen Jugendzeitschrift. Diese wird nur von wenigen
Jugendlichen gewünscht. Dazu kommen Probleme der Finanzbeschaffung.
Die DOK könnte sich einzelne Themenhefte gut vorstellen, doch die jugendlichen
Initianten ziehen ihr Projekt vorläufig zurück.
Im Gespräch mit der DOK wurde klar, dass die OKJV nicht das Entscheidungsgremium
für die katholische Jugendarbeit der deutschen Schweiz sein will, wohl
aber ein sehr gutes Beratungsgremium. Diese Erkenntnis wurde auch in einer
kleinen Statutenrevision aufgenommen, in der die Abkürzung OKJV neu
mit «Ordinarienkonferenz-Jugendvereinigungen» (statt: «Jugendverbände
und -bewegungen») bezeichnet wird.
Johannes Paulus, Bischof, Diener der Diener Gottes, entbietet seinem
geliebten Sohn Denis Theurillat, Priester des Bistums Basel, Bischofsvikar
für das französischsprachige Gebiet dieser Diözese und erwähltem
Weihbischof und Titularbischof von Tubulbaka Gruss und Apostolischen Segen.
Wir sind bemüht, unsere wachsame Hirtensorge der bedeutenden Ortskirche
des Bistums Basel zuzuwenden, die sich durch eine lange Tradition und durch
leuchtende Zeugnisse der Christen auszeichnet. Wir wollen daher gerne auf
das Ansuchen des Bischofs dieser Ortskirche, unseres verehrten Bruders Kurt
Koch, eingehen, der uns gebeten hat, dass ihm ein zweiter Mitarbeiter im
bischöflichen Dienst gegeben werde. An Dich aber, geliebter Sohn, wenden
wir uns mit grossem Vertrauen; denn Du hast dort mit eindrücklichem
Einsatz einige Ämter versehen, die namentlich den französischsprechenden
Diözesanen galten. Daher erscheinst Du als besonders geeignet, für
das Volk dieses Bistums Deinen Einsatz und wirksame Hilfe zu leisten.
Deshalb nehmen wir die Beurteilung der Kongregation für die Bischöfe
auf, bestimmen Dich kraft unserer Apostolischen Vollmacht zum Weihbischof
des Bistums Basel und statten Dich mit dem Titel der Kirche von Tubulbaka
aus. Wir verbinden damit alle Rechte und Pflichten, die gemäss dem
Kirchenrecht mit Deiner Aufgabe und Deinem Stand verbunden sind.
Vor der Bischofsweihe, die Du von jedem katholischen Bischof ausserhalb
der Stadt Rom empfangen kannst, hast Du das Glaubensbekenntnis abzulegen
sowie den Treueeid uns und unseren Nachfolgern gegenüber gemäss
dem festgelegten Wortlaut. Du wirst besorgt sein, dass das entsprechende
Dokument mit Siegel und Unterschrift versehen der Kongregation für
die Bischöfe zugesandt wird.
Schliesslich, lieber Sohn, wirst Du aus der früheren Geschichte dieser
Kirche zuverlässige und rechte Wegleitung schöpfen und in Dein
Amt als Weihbischof eintreten mit dem einzigen Anliegen, für die kirchliche
Gemeinschaft des Bistums Basel wirksame Hilfe beizutragen. Dadurch möge
mit Gottes Hilfe diese kirchliche Gemeinschaft mehr und mehr blühen.
Gegeben in Rom zu St. Peter am 17. April im Jahre des Herrn 2000, im 22. Jahr unseres Pontifikats.
Die auf den 1. Oktober 2000 vakant werdende Pfarrei Bettwil (AG) wird für einen Pfarrer (älteren Priester) zur Wiederbesetzung ausgeschrieben. Interessenten melden sich bis 12. August 2000 beim Diözesanen Personalamt, Baselstrasse 58, 4501 Solothurn, oder E-Mail personalamt@bistum-basel.ch
Paul Hügli, emeritierter Pfarrer, Brislach
Am 31. Mai 2000 starb in Brislach der emeritierte Pfarrer Paul Hügli.
Am 22. Juli 1913 geboren, empfing der Verstorbene am 2. Juli 1941 die Priesterweihe.
Er wirkte als Vikar in Trimbach (19411943) und in Niedergösgen
(19431947). Von 19471964 wirkte er als Pfarrer in Witterswil und
in Blauen (19641989). Von 1989 bis zu seinem Tod wirkte er als emeritierter
Pfarrer in Brislach. Er wurde am 7. Juni 2000 in Brislach beerdigt.
Erstmals haben sich mehrere tausend Christen, darunter auch aus dem Bistum
Basel, in Strassburg zu einem grenzüberschreitenden ökumenischen
Treffen zusammengefunden. Rund 20 Kirchen und Freikirchen aus dem Elsass,
Lothringen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland sowie
aus Basel und Luxemburg nahmen am Pfingstmontag, 12. Juni, an diesem Kirchentag
teil. Aus Solothurn waren von der Bistumsleitung Bischof Dr. Kurt Koch,
Weihbischof Martin Gächter sowie Generalvikar Dr. Rudolf Schmid gekommen.
Gast aus Rom war der Sekretär des Päpstlichen Einheitsrates und
früherer Bischof von Rottenburg-Stuttgart, Walter Kasper.
Die ökumenische Bewegung stellt nach Ansicht von Bischof Walter Kasper
einen wesentlichen Beitrag zur Einheit Europas dar. Nur gemeinsam könnten
die Kirchen das christliche Menschenbild und die Werte des Evangeliums an
das «wieder eins werdende Europa» weitergeben. Die Kirchenspaltungen
der Vergangenheit hätten entscheidend zur Spaltung Europas beigetragen,
beklagte Kasper. Sie seien eine Ursache der modernen Säkularisierung,
die zu einem weitgehenden Bedeutungsverlust des Christentums geführt
habe. Auf dem ökumenischen Weg seien die Kirchen ein wesentliches Stück
vorangekommen. Christen unterschiedlicher Konfessionen seien heute nicht
nur durch gegenseitige Toleranz und Respekt miteinander verbunden, sondern
oft auch durch Zusammenarbeit und Freundschaft. Zur Aufgabe der Kirche für
die Einheit Europas gehöre heute zudem der interreligiöse Dialog,
besonders das Gespräch mit Juden und Muslimen. Ohne Frieden zwischen
den Religionen sei Frieden in Europa und der Welt nicht möglich. Nach
Ansicht Kaspers kann das Christentum unter den pluralistischen Bedingungen
der Gegenwart nicht mehr davon ausgehen, wieder Volksreligion zu werden.
Kasper hob hervor, das moderne Europa werde auf Dauer nur Bestand haben,
wenn es seine religiöse und insbesondere seine christliche Seele wiederentdecke.
Der Strassburger Erzbischof Joseph Doré und der lutherische Kirchenpräsident
von Elsass und Lothringen, Marc Lienhard, hatten den unter dem Motto «Mit
Christus Grenzen überschreiten» stehenden Kirchentag am Morgen
im Münster der Stadt eröffnet. Am Nachmittag fand auf dem Kleberplatz
in Strassburg ein ökumenischer Schlussgottesdienst statt. Dabei sagte
der Strassburger Erzbischof, dass Protestanten und Katholiken aus Frankreich,
Deutschland, Luxemburg und der Schweiz einen «grossen Tag der Ökumene»
erlebt hätten. Auch wenn in Zukunft nach aller Begegnung «noch
Unterschiede und Differenzen zwischen uns bestehen bleiben, so sollen diese
festgehalten und erkannt werden als kostbare Güter zur gegenseitigen
Bereicherung», so Erzbischof Doré.
Aus den deutschsprachigen Ländern nahmen am Schlussgottesdienst auf
katholischer Seite unter anderen der Freiburger Erzbischof Oskar Saier,
der Speyerer Bischof Anton Schlembach, der Rottenburg-Stuttgarter Diözesanadministrator
Weihbischof Johannes Kreidler und der Basler Bischof Kurt Koch teil, auf
evangelischer Seite der badische und der württembergische Landesbischof,
Ulrich Fischer und Eberhardt Renz, sowie der pfälzische Kirchenpräsident
Eberhard Cherdron.
In der «Ökumenischen Botschaft von Strassburg» soll dieser
Tag weiterleben. In ihrer Botschaft rufen die Kirchen aus der Region des
Oberrheins die Regierungen ihrer Länder auf, für Gerechtigkeit
in Europa und in der so genannten Dritten Welt einzutreten. Die Kirchen
beklagen auch, dass es in der Vergangenheit im Namen des Christentums Unterdrückung,
Verfolgung und Ausbeutung gegeben habe. Zudem bedauern sie das Unrecht von
Christen gegenüber den Juden. Mit Blick auf die Kirchenspaltung zwischen
Ost und West heisst es in der Erklärung: «Wir bekennen, dass
wir im Abendland nach der Spaltung vor 1000 Jahren unsere Geschwister im
Osten vergessen habe. Wir wollen begreifen, dass die östlichen Kirchen
Teil der Christenheit dieses Kontinents sind.»
Bischof Amédée Grab ernannte
P. Columban Züger OSB zum Pfarrer der Pfarrei Hl. Johannes der Täufer
in Müstair (GR) und gleichzeitig zum Pfarradministrator der Pfarrei
Mariä Empfängnis in Valchava (GR).
Infolge Demission der bisherigen Amtsinhaber werden folgende Pfarreien
zur Wiederbesetzung ausgeschrieben:
Turbenthal (ZH),
Zollikerberg (ZH).
Interessenten mögen sich melden bis zum 21. Juli 2000 beim Sekretariat
des Bischofsrates, Postfach 133, 7002 Chur.
Albert Birchler, Pfarrer im Ruhestand
Der Verstorbene wurde am 24. Juli 1931 in Schindellegi geboren und am 31.
März 1963 in Chur zum Priester geweiht. Seine priesterliche Tätigkeit
begann er als Vikar an der Erlöserkirche in Chur von 19631969.
Von 19691971 wirkte er als Kaplan in Lachen (SZ), von 19711984
als Pfarrer in Unteriberg (SZ), von 19841989 als Pfarrer in Stansstad
(NW) und von 19891998 als Pfarrer in Buttikon (SZ). Die letzten Jahre
im Ruhestand verbrachte er in Einsiedeln, wo er völlig unerwartet am
frühen Morgen des 21. Juni 2000 in seinem Heim verstarb. Bestattet
wurde er am 26. Juni 2000 in Einsiedeln.
Am Sonntag, 18. Juni 2000, weihte Bischof Norbert Brunner anlässlich des grossen diözesanen Bistumsfestes während dem Festgottesdienst auf dem Kasernenplatz von Sitten den Priesteramtskandidaten Konrad Rieder von Wiler zum Priester für das Bistum Sitten. Konrad Rieder wird auf das neue Seelsorgejahr in Zermatt als Vikar tätig werden.
Der Bischof von Sitten, Mgr. Norbert Brunner, hat folgende Ernennungen
für den französisch sprechenden Teil des Bistums vorgenommen:
Boleslav Antoni Bienieck wurde zum Vikar für die Pfarreien Chamoson
und St-Pierre-de-Clages ernannt. Vikar Antoni Bienieck hat im vergangenen
Jahr bereits seit einigen Monaten den verstorbenen Kapuzinerpater Jean-Pierre
Babey in diesen Pfarreien ersetzt.
Dominique Theux, bisher Pfarrverweser in
Arbaz und Vikar in Ayent, neu Pfarrer von St. Martin.
Jean-Michel Moix, bisher Auxiliar in Bagnes, neu Pfarradministrator von
Granges. Er ersetzt Denis Clivaz, der aus gesundheitlichen Gründen
demissionieren musste. Jean-Michel Moix wird in Granges ein Teilzeitamt
(50%) ausüben. Er behält sein zweites Teilzeitamt (50%) als Spitalseelsorger
im Regionalspital Sitten auch im kommenden Seelsorgejahr.
P. Marie-Joseph Huguenin, Karmelit, zurzeit Seelsorger an der Eidgenössischen
Technischen Hochschule in Lausanne, wird Jean-
Michel Moix in Granges als Auxiliar im Halbamt unterstützen.
Fabien Moulin, Katechet und Jugendarbeiter in Conthey, erhält von Bischof
Norbert Brunner zusätzlich das Mandat als Vize-Koordinator im Teilzeitamt
(25%) für die diözesane Jugendpastoral im französischsprachigen
Teil des Bistums.
Die Ernennungen treten zu Beginn des neuen Seelsorgejahres 2000/2001 in
Kraft.