25/2000 | |
INHALT | |
Amtlicher Teil |
Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) tagte vom 5. bis 7. Juni 2000 in
Einsiedeln (Benediktiner-Abtei).
Die SBK freut sich auf die bevorstehende Weihe des neuen Weihbischofs der
Diözese Basel, Mgr. Denis Theurillat. Die SBK dankt Papst Johannes
Paul II. für diese Ernennung und versichert Weihbischof Theurillat
ihrer brüderlichen Unterstützung.
Der Tradition entsprechend durfte die SBK den Apostolischen Nuntius in Bern,
Mgr. Pier Giacomo De Nicolò, in Begleitung des Nuntiaturrates Mgr.
Jude Thaddeus Okolo, willkommen heissen.
Die SBK hat mit Genugtuung von der Annahme des Universitätsgesetzes
im Kanton Luzern und von der breiten Zustimmung, mit welcher dieses Gesetz
angenommen wurde, Kenntnis genommen. Dieser Entscheid bekräftigt auch
die Stellung der Theologischen Fakultät Luzern. Die SBK hofft auch
auf eine gute Zukunft der übrigen theologischen Bildungsanstalten und
wünscht eine weitere gute Zusammenarbeit.
Die SBK dankt den Schweizer Behörden für die rasche Unterstützungshilfe
zugunsten der Opfer der Naturkatastrophen auf Sumatra und in der Türkei.
Sie lädt alle ein, sich solidarisch zu zeigen.
Die Bischöfe wurden vom Präsidenten des Stiftungsrates, Bischof
Dr. Ivo Fürer, über die gegenwärtige Lage im Fastenopfer
orientiert. Sie nahmen dankbar zur Kenntnis, dass die im Januar beschlossenen
Schritte zur Lösung der Konflikte weitergeführt wurden.
Die Bischofskonferenz ist überrascht über den Rücktritt der
Direktorin, Frau Dr. Anne-Marie Holenstein, zum jetzigen Zeitpunkt. Sie
dankt der scheidenden Direktorin für die engagierte Arbeit an der Spitze
der Geschäftsleitung während der letzten fünf Jahre.
Die Bischofsonferenz ist überzeugt, dass Stiftungsrat und Geschäftsleitung
das Werk im bisherigen Sinne weiterführen werden, so dass das Fastenopfer
seine Ziele als Hilfswerk der Schweizer Katholiken und Katholikinnen immer
besser erfüllen kann.
Im Einzelnen betreffen die laufenden Anstrengungen folgende Bereiche: der
Dialog zur Klärung des Missionsverständnisses im Hinblick auf
die Tätigkeit des Fastenopfers soll weitergeführt werden; die
Voraussetzungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen geklärt
und die Struktur des kirchlichen Hilfswerkes den heutigen Bedürfnissen
angepasst werden; die Zusammenarbeit zwischen Bischöfen und Laien soll
wie bisher weiter erfolgen.
Schliesslich hoffen die Bischöfe, dass die Neubesetzung der Direktion
bald erfolgen kann.
Die Bischöfe haben eingehend über die verschiedenen Anlässe,
die im Rahmen des Jubeljahres 2000 in den jeweiligen Diözesen stattfinden,
informiert.
Die offizielle Delegation für das internationale Jugendforum im Rahmen
der Weltjugendtage (15.20.8.2000) wurde bestimmt: Sandra di Stasi,
Vétroz (VS), Francesca Bentoglio, Paradiso (TI), und Olivier Dinichert,
Rüfenacht (BE). Gegen tausend Jugendliche aus der Schweiz haben sich
bereits für die Weltjugendtage angemeldet. Die Bischöfe erhoffen
sich eine noch grössere Anzahl von Einschreibungen bis Ende Juni. Anmeldeformulare
sind bei den Ordinariaten und Pfarreien erhältlich.
Alle Gläubigen in der Schweiz sind eingeladen, am 25. September in
Rom zusammen mit den Bischöfen das Fest des Heiligen Bruder Klaus am
Grabe des Apostels Petrus zu feiern. Nach dem Gottesdienst am 25. September
in der St. Petersbasilika wird Papst Johannes Paul II. alle Teilnehmenden
aus der Schweiz willkommen heissen.
Die Schweizer Bischöfe haben mit Dank die Jahresberichte der Pastoralplanungskommission
(PPK), der Kommission Ehe und Familie (E+F), der Kirchlichen Frauenkommission
(KFK), der Katechetischen Kommission (KKS), der Liturgischen Kommission
(LKS) sowie auch den Bericht über die konstituierende Versammlung des
Schweizerischen Katholischen Missionsrates (SKM) entgegengenommen.
Im Weiteren hat die SBK den Jahresbericht der Arbeitsgemeinschaft der christlichen
Kirchen in der Schweiz (AGCK) zur Kenntnis genommen.
Das Präsidium der SBK informierte die Bischöfe über eine Aussprache mit einer Delegation der «Gesellschaft Minderheiten in der Schweiz GMS», der «Stiftung Erziehung» und der «Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus GRA» unter der Leitung von Dr. Sigi Feigel. Gemeinsam wurde die Bekämpfung der Gewalt, des Faschismus und des Antisemitismus in der Gesellschaft beraten und die Umsetzung der Anregungen besprochen, die in der Erklärung der Schweizer Bischöfe enthalten sind.
Die SBK wird anlässlich der nächsten Vollversammlung der Bischofssynode, die im Herbst 2001 in Rom stattfinden wird, durch Mgr. Norbert Brunner, Bischof von Sitten, vertreten sein. Bischöfe aus der ganzen Welt werden sich mit dem Thema «Der Bischof als Diener des Evangeliums Jesu Christi für die Hoffnung der Welt» befassen.
Die Pastoral- und die Verwaltungskommission der migratio (Kommission
der Schweizer Bischofkonferenz für Migration, vorm. SKAF) haben verschiedene
Anträge der SBK unterbreitet. Es geht um neue Pastoralstrukturen der
Philippinen-, Slowenen- und Slowakenseelsorge in der Schweiz, die diese
enger mit schweizerischen pfarreilichen Strukturen verbinden sollen. Die
Bischöfe befürworten diese pastoralen Anpassungen, die den aktuellen
Bedürfnissen dieser Sprachmissionen gerecht werden.
Im Weiteren wurden die Jahresberichte der Polen- und der Kroatenseelsorge
in der Schweiz entgegengenommen.
Die SBK hat das Projekt «Charta Oecumenica» beraten, welche eine engere Zusammenarbeit der Kirchen in Europa fördern will. Der Entwurf der Charta wurde von der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und vom Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) verfasst. Diese «Charta Oecumenica» wird eine Umsetzung von Beschlüssen der Europäischen Ökumenischen Versammlungen von Basel (1989) und Graz (1997) sein. Die Schweizer Bischöfe begrüssen diese Initiative, die im Dienste der Einheit aller Christen Europas steht. Neben der AGCK hat sich auch die Ökumene-Kommission der SBK mit diesem Entwurf befasst.
Die SBK hat vom Jahresbericht des Vereins ESE.02 Kenntnis genommen. Das
Dokument stellt die Tätigkeiten der ESE.02 vor, unter anderem die Ausarbeitung
des Projektes «Un ange passe» der christlichen Kirchen an der
Expo.02. Des Weiteren liefert das Dokument wesentliche Informationen betreffend
die «Events», die im Rahmen der Expo.02 stattfinden werden.
Die Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Expo.02 hat sich stark verändert.
Herrschte früher oft ein Klima des Misstrauens gegenüber den «Institutionen»,
stehen heute die Menschen, die in diesen Institutionen arbeiten, im Vordergrund.
Die SBK hat als neuen geistlichen Begleiter der «Pro Filia» Schweiz Herrn Pfr. Dr. Agnell Rickenmann ernannt. «Pro Filia» ist ein katholischer Verband, der sich zum Ziel setzt, der weiblichen Jugend bei der Lösung ihrer Bildungs-, Berufs- und Lebensfragen zu helfen. Insbesondere setzt sich «Pro Filia» in der Bahnhofhilfe ein.
Die SBK hat ihre katholische Delegation in der Orthodox/Römisch-katholischen
Gesprächskommission (ORGK) vervollständigt mit der Ernennung von:
P. Basilius Welscher OSB, Freiburg.
Die SBK hat folgende Mitglieder der PPK für die Amtsperiode 20002003
wiedergewählt bzw. bestätigt:
Herrn José Amrein-Murer, Luzern,
Frau Rita Bausch, Weinfelden,
Herrn Pfr. Sandro Bonetti, Coldrerio,
P. Orlando Gaido, Delémont,
Frau Claudia Mennen, Wettingen,
Herrn Pfr. Reto Müller, Zürich,
Frau Lisbeth Studhalter-Schnyder, Einsiedeln.
Als Vertreter des Fastenopfers:
Herrn Dr. Toni Bernet-Strahm, Luzern.
Als Vertreterin der RKZ:
Frau Gabriele Manetsch-Sacher, Basel.
Als Vertreter der Diözesen:
Herrn Bischofsvikar Markus Büchel, St. Gallen,
Herrn Domherr Christoph Casetti, Chur,
Herrn Generalvikar Josef Zimmermann, Sitten,
Herrn Diakon Hans-Rudolf Häusermann-Aumayer, Solothurn.
Als Vertreter der SBK:
Herrn P. Dr. Roland-B. Trauffer OP, Freiburg.
Die Katholiken in der ganzen Welt werden jedes Jahr um diese Zeit aufgerufen,
ihre Solidarität mit Papst Johannes Paul II. in besonderer Weise zu
bezeugen. Der Peterspfennig dient dem Papst dazu, ausserordentliche karitative
Aktionen zu unterstützen oder selbst durchzuführen. Es geht also
nicht darum, die Reisen des Papstes quer durch die Welt und deren Publizität
zu finanzieren, wie es manchmal dem Vatikan unterschoben wird.
Jedes Jahr bittet uns das Staatssekretariat, all jenen zu danken, die durch
ihre Spende helfen, dem Peterspfennig seine Bedeutung zu geben. Ihnen allen
ein herzliches «Vergelts Gott».
Die Mitglieder der SKAF (Schweizerische Katholische Arbeitsgemeinschaft
für Ausländerfragen) haben an ihrer Jahresversammlung vom 31.
Mai 2000 eine Statuten- und Namensänderung beschlossen: «migratio
Kommission der Schweizer Bischofskonferenz für Migration».
Die Bischöfe haben der Namensänderung bereits zugestimmt.
«migratio» ist Stabskommission, Beratungsgremium und Ausführungsorgan
der Bischofskonferenz. Sie befasst sich vor allem mit den pastoralen, kulturellen
und sozialen Anliegen der in der Schweiz lebenden Ausländerinnen und
Ausländer. Sie koordiniert die Fremdsprachigenseelsorge und arbeitet
eng mit nationalen und internationalen Gremien zusammen.
Mit der Namensänderung haben die Delegierten auch dem Umbruch in der
Migration Rechnung getragen. Während die Einwanderung aus den umliegenden
Ländern rückläufig ist, hat die Zahl der aussereuropäischen
Immigrantinnen und Immigranten stetig zugenommen. Die Zahl der fremdsprachigen
Katholikinnen und Katholiken hat sich bei etwa 800000 weitgehend stabilisiert;
zunehmend ist vor allem der Anteil aus asiatischen und südamerikanischen
Ländern.
An der Jahresversammlung unter dem Thema «Die Religion und das Fremde»
stellten Dr. Hans-Ulrich Kneubühler, Soziologe, Universität Luzern,
und Dr. Barbara Waldis, Ethnologin, Universität Neuenburg, neue Forschungsergebnisse
aus ihren Fachgebieten vor. Diese Ergebnisse werden auch bedeutsam für
die Arbeit der Kommission migratio. Die Referate werden in der Reihe «migratio-
Dokumente» publiziert und können bezogen werden bei: migratio,
Neustadtstrasse 7, 6003 Luzern, Telefon 041-2100347, Fax 041-2105846, E-Mail
skaf@kath.ch
Am Sonntag, 4. Juni 2000, hat der Bischof von Basel, Dr. Kurt Koch, in der Pfarrkirche Heilig Geist von Suhr durch die Institutio folgende Personen in den kirchlichen Dienst aufgenommen:
Elisabeth Bernet-Eich von Obermumpf in Aarau,
Michael Brauchart von Hasle (BE) in Hünenberg,
Dorothee Fischer-Hollerbach von Freiburg (D) in Aarau,
Primo Grelli von Frontone (I) in Kreuzlingen-Emmishofen,
Wanda Huber-Hajduk von Buttisholz in Suhr,
Roger Kaiser-Messerli von Berneck in Meggen,
Stefan Keiser von Subigen in Menziken,
Gabriele Kieser von Baden-Baden (D) in Basel,
Erika Trüssel von Sumiswald in Emmen.
Am Sonntag, 2. Juli 2000, 15.00 Uhr, wird in der Pfarrkirche von Delémont
Weihbischof Denis Theurillat zwei Kandidaten zu Diakonen weihen.
Im Hinblick auf die Priesterweihe:
Patrick Werth von Delémont in Boncourt.
Zum ständigen Diakon:
Didier Berret-Lovis von Cornol in Delémont.
Priester und Diakone, die an der Feier teilnehmen, sind eingeladen, Albe und weisse Stola mitzubringen. Pastoralassistentinnen und Pastoralassistenten sind eingeladen, an der Feier mit Albe teilzunehmen.
Im Auftrag des Pastoralamtes wurde im Frühling 1999 im Bistum Basel
eine Gesamtbefragung der pfarreilichen Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter
bezüglich Aufgaben, Integration und Selbstverständnis durchgeführt.
Die statistische Auswertung wurde vom SPI in St. Gallen durchgeführt.
Nun liegt der Auswertungsbericht vor, der von einer Arbeitsgruppe und unter
Begleitung durch das SPI erstellt wurde. Nebst der Auswertung verfasste
die Arbeitsgruppe auch einen kurzen Kommentar mit weiterführenden Fragen.
Der Bericht wird für die Diskussion über die künftige Entwicklung
der professionellen Sozialarbeit im Rahmen der Pfarrei-seelsorge hilfreich
sein. Er eignet sich aber auch als Diskussionsgrundlage für Pfarreien
und Kirchenbehörden, die sich über die Schaffung eines Pfarreisozialdienstes
Gedanken machen oder einen bereits bestehenden Sozialdienst neu überprüfen
möchten. Eine inhaltliche Darstellung des Berichtes wird zu einem späteren
Zeitpunkt folgen.
Der Bericht ist zu beziehen beim Pastoralamt des Bistums Basel zu Fr. 8.
pro Exemplar zuzüglich Versandkosten.
Eine Erwachsenenbildungsstelle (50%) der römisch-katholischen Landeskirche des Kantons Aargau wird für eine Theologin/einen Theologen zur Wiederbesetzung ausgeschrieben (siehe Inserat). Interessierte melden sich bitte bis zum 6. Juli 2000 beim Diözesanen Personalamt, Baselstrasse 58, 4501 Solothurn, oder E-Mail personalamt@bistum-basel.ch
Die auf August 2001 vakant werdende Pfarrstelle der Pfarrei Liestal (BL) wird für einen Pfarrer zur Neubesetzung ausgeschrieben. (siehe Inserat). Interessenten melden sich bis am 12. August 2000 beim Diözesanen Personalamt, Baselstrasse 58, 4501 Solothurn, oder E-Mail personalamt@bistum-basel.ch
Die ab Mitte November 2000 vakante Pfarrstelle Menzingen im Seelsorgeverband Menzingen-Neuheim wird für einen Pfarrer zur Wiederbesetzung ausgeschrieben (siehe Inserat). Interessenten melden sich bitte bis zum 13. Juli 2000 beim Diözesanen Personalamt, Baselstrasse 58, 4501 Solothurn, oder E-Mail personalamt@bistum-basel.ch
Bischof Amédée Grab ernannte:
Josef Mächler, Pfarrer in Zollikon (ZH), zusätzlich zum Pfarradministrator
der Pfarrei St. Michael, Zollikerberg (ZH);
Dante Baiguini zum Seelsorger der Missione cattolica italiana Oberengadin
(GR).
Hugo Imhof, Vikar in Bürglen (UR)
Der Verstorbene wurde am 2. Dezember 1960 in Zug geboren und am 18. November
1990 zum Priester geweiht. Vom Dezember 1990 bis 1994 wirkte er in der Pfarrei
Reichenburg (SZ) als Pfarradministrator, darnach war er vom August 1994
bis Juli 1996 Vikar in Urdorf (ZH) und ab August 1996 Vikar in Bürglen
(UR). Am frühen Morgen des 4. Juni 2000 hat er auf der Rückfahrt
von einer Pilgerreise nach Lourdes unerwartet seine irdische Pilgerreise
beendet. Bestattet wurde er am 9. Juni 2000 in Arth.
Am Mittwoch, 24. Mai 2000, fand im Bildungshaus Notre-Dame du Silence in Sitten die letzte ordentliche Sitzung des Priesterrates in dieser Amtsperiode (19962000) statt. Von den 33 Ratsmitglieder waren 31 anwesend sowie Bischof Norbert Brunner, die Generalvikare Robert Mayoraz und Josef Zimmermann und Bischofsvikar Bernard Broccard. Die Versammlung wurde vor allem dazu benutzt, eine Bilanz über die vergangene Periode zu ziehen und einen Ausblick in die Zukunft zu machen. Anstelle der Herbstversammlung wird ein Diözesaner Priestertag durchgeführt.
Der Präsident des Priesterrates, Regens Stefan Roth, erinnerte in
seinem Rückblick an die Traktanden, die an den acht vergangenen Sitzungen
behandelt wurden. Es ging dabei zum Beispiel um folgende Fragen: Wie kann
im Bistum eine grössere Gemeinschaft der Priester erreicht werden?
Der schulische und ausserschulische Religionsunterricht. Fragen der Pfarreikatechese.
Der wachsende Priestermangel wie gehen wir damit um? Seelsorge am
Seelsorger.
Der Priestermangel sei ein Thema, so der Präsident, das den Priesterrat
auch in Zukunft immer wieder beschäftigen wird. Damit verbunden sei
auch die Frage, welches Priesterbild die Priester den jungen Menschen vermitteln
und was die Geistlichen tun können, um Berufungen zu fördern.
Als Folge dieses Mangels werde es in Zukunft Pfarreien geben, in denen nicht
mehr jeden Sonntag eine Messe gefeiert werden kann. Daher habe man sich
einmal an einer Sitzung ausschliesslich mit dem Thema Wortgottesfeiern am
Sonntag in den Pfarreien befasst.
Die Herbstsitzung 1999 wurde als eine besonders wertvolle Sitzung gehalten.
Sie war dem Thema Seelsorge am Seelsorger gewidmet. Der Referent Markus
Thürig ging dabei der Frage nach, ob es auch in unserem Bistum eine
weitergehende Priesterseelsorge braucht, die den Geistlichen neue und den
heutigen Verhältnissen angepasste Möglichkeiten bietet, vermehrt
Zusammenhalt und bei Fragen oder beruflichen Schwierigkeiten Hilfe von Fachleuten
zu erhalten.
Die für den Herbst vorgesehene Sitzung des Priesterrates wird für einmal nicht im üblichen Stil abgehalten. Statt dessen werden alle Priester am 8. November 2000 zu einem Priestertag ins Bildungshaus St. Jodern in Visp eingeladen. Dr. Markus Thürig wird nochmals zum Thema Seelsorge an den Priestern sprechen.
Die nächste ordentliche Versammlung des Priesterrates findet im kommenden Frühjahr statt. Sie wird die konstituierende Sitzung des neuen Priesterrates für die Amtsperiode 20012004 sein mit der Wahl des Präsidenten, des Vize-Präsidenten sowie des Büros.
Bischof Norbert Brunner richtete am Schluss der Sitzung einen Dank an die jetzigen und auch an die früheren Mitglieder des Priesterrates. Er erinnerte dabei an die Treue, mit der die Mitglieder an den Sitzungen teilgenommen haben und an «die direkten, offenen und mitbrüderlichen Kontakte und Gespräche sowohl im Büro als auch an den Vollversammlungen des Rates». Einen besonderen Dank richtete er an den Präsidenten, Stefan Roth, den Vize-Präsidenten Bernard Broccard und die Mitglieder des Büros.
Am Donnerstag, 25. Mai 2000, verlieh Bischof Norbert Brunner in der Kapelle
des diözesanen Priesterseminars in Givisiez dem künftigen Priesteramtskandidaten
Léonard Bertelletto von Sitten die Admissio.
Die Feier fand anschliessend an die jährliche Frühjahrssitzung
des Bischofsrates mit der Seminarleitung im Rahmen einer Eucharistiefeier
mit den Seminaristen statt.
Am Donnerstag, 8. Juni 2000, verlieh Bischof Norbert Brunner in der Kapelle
des kantonalen Kollegiums «Les Creusets», Sitten, ebenfalls
an Léonard Bertelletto die Dienstämter des Lektorates und des
Akolythates.
Anschliessend an die heilige Messe waren der Bischof, seine Mitarbeiter
und die Familie von Léonard Bertelletto zu einer kleinen Feier im
Foyer «Les Creusets» eingeladen, weil Léonard Bertelletto
hier während des Schuljahres 1999/2000 als Präfekt gearbeitet
hat.
Der Bischof von Sitten, Mgr. Norbert Brunner, hat folgende Ernennungen
für das Oberwallis vorgenommen:
Bruno Gmür, bisher Vikar in Brig, neu Pfarrer von Saas Almagell. Chorherr
Alexander Furrer, bisher Pfarrer von Saas Almagell tritt in seinen wohlverdienten
Ruhestand.
Valentin Studer, bisher Auxiliar in Albinen, neu Vikar im Teilzeitamt in
Brig. Seine Teilzeit-Aufgabe am Kollegium Brig behält er weiterhin.
Diakon Konrad Rieder, der zurzeit sein Pastoraljahr in Visperterminen absolviert,
wird neu Vikar in Zermatt. Markus Seibel, Pastoralassistent kehrt in sein
Heimatland nach Deutschland zurück.
Edy Imhof, Ständiger Diakon, ist für die Mithilfe in der Seelsorgearbeit
in der Region Fiesch beauftragt worden. Er wird seine Tätigkeit im
Vollamt ausüben.
Beat Venetz, Theologe, übernimmt neben seiner Tätigkeit im Kollegium
Brig ein Teilzeitamt in der Familienseelsorge für das Oberwallis.
Die Pfarreien Saas Grund und Saas Balen sowie Ried-Brig und Termen bekommen
auf das neue Seelsorgejahr je einen ausländischen Priester. Sie werden
vorgestellt, sobald die Niederlassungsbewilligung vorliegt.
Die Ernennungen treten zu Beginn des neuen Seelsorgejahres 2000/2001 in
Kraft.
Die Büros der Bischöflichen Kanzlei Sitten (und des Bischofshauses)
bleiben vom Samstag, 1. Juli, bis Montag, 31. Juli 2000, geschlossen. Anfragen
sind nach Möglichkeit schriftlich einzureichen. Ein Mitglied des Ordinariates
ist während dieser Zeit entweder über den Fax 072-3291836 oder
telefonisch über den Anrufbeantworter 027-3291818 zu erreichen.
Generalvikar Josef Zimmermann ist vom 23. Juli bis 18. August 2000 abwesend.
Prosper Follonier, alt Pfarrer
Am 7. Juni 2000 ist alt Pfarrer Prosper Follonier im Spital Gravelone in
Sitten im Alter von 83 Jahren gestorben.
Prosper Follonier wurde am 14. März 1917 in Mase geboren. Am 29. Juni
1941 erhielt er die Priesterweihe und war danach Vikar in Hérémence
(19411945), Seelsorger in «Fleurs-des-Champes» (19461956),
Rektor in Noës (19561958), Pfarrer von Arbaz (19581962),
Pfarrer von Vernamiège (19621973) und Pfarrer von Nax (19731982).
1982 trat er in seinen wohlverdienten Ruhestand und zog sich nach Mase zurück.
Am 7. Juni 2000 starb Prosper Follonier im Spital Gravelone in Sitten. Die
Beerdigung fand am 10. Juni 2000 in Mase statt.