25/2000

INHALT

Amtlicher Teil

 

Alle Bistümer

 

Pressecommuniqué der 248. Ordentlichen Versammlung der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) vom 5. bis 7. Juni 2000 in Einsiedeln (Benediktiner-Abtei)

Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) tagte vom 5. bis 7. Juni 2000 in Einsiedeln (Benediktiner-Abtei).
Die SBK freut sich auf die bevorstehende Weihe des neuen Weihbischofs der Diözese Basel, Mgr. Denis Theurillat. Die SBK dankt Papst Johannes Paul II. für diese Ernennung und versichert Weihbischof Theurillat ihrer brüderlichen Unterstützung.
Der Tradition entsprechend durfte die SBK den Apostolischen Nuntius in Bern, Mgr. Pier Giacomo De Nicolò, in Begleitung des Nuntiaturrates Mgr. Jude Thaddeus Okolo, willkommen heissen.
Die SBK hat mit Genugtuung von der Annahme des Universitätsgesetzes im Kanton Luzern und von der breiten Zustimmung, mit welcher dieses Gesetz angenommen wurde, Kenntnis genommen. Dieser Entscheid bekräftigt auch die Stellung der Theologischen Fakultät Luzern. Die SBK hofft auch auf eine gute Zukunft der übrigen theologischen Bildungsanstalten und wünscht eine weitere gute Zusammenarbeit.
Die SBK dankt den Schweizer Behörden für die rasche Unterstützungshilfe zugunsten der Opfer der Naturkatastrophen auf Sumatra und in der Türkei. Sie lädt alle ein, sich solidarisch zu zeigen.

Fastenopfer

Die Bischöfe wurden vom Präsidenten des Stiftungsrates, Bischof Dr. Ivo Fürer, über die gegenwärtige Lage im Fastenopfer orientiert. Sie nahmen dankbar zur Kenntnis, dass die im Januar beschlossenen Schritte zur Lösung der Konflikte weitergeführt wurden.
Die Bischofskonferenz ist überrascht über den Rücktritt der Direktorin, Frau Dr. Anne-Marie Holenstein, zum jetzigen Zeitpunkt. Sie dankt der scheidenden Direktorin für die engagierte Arbeit an der Spitze der Geschäftsleitung während der letzten fünf Jahre.
Die Bischofsonferenz ist überzeugt, dass Stiftungsrat und Geschäftsleitung das Werk im bisherigen Sinne weiterführen werden, so dass das Fastenopfer seine Ziele als Hilfswerk der Schweizer Katholiken und Katholikinnen immer besser erfüllen kann.
Im Einzelnen betreffen die laufenden Anstrengungen folgende Bereiche: der Dialog zur Klärung des Missionsverständnisses im Hinblick auf die Tätigkeit des Fastenopfers soll weitergeführt werden; die Voraussetzungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen geklärt und die Struktur des kirchlichen Hilfswerkes den heutigen Bedürfnissen angepasst werden; die Zusammenarbeit zwischen Bischöfen und Laien soll wie bisher weiter erfolgen.
Schliesslich hoffen die Bischöfe, dass die Neubesetzung der Direktion bald erfolgen kann.

Weltjugendtage und Schweizer Wallfahrt nach Rom im Jubeljahr 2000

Die Bischöfe haben eingehend über die verschiedenen Anlässe, die im Rahmen des Jubeljahres 2000 in den jeweiligen Diözesen stattfinden, informiert.
Die offizielle Delegation für das internationale Jugendforum im Rahmen der Weltjugendtage (15.­20.8.2000) wurde bestimmt: Sandra di Stasi, Vétroz (VS), Francesca Bentoglio, Paradiso (TI), und Olivier Dinichert, Rüfenacht (BE). Gegen tausend Jugendliche aus der Schweiz haben sich bereits für die Weltjugendtage angemeldet. Die Bischöfe erhoffen sich eine noch grössere Anzahl von Einschreibungen bis Ende Juni. Anmeldeformulare sind bei den Ordinariaten und Pfarreien erhältlich.
Alle Gläubigen in der Schweiz sind eingeladen, am 25. September in Rom zusammen mit den Bischöfen das Fest des Heiligen Bruder Klaus am Grabe des Apostels Petrus zu feiern. Nach dem Gottesdienst am 25. September in der St. Petersbasilika wird Papst Johannes Paul II. alle Teilnehmenden aus der Schweiz willkommen heissen.

Tätigkeitsberichte der Kommissionen der SBK

Die Schweizer Bischöfe haben mit Dank die Jahresberichte der Pastoralplanungskommission (PPK), der Kommission Ehe und Familie (E+F), der Kirchlichen Frauenkommission (KFK), der Katechetischen Kommission (KKS), der Liturgischen Kommission (LKS) sowie auch den Bericht über die konstituierende Versammlung des Schweizerischen Katholischen Missionsrates (SKM) entgegengenommen.
Im Weiteren hat die SBK den Jahresbericht der Arbeitsgemeinschaft der christlichen Kirchen in der Schweiz (AGCK) zur Kenntnis genommen.

Nacharbeit zur «Erklärung der Schweizer Bischöfe zum Verhalten der katholischen Kirche in der Schweiz zum jüdischen Volk während des 2. Weltkrieges und heute»

Das Präsidium der SBK informierte die Bischöfe über eine Aussprache mit einer Delegation der «Gesellschaft Minderheiten in der Schweiz GMS», der «Stiftung Erziehung» und der «Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus GRA» unter der Leitung von Dr. Sigi Feigel. Gemeinsam wurde die Bekämpfung der Gewalt, des Faschismus und des Antisemitismus in der Gesellschaft beraten und die Umsetzung der Anregungen besprochen, die in der Erklärung der Schweizer Bischöfe enthalten sind.

X. Vollversammlung der Bischofssynode 2001

Die SBK wird anlässlich der nächsten Vollversammlung der Bischofssynode, die im Herbst 2001 in Rom stattfinden wird, durch Mgr. Norbert Brunner, Bischof von Sitten, vertreten sein. Bischöfe aus der ganzen Welt werden sich mit dem Thema «Der Bischof als Diener des Evangeliums Jesu Christi für die Hoffnung der Welt» befassen.

migratio-Anträge an die SBK

Die Pastoral- und die Verwaltungskommission der migratio (Kommission der Schweizer Bischofkonferenz für Migration, vorm. SKAF) haben verschiedene Anträge der SBK unterbreitet. Es geht um neue Pastoralstrukturen der Philippinen-, Slowenen- und Slowakenseelsorge in der Schweiz, die diese enger mit schweizerischen pfarreilichen Strukturen verbinden sollen. Die Bischöfe befürworten diese pastoralen Anpassungen, die den aktuellen Bedürfnissen dieser Sprachmissionen gerecht werden.
Im Weiteren wurden die Jahresberichte der Polen- und der Kroatenseelsorge in der Schweiz entgegengenommen.

Charta Oecumenica CCEE/KEK

Die SBK hat das Projekt «Charta Oecumenica» beraten, welche eine engere Zusammenarbeit der Kirchen in Europa fördern will. Der Entwurf der Charta wurde von der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und vom Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) verfasst. Diese «Charta Oecumenica» wird eine Umsetzung von Beschlüssen der Europäischen Ökumenischen Versammlungen von Basel (1989) und Graz (1997) sein. Die Schweizer Bischöfe begrüssen diese Initiative, die im Dienste der Einheit aller Christen Europas steht. Neben der AGCK hat sich auch die Ökumene-Kommission der SBK mit diesem Entwurf befasst.

Christliche Kirchen an der Expo.02: ESE.02

Die SBK hat vom Jahresbericht des Vereins ESE.02 Kenntnis genommen. Das Dokument stellt die Tätigkeiten der ESE.02 vor, unter anderem die Ausarbeitung des Projektes «Un ange passe» der christlichen Kirchen an der Expo.02. Des Weiteren liefert das Dokument wesentliche Informationen betreffend die «Events», die im Rahmen der Expo.02 stattfinden werden.
Die Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Expo.02 hat sich stark verändert. Herrschte früher oft ein Klima des Misstrauens gegenüber den «Institutionen», stehen heute die Menschen, die in diesen Institutionen arbeiten, im Vordergrund.

Geistlicher Begleiter der «Pro Filia» Schweiz

Die SBK hat als neuen geistlichen Begleiter der «Pro Filia» Schweiz Herrn Pfr. Dr. Agnell Rickenmann ernannt. «Pro Filia» ist ein katholischer Verband, der sich zum Ziel setzt, der weiblichen Jugend bei der Lösung ihrer Bildungs-, Berufs- und Lebensfragen zu helfen. Insbesondere setzt sich «Pro Filia» in der Bahnhofhilfe ein.

Ernennungen

Die SBK hat ihre katholische Delegation in der Orthodox/Römisch-katholischen Gesprächskommission (ORGK) vervollständigt mit der Ernennung von:
P. Basilius Welscher OSB, Freiburg.

Die SBK hat folgende Mitglieder der PPK für die Amtsperiode 2000­2003 wiedergewählt bzw. bestätigt:
Herrn José Amrein-Murer, Luzern,
Frau Rita Bausch, Weinfelden,
Herrn Pfr. Sandro Bonetti, Coldrerio,
P. Orlando Gaido, Delémont,
Frau Claudia Mennen, Wettingen,
Herrn Pfr. Reto Müller, Zürich,
Frau Lisbeth Studhalter-Schnyder, Einsiedeln.

Als Vertreter des Fastenopfers:
Herrn Dr. Toni Bernet-Strahm, Luzern.

Als Vertreterin der RKZ:
Frau Gabriele Manetsch-Sacher, Basel.

Als Vertreter der Diözesen:
Herrn Bischofsvikar Markus Büchel, St. Gallen,
Herrn Domherr Christoph Casetti, Chur,
Herrn Generalvikar Josef Zimmermann, Sitten,
Herrn Diakon Hans-Rudolf Häusermann-Aumayer, Solothurn.

Als Vertreter der SBK:
Herrn P. Dr. Roland-B. Trauffer OP, Freiburg.


Der Peterspfennig

Die Katholiken in der ganzen Welt werden jedes Jahr um diese Zeit aufgerufen, ihre Solidarität mit Papst Johannes Paul II. in besonderer Weise zu bezeugen. Der Peterspfennig dient dem Papst dazu, ausserordentliche karitative Aktionen zu unterstützen oder selbst durchzuführen. Es geht also nicht darum, die Reisen des Papstes quer durch die Welt und deren Publizität zu finanzieren, wie es manchmal dem Vatikan unterschoben wird.
Jedes Jahr bittet uns das Staatssekretariat, all jenen zu danken, die durch ihre Spende helfen, dem Peterspfennig seine Bedeutung zu geben. Ihnen allen ein herzliches «Vergelts Gott».


«migratio ­ Kommission der Schweizer Bischofskonferenz für Migration»

Die Mitglieder der SKAF (Schweizerische Katholische Arbeitsgemeinschaft für Ausländerfragen) haben an ihrer Jahresversammlung vom 31. Mai 2000 eine Statuten- und Namensänderung beschlossen: «migratio ­ Kommission der Schweizer Bischofskonferenz für Migration». Die Bischöfe haben der Namensänderung bereits zugestimmt.
«migratio» ist Stabskommission, Beratungsgremium und Ausführungsorgan der Bischofskonferenz. Sie befasst sich vor allem mit den pastoralen, kulturellen und sozialen Anliegen der in der Schweiz lebenden Ausländerinnen und Ausländer. Sie koordiniert die Fremdsprachigenseelsorge und arbeitet eng mit nationalen und internationalen Gremien zusammen.
Mit der Namensänderung haben die Delegierten auch dem Umbruch in der Migration Rechnung getragen. Während die Einwanderung aus den umliegenden Ländern rückläufig ist, hat die Zahl der aussereuropäischen Immigrantinnen und Immigranten stetig zugenommen. Die Zahl der fremdsprachigen Katholikinnen und Katholiken hat sich bei etwa 800000 weitgehend stabilisiert; zunehmend ist vor allem der Anteil aus asiatischen und südamerikanischen Ländern.
An der Jahresversammlung unter dem Thema «Die Religion und das Fremde» stellten Dr. Hans-Ulrich Kneubühler, Soziologe, Universität Luzern, und Dr. Barbara Waldis, Ethnologin, Universität Neuenburg, neue Forschungsergebnisse aus ihren Fachgebieten vor. Diese Ergebnisse werden auch bedeutsam für die Arbeit der Kommission migratio. Die Referate werden in der Reihe «migratio- Dokumente» publiziert und können bezogen werden bei: migratio, Neustadtstrasse 7, 6003 Luzern, Telefon 041-2100347, Fax 041-2105846, E-Mail skaf@kath.ch


Bistum Basel

 

Institutio

Am Sonntag, 4. Juni 2000, hat der Bischof von Basel, Dr. Kurt Koch, in der Pfarrkirche Heilig Geist von Suhr durch die Institutio folgende Personen in den kirchlichen Dienst aufgenommen:

Elisabeth Bernet-Eich von Obermumpf in Aarau,
Michael Brauchart von Hasle (BE) in Hünenberg,
Dorothee Fischer-Hollerbach von Freiburg (D) in Aarau,
Primo Grelli von Frontone (I) in Kreuzlingen-Emmishofen,
Wanda Huber-Hajduk von Buttisholz in Suhr,
Roger Kaiser-Messerli von Berneck in Meggen,
Stefan Keiser von Subigen in Menziken,
Gabriele Kieser von Baden-Baden (D) in Basel,
Erika Trüssel von Sumiswald in Emmen.

Bischöfliche Kanzlei


Diakonenweihe

Am Sonntag, 2. Juli 2000, 15.00 Uhr, wird in der Pfarrkirche von Delémont Weihbischof Denis Theurillat zwei Kandidaten zu Diakonen weihen.
Im Hinblick auf die Priesterweihe:
Patrick Werth von Delémont in Boncourt.

Zum ständigen Diakon:
Didier Berret-Lovis von Cornol in Delémont.

Priester und Diakone, die an der Feier teilnehmen, sind eingeladen, Albe und weisse Stola mitzubringen. Pastoralassistentinnen und Pastoralassistenten sind eingeladen, an der Feier mit Albe teilzunehmen.

Seminar St. Beat Luzern
Priesterseminar des Bistums Basel
Christoph Sterkman, Regens


Pfarreisozialdienste ­ eine Umfrage im Bistum Basel

Im Auftrag des Pastoralamtes wurde im Frühling 1999 im Bistum Basel eine Gesamtbefragung der pfarreilichen Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter bezüglich Aufgaben, Integration und Selbstverständnis durchgeführt. Die statistische Auswertung wurde vom SPI in St. Gallen durchgeführt. Nun liegt der Auswertungsbericht vor, der von einer Arbeitsgruppe und unter Begleitung durch das SPI erstellt wurde. Nebst der Auswertung verfasste die Arbeitsgruppe auch einen kurzen Kommentar mit weiterführenden Fragen. Der Bericht wird für die Diskussion über die künftige Entwicklung der professionellen Sozialarbeit im Rahmen der Pfarrei-seelsorge hilfreich sein. Er eignet sich aber auch als Diskussionsgrundlage für Pfarreien und Kirchenbehörden, die sich über die Schaffung eines Pfarreisozialdienstes Gedanken machen oder einen bereits bestehenden Sozialdienst neu überprüfen möchten. Eine inhaltliche Darstellung des Berichtes wird zu einem späteren Zeitpunkt folgen.
Der Bericht ist zu beziehen beim Pastoralamt des Bistums Basel zu Fr. 8.­ pro Exemplar zuzüglich Versandkosten.

Hans-Rudolf Häusermann
Pastoralamtsleiter


Stellenausschreibungen

Eine Erwachsenenbildungsstelle (50%) der römisch-katholischen Landeskirche des Kantons Aargau wird für eine Theologin/einen Theologen zur Wiederbesetzung ausgeschrieben (siehe Inserat). Interessierte melden sich bitte bis zum 6. Juli 2000 beim Diözesanen Personalamt, Baselstrasse 58, 4501 Solothurn, oder E-Mail personalamt@bistum-basel.ch

Die auf August 2001 vakant werdende Pfarrstelle der Pfarrei Liestal (BL) wird für einen Pfarrer zur Neubesetzung ausgeschrieben. (siehe Inserat). Interessenten melden sich bis am 12. August 2000 beim Diözesanen Personalamt, Baselstrasse 58, 4501 Solothurn, oder E-Mail personalamt@bistum-basel.ch

Die ab Mitte November 2000 vakante Pfarrstelle Menzingen im Seelsorgeverband Menzingen-Neuheim wird für einen Pfarrer zur Wiederbesetzung ausgeschrieben (siehe Inserat). Interessenten melden sich bitte bis zum 13. Juli 2000 beim Diözesanen Personalamt, Baselstrasse 58, 4501 Solothurn, oder E-Mail personalamt@bistum-basel.ch


Bistum Chur

 

Ernennungen

Bischof Amédée Grab ernannte:
Josef Mächler, Pfarrer in Zollikon (ZH), zusätzlich zum Pfarradministrator der Pfarrei St. Michael, Zollikerberg (ZH);
Dante Baiguini zum Seelsorger der Missione cattolica italiana Oberengadin (GR).


Im Herrn verschieden

Hugo Imhof, Vikar in Bürglen (UR)
Der Verstorbene wurde am 2. Dezember 1960 in Zug geboren und am 18. November 1990 zum Priester geweiht. Vom Dezember 1990 bis 1994 wirkte er in der Pfarrei Reichenburg (SZ) als Pfarradministrator, darnach war er vom August 1994 bis Juli 1996 Vikar in Urdorf (ZH) und ab August 1996 Vikar in Bürglen (UR). Am frühen Morgen des 4. Juni 2000 hat er auf der Rückfahrt von einer Pilgerreise nach Lourdes unerwartet seine irdische Pilgerreise beendet. Bestattet wurde er am 9. Juni 2000 in Arth.


Bistum Sitten

 

Frühjahrssitzung des Priesterrates

Am Mittwoch, 24. Mai 2000, fand im Bildungshaus Notre-Dame du Silence in Sitten die letzte ordentliche Sitzung des Priesterrates in dieser Amtsperiode (1996­2000) statt. Von den 33 Ratsmitglieder waren 31 anwesend sowie Bischof Norbert Brunner, die Generalvikare Robert Mayoraz und Josef Zimmermann und Bischofsvikar Bernard Broccard. Die Versammlung wurde vor allem dazu benutzt, eine Bilanz über die vergangene Periode zu ziehen und einen Ausblick in die Zukunft zu machen. Anstelle der Herbstversammlung wird ein Diözesaner Priestertag durchgeführt.

Eine Bilanz

Der Präsident des Priesterrates, Regens Stefan Roth, erinnerte in seinem Rückblick an die Traktanden, die an den acht vergangenen Sitzungen behandelt wurden. Es ging dabei zum Beispiel um folgende Fragen: Wie kann im Bistum eine grössere Gemeinschaft der Priester erreicht werden? Der schulische und ausserschulische Religionsunterricht. Fragen der Pfarreikatechese. Der wachsende Priestermangel ­ wie gehen wir damit um? Seelsorge am Seelsorger.
Der Priestermangel sei ein Thema, so der Präsident, das den Priesterrat auch in Zukunft immer wieder beschäftigen wird. Damit verbunden sei auch die Frage, welches Priesterbild die Priester den jungen Menschen vermitteln und was die Geistlichen tun können, um Berufungen zu fördern. Als Folge dieses Mangels werde es in Zukunft Pfarreien geben, in denen nicht mehr jeden Sonntag eine Messe gefeiert werden kann. Daher habe man sich einmal an einer Sitzung ausschliesslich mit dem Thema Wortgottesfeiern am Sonntag in den Pfarreien befasst.
Die Herbstsitzung 1999 wurde als eine besonders wertvolle Sitzung gehalten. Sie war dem Thema Seelsorge am Seelsorger gewidmet. Der Referent Markus Thürig ging dabei der Frage nach, ob es auch in unserem Bistum eine weitergehende Priesterseelsorge braucht, die den Geistlichen neue und den heutigen Verhältnissen angepasste Möglichkeiten bietet, vermehrt Zusammenhalt und bei Fragen oder beruflichen Schwierigkeiten Hilfe von Fachleuten zu erhalten.

Priestertag

Die für den Herbst vorgesehene Sitzung des Priesterrates wird für einmal nicht im üblichen Stil abgehalten. Statt dessen werden alle Priester am 8. November 2000 zu einem Priestertag ins Bildungshaus St. Jodern in Visp eingeladen. Dr. Markus Thürig wird nochmals zum Thema Seelsorge an den Priestern sprechen.

Ausschau auf die nächste Amtsperiode

Die nächste ordentliche Versammlung des Priesterrates findet im kommenden Frühjahr statt. Sie wird die konstituierende Sitzung des neuen Priesterrates für die Amtsperiode 2001­2004 sein mit der Wahl des Präsidenten, des Vize-Präsidenten sowie des Büros.

Dank des Bischofs

Bischof Norbert Brunner richtete am Schluss der Sitzung einen Dank an die jetzigen und auch an die früheren Mitglieder des Priesterrates. Er erinnerte dabei an die Treue, mit der die Mitglieder an den Sitzungen teilgenommen haben und an «die direkten, offenen und mitbrüderlichen Kontakte und Gespräche sowohl im Büro als auch an den Vollversammlungen des Rates». Einen besonderen Dank richtete er an den Präsidenten, Stefan Roth, den Vize-Präsidenten Bernard Broccard und die Mitglieder des Büros.

Diözesaner Informationsdienst
des Bistums Sitten


Admissio ­ Lektorat und Akolythat

Am Donnerstag, 25. Mai 2000, verlieh Bischof Norbert Brunner in der Kapelle des diözesanen Priesterseminars in Givisiez dem künftigen Priesteramtskandidaten Léonard Bertelletto von Sitten die Admissio.
Die Feier fand anschliessend an die jährliche Frühjahrssitzung des Bischofsrates mit der Seminarleitung im Rahmen einer Eucharistiefeier mit den Seminaristen statt.
Am Donnerstag, 8. Juni 2000, verlieh Bischof Norbert Brunner in der Kapelle des kantonalen Kollegiums «Les Creusets», Sitten, ebenfalls an Léonard Bertelletto die Dienstämter des Lektorates und des Akolythates.
Anschliessend an die heilige Messe waren der Bischof, seine Mitarbeiter und die Familie von Léonard Bertelletto zu einer kleinen Feier im Foyer «Les Creusets» eingeladen, weil Léonard Bertelletto hier während des Schuljahres 1999/2000 als Präfekt gearbeitet hat.


Ernennungen

Der Bischof von Sitten, Mgr. Norbert Brunner, hat folgende Ernennungen für das Oberwallis vorgenommen:
Bruno Gmür, bisher Vikar in Brig, neu Pfarrer von Saas Almagell. Chorherr Alexander Furrer, bisher Pfarrer von Saas Almagell tritt in seinen wohlverdienten Ruhestand.
Valentin Studer, bisher Auxiliar in Albinen, neu Vikar im Teilzeitamt in Brig. Seine Teilzeit-Aufgabe am Kollegium Brig behält er weiterhin.
Diakon Konrad Rieder, der zurzeit sein Pastoraljahr in Visperterminen absolviert, wird neu Vikar in Zermatt. Markus Seibel, Pastoralassistent kehrt in sein Heimatland nach Deutschland zurück.
Edy Imhof, Ständiger Diakon, ist für die Mithilfe in der Seelsorgearbeit in der Region Fiesch beauftragt worden. Er wird seine Tätigkeit im Vollamt ausüben.
Beat Venetz, Theologe, übernimmt neben seiner Tätigkeit im Kollegium Brig ein Teilzeitamt in der Familienseelsorge für das Oberwallis.
Die Pfarreien Saas Grund und Saas Balen sowie Ried-Brig und Termen bekommen auf das neue Seelsorgejahr je einen ausländischen Priester. Sie werden vorgestellt, sobald die Niederlassungsbewilligung vorliegt.
Die Ernennungen treten zu Beginn des neuen Seelsorgejahres 2000/2001 in Kraft.


Ordinariatsferien

Die Büros der Bischöflichen Kanzlei Sitten (und des Bischofshauses) bleiben vom Samstag, 1. Juli, bis Montag, 31. Juli 2000, geschlossen. Anfragen sind nach Möglichkeit schriftlich einzureichen. Ein Mitglied des Ordinariates ist während dieser Zeit entweder über den Fax 072-3291836 oder telefonisch über den Anrufbeantworter 027-3291818 zu erreichen.
Generalvikar Josef Zimmermann ist vom 23. Juli bis 18. August 2000 abwesend.


Im Herrn verschieden

Prosper Follonier, alt Pfarrer
Am 7. Juni 2000 ist alt Pfarrer Prosper Follonier im Spital Gravelone in Sitten im Alter von 83 Jahren gestorben.
Prosper Follonier wurde am 14. März 1917 in Mase geboren. Am 29. Juni 1941 erhielt er die Priesterweihe und war danach Vikar in Hérémence (1941­1945), Seelsorger in «Fleurs-des-Champes» (1946­1956), Rektor in Noës (1956­1958), Pfarrer von Arbaz (1958­1962), Pfarrer von Vernamiège (1962­1973) und Pfarrer von Nax (1973­1982). 1982 trat er in seinen wohlverdienten Ruhestand und zog sich nach Mase zurück.
Am 7. Juni 2000 starb Prosper Follonier im Spital Gravelone in Sitten. Die Beerdigung fand am 10. Juni 2000 in Mase statt.


© Schweizerische Kirchenzeitung - 2000