19/2000 | |
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Amtlicher Teil |
Die Jahresversammlung der SKAF findet am Mittwoch, 31. Mai 2000, mit Beginn um 10.30 Uhr, im Hotel Alfa in Bern statt und steht unter dem Thema «Die Religion und das Fremde». Die beiden Vorträge «Kirchenbindung und die Beziehung zum Fremden» (Appartenance à l'Église et relation à l'autre) sowie «Différences de religions au quotidien» (Religiöse Unterschiede im Alltag) sind öffentlich. Die Referenten sind Dr. Hans-Ulrich Kneubühler, Universitäre Hochschule Luzern, Soziologe, und Dr. Barbara Waldis, Universität Neuenburg, Ethnologin. Eine Simultanübersetzung Deutsch-Französisch-Deutsch ist gewährleistet.
Jetzt sind die Anmeldungen notwendig, damit noch vor den Sommerferien die Reise und Unterkunft für das Weltjugendtreffen in Rom organisiert werden können. Die verteilten Prospekte zeigen verschiedene Möglichkeiten zum Teilnehmen:
A. 10.21. August: Vorprogramm in Florenz und Treffen in Rom (Fr. 520.)
B. 14.21. August: Weltjugendtreffen in Rom und Umgebung (Fr. 470.)
C. 18.21. August: Nur Abschluss-Weekend in Rom (Fr. 280.)
Alle Einzelnen und Gruppen müssen sich unbedingt anmelden (spätestens bis 20. Juni) im Sekretariat AG Rom 2000, c/o Jugendseelsorge, Auf der Mauer 13, 8023 Zürich, Telefon 01-2666923. Dort sind auch weitere Prospekte und Auskünfte erhältlich. Siehe auch Internet www.weltjugendtag.ch
Am Sonntag, 28. Mai 2000, 15.00 Uhr, wird in der Pfarrkirche St. Pankratius,
Hitzkirch, Diözesanbischof Dr. Kurt Koch folgende Diakone zu Priestern
weihen:
Fringeli Urs-Beat von Bärschwil in Hitzkirch;
Grüter Kurt von Geuensee und Romoos in Sins;
Küng Stefan von Allschwil und Gebenstorf in Döttingen.
Priester, die bei der Handauflegung mitwirken und konzelebrieren wollen,
mögen sich mit Tunika und weisser Stola um 14.30 Uhr im Pfarrhaus Hitzkirch
einfinden.
Am Sonntag, 4. Juni 2000, 15.00 Uhr, wird in der Pfarrkirche Heiliggeist,
Suhr (AG), Diözesanbischof Dr. Kurt Koch durch die Institutio in den
ständigen Dienst im Bistum aufnehmen:
Bernet-Eich Elisabeth von Obermumpf in Zetzwil;
Brauchart Michael von Hasle (BE) in Hünenberg;
Fischer-Hollerbach Dorothee von Freiburg (D) in Aarau;
Grelli Primo von Frontone (I) in Kreuzlingen-Emmishofen;
Huber-Hajduk Wanda von Buttisholz in Suhr-Gränichen;
Kaiser-Messerli Roger von Berneck in Meggen;
Keiser Stefan von Subigen in Menziken-Beinwil;
Kieser Gabriele von Baden-Baden (D) in Basel (Pfarramt für Industrie
und Wirtschaft);
Trüssel Erika von Emmenbrücke (St. Maria).
Seminar St. Beat Luzern
Priesterseminar des Bistums Basel
Christoph Sterkman, Regens
Die vakante Pfarrei Unterendingen (AG) im Seelsorgeverband Lengnau-Unterendingen-Würenlingen
wird für einen Gemeindeleiter zur Wiederbesetzung ausgeschrieben.
Die auf den 1. September 2000 vakant werdende Pfarrstelle von Ettingen (BL)
wird zur Neubesetzung für einen Pfarrer oder einen Gemeindeleiter/eine
Gemeindeleiterin ausgeschrieben.
Interessierte melden sich bitte bis zum 10. Juni 2000 beim Diözesanen
Personalamt, Baselstrasse 58, 4501 Solothurn, oder E-Mail personalamt@bistum-basel.ch
Ein ganz besonderer Tag war der Samstag der Osteroktav, 29. April, für
das Kloster Eschenbach (LU). Äbtissin Maria Lutgard Feierabend O. Cist.
wurde im Rahmen einer festlichen Eucharistiefeier unter dem Vorsitz des
Bischofs von Basel, Kurt Koch, sowie in Gegenwart von Generalabt Dr. Maurus
Esteva O. Cist., Rom, zur 19. Äbtissin des Klosters geweiht. Seit dem
7. Jahrhundert ist es liturgischer Brauch, dass Abt und Äbtissin nach
ihrer kanonischen Wahl eine kirchliche Weihe empfangen, der gewöhnlich
der Ortsbischof vorsteht.
«So etwas haben wir noch nie gesehen.» Mit diesen Worten begrüsste
P. Alberich Altermatt O. Cist., Spiritual des Klosters, die mehr als 600
Gäste, die zur Feier der Äbtissinnenweihe in die Pfarrkirche gekommen
waren, um im Rahmen einer festlichen Eucharistiefeier unter dem Vorsitz
des Bischofs von Basel, Kurt Koch, die Weihe von Maria Lutgard Feierabend
mitzufeiern. Zu Beginn des Gottesdienstes, der durch lateinische Gesänge,
durch Orgel- und Harfenspiel besonders festlich gestaltet war und auch in
die benachbarte Klosterkirche übertragen wurde, stellte die Priorin,
Schwester Maria Ruth, dem Bischof die am 25. Februar gewählte Äbtissin
vor und bat in einem rituellen Dialog um die Weihe. Nach dem Wortgottesdienst
und der Predigt des Bischofs erfolgte die eigentliche Weihehandlung, nachdem
die Äbtissin ihre Bereitschaft zum Dienst an ihren Mitschwestern, am
Orden und an der Kirche versprochen hatte. Während der Allerheiligenlitanei
lag die Schwester ausgestreckt auf den Altarstufen als Zeichen der Demut
und des Angewiesenseins auf Gott. Anschliessend kniete sie vor Bischof Koch
nieder, der dann das Segensgebet sprach und damit die eigentliche Weihe
vollzog. Er überreichte der neuen Äbtissin die Regel des heiligen
Benedikt, nach der die Zisterzienserinnen leben. Als Zeichen der Treue und
der Bindung gegenüber Gott und der Klostergemeinschaft steckte der
Bischof der Neugeweihten den Ring an mit den Worten: «Tragen Sie diesen
Ring als Zeichen Ihrer Treue.» Da nach alter Überlieferung die
Äbtissinnen der benediktinischen Orden einen Hirtenstab haben, übergab
der Bischof M. Lutgard den Stab als Zeichen ihres Hirtendienstes und sagte
dazu: «Tragen Sie Sorge für die Schwestern, die Ihnen anvertraut
sind und für die Sie einst Rechenschaft ablegen müssen.»
Dann erklang im Gottesdienst der von Chor und Volk gesungene und von Wolfgang
Fürlinger vertonte Wahlspruch: «Zeugin seiner Auferstehung».
Den Wahlspruch der 19. Äbtissin des 1292 gegründeten Klosters
hatte vorher auch Bischof Kurt Koch zum Ausgangspunkt seiner Homilie gemacht,
in der er von der österlichen Zeugenschaft sprach. Zeuge der Auferstehung
sein sei die grundlegende Eigenschaft eines jeden Getauften und einer jeden
Getauften, besonders jener, die einen kirchlichen Dienst übernehmen.
Der heilige Benedikt habe in seiner Regel deutlich gemacht, dass die Äbtissin
ihren Auftrag und ihre Verantwortung allein im Namen Gottes wahrnehmen kann.
Sie sei in erster Linie dazu berufen, die klösterliche Gemeinschaft
gegenüber Christus zu vertreten. Der Bischof ergänzte: «Angesichts
der zweitausendjährigen Tradition unserer Kirche ist dies durchaus
eine erstaunliche Aussage, dass die Äbtissin ihrer klösterlichen
Gemeinschaft gegenüber Christus, den Auferstandenen und in seinem Geist
Gegenwärtigen, vertritt und dazu geweiht wird.» Dann sprach der
Bischof davon, dass äbtliches Vor-Stehen sich als hirtliches «Vor-Sehen»
verwirklichen muss. Genau wie die Äbtissin soll auch die Schwesternschaft
im österlichen Geheimnis verwurzelt sein. «Denn zu Schwestern
werden die Mitglieder einer klösterlichen Gemeinschaft zutiefst dadurch,
dass sie sich gegenseitig als Geschwister Jesu Christi, des Auferstandenen,
anerkennen.» Ordensfrauen würden dadurch zu Schwestern, dass
sie sich «hörend dem Wort Gottes stellen und darin lernen, dem
Wort Gottes und so einander gehorsam zu sein». Der Bischof ergänzte.
«Denn einander gehorsam sind wir nur, wenn wir gemeinsam auf den auferstandenen
Christus hören und nur das voneinander verlangen, was dem Wort Gottes
gemäss ist.» Klösterliche Menschen bewiesen allein durch
ihr Dasein, «dass der Auferstandene so wirklich und so gegenwärtig
ist, dass er ein ganzes Leben auszufüllen vermag». Der Bischof
zitierte in diesem Zusammenhang Kardinal Suhard, der gesagt habe, Zeuge
sein bedeute, so zu leben, «dass unser Leben sinnlos wäre, wenn
Gott nicht existierte».
Einmalig wie der Tag war auch die Gästeliste. Neben Erzbischof Bruno
Heim und dem Generalabt der Zisterzienser, Maurus Esteva, waren auch Altabt
Leonhard Bösch OSB sowie Abt Berchtold Müller OSB vom Kloster
Engelberg anwesend. Aus Hauterive (FR) wurde Zisterzienserabt Mauro-Giuseppe
Lepori begrüsst. Das Zisterzienserinnenkloster La Maigrauge (FR) wurde
durch Äbtissin M. Gertrud Schaller vertreten, das von Frauenthal (ZG)
durch Äbtissin M. Charitas Meier und das von Magdenau (SG) von Äbtissin
M. Raphaela Pfluger. Aus dem Burgenland, nämlich dem Zisterzienserinnenkloster
Marienkron, war Äbtissin M. Rosaria Golsch gekommen. Am Gottesdienst,
der auch in die benachbarte Klosterkirche übertragen wurde, nahmen
neben den vielen Gläubigen übrigens auch mehr als 40 Priester
teil.
Bischof Amédée Grab ernannte:
Josef Lampert, bisher Pfarrer in Arosa, zum katholischen Seelsorger der
Spitäler und Anstalten auf dem Gebiet der katholischen Kirchgemeinde
Chur (Kantonsspital und Frauenspital sowie Altersheime Masans, Kantengut,
Riga und Sarona);
P. René Aebischer OP, Zürich, Pfarradministrator der Pfarrei
Heilig Kreuz, Oberrieden, zusätzlich zum Pfarradministrator der Pfarrei
St. Michael, Dietlikon;
P. Thomas Kuruvilla Cheruthone zum Vikar der Pfarrei Herz Jesu, Zürich-Wiedikon;
P. Samuel Mathew Kidangil zum Vikar der Pfarrei St. Franziskus, Bassersdorf
(ZH).
Die bischöfliche Missio canonica erhielten:
Gertrud Würmli, Uster, als Pastoralassistentin des Pfarradministrators
der Pfarrei St. Felix und Regula, Zürich, mit der Aufgabe als Gemeindeleiterin;
Friedhelm Krieger, Wetzikon, als Mittelschulseelsorger im Kanton Zürich;
Marcus Scholten, Winterthur, als Jugendseelsorger von Winterthur;
Norbert Hänsli, Zürich, als Psychologe in der katholischen Arbeitsstelle
für Jugendarbeit und Jugendberatung in Zürich;
Matthias Rupper als Pastoralassistent des Pfarradministrators der Pfarrei
Liebfrauen, Hinwil (ZH), mit der Aufgabe als Gemeindeleiter.
Am Samstag, 3. Juni 2000, um 9.30 Uhr, wird unser Diözesanbischof Amédée Grab den beiden Diakonen Gregor Barmet und Jürg Stuker in der Kathedrale Chur die Priesterweihe spenden. Im selben Weihegottesdienst wird Bischof Amédée Grab die beiden Priesteramtskandidaten Martin Camenzind und Erich Lehmann zu Diakonen weihen. Sie sind alle herzlich zu diesem Weihegottesdienst eingeladen. Die Priester, welche konzelebrieren werden, sind gebeten, sich bis spätestens Samstag, 27. Mai 2000, bei der Bischöflichen Kanzlei Chur anzumelden (Telefon 081-2522312). Bitte nehmen Sie Ihre Albe oder Tunika und eine weisse Stola mit. Besammlung im Bischöflichen Schloss um 9.10 Uhr. Der Einzug in die Kathedrale beginnt um 9.25 Uhr. Bischöfliche Kanzlei
Infolge Demission der bisherigen Amtsinhaber werden die folgenden Pfarreien
zur Wiederbesetzung ausgeschrieben:
Disentis/Mustér (GR)
Gurtnellen Dorf (UR)
Göschenen (UR)
Obersaxen (GR)
Infolge Demission des Gemeindeleiters wird ebenso die Pfarrei Dielsdorf
(ZH) zur Wiederbesetzung ausgeschrieben.
Interessenten mögen sich melden bis zum 2. Juni 2000 beim Sekretariat
des Bischofsrates, Postfach 133, 7002 Chur.
Der heute 66-jährige P. Walther Gaemperle SVD, seit 1982 katholischer
Universitätsseelsorger an der Universität St. Gallen Hochschule
für Wirtschafts-, Rechts- und Sozialwissenschaften (HSG), geht nächstes
Jahr in Pension. Als sein Nachfolger ab Sommer 2001 wurde Thomas Reschke-Bramlage
(Jg. 1964), Lüchingen, gewählt
Die eigens zusammengestellte Wahlkommission, bestehend aus Vertretern des
diözesanen Personalamtes, der Universität St. Gallen und der Trägerschaft
des Akademikerhauses sowie erfahrenen Universitätsseelsorgern konnte
ihren Wahlvorschlag, den sie Bischof Ivo Fürer präsentierte, aus
zahlreichen Bewerbungen machen. Die Wahl von Thomas Reschke erfolgte im
Einverständnis mit dem Administrationsrat des Kantons St. Gallen und
mit dem Präsidenten der katholischen Kirchgemeinde St. Gallen.
Der 1964 in Rendsburg (D) geborene Thomas Reschke hat seine Studien in Theologie,
Germanistik und Pädagogik an der Universität Münster/Westfalen
abgeschlossen. Seit 1995 wirkt er als Pastoralassistent im Seelsorgeverband
Rebstein-Marbach-Lüchingen. Vor zwei Jahren ist er zum Diakon geweiht
worden. Er wohnt in Lüchingen, ist verheiratet und Vater von vier Kindern.
Ein Bischof wie Ivo Fürer lässt sich nicht so leicht zwischen
zwei Buchdeckel pressen. Darum wurde er denn auch zu seinem 70. Geburtstag
nicht mit einer Festschrift beschenkt, sondern mit einem Fest in Gossau,
seinem Geburtsort. Mit Vertretern und Vertreterinnen von Kantons- und Stadtregierung,
von Universität, Bischofskonferenz, CCEE, dem Katholischen Kollegium
und der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St. Gallen waren alle
Bistumsangehörigen am Ostermontagnachmittag in den Fürstenlandsaal
geladen. Und gegen tausend sind ins «Offene Bistumshaus» gekommen.
Mit den Seelsorgenden, den Kirchenverwaltungs- und Pfarreiräten, den
freiwillig in der Kirche mitarbeitenden Frauen und Männern erfreulich
viele Familie mit kleinen und grösseren Kindern, die hier Kirche als
fröhliche Gemeinschaft erlebten.
Die acht Dekanate und die Missione Cattolica offerierten an Marktständen
aufgemöbelt mit Fotos der in ihnen beheimateten Pfarreien und
mit Geburtstagsglückwünschen zum Nulltarif leckere Spezialitäten
aus ihrer Region: Rheintaler Ribel, Käse, Biber, wunderschön verzierte
Brote, Chröpfli aus den Klöstern, Pizzas, Schüblig, Obstkuchen
und Glacés, Süssmost, Wein und Kaffee Ivo. Die Katholische Administration
stiftete den Wein, das Ordinariat die Ostereier zum Tütschen.
Ziel des Festes war die Begegnung. Sie fand statt bei den Marktständen,
an und zwischen den Tischen, beim Kommen und Gehen oder rund um den blühenden
Kirschbaum, der das Treibhaus gesprengt hatte. Der grosse, mit bunten Ballons
geschmückte Saal ermöglichte eine fröhliche ungezwungene
Marktatmosphäre. Man konnte den Darbietungen auf der Bühne folgen
oder sich mit Bekannten unterhalten. Die Dekanate hatten ja nicht nur für
die kulinarischen Genüsse gesorgt, sondern auch für Unterhaltung.
Mit Fanfaren begrüsste die Clairongarde Wil den Bischof, der begleitet
von Administrations- und Ordinariatsrat in einem Oldtimer-Postauto nach
Gossau gefahren worden war, die Bürgermusik Gossau gratulierte mit
einem Ständchen. Viel Applaus ernteten der St. Galler «Flade»-Chor
und der Gossauer Friedberg-Chor, die Appenzeller Streichmusik Küng,
das neckische Appenzeller Tänzli zweier Kinder, der Beitrag aus der
Kinderanimation und der symbolträchtige Balanceakt von Mädy Eugster
(Theater Rigolo). Ein Video erinnerte an die 18 Jahre, die Ivo Fürer
Generalsekretär des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen
war. «Das OK hat total getroffen, was mir Freude macht», konnte
Bischof Ivo, der hunderte von Händen geschüttelt hatte, in seinen
Schlussworten sagen. Kirche sei Gemeinschaft, und damit Gemeinschaft entstehe
und wachse, brauche sie auch das Fest. Er dankte allen und möchte
diesen Dank hier wiederholen die sich für das Fest engagiert
und in irgendeiner Form dazu beigetragen haben, dass dieses kleine Bistumstreffen
zustande kam und sowohl bei ihm als Jubilar wie auch bei den Gratulantinnen
und Gratulanten so gut angekommen ist.