18/2000 | |
INHALT | |
Amtlicher Teil |
Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) freut sich über die Ernennung von Herrn Bischofsvikar Denis Theurillat zum neuen Weihbischof der Diözese Basel durch Papst Johannes Paul II. Die SBK entbietet dem gewählten Weihbischof ihre besten Wünsche, begleitet ihn im Gebet und versichert ihn der Unterstützung für sein Wirken im Dienste der Diözese Basel und der Kirche in der Schweiz. Die Schweizer Bischöfe heissen Msgr. Denis Theurillat in der SBK herzlich willkommen.
Das diesjährige Hausgebet im Advent steht ganz im Zeichen von Wurzel
und Krippe. Auf der thematischen Grundlage von Textstellen bei Jesaja, insbesondere
Jes 11, und dem Stammbaum Jesu enthält das Hausgebet eine Kindergeschichte
zum Weitererzählen und verschiedene meditative Impulse sowie Gebete
und Lieder. Dazu kommen Anregungen zur Gestaltung der Advents- und Weihnachtszeit
zu Hause. Wie jedes Jahr wird das Thema des Hausgebets auch in einem Bastelbogen
für Katechese oder in der Familie weitergeführt.
Das Hausgebet erscheint auch in italienischer und rätoromanischer Sprache.
Das Hausgebet wird Mitte August allen in der Katechese Tätigen zusammen
mit einem Bestellformular direkt zugestellt.
Achtung! Neues Datum und neuer Ort für den Leiter- und Leiterinnenkurs
I: 18./19. November 2000 in Luzern.
Die Informationen und Anmeldungen werden den Pfarreien über die Bistumsversände
zugestellt oder sind abrufbar unter www.minis.ch
Wie bereits gemeldet, wird am 1. Juli 2000 in Einsiedeln aus Anlass des Heiligen Jahres ein Familientag stattfinden. Wir bitten alle Seelsorger höflichst, ihren Gläubigen in den Pfarreien diesen Tag zu empfehlen. Die Pfarrämter werden demnächst mit entsprechenden Unterlagen bedient.
Dr. René Aerni als Pfarrer von Wettingen (AG).
Die vakante Pfarrstelle Mühlau (AG) wird für einen Pfarrer
zu einem 60%-Pensum neu ausgeschrieben. Interessierte melden sich bitte
bis zum 23. Mai 2000 beim Diözesanen Personalamt, Baselstrasse 58,
4501 Solothurn, oder E-Mail personalamt@bistum-basel.ch
Die vakante Pfarrstelle Basel Allerheiligen wird für Gemeindeleiter/Gemeindeleiterin
zur Besetzung ausgeschrieben. Interessierte melden sich bitte bis zum 30.
Mai 2000 beim Diözesanen Personalamt, Baselstrasse 58, 4501 Solothurn,
oder E-Mail personalamt@bistum-basel.ch
Martin Müller, emeritierter Pfarrer, Neuheim (ZG)
Am 16. April 2000 starb in Neuheim der emeritierte Pfarrer Martin Müller.
Am 29. April 1919 geboren, empfing der Verstorbene 1946 in Solothurn die
Priesterweihe. Er wirkte als Hausseelsorger im Sanatorium Adelheid in Unterägeri
(19461955), als Vikar in Hasle (19551958), als Pfarrer in Finsterwald
(19581964) und in Neuheim (19641994). Von 1994 bis zu seinem Tod
war er emeritierter Pfarrer in Neuheim. Er wurde am 20. April 2000 in Neuheim
beerdigt.
Einen ganz besonderen Akzent erhielt die Chrisammesse im Bistum Basel
in diesem Jahr: Während des feierlichen Gottesdienstes für alle
Seelsorger und Seelsorgerinnen am Montag in der Karwoche in der St.-Ursen-Kathedrale
in Solothurn gab Bischof Kurt Koch die Ernennung von Abbé Denis Theurillat
zum neuen Weihbischof bekannt. An der Eucharistiefeier nahm auch der Apostolische
Nuntius in der Schweiz, Erzbischof Pier Giacomo de Nicolò, teil.
Zur Eröffnung des Gottesdienstes, der durch Orgel- und Trompetenspiel
musikalisch besonders festlich war, wurde eine Ikone der Heiligen Dreifaltigkeit
feierlich verehrt. Dabei betete der Bischof: «Gepriesen bist Du, Gott
Vater, Sohn und Heiliger Geist, Heilige Dreifaltigkeit, Du versammelst uns
im einen Volk der Kirche, und öffnest uns für Deine göttliche
Gemeinschaft.»
Nachdem die Priester, Diakone und Laientheologen/Laientheologinnen im kirchlichen
Dienst des Bistums ihr Treueversprechen erneuert hatten, erfolgte die Weihe
der heiligen Öle für die Kranken und die Katechumenen und für
das Chrisam, die liturgische Handlung, die dem Gottesdienst seinen Namen
gab. Dann salbten der Apostolische Nuntius, der Bischof sowie die konzelebrierenden
Priester die Gläubigen in Erinnerung ihrer Taufweihe mit den Worten:
«Der Vater von Jesus Christus erfülle und stärke dich mit
dem Heiligen Geist.»
Die Gemeinschaft, die Urbild der heiligen Dreifaltigkeit ist, stand auch
im Mittelpunkt der Predigt von Bischof Kurt Koch. Er sprach zunächst
von den beiden Hauptströmungen in der heutigen Zeit, dem Individualismus
und dem Kollektivismus. Diese miteinander zu versöhnen sei gerade auch
die Kirche berufen, so wie es der Mailänder Erzbischof Kardinal Martini
ausgedrückt habe. Die Kirche sei verpflichtet, sich für die «Verschmelzung
der beiden Gegebenheiten einzusetzen, der Freiheit nämlich und der
Gemeinschaft» und dabei von ihrer trinitarischen Sicht auszugehen.
Das gegenwärtig gefeierte Jubeljahr, das im Zeichen der Verlebendigung
des «fundamentalen Glaubensgeheimnisses der göttlichen Dreifaltigkeit
steht», solle ein «einziger, ununterbrochener Lobgesang auf
die Dreifaltigkeit, auf den Allerhöchsten sein».
Wenn Gott ganz und gar Beziehung, Mitteilung und sich verströmendes
Leben ist, dann ergeben sich aus diesem Gottesgeheimnis praktische Konsequenzen
für das Leben im Glauben. Die Kirche sei das Abbild der trinitarischen
Gemeinschaft. Diese «Ikone der Trinität» zeige sich in
der Einheit von Universal- und Ortskirche. «Als Gemeinschaft von Gemeinschaften
hat sie ihr Urbild und ihren Urgrund im Geheimnis der göttlichen Dreifaltigkeit
und ist deshalb berufen, diese trinitarische Einheit in Vielfalt und Vielfalt
in Einheit glaubwürdig darzustellen.» Der Bischof betonte, eine
solche «Gemeinschaft von Gemeinschaften» sei aber auch das Bistum.
Das zeige sich auch in der Chrisammesse, die die sakramentale Dimension
der kirchlichen Gemeinschaft von Gemeinschaften aufzeige und die Quelle
aller kirchlichen Sendung sichtbar mache. Diese gründe in der Salbung
durch den Heiligen Geist, die den Menschen in der Taufe zuteil werde. Der
Bischof fügte hinzu: «Dieses Taufpriestertum aller Glaubenden
zu stärken ist aber auch der Sinn und das Ziel unseres diözesanen
Projektes der Glaubensvertiefung: ÐAls Getaufte lebenð.» Im
Dienst des Taufpriestertums stehe das ordinierte Priestertum. «Es
hat in seiner sakramentalen Zeichenhaftigkeit sichtbar darzustellen und
zu bezeugen, dass die Gemeinschaft der Kirche sich die Sakramente nicht
selbst geben kann, dass sie sie nur vom Herrn her durch die Vermittlung
der einen Kirche empfangen kann. Deshalb bedarf es zur Feier der Sakramente,
vor allem der Eucharistie, des priesterlichen Dienstes.»
Am Schluss der Eucharistiefeier gab Bischof Kurt Koch die Ernennung von
Bischofsvikar Denis Theurillat zum Weihbischof bekannt. Er stellte ihn kurz
vor und dankte besonders dem Apostolischen Nuntius für sein grosses
Engagement in dieser Frage. Nach einigen Dankesworten des designierten Weihbischofs
und einer Ansprache des Erzbischofs de Nicolò sang dieser zum Schluss
der Messe den Dank an die Gottesmutter: «Salve Regina».