13/2000 | |
INHALT | |
Amtlicher Teil |
Das von der Kongregation für den Klerus organisierte Jubiläum der Priester findet vom 14. bis 18. Mai 2000 in Rom statt. Das Programm und die Dokumente zur Einschreibung stehen in den jeweiligen Bischöflichen Ordinariaten zur Verfügung.
Die Römisch-Katholische Zentralkonferenz der Schweiz (RKZ) führte
am 18. März 2000 unter der Leitung von Präsident Dr. Peter Plattner
ihre Frühjahresversammlung in Solothurn durch, in Verknüpfung
mit dem Synodalrat der römisch-katholischen Synode des Kantons Solothurn.
Der rote Faden, der alle Verhandlungspunkte durchzog, war die enge Verbindung
der staatskirchenrechtlichen Körperschaften mit dem pastoralen und
diakonischen Wirken der Kirche.
Die Versammlung genehmigte den Jahresbericht und die Jahresrechnung 1999.
Die RKZ konnte einen Kredit von Fr. 5170000. aus Beiträgen der
kantonalkirchlichen Organisationen (aufgrund von Kirchensteuern) für
die Mitfinanzierung sprachregionaler und gesamtschweizerischer Institutionen
und Projekte zur Verfügung stellen.
Genehmigt wurden auch die Berichte der Delegierten, über welche die
RKZ in anderen Organisationen vertreten ist: in der Pastoralplanungskommission
der Bischofskonferenz, im Aktionsrat des Fastenopfers, im Vorstand der Caritas
Schweiz, in der Schweizerischen Katholischen Arbeitsgemeinschaft für
Ausländerfragen (SKAF), im Vorstand der Katholischen Internationalen
Preseagentur (KIPA), im Kuratorium des Instituts für Kirchenrecht und
Staatskirchenrecht der Universität Freiburg.
Die RKZ nahm zur Kenntnis, wie die Vorbereitungen zur Präsenz der Kirchen
an der EXPO.02 verlaufen. Wenn die geplanten Projekte tatsächlich zur
Ausführung kommen, müssen die Kirchen rund zwei Mio. Franken dafür
einsetzen. Die Hälfte wird auf die katholische Kirche entfallen. Die
Versammlung gab dem Präsidium den Auftrag, der nächsten Versammlung
im Juni 2000 einen Finanzierungsplan vorzulegen.
Das Präsidium berichtete über das Treffen, das es am Vorabend
der Plenarversammlung mit dem Ortsbischof Dr. Kurt Koch führen konnte.
Dabei wurden Fragen erörtert, die der Basler Bischof in der letzten
Zeit wiederholt zur Bedeutung der Kirchgemeinden und kantonalkirchlichen
Organisationen aufgeworfen hat. Es wurde betont, dass die öffentlich-rechtlichen
Körperschaften von ihrer Natur her nicht im Widerspruch zu den pfarreilichen
und diözesanen Instanzen stehen, sondern mit ihnen partnerschaftlich
zusammenzuwirken haben.
Mit dem Namen unseres Diözesanpriesters Josef Wolf, der in Burundi
tätig ist, werden Fax-Briefe aus Benguela (Burkina Faso) in die Schweiz,
vor allem in den Kanton Zug, gesandt. Da Josef Wolf nie in Burkina Faso
war, sind diese Bettelbriefe angeblich für die Heilungskosten
zu Gunsten eines jungen Bischofs Fälschungen.
Das einzige Konto von Josef Wolf: Schönstattpatres Horw, Postkonto
60-14377-2, int. Konto 0620.
Bischof Amédée Grab hat Josef Annen, den Pfarrer von St.
Peter und Paul, Winterthur, auf den 1. September 2000 zum neuen Regens des
Priesterseminars St. Luzi in Chur ernannt.
Dr. Josef Annen, geboren am 25. Juli 1945, hat nach der Matura in Altdorf
in Chur und Tübingen das Philosophie- und Theologiestudium absolviert.
Nach seiner Priesterweihe am 7. April 1973 war er Vikar in St. Peter und
Paul, Winterthur, promovierte nach 3-jährigem Studium in Münster
(D) 1979 zum Dr. theol., worauf er acht Jahre in der Jugendseelsorge tätig
war. Seit 1987 ist er Pfarrer in Winterthur.
Der bisherige Regens, Dr. Peter Rutz, wird ihn während der Einarbeitung
unterstützen und auch den Pastoralkurs 2000/2001 leiten. Dr. Rutz bleibt
ausserdem Professor der Philosophie an der Theologischen Hochschule Chur.
Um seinen Entscheid zu kommentieren, hat Bischof Amédée Grab
an alle Priester und Diakone des Bistums sowie an alle in der Seelsorge
Mitarbeitenden einen Brief geschrieben, der auf der homepage des Bistums
Chur (www.bistum-chur.ch) eingesehen werden kann.
Infolge Demission der bisherigen Amtsinhaber werden folgende Pfarreien
zur Wiederbesetzung ausgeschrieben:
Kaplanei Kehrsiten (NW),
Lungern (OW),
St. Peter und Paul Winterthur (ZH).
Interessenten mögen sich melden bis zum 21. April 2000 beim Sekretariat
des Bischofsrates, Postfach 133, 7002 Chur.
Das Domkapitel hat Josef Wirth als Landkanoniker und Nachfolger von Kanonikus
Pfarrer Albert Brunner, Sargans, gewählt. Er wird von Domdekan Markus
Büchel am Samstag, 13. Mai 2000, im Vorabendgottesdienst in der Kathedrale
St. Gallen in sein Amt als Kanonikus eingesetzt.
Da Albert Brunner im Januar und damit in einem «ungeraden» Monat
gestorben ist, war es an Bischof Ivo Fürer, dem Domkapitel eine Fünferliste
zu präsentieren. Erfolgt die Demission oder der Tod eines Landkanonikers
in einem «geraden» Monat, dann stellt das Domkapitel die Fünferliste
selber zusammen. In beiden Fällen hat der Administrationsrat des Katholischen
Konfessionsteils ein Streichungsrecht von maximal zwei Namen.
Der als Sohn des Obermesmers im Schatten der Kathedrale aufgewachsene Josef
Wirth ist seit 1996 Pfarrer von Flawil und mit seinen 50 Jahren nun der
Jüngste im 13-köpfigen Domkapitel, das den Bischof wählt.
Nach seiner Priesterweihe im Jahr 1977 war Josef Wirth Vikar in St. Otmar-St.
Gallen. Bevor er 1982 die Kaplanstelle in Jona antrat, arbeitete er während
eines halben Jahres in einer Giesserei. Sein Engagement in der Jugendarbeit
führte dazu, dass er 1989 zum Bundespräses für Blauring und
Jungwacht gewählt wurde und dieses Amt bis 1996 ausübte. In dieser
Funktion war er Mitbegründer des Friedensdorfes in Flüeli, das
heute im freiburgischen Broc eine neue Heimat gefunden hat. Auch als Pfarrer
von Flawil fördert er die Friedensarbeit und präsidiert er den
Verein FriedensDorf.
Martial Moix, alt-Pfarrer
Am Samstag, 18. März 2000, ist in der Résidence in Sitten alt-Pfarrer
Martial Moix im Alter von 85 Jahren gestorben.
Martial Moix wurde am 10. April 1915 in St-Martin geboren und wurde am 25.
Juni 1939 in Sitten zum Priester geweiht. Er war von 1941 bis 1956 Pfarr-Administrator
von Venthône und danach wirkte er von 1956 bis 1962 als Missionar
in Kolumbien. In die Heimat zurückgekehrt, wurde Martial Moix zum Pfarrer
von Mase (19631981) ernannt und übernahm 1965 die Ausländerseelsorge
für die Spanier. Im Jahre 1981 verreiste er wieder in die Missionen
nach Peru und blieb dort bis 1988. Seit 1988 lebte er in Sitten in seinem
wohlverdienten Ruhestand.
Die Beerdigung von Martial Moix fand am Dienstag, 21. März 2000, in
St-Martin statt.