10/2000 | |
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Amtlicher Teil |
Mit diesem Leitmotiv aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gläubigen
im kleinasiatischen Kolossä hat Diözesanbischof Kurt Koch 1996
die Leitung des Bistums Basel übernommen.
Das II. Vatikanische Konzil sagt vom Diözesanbischof: «Bei der
Erfüllung ihrer Aufgabe zu lehren, sollen sie (die Bischöfe) den
Menschen die Frohbotschaft Christi verkünden; das hat den Vorrang unter
den hauptsächlichsten Aufgaben der Bischöfe. In der Kraft des
Geistes sollen sie die Menschen zum Glauben rufen oder im lebendigen Glauben
stärken. Das Geheimnis Christi sollen sie unverkürzt vorlegen,
jene Wahrheiten nämlich, deren Unkenntnis gleichbedeutend ist mit der
Unkenntnis Christi, desgleichen den Weg, den Gott geoffenbart hat, die Verherrlichung
Gottes und damit zugleich die ewige Seligkeit zu erlangen.»
Weit über die Bistumsgrenzen hinaus wissen viele Menschen zu schätzen,
was Bischof Kurt Koch in Wort und Schrift, in Predigten, Vorträgen
und Kursen verkündigt. Die reiche Erfahrung als Seelsorger und als
Aushilfe in den Pfarreien, als Lehrer am Katechetischen Institut, im Glaubenskurs
und als Professor der Luzerner Theologischen Fakultät spiegelt sich
in seiner Fähigkeit, sich der Zuhörerschaft in der Sprache anzupassen.
Als Lehrer bleibt Bischof Kurt Koch stets Hörer des Wortes, ob es das
Wort der Hl. Schrift ist, das Wort des Fachtheologen/der Fachtheologin oder
das Wort des Mitmenschen in Freud oder Leid. Ungezählte Menschen erinnern
sich dankbar an den Pastoralassistenten Koch in Sursee, den Vikar in Bern,
den Professor, den Bischof, der zuhören kann und als mitfühlender
Mensch mitgeht. Dass ihn sein weiter Horizont hindert, sich mit einseitigen
und ideologisch verengten Sichten zufrieden zu geben, weckt bisweilen Ärger,
aber spricht nicht unbedingt für die Verärgerten.
Einheit in Christus bedeutet für Bischof Kurt Koch auch Verantwortung
im weltweiten Bischofskollegium. Auch wenn die 10 Bistumskantone mit ihrer
Verschiedenheit hohen Anspruch stellen, schafft er sich Zeit für die
Kontakte zu den Mitbischöfen in der Schweiz, in der Regio Basileensis,
in Europa und in der Weltkirche. Nur im weltweiten Geben und Nehmen wird
die Eigenständigkeit des Bistums zum Beitrag an die katholische, das
heisst weltumspannende Kirche.
Wenn wir uns freuen, mit Bischof Kurt Koch am 15. März seinen 50. Geburtstag
zu feiern, zielen meine Segenswünsche vor allem dahin, dass Gottes
Geist ihm Licht, Kraft und Freude schenke, mit unserem Bistum auf das hohe
Ziel, «dass Christus in allem den Vorrang hat», unterwegs zu
bleiben. Und es dürfte unser sinnvollstes Geburtstagsgeschenk für
ihn sein, mit ihm diesen gemeinsamen Weg als Glaubensgemeinschaft entschlossen
und solidarisch zu gehen.
Die Erwachsenenfirmung in der St.-Johannes-Kapelle im Bischöflichen Ordinariat in Solothurn findet nicht am 19. März statt, sondern am Freitag, 19. Mai 2000, 18.00 Uhr.
Alfred Schai, emeritierter Professor, Zug
Am 26. Januar 2000 starb in Zug der emeritierte Professor Alfred Schai.
Er wurde am 23. März 1918 in Olten geboren. Sein Theologiestudium absolvierte
der Verstorbene in Luzern und Solothurn. Nach der Priesterweihe am 29. Juni
1944 lehrte er bis zu seiner Emeritierung als Professor am Kollegium St.
Michael in Zug. Seit 1964 wirkte er auch als Seelsorger für die spanisch
Sprechenden in Zug und Umgebung. Er wurde in Zug beerdigt.
August Isenmann, emeritierter Pfarrer, Auw (AG)
Am 27. Januar 2000 starb in Auw der emeritierte Pfarrer August Isenmann.
Am 12. November 1914 geboren, empfing der Verstorbene am 29. Juni 1944 in
Solothurn die Priesterweihe. Er wirkte als Vikar in Biberist (19441947)
und Binningen (19471956) und als Pfarrer in Meiringen (19561963)
und Schwaderloch (19631986). Von 1986 bis zu seinem Tod war er Seelsorger
im Maria-Bernarda-Heim in Auw. Er wurde am 2. Februar 2000 in den Priestergräbern
der Pfarrei Auw beerdigt.
Karl Freuler SMB, Immensee
Am 24. Februar 2000 starb in der Pflegeabteilung des Missionshauses Bethlehem
Karl Freuler. Er wurde am 5. Dezember 1912 in Basel geboren und absolvierte
dort eine Bauzeichnerlehre, bevor er sich für den Missionsberuf entschied.
1942 empfing er als Mitglied der Missionsgesellschaft Bethlehem in Immensee
die Priesterweihe. Nach Studien der Architektur an der ETH Zürich stand
er 19461948 im Dienst als Missionar in China.
Ab 1948 wirkte er in Tokio, wo er sich bald als Architekt im Dienst der
Kirche zu betätigen begann. 1952 ernannte ihn der Internuntius zum
«Obmann der Sektion für Architektur und Kunst im nationalen katholischen
Komitee von Japan». 1968 kehrte er in die Schweiz zurück und
war bis 1978 Vikar in Basel, Bruder Klaus, 1978 bis 1982 Kaplan in Magden/Rheinfelden.
1982 kehrte er als Pfarrresignat nach Basel zurück. 1998 übersiedelte
er in die Pflegeabteilung des Missionshauses Bethlehem. Er wurde in Immensee
am 29. Februar beerdigt.
Karl Renner, Mühlau (AG)
Am 28. Februar 2000 starb in Mühlau der Pfarrer und Wirteseelsorger
für die Kantone Aargau und Zug, Karl Renner. Am 23. Januar 1937 geboren,
empfing der Verstorbene am 19. März 1964 in Chur die Priesterweihe.
Er wirkte als Vikar in Küsnacht (ZH) (19641966). Von 19671973
widmete er sich dem Weiterstudium in München und Rom. Danach war er
Pfarrer in Bauen (UR) (19731982). Von 19821983 hielt er sich in
Pamplona, Spanien, zu weiteren Studien auf. Von 19841985 war er Pfarrer
in Hausen am Albis (ZH) und ab 1985 Pfarrer und Wirteseelsorger in Mühlau.
Er wurde am 8. März 2000 in Altdorf St. Martin beerdigt.
Die Chrisammesse mit Weihe der Öle findet am Montag, 17. April 2000,
um 10.00 Uhr, in der Kathedrale Chur statt. Dazu sind alle herzlich eingeladen.
Die Priester und Diakone werden gebeten, sich bis spätestens um 9.45
Uhr im Bischöflichen Schloss (1. Stock) einzufinden und ihre Albe und
eine weisse Stola mitzubringen.
Um 12.00 Uhr ist der Klerus zum Mittagessen in das Priesterseminar St. Luzi
eingeladen. Wir bitten die Priester und Diakone, welche an der Chrisammesse
teilnehmen, sich bis spätestens 7. April 2000 bei der Bischöflichen
Kanzlei Chur anzumelden. Die schriftliche Einladung mit Anmeldeformular
wird in den nächsten Tagen zugestellt.
Am 13. März 2000, 9.4516.00 Uhr, wird im Priesterseminar St.
Luzi, Chur, eine Recollectio für Diözesanpriester angeboten. Pater
Adelhard Signer OFMCap, Mels, hält zuerst eine kurze Betrachtung. Anschliessend
Beichtgelegenheit. Um 10.30 Uhr findet die Hl. Messe in der Kathedrale in
Konzelebration mit S. Ex. Diözesanbischof Amédée Grab
zur Gewinnung des Jubiläumsablasses statt (Konzelebranten bitte Albe
und violette Stola mitbringen). Um 14.00 Uhr hält Can. Christoph Casetti
einen Vortrag zum Thema «Leitideen zum Hl. Jahr 2000 unter besonderer
Berücksichtigung des Ablasses».
Es wird um telefonische Anmeldung gebeten (Telefon 081-2522012).
Infolge Demission des bisherigen Amtsinhabers wird die Pfarrei Medel/Lucmagn
(GR) zur Wiederbesetzung ausgeschrieben.
Interessenten mögen sich melden bis zum 31. März 2000 beim Sekretariat
des Bischofsrates, Postfach 133, 7002 Chur.
Für die Sommermonate stehen wieder einige ausländische Priester zur Verfügung. Es handelt sich hauptsächlich um Priester, die durch Ferienvertretungen ihr Studium verdienen möchten. Nähere Auskünfte sind zu erhalten beim Sekretariat des Bischofsrates, Postfach 133, 7002 Chur.