5/2000

INHALT

Amtlicher Teil

 

Bistümer der deutschsprachigen Schweiz

 

Dulliker Tagung für Theologie und Seelsorge

Zum Thema des Jubiläumsjahres 2000 spricht Bischof Kurt Koch am Montag, 14. Februar 2000 (9.30­16.30 Uhr), über «Ein neues Jahrtausend im Licht des trinitarischen Gottes-Geheimnisses». Dabei beleuchtet er die Communio als Lebenszentrum des dreieinen Gottes und die Berufung der Kirche, das Communio-Geheimnis Gottes auf Erden darzustellen. Anmeldungen jetzt im Franziskushaus Dulliken (Telefon 062-2952021).


OKJV: Neue Initiativen bei der katholischen Jugend

In der ersten OKJV-Sitzung 2000 berichten die verschiedenen katholischen Jugendverbände und -bewegungen über ihre Jahresprogramme und Schwerpunkte.
Es gibt Pläne für eine neue Jugendzeitschrift als Ersatz für das frühere «läbig» und «Lenz». Dafür wurden verschiedene Vorstudien gemacht. Noch ist nichts beschlossen, weil das Bedürfnis nicht klar ist: Braucht es eine neue katholische Jugendzeitschrift oder eher Themenhefte zur Firmung ab 17 Jahren?
Nach Herausgabe des neuen Katholischen Gesangbuches denkt man auch an ein neues Jugend-Liederheft. Das neue KG hat erfreulicherweise einige Lieder für Kinder und Jugendliche aufgenommen, doch davon gibt es noch viel mehr und immer wieder neue. Sie werden gerne in Jugend- und Familien-Gottesdiensten gesungen. Als Fortsetzung der weit verbreiteten Hefte Hallelu 1 und 2 wird an die baldige Herausgabe eines Hallelu 3 gedacht. Eine Konsultationsabstimmung in der OKJV zeigte, dass die Hälfte der Anwesenden dafür ist, die andere Hälfte zeigte sich noch unentschlossen.
Graziella Falone, Sekretärin der AG Rom 2000, erklärte ihre Hilfsangebote, damit Einzelne und Gruppen am nächsten Weltjugendtreffen vom 15. bis 20. August 2000 in Rom und Umgebung teilnehmen können. Dazu ist ein farbiges Prospekt-Plakat in den vier Landessprachen der Schweiz erschienen. Weitere Informationen und Reisevorschläge, auch für vorangehende Reisen in eine italienische Diözese vom 10. bis 14. August oder eine Reise zum Schlussweekend vom 18. bis 20. August 2000, werden nächstens erscheinen und können bei AG Rom 2000, Auf der Mauer 13, 8023 Zürich (Telefon 01-2666923), bestellt werden. Voranmeldung von Einzelnen oder Gruppen (oder ihrer Gruppenleiter) müssten bis Ende April erfolgen, definitive Anmeldungen bis zum 20. Juni bei der AG Rom 2000 in Zürich.
In die OKJV aufgenommen wurde die Bewegung «Jugend 2000», die sich besonders für die Glaubensvertiefung der Jugendlichen, für eine lebendige Kirche mit Jugendlichen und für die Weltjugendtreffen einsetzt.
Gesamtschweizerische Treffen von Jugendlichen haben bisher vor allem an den Weltjugendtreffen, zum Beispiel 1993 in Denver und 1995 in Manila stattgefunden. Daraus sind in den letzten Jahren Treffen von Verantwortlichen der katholischen Jugendarbeit in der Schweiz entstanden. Das Kontaktgremium mit ca. 12 Vertretern nennt sich CJCS: Coordination des Jeunes catholiques suisses. Nun wird ein grösseres Treffen für die katholischen Jugendverantwortlichen am 10. März 2001 in Aarburg geplant. Daran sollen 30 Jugendverantwortliche aus der deutschsprachigen Schweiz, 20 aus der französischen Schweiz und 10 aus dem Tessin teilnehmen.
Am 21. März 2000 werden fünf Jugendvertreter der OKJV mit der DOK zusammenkommen. Vertreter/Vertreterinnen und Themen werden bestimmt. Dabei wird auch betont, dass die Jugendlichen in der Kirche viele attraktive Angebote für Begegnungen und Treffen brauchen.
In der OKJV wird Wert auf gute spirituelle Impulse gelegt. Während der Weltgebetswoche für die Einheit aller Christen wurde an den früheren orthodoxen Patriarchen Athenagoras von Konstantinopel erinnert, der nicht nur wichtige Schritte in der Ökumene zwischen der orthodoxen und den westlichen Kirchen machte, sondern auch eine grosse Offenheit für die Jugend zeigte.

Weihbischof Martin Gächter


Bistum Basel

 

Ausschreibungen

Die auf den 1. August 2000 vakant werdende Pfarrstelle von Kriegstetten (SO) wird für einen Pfarrer zur Wiederbesetzung ausgeschrieben (siehe Inserat in dieser Ausgabe).
Die auf den 1. August 2000 vakant werdende Seelsorgestelle Ittigen/Bolligen in der Pfarrei Ostermundigen (BE) wird für einen Theologen/eine Theologin zur Wiederbesetzung ausgeschrieben (siehe Inserat in dieser Ausgabe).
Die vakante Pfarrstelle Werthenstein (LU) wird für einen Pfarrer (100%) oder einen Gemeindeleiter/eine Gemeindeleiterin (70%) zur Wiederbesetzung ausgeschrieben.
Anmeldefrist: Interessierte melden sich bitte bis 24. Februar 2000 beim Diözesanen Personalamt, Baselstrasse 58, 4501 Solothurn, oder E-Mail personalamt.bistum-basel@kath.ch


Mobilfunkanlage in Kirchtürmen

In diesen Wochen erreichen uns in vermehrter Zahl Briefe, die Besorgnis äussern über die Möglichkeit, in Kirchtürmen Mobilfunkanlagen einzubauen und die von der Bistumsleitung ein entsprechendes Verbot verlangen. Wir sehen uns zu folgenden Hinweisen veranlasst:
Am 1. Februar 2000 tritt eine neue Verordnung in Kraft, wonach die Betreiber von solchen Antennenanlagen den Nachweis zu erbringen haben, dass die vorgegebenen Grenzwerte eingehalten werden. Die erlaubten Grenzwerte liegen zwar unter den international zugelassenen Grenzwerten; aber eine gesicherte Einschätzung der Langzeitschäden liegt noch nicht vor.
Die möglichen Gesundheitsschädigungen durch die Strahlen solcher Anlagen (so genannter Elektrosmog) sind ernst zu nehmen, zumal bei einem Einbau in einen Kirchturm die Anlage in besiedelte Gebiete zu stehen kommt. Das bedeutet indessen nicht, dass eine Anlage ausserhalb des Siedlungsgebietes problemlos ist, da die Langzeitschäden auf Natur und Tiere nicht geklärt sind. Überdies bleibt zu beachten, dass auch die Frage offen ist, wie weit bei auftretenden Schädigungen nur der Betreiber der Anlage und nicht auch der Gebäudeeigentümer haftet.
Solange die Fragen der gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch Mobilfunkanlagen nicht gelöst sind, wird den Pfarrämtern und Kirchgemeinden ­ auch wenn finanzielle Vorteile locken ­ dringend Zurückhaltung und Vorsicht empfohlen, wenn es um den Einbau solcher Anlagen in Kirchtürmen und kirchlichen Gebäuden geht, zumal unsere Kirchen als Gebäude von kommerziellen Zwecken verschont werden sollten. Damit verbindet sich die ernste Frage, ob nicht durch den Verzicht auf die Annehmlichkeit eines Mobiltelefons die Nachfrage und damit der Ausbau des Antennennetzes zu steuern ist. Denn wir können wohl kaum unsere Ansprüche steigern, ohne die entsprechende Infrastruktur mitzuverantworten.

Rudolf Schmid, Generalvikar


Konferenz der Dekane, Dekanatsleiterinnen und Dekanatsleiter

Wie das Leben mit Christus aus der Taufe heraus gelingen kann

Die diesjährige Konferenz der Dekane, Dekanatsleiterinnen und Dekanatsleiter vom 11. bis 13. Januar in St. Niklausen hatte zwar nur ein inhaltliches Thema, dafür aber zwei Ziele. Es ging den etwa 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zusammen mit der Bistumsleitung darum, anhand des Themas: «Als Getaufte leben» auf die Kommunikation und ihre vielfältigen Formen zu achten.
Wie Generalvikar Rudolf Schmid zu Beginn der Tagung erläuterte, sei die Taufpastoral nicht das einzige Element. Es komme vielmehr darauf an, wie jeder persönlich in jeder Phase seines Lebens mit Christus leben könne. Die Theologin Gabriele Berz, Leiterin der Diözesanen Fortbildung, führte methodisch die Erarbeitung des Themas. Dabei machten sich die Teilnehmer vor allem auch in der Gruppenarbeit Gedanken über das Getauftsein, sei es bei der Taufvorbereitung, der Erwachsenentaufe oder auch in der Seniorenarbeit. Aus der Gruppenarbeit wurde festgehalten: «Es ist uns klar geworden, wie stark jedes Lebensumfeld vom eigenen Getauftsein geprägt ist.»
Grundzüge einer biblischen Tauftheologie, die sich im Wesentlichen auf die paulinische Auffassung von Taufe beschränkte, legte Bischof Kurt Koch dar. In seinem Referat «Taufe als Fundament und Mitte des christlichen Lebens» bezeichnete er die Taufe als «Kristallisation des Glaubens». Diese Aussage ziele von vornherein darauf ab, dass die Taufe Fundament und Mitte des christlichen und des kirchlichen Lebens sei, auf dem nicht nur alle anderen Sakramente, sondern auch alle kirchlichen Sendungen und Beauftragungen ruhten.
Der Leitgedanke der neutestamentlichen Tauftheologie sei mit Paulus die Teilhabe an Tod und Auferstehung Jesu Christi, auch wenn die Auferstehung für die Gläubigen noch ausstehe. Sünde bedeute das Sich-Absondern von Gott und das Zerrütten der Gottesbeziehung, also das Gegenteil dessen, was der biblische Begriff Schalom besage. Bei der Vergebung der Sünden gehe es um die heiligende und reinigende Kraft der Taufe.
So gesehen, sei das Busssakrament eine Wiederherstellung der Taufgemeinschaft, eine «Pannenhilfe, nämlich nach den nicht ratifizierten Konsequenzen, die sich aus der Taufe ergeben». Taufe sei aber auch Ort des Geistempfangs des endzeitlichen Volkes Gottes, wobei das Geschenk des Geistes in der Zugehörigkeit zu Christus bestehe. Taufe bedeute bei Paulus aber auch Aufnahme in die Gemeinde, in die Gemeinschaft der von Gott «Zusammengerufenen» und von Gott der Kirche «Hinzugefügten». Taufe verpflichte schliesslich zu einem christlichen Leben, «nämlich des täglich neu geforderten Dienstes an den Schwestern und Brüdern und an allen anderen Menschen.» Der Bischof betonte, die Taufe sei in der heutigen Gesellschaft eine öffentliche Proklamation des Menschenrechtes auf Leben.
Aufgabe des Bistums Basel bei der Realisierung des Aufbruchs ins Dritte Jahrtausend sei es, durch die ursprungsgetreue und zeitgemässe Taufverkündigung zu einem Leben als Getaufte anzuregen. Die anschliessende Diskussion setzte sich mit der Stellungnahme des Bischofs auseinander. Dabei waren sich die Mitglieder der Konferenz darin einig, dass die vom Bischof dargelegten Leitgedanken eine gemeinsame Basis darstellen, aus der sich weitere Ergänzungen ergeben werden.
Damit wurde die Tagung zum Beitrag bei dem Projekt «Aufbruch des Bistums Basel ins 3. Jahrtausend». Meilensteine auf diesem Weg sind der Dreifaltigkeitssonntag, das Ökumenische Treffen der Bistümer Basel, Freiburg und Strassburg am Pfingstmontag in Strassburg, die Tagsatzung im Mai des nächsten Jahres und anderes mehr.
Im Laufe der Konferenz hatte Rosa Fischer, Erwachsenenbildnerin und Supervisorin in Turgi, genau beobachtet, wie die Kommunikation untereinander lief. Dabei gab sie Tipps, zeigte beispielsweise auf, was für eine gelungene Kommunikation eher hinderlich und was förderlich ist. Sie ermutigte dazu, eigene Gefühle wahr- und ernst zu nehmen und sie auch auszudrücken.

Informationsdienst


Installation von zwei neuen nichtresidierenden Domherren

Die beiden neuen nichtresidierenden Domherren des Bistums Basel, Pfarrer und Dekan Beat Jung, Stand Luzern, sowie Pfarrer René Hügin, Stand Basel-Landschaft, sind am 26. Januar 2000 während einer Eucharistiefeier in der St.-Ursen-Kathedrale in Solothurn feierlich installiert worden. Gleichzeitig ernannte Diözesanbischof Kurt Koch den bisherigen nichtresidierenden Domherrn vom Stand Luzern, Stiftspropst Johannes Amrein, sowie Pfarrer Josef Schwegler, nichtresidierender Domherr vom Stand Basel-Landschaft, zu neuen Ehrendomherren.
Dompropst Anton Cadotsch nahm die eigentliche Installation vor. Zunächst legten die beiden neuen Domherren nach dem Glaubensbekenntnis, das sie zusammen mit den zahlreichen Gläubigen beteten, das Treueversprechen ab. Gegenüber dem Bischof gelobten sie «Gehorsam und treue Mitarbeit» und versprachen, die «Satzungen des Domkapitels gewissenhaft zu beachten». Dann überreichte der Dompropst den neuen Domherren die Insignien, nämlich Kreuz und Stundenbuch. Am Ende des Gottesdienstes übergab der Bischof den beiden bisherigen Domherren, Johannes Amrein von Luzern und Josef Schwegler von Basel-Landschaft, die Urkunde, in denen sie zu Ehrendomherren ernannt werden.
In seiner Predigt während der Messfeier hatte der Bischof von der Apostolischen Sendung in brüderlicher Verbundenheit gesprochen und betont, dass die Sendung der Kirche kein anderes Ziel habe als das Kommen des Reiches Gottes in Gerechtigkeit und Frieden. Diesem Ziel zu dienen sei auch die Aufgabe der Domherren, da auch die Beziehung zwischen Kirche und Staat Reich-Gottes-tauglich gestaltet werden müsste. Der Bischof führte aus: «Deshalb möchte ich Euch sehr ans Herz legen, Euch in Euren Beziehungen zu den staatlichen Autoritäten um die weitere Entfaltung einer loyal-kritischen Partnerschaft zwischen Kirche und Staat zu kümmern.» Kirche und Staat müssten sich gemeinsam für das Zusammenleben der Menschen in Frieden und Gerechtigkeit verantwortlich zeigen. Der Bischof fuhr fort, dies könne aber glaubwürdig nur geschehen, «wenn Staat und Kirche sich gegenseitig in ihrer Eigenständigkeit respektieren, wenn also die Kirche die Autonomie des Staates anerkennt und wenn sich der Staat nicht unter Berufung auf seine angebliche ÐKirchenhoheitð in innerkirchliche Angelegenheiten einmischt. Nur wenn das Verhältnis zwischen Kirche und Staat partnerschaftlich gelebt wird, bewegt es sich auf jenem Niveau, das das Zweite Vatikanische Konzil gewünscht hat und das auch einem modernen Staat gut ansteht.» Der Bischof ging dann auch auf die Verantwortung im speziellen Dienst als Domherren ein, die Wahrheit sowohl ursprungsgetreu als auch zeitgemäss zu verkünden, aus der Kirche weder ein «Antiquitätengeschäft» noch eine «Modeboutique» zu machen, denn «die Kirche ist das Volk Gottes auf dem Weg zum Herrn».
Zu Beginn der Installation hatte der Bischof erklärt, dass aufgrund «von Artikel 12 des Konkordates vom 26. März 1828 und der päpstlichen Bulle ÐInter praecipuað vom 7. Mai 1828 Beat Jung von der Regierung des Kantons Luzern auf den 1. September 1999 zum Domherrn ernannt wurde». In Anwendung des gleichen Konkordates und der Zusatzvereinbarung zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und dem Heiligen Stuhl über die Organisation des Bistums Basel vom 2. Mai 1978 habe er René Hügin auf den 1. Januar 2000 zum Domherrn und Mitglied des Domkapitels der Diözese Basel ernannt.
An dem Gottesdienst in der St.-Ursen-Kathedrale nahmen neben den Domherren, zahlreichen Priestern, Gläubigen aus den Pfarreien der neuen Domherren, Weihbischof Martin Gächter, alt Diözesanbischof Otto Wüst, der emeritierte Weihbischof Joseph Candolfi, der Abt von Mariastein, Lukas Schenker, sowie der Pfarrer der Kathedrale, Paul Rutz, teil. Gekommen waren auch eine Vertretung der Diözesankonferenz sowie Regierungsvertreter der Stände Luzern, Basel-Landschaft und Solothurn.

Informationsdienst


Bistum Chur

 

Ernennungen

Bischof Amédée Grab ernannte:

P. Josef Banz zum Bruder-Klausen-Kaplan in Sachseln (OW);
Zoltàn Toth, Pfarrer der Pfarrei Stammheim-Andelfingen (ZH), zusätzlich zum Pfarradministrator der Pfarrei Feuerthalen (ZH);
Nico Unterhuber, bisher Pfarradministrator der Pfarrei Muotathal (SZ), zum Pfarrer dieser Pfarrei.


Diözesanereignisse im Jubeljahr

Das Jubeljahr soll ein Jahr der Erneuerung, der Stärkung und der Vertiefung unseres Glaubens werden. Einige Anlässe auf diözesaner und interdiözesaner Ebene laden dazu besonders ein:

26./27. März: Versöhnungstag in Sachseln
9. April: Jugendtag in Chur
1. Juli: Familientag in Einsiedeln
1. August: Feier auf dem Gotthard
25. September: Schweizertag in Rom
29. Oktober: Tag der Berufungen in Chur


Einladung zum Versöhnungstag in Sachseln, 26. und 27. März 2000

Mitte Februar werden die Programme für den Versöhnungstag in Sachseln an alle Pfarrämter verschickt. Aus organisatorischen Gründen ist bis am 11. März 2000 eine Anmeldung der Teilnehmerzahl pro Pfarrei einzureichen.


Hirtenbrief Fastenzeit 2000

Auf den 1. Fastensonntag wird der Fastenhirtenbrief unseres Diözesanbischofs allen Priestern und in der Seelsorge tätigen Mitarbeitern zugestellt.


Ölweihe

Die Weihe der heiligen Öle findet am Montag, 17. April 2000, um 9.30 Uhr, statt. Dazu sind alle, vor allem die Priester im Bistum, herzlich eingeladen. Wer konzelebrieren möchte, ist gebeten, Albe (Mantelalbe) und Stola mitzunehmen.


Priesterjubilare im Bistum Chur 2000

75 Jahre

Maranta Reto, Msgr., emeritierter Pfarrer, 6537 Grono (Bistumssenior).

70 Jahre

Haag Heinrich, emeritierter Professor, 6440 Brunnen.

60 Jahre

Berther Sigisbert, emeritierter Pfarrer, 7172 Rabius; Gasser Fridolin, emeritierter Pfarrer, 7205 Zizers; Hübscher Bruno, Bischöflicher Archivar, 7000 Chur; Steiner Paul, emeritierter Pfarrer, 6430 Schwyz; Zumbühl Othmar, emeritierter Pfarrer, 9035 Grub.

50 Jahre

Petermann Nicodemus, emeritierter Pfarrer, 6073 Flüeli-Ranft; Spielhofer Karl, emeritierter Pfarrer, 8840 Einsiedeln; Betschart Paul, emeritierter Pfarrer, 6438 Ibach; Husi Peter, Domherr, 8134 Adliswil; Pfammatter Josef, emeritierter Professor, 6060 Sarnen; Vogler Alfons, emeritierter Pfarrer, 8032 Zürich; Good Jakob OFMCap, Pfarradministrator, 7303 Mastrils; Bissig August, emeritierter Pfarrer, 6006 Luzern/Kolumbien; Oetzbrugger Stephan OFMCap, Pfarrer, 7553 Tarasp.

40 Jahre

Bearth Martin, Pfarrer, 7156 Rueun; Cadruvi Gieri, Domherr/Dekan, 7460 Savognin; Kolb Guido, Domherr, 8005 Zürich; Lurati Aurelio, Domherr/Bischöflicher Kanzler, 7000 Chur; Maier Ernst, Spital- und Gefängnisseelsorger, 8004 Zürich; Schmidt Alfred, Betagtenseelsorger, 6440 Brunnen; Schnyder Gabriel, emeritierter Pfarrer, 6317 Oberwil; Kaufmann Walbert OSB, Vikar, 8840 Einsiedeln; Caratsch Theodosius OFMCap, Pfarradministrator, 7535 Valchava; Chiappani Costantino SDB, Missionar, 6440 Brunnen; Malimpensa Genesio SDB, Missionar, 8004 Zürich; Balmer Fromund OFMCap, Pfarrvikar, 6411 Rigiklösterli; Höfliger Hildegar OFMCap, Pfarrer, 7302 Landquart.

25 Jahre

Thurnheer Jürg, Pfarrer, 6440 Brunnen; Venzin Giusep, Pfarrer, 6060 Sarnen; Unterhuber Nico, Pfarrer, 6436 Muotathal; Müller Leo SM, Pfarradministrator, 8952 Schlieren; Herzog Bernhard SVD, Pfarrer, 8906 Bonstetten; Michel Christian SAC, Hausgeistlicher, 6073 Flüeli-Ranft; Medic Ante OFMCap, Kroatenseelsorger, 7203 Trimmis; Rutz Peter, Regens/Professor, 7000 Chur.


Voranzeige Priesterjubilaren-Treffen 2000

Die Priesterjubilare sind auf Donnerstag, 29. Juni 2000, nach Chur ins Priesterseminar St. Luzi eingeladen. Die Einladungen mit den genaueren Angaben werden den Jubilaren persönlich zugestellt.
Falls jemand aus dem Kreis der einzuladenden Jubilare auf der Liste nicht erwähnt sein sollte, bitten wir höflichst um Mitteilung an die Bischöfliche Kanzlei, z.H. von Frl. Milada Probst, Hof 19, 7000 Chur.


Bistum St.Gallen

 

Stellenausschreibung Eschenbach und St.Gallenkappel

Durch den plötzlichen Tod von Pfarrer Josef Stillhart sind die Pfarreien Eschenbach und St. Gallenkappel ohne Pfarrer. Die Stelle wird hiermit zur Wiederbesetzung ausgeschrieben. Eschenbach mit rund 4000 und St. Gallenkappel mit rund 1400 Katholiken und Katholikinnen sind lebendige Pfarreien. Mit dem Pfarrer arbeitet ein Seelsorgeteam bestehend aus einem Diakon, einem Pastoralassistenten und Katechetinnen zusammen. Zu einem späteren Zeitpunkt werden sehr wahrscheinlich weitere Seelsorgeaufgaben in benachbarten Pfarreien hinzukommen. In Eschenbach und St. Gallenkappel steht ein Sekretariat zur Verfügung. Als Wohnsitz des Pfarrers bietet sich das Pfarrhaus in Eschenbach an. Nähere Informationen und Auskunft erteilen: Alois Huwyler, KVR-Präsident Eschenbach (Telefon 055-2823964), und Fritz Landolt, KVR-Präsident St. Gallenkappel (Telefon 055-2842608).
Bewerber melden sich bitte bis Ende Februar 2000 beim Diözesanen Personalamt, Klosterhof 6b, Postfach 263, 9001 St. Gallen.


Leitlinien für die Zukunft der Seelsorge im Bistum

Die Mitglieder des Priesterrates und des Rates der hauptamtlichen Laienseelsorger/-seelsorgerinnen des Bistums St. Gallen erarbeiteten an ihrer Januar-Tagung im Jugend- und Bildungshaus St. Arbogast Leitlinien für die zukünftige Seelsorge im Bistum. Daraus zwei Grundanliegen: Förderung von und Befähigung für Teamarbeit unter den Seelsorgern und Seelsorgerinnen sowie prozesshaftes Weiterentwickeln von Seelsorge-Einheiten.
Veränderungen in der Seelsorge gibt es, muss es geben, unabhängig vom fehlenden Personalnachwuchs. Die Frage ist, ob die Verantwortlichen in der Kirchenleitung diese mitgestalten oder nur darauf reagieren. Für die Vorbereitung und gute Strukturierung der zwei Arbogast-Tage mit viel intensiver Gruppenarbeit bekam das Büro viel Lob. Die 30 Mitglieder der beiden Räte hatten sich in früheren Sitzungen mit möglichen Seelsorge-Modellen und ihren Vor- und Nachteilen für die Seelsorgenden und für die Gläubigen auseinander gesetzt. In Anwesenheit von Bischof Ivo Fürer und weiteren Mitgliedern der Bistumsleitung konfrontierten sie in Arbogast ihren Alltag als Seelsorgende mit Erwartungen und Wünschen der Basis (das Thesenpapier dazu basierte auf der neuen SPI-Untersuchung über die Erwartungen der Menschen an die Seelsorge) sowie in einem zweiten Schritt eigenen Wünschen und Utopien. Sie fragten sich dabei auch, was fördert die Verwirklichung der Ziele, was hindert sie und was können wir verändern, um den Zielen näher zu kommen. Sie tauschten auch ihre Erfahrungen aus, die sie machen in einer traditionellen Einzelpfarrei, in einem regionalen Seelsorgeverband oder in einer Zentrumspfarrei, von der aus weitere Orte mitbetreut werden. Und aus all den verschiedenen Elementen erarbeiteten sie Leitlinien zuhanden des Bischofs, die nun noch im Dialog mit ihm ausformuliert werden müssen, bevor sie ­ verbunden mit dem Aufzeigen einzelner Ausführungsschritte ­ in eine breite Vernehmlassung gehen können.
So viel kann allerdings gesagt werden. Eine Einheitslösung für das Bistum wird nicht als sinnvoll erachtet. Auf die Geschichte am Ort oder in der Region soll Rücksicht genommen werden. Angestrebt wird, den seelsorgerlichen Dienst vermehrt in Pastoralkreisen aus mehreren Pfarreien oder einer Grosspfarrei zu leisten, und zwar in Zusammenarbeit und Verantwortung eines Seelsorgeteams. Dabei soll prozesshaft gearbeitet werden. Entwickelte Modelle für einen Ort oder eine Region dürfen nicht auf bestimmte Personen zugeschnitten sein, damit sie auch bei Wechsel weiter existieren können. Bei allen Modellen soll darauf geachtet werden, dass es am Ort eine Bezugsperson gibt.
Ohne Teamarbeit, die mehr beinhaltet als ein gutes Verhältnis von Laien und Geweihten im kirchlichen Dienst, wird Seelsorge in Zukunft nicht mehr möglich sein, nicht zuletzt auch deshalb, weil angestrebt wird, die einzelnen Männer und Frauen verstärkt entsprechend ihrer besonderen Fähigkeiten und Begabungen einzusetzen (Jugendarbeit, Liturgie, Predigt, Organisation/Administration usw.). Die Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen im kirchlichen Dienst zu Teamarbeit zu befähigen, gehört heute schon zum Ausbildungs- und Weiterbildungsprogramm. Gefragt ist auch eine stärkere Begleitung von Seelsorgenden.
Die neuen Modelle verlangen flexible, mobile, teamfähige, offene Persönlichkeiten für die Seelsorge und sind eine grosse Herausforderung an das Personalamt.


Seelsorge an Seelsorgern/Seelsorgerinnen

Der von Generalvikar Anton Thaler präsentierte Zwischenbericht der Kommission «Seelsorge an Seelsorgern/Seelsorgerinnen» diente als Grundlage für ein intensives Gespräch. Das weitere Vorgehen muss aufgrund der verschiedenen Voten intern reflektiert werden. Die Kommission erhielt den Auftrag, die Bedürfnisse bei den Seelsorgern/Seelsorgerinnen abzuklären, Vertrauenspersonen zu suchen und für die Behandlung des Anliegens in der nächsten Dekanenkonferenz ein Papier zu erarbeiten.


Bistum Lausanne, Genf und Freiburg

 

Kurt Stulz zum Bischofsvikar ernannt

Nach der Demission von Domherr Thomas Perler als Bischofsvikar, mit Wirkung auf den 1. September 2000, wird Dekan Kurt Stulz in seine Nachfolge treten.
Kurt Stulz, geboren am 8. Mai 1939 in Tafers, Priesterweihe 1966, Vikariatsjahre in Freiburg und deutschsprachiger Seelsorger in Neuenburg und La Chaux-de-Fonds. Katechetische Studien 1973­1975. Religionslehrer am Kantonalen Lehrerseminar, Präsident der Katechetischen Kommission und Begleiter der deutschsprachigen Seminaristen. Pfarrer von Düdingen 1984­1996 und von Murten-Kerzers von 1996 bis heute. Vorsitzender des Dekanates Petrus Canisius seit 1997.


© Schweizerische Kirchenzeitung - 2000