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Amtlicher Teil |
Zum Thema des Jubiläumsjahres 2000 spricht Bischof Kurt Koch am Montag, 14. Februar 2000 (9.3016.30 Uhr), über «Ein neues Jahrtausend im Licht des trinitarischen Gottes-Geheimnisses». Dabei beleuchtet er die Communio als Lebenszentrum des dreieinen Gottes und die Berufung der Kirche, das Communio-Geheimnis Gottes auf Erden darzustellen. Anmeldungen jetzt im Franziskushaus Dulliken (Telefon 062-2952021).
In der ersten OKJV-Sitzung 2000 berichten die verschiedenen katholischen
Jugendverbände und -bewegungen über ihre Jahresprogramme und Schwerpunkte.
Es gibt Pläne für eine neue Jugendzeitschrift als Ersatz für
das frühere «läbig» und «Lenz». Dafür
wurden verschiedene Vorstudien gemacht. Noch ist nichts beschlossen, weil
das Bedürfnis nicht klar ist: Braucht es eine neue katholische Jugendzeitschrift
oder eher Themenhefte zur Firmung ab 17 Jahren?
Nach Herausgabe des neuen Katholischen Gesangbuches denkt man auch an ein
neues Jugend-Liederheft. Das neue KG hat erfreulicherweise einige Lieder
für Kinder und Jugendliche aufgenommen, doch davon gibt es noch viel
mehr und immer wieder neue. Sie werden gerne in Jugend- und Familien-Gottesdiensten
gesungen. Als Fortsetzung der weit verbreiteten Hefte Hallelu 1 und 2 wird
an die baldige Herausgabe eines Hallelu 3 gedacht. Eine Konsultationsabstimmung
in der OKJV zeigte, dass die Hälfte der Anwesenden dafür ist,
die andere Hälfte zeigte sich noch unentschlossen.
Graziella Falone, Sekretärin der AG Rom 2000, erklärte ihre Hilfsangebote,
damit Einzelne und Gruppen am nächsten Weltjugendtreffen vom 15. bis
20. August 2000 in Rom und Umgebung teilnehmen können. Dazu ist ein
farbiges Prospekt-Plakat in den vier Landessprachen der Schweiz erschienen.
Weitere Informationen und Reisevorschläge, auch für vorangehende
Reisen in eine italienische Diözese vom 10. bis 14. August oder eine
Reise zum Schlussweekend vom 18. bis 20. August 2000, werden nächstens
erscheinen und können bei AG Rom 2000, Auf der Mauer 13, 8023 Zürich
(Telefon 01-2666923), bestellt werden. Voranmeldung von Einzelnen oder Gruppen
(oder ihrer Gruppenleiter) müssten bis Ende April erfolgen, definitive
Anmeldungen bis zum 20. Juni bei der AG Rom 2000 in Zürich.
In die OKJV aufgenommen wurde die Bewegung «Jugend 2000», die
sich besonders für die Glaubensvertiefung der Jugendlichen, für
eine lebendige Kirche mit Jugendlichen und für die Weltjugendtreffen
einsetzt.
Gesamtschweizerische Treffen von Jugendlichen haben bisher vor allem an
den Weltjugendtreffen, zum Beispiel 1993 in Denver und 1995 in Manila stattgefunden.
Daraus sind in den letzten Jahren Treffen von Verantwortlichen der katholischen
Jugendarbeit in der Schweiz entstanden. Das Kontaktgremium mit ca. 12 Vertretern
nennt sich CJCS: Coordination des Jeunes catholiques suisses. Nun wird ein
grösseres Treffen für die katholischen Jugendverantwortlichen
am 10. März 2001 in Aarburg geplant. Daran sollen 30 Jugendverantwortliche
aus der deutschsprachigen Schweiz, 20 aus der französischen Schweiz
und 10 aus dem Tessin teilnehmen.
Am 21. März 2000 werden fünf Jugendvertreter der OKJV mit der
DOK zusammenkommen. Vertreter/Vertreterinnen und Themen werden bestimmt.
Dabei wird auch betont, dass die Jugendlichen in der Kirche viele attraktive
Angebote für Begegnungen und Treffen brauchen.
In der OKJV wird Wert auf gute spirituelle Impulse gelegt. Während
der Weltgebetswoche für die Einheit aller Christen wurde an den früheren
orthodoxen Patriarchen Athenagoras von Konstantinopel erinnert, der nicht
nur wichtige Schritte in der Ökumene zwischen der orthodoxen und den
westlichen Kirchen machte, sondern auch eine grosse Offenheit für die
Jugend zeigte.
Die auf den 1. August 2000 vakant werdende Pfarrstelle von Kriegstetten
(SO) wird für einen Pfarrer zur Wiederbesetzung ausgeschrieben (siehe
Inserat in dieser Ausgabe).
Die auf den 1. August 2000 vakant werdende Seelsorgestelle Ittigen/Bolligen
in der Pfarrei Ostermundigen (BE) wird für einen Theologen/eine Theologin
zur Wiederbesetzung ausgeschrieben (siehe Inserat in dieser Ausgabe).
Die vakante Pfarrstelle Werthenstein (LU) wird für einen Pfarrer (100%)
oder einen Gemeindeleiter/eine Gemeindeleiterin (70%) zur Wiederbesetzung
ausgeschrieben.
Anmeldefrist: Interessierte melden sich bitte bis 24. Februar 2000 beim
Diözesanen Personalamt, Baselstrasse 58, 4501 Solothurn, oder E-Mail
personalamt.bistum-basel@kath.ch
In diesen Wochen erreichen uns in vermehrter Zahl Briefe, die Besorgnis
äussern über die Möglichkeit, in Kirchtürmen Mobilfunkanlagen
einzubauen und die von der Bistumsleitung ein entsprechendes Verbot verlangen.
Wir sehen uns zu folgenden Hinweisen veranlasst:
Am 1. Februar 2000 tritt eine neue Verordnung in Kraft, wonach die Betreiber
von solchen Antennenanlagen den Nachweis zu erbringen haben, dass die vorgegebenen
Grenzwerte eingehalten werden. Die erlaubten Grenzwerte liegen zwar unter
den international zugelassenen Grenzwerten; aber eine gesicherte Einschätzung
der Langzeitschäden liegt noch nicht vor.
Die möglichen Gesundheitsschädigungen durch die Strahlen solcher
Anlagen (so genannter Elektrosmog) sind ernst zu nehmen, zumal bei einem
Einbau in einen Kirchturm die Anlage in besiedelte Gebiete zu stehen kommt.
Das bedeutet indessen nicht, dass eine Anlage ausserhalb des Siedlungsgebietes
problemlos ist, da die Langzeitschäden auf Natur und Tiere nicht geklärt
sind. Überdies bleibt zu beachten, dass auch die Frage offen ist, wie
weit bei auftretenden Schädigungen nur der Betreiber der Anlage und
nicht auch der Gebäudeeigentümer haftet.
Solange die Fragen der gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch Mobilfunkanlagen
nicht gelöst sind, wird den Pfarrämtern und Kirchgemeinden
auch wenn finanzielle Vorteile locken dringend Zurückhaltung
und Vorsicht empfohlen, wenn es um den Einbau solcher Anlagen in Kirchtürmen
und kirchlichen Gebäuden geht, zumal unsere Kirchen als Gebäude
von kommerziellen Zwecken verschont werden sollten. Damit verbindet sich
die ernste Frage, ob nicht durch den Verzicht auf die Annehmlichkeit eines
Mobiltelefons die Nachfrage und damit der Ausbau des Antennennetzes zu steuern
ist. Denn wir können wohl kaum unsere Ansprüche steigern, ohne
die entsprechende Infrastruktur mitzuverantworten.
Die diesjährige Konferenz der Dekane, Dekanatsleiterinnen und Dekanatsleiter
vom 11. bis 13. Januar in St. Niklausen hatte zwar nur ein inhaltliches
Thema, dafür aber zwei Ziele. Es ging den etwa 50 Teilnehmerinnen und
Teilnehmern zusammen mit der Bistumsleitung darum, anhand des Themas: «Als
Getaufte leben» auf die Kommunikation und ihre vielfältigen Formen
zu achten.
Wie Generalvikar Rudolf Schmid zu Beginn der Tagung erläuterte, sei
die Taufpastoral nicht das einzige Element. Es komme vielmehr darauf an,
wie jeder persönlich in jeder Phase seines Lebens mit Christus leben
könne. Die Theologin Gabriele Berz, Leiterin der Diözesanen Fortbildung,
führte methodisch die Erarbeitung des Themas. Dabei machten sich die
Teilnehmer vor allem auch in der Gruppenarbeit Gedanken über das Getauftsein,
sei es bei der Taufvorbereitung, der Erwachsenentaufe oder auch in der Seniorenarbeit.
Aus der Gruppenarbeit wurde festgehalten: «Es ist uns klar geworden,
wie stark jedes Lebensumfeld vom eigenen Getauftsein geprägt ist.»
Grundzüge einer biblischen Tauftheologie, die sich im Wesentlichen
auf die paulinische Auffassung von Taufe beschränkte, legte Bischof
Kurt Koch dar. In seinem Referat «Taufe als Fundament und Mitte des
christlichen Lebens» bezeichnete er die Taufe als «Kristallisation
des Glaubens». Diese Aussage ziele von vornherein darauf ab, dass
die Taufe Fundament und Mitte des christlichen und des kirchlichen Lebens
sei, auf dem nicht nur alle anderen Sakramente, sondern auch alle kirchlichen
Sendungen und Beauftragungen ruhten.
Der Leitgedanke der neutestamentlichen Tauftheologie sei mit Paulus die
Teilhabe an Tod und Auferstehung Jesu Christi, auch wenn die Auferstehung
für die Gläubigen noch ausstehe. Sünde bedeute das Sich-Absondern
von Gott und das Zerrütten der Gottesbeziehung, also das Gegenteil
dessen, was der biblische Begriff Schalom besage. Bei der Vergebung der
Sünden gehe es um die heiligende und reinigende Kraft der Taufe.
So gesehen, sei das Busssakrament eine Wiederherstellung der Taufgemeinschaft,
eine «Pannenhilfe, nämlich nach den nicht ratifizierten Konsequenzen,
die sich aus der Taufe ergeben». Taufe sei aber auch Ort des Geistempfangs
des endzeitlichen Volkes Gottes, wobei das Geschenk des Geistes in der Zugehörigkeit
zu Christus bestehe. Taufe bedeute bei Paulus aber auch Aufnahme in die
Gemeinde, in die Gemeinschaft der von Gott «Zusammengerufenen»
und von Gott der Kirche «Hinzugefügten». Taufe verpflichte
schliesslich zu einem christlichen Leben, «nämlich des täglich
neu geforderten Dienstes an den Schwestern und Brüdern und an allen
anderen Menschen.» Der Bischof betonte, die Taufe sei in der heutigen
Gesellschaft eine öffentliche Proklamation des Menschenrechtes auf
Leben.
Aufgabe des Bistums Basel bei der Realisierung des Aufbruchs ins Dritte
Jahrtausend sei es, durch die ursprungsgetreue und zeitgemässe Taufverkündigung
zu einem Leben als Getaufte anzuregen. Die anschliessende Diskussion setzte
sich mit der Stellungnahme des Bischofs auseinander. Dabei waren sich die
Mitglieder der Konferenz darin einig, dass die vom Bischof dargelegten Leitgedanken
eine gemeinsame Basis darstellen, aus der sich weitere Ergänzungen
ergeben werden.
Damit wurde die Tagung zum Beitrag bei dem Projekt «Aufbruch des Bistums
Basel ins 3. Jahrtausend». Meilensteine auf diesem Weg sind der Dreifaltigkeitssonntag,
das Ökumenische Treffen der Bistümer Basel, Freiburg und Strassburg
am Pfingstmontag in Strassburg, die Tagsatzung im Mai des nächsten
Jahres und anderes mehr.
Im Laufe der Konferenz hatte Rosa Fischer, Erwachsenenbildnerin und Supervisorin
in Turgi, genau beobachtet, wie die Kommunikation untereinander lief. Dabei
gab sie Tipps, zeigte beispielsweise auf, was für eine gelungene Kommunikation
eher hinderlich und was förderlich ist. Sie ermutigte dazu, eigene
Gefühle wahr- und ernst zu nehmen und sie auch auszudrücken.
Die beiden neuen nichtresidierenden Domherren des Bistums Basel, Pfarrer
und Dekan Beat Jung, Stand Luzern, sowie Pfarrer René Hügin,
Stand Basel-Landschaft, sind am 26. Januar 2000 während einer Eucharistiefeier
in der St.-Ursen-Kathedrale in Solothurn feierlich installiert worden. Gleichzeitig
ernannte Diözesanbischof Kurt Koch den bisherigen nichtresidierenden
Domherrn vom Stand Luzern, Stiftspropst Johannes Amrein, sowie Pfarrer Josef
Schwegler, nichtresidierender Domherr vom Stand Basel-Landschaft, zu neuen
Ehrendomherren.
Dompropst Anton Cadotsch nahm die eigentliche Installation vor. Zunächst
legten die beiden neuen Domherren nach dem Glaubensbekenntnis, das sie zusammen
mit den zahlreichen Gläubigen beteten, das Treueversprechen ab. Gegenüber
dem Bischof gelobten sie «Gehorsam und treue Mitarbeit» und
versprachen, die «Satzungen des Domkapitels gewissenhaft zu beachten».
Dann überreichte der Dompropst den neuen Domherren die Insignien, nämlich
Kreuz und Stundenbuch. Am Ende des Gottesdienstes übergab der Bischof
den beiden bisherigen Domherren, Johannes Amrein von Luzern und Josef Schwegler
von Basel-Landschaft, die Urkunde, in denen sie zu Ehrendomherren ernannt
werden.
In seiner Predigt während der Messfeier hatte der Bischof von der Apostolischen
Sendung in brüderlicher Verbundenheit gesprochen und betont, dass die
Sendung der Kirche kein anderes Ziel habe als das Kommen des Reiches Gottes
in Gerechtigkeit und Frieden. Diesem Ziel zu dienen sei auch die Aufgabe
der Domherren, da auch die Beziehung zwischen Kirche und Staat Reich-Gottes-tauglich
gestaltet werden müsste. Der Bischof führte aus: «Deshalb
möchte ich Euch sehr ans Herz legen, Euch in Euren Beziehungen zu den
staatlichen Autoritäten um die weitere Entfaltung einer loyal-kritischen
Partnerschaft zwischen Kirche und Staat zu kümmern.» Kirche und
Staat müssten sich gemeinsam für das Zusammenleben der Menschen
in Frieden und Gerechtigkeit verantwortlich zeigen. Der Bischof fuhr fort,
dies könne aber glaubwürdig nur geschehen, «wenn Staat und
Kirche sich gegenseitig in ihrer Eigenständigkeit respektieren, wenn
also die Kirche die Autonomie des Staates anerkennt und wenn sich der Staat
nicht unter Berufung auf seine angebliche ÐKirchenhoheitð in innerkirchliche
Angelegenheiten einmischt. Nur wenn das Verhältnis zwischen Kirche
und Staat partnerschaftlich gelebt wird, bewegt es sich auf jenem Niveau,
das das Zweite Vatikanische Konzil gewünscht hat und das auch einem
modernen Staat gut ansteht.» Der Bischof ging dann auch auf die Verantwortung
im speziellen Dienst als Domherren ein, die Wahrheit sowohl ursprungsgetreu
als auch zeitgemäss zu verkünden, aus der Kirche weder ein «Antiquitätengeschäft»
noch eine «Modeboutique» zu machen, denn «die Kirche ist
das Volk Gottes auf dem Weg zum Herrn».
Zu Beginn der Installation hatte der Bischof erklärt, dass aufgrund
«von Artikel 12 des Konkordates vom 26. März 1828 und der päpstlichen
Bulle ÐInter praecipuað vom 7. Mai 1828 Beat Jung von der Regierung
des Kantons Luzern auf den 1. September 1999 zum Domherrn ernannt wurde».
In Anwendung des gleichen Konkordates und der Zusatzvereinbarung zwischen
dem Schweizerischen Bundesrat und dem Heiligen Stuhl über die Organisation
des Bistums Basel vom 2. Mai 1978 habe er René Hügin auf den
1. Januar 2000 zum Domherrn und Mitglied des Domkapitels der Diözese
Basel ernannt.
An dem Gottesdienst in der St.-Ursen-Kathedrale nahmen neben den Domherren,
zahlreichen Priestern, Gläubigen aus den Pfarreien der neuen Domherren,
Weihbischof Martin Gächter, alt Diözesanbischof Otto Wüst,
der emeritierte Weihbischof Joseph Candolfi, der Abt von Mariastein, Lukas
Schenker, sowie der Pfarrer der Kathedrale, Paul Rutz, teil. Gekommen waren
auch eine Vertretung der Diözesankonferenz sowie Regierungsvertreter
der Stände Luzern, Basel-Landschaft und Solothurn.
Bischof Amédée Grab ernannte:
P. Josef Banz zum Bruder-Klausen-Kaplan in Sachseln (OW);
Zoltàn Toth, Pfarrer der Pfarrei Stammheim-Andelfingen (ZH), zusätzlich
zum Pfarradministrator der Pfarrei Feuerthalen (ZH);
Nico Unterhuber, bisher Pfarradministrator der Pfarrei Muotathal (SZ), zum
Pfarrer dieser Pfarrei.
Das Jubeljahr soll ein Jahr der Erneuerung, der Stärkung und der Vertiefung unseres Glaubens werden. Einige Anlässe auf diözesaner und interdiözesaner Ebene laden dazu besonders ein:
26./27. März: Versöhnungstag in Sachseln
9. April: Jugendtag in Chur
1. Juli: Familientag in Einsiedeln
1. August: Feier auf dem Gotthard
25. September: Schweizertag in Rom
29. Oktober: Tag der Berufungen in Chur
Mitte Februar werden die Programme für den Versöhnungstag in Sachseln an alle Pfarrämter verschickt. Aus organisatorischen Gründen ist bis am 11. März 2000 eine Anmeldung der Teilnehmerzahl pro Pfarrei einzureichen.
Auf den 1. Fastensonntag wird der Fastenhirtenbrief unseres Diözesanbischofs allen Priestern und in der Seelsorge tätigen Mitarbeitern zugestellt.
Die Weihe der heiligen Öle findet am Montag, 17. April 2000, um 9.30 Uhr, statt. Dazu sind alle, vor allem die Priester im Bistum, herzlich eingeladen. Wer konzelebrieren möchte, ist gebeten, Albe (Mantelalbe) und Stola mitzunehmen.
Maranta Reto, Msgr., emeritierter Pfarrer, 6537 Grono (Bistumssenior).
Haag Heinrich, emeritierter Professor, 6440 Brunnen.
Berther Sigisbert, emeritierter Pfarrer, 7172 Rabius; Gasser Fridolin, emeritierter Pfarrer, 7205 Zizers; Hübscher Bruno, Bischöflicher Archivar, 7000 Chur; Steiner Paul, emeritierter Pfarrer, 6430 Schwyz; Zumbühl Othmar, emeritierter Pfarrer, 9035 Grub.
Petermann Nicodemus, emeritierter Pfarrer, 6073 Flüeli-Ranft; Spielhofer Karl, emeritierter Pfarrer, 8840 Einsiedeln; Betschart Paul, emeritierter Pfarrer, 6438 Ibach; Husi Peter, Domherr, 8134 Adliswil; Pfammatter Josef, emeritierter Professor, 6060 Sarnen; Vogler Alfons, emeritierter Pfarrer, 8032 Zürich; Good Jakob OFMCap, Pfarradministrator, 7303 Mastrils; Bissig August, emeritierter Pfarrer, 6006 Luzern/Kolumbien; Oetzbrugger Stephan OFMCap, Pfarrer, 7553 Tarasp.
Bearth Martin, Pfarrer, 7156 Rueun; Cadruvi Gieri, Domherr/Dekan, 7460 Savognin; Kolb Guido, Domherr, 8005 Zürich; Lurati Aurelio, Domherr/Bischöflicher Kanzler, 7000 Chur; Maier Ernst, Spital- und Gefängnisseelsorger, 8004 Zürich; Schmidt Alfred, Betagtenseelsorger, 6440 Brunnen; Schnyder Gabriel, emeritierter Pfarrer, 6317 Oberwil; Kaufmann Walbert OSB, Vikar, 8840 Einsiedeln; Caratsch Theodosius OFMCap, Pfarradministrator, 7535 Valchava; Chiappani Costantino SDB, Missionar, 6440 Brunnen; Malimpensa Genesio SDB, Missionar, 8004 Zürich; Balmer Fromund OFMCap, Pfarrvikar, 6411 Rigiklösterli; Höfliger Hildegar OFMCap, Pfarrer, 7302 Landquart.
Thurnheer Jürg, Pfarrer, 6440 Brunnen; Venzin Giusep, Pfarrer, 6060 Sarnen; Unterhuber Nico, Pfarrer, 6436 Muotathal; Müller Leo SM, Pfarradministrator, 8952 Schlieren; Herzog Bernhard SVD, Pfarrer, 8906 Bonstetten; Michel Christian SAC, Hausgeistlicher, 6073 Flüeli-Ranft; Medic Ante OFMCap, Kroatenseelsorger, 7203 Trimmis; Rutz Peter, Regens/Professor, 7000 Chur.
Die Priesterjubilare sind auf Donnerstag, 29. Juni 2000, nach Chur ins
Priesterseminar St. Luzi eingeladen. Die Einladungen mit den genaueren Angaben
werden den Jubilaren persönlich zugestellt.
Falls jemand aus dem Kreis der einzuladenden Jubilare auf der Liste nicht
erwähnt sein sollte, bitten wir höflichst um Mitteilung an die
Bischöfliche Kanzlei, z.H. von Frl. Milada Probst, Hof 19, 7000 Chur.
Durch den plötzlichen Tod von Pfarrer Josef Stillhart sind die Pfarreien
Eschenbach und St. Gallenkappel ohne Pfarrer. Die Stelle wird hiermit zur
Wiederbesetzung ausgeschrieben. Eschenbach mit rund 4000 und St. Gallenkappel
mit rund 1400 Katholiken und Katholikinnen sind lebendige Pfarreien. Mit
dem Pfarrer arbeitet ein Seelsorgeteam bestehend aus einem Diakon, einem
Pastoralassistenten und Katechetinnen zusammen. Zu einem späteren Zeitpunkt
werden sehr wahrscheinlich weitere Seelsorgeaufgaben in benachbarten Pfarreien
hinzukommen. In Eschenbach und St. Gallenkappel steht ein Sekretariat zur
Verfügung. Als Wohnsitz des Pfarrers bietet sich das Pfarrhaus in Eschenbach
an. Nähere Informationen und Auskunft erteilen: Alois Huwyler, KVR-Präsident
Eschenbach (Telefon 055-2823964), und Fritz Landolt, KVR-Präsident
St. Gallenkappel (Telefon 055-2842608).
Bewerber melden sich bitte bis Ende Februar 2000 beim Diözesanen Personalamt,
Klosterhof 6b, Postfach 263, 9001 St. Gallen.
Die Mitglieder des Priesterrates und des Rates der hauptamtlichen Laienseelsorger/-seelsorgerinnen
des Bistums St. Gallen erarbeiteten an ihrer Januar-Tagung im Jugend- und
Bildungshaus St. Arbogast Leitlinien für die zukünftige Seelsorge
im Bistum. Daraus zwei Grundanliegen: Förderung von und Befähigung
für Teamarbeit unter den Seelsorgern und Seelsorgerinnen sowie prozesshaftes
Weiterentwickeln von Seelsorge-Einheiten.
Veränderungen in der Seelsorge gibt es, muss es geben, unabhängig
vom fehlenden Personalnachwuchs. Die Frage ist, ob die Verantwortlichen
in der Kirchenleitung diese mitgestalten oder nur darauf reagieren. Für
die Vorbereitung und gute Strukturierung der zwei Arbogast-Tage mit viel
intensiver Gruppenarbeit bekam das Büro viel Lob. Die 30 Mitglieder
der beiden Räte hatten sich in früheren Sitzungen mit möglichen
Seelsorge-Modellen und ihren Vor- und Nachteilen für die Seelsorgenden
und für die Gläubigen auseinander gesetzt. In Anwesenheit von
Bischof Ivo Fürer und weiteren Mitgliedern der Bistumsleitung konfrontierten
sie in Arbogast ihren Alltag als Seelsorgende mit Erwartungen und Wünschen
der Basis (das Thesenpapier dazu basierte auf der neuen SPI-Untersuchung
über die Erwartungen der Menschen an die Seelsorge) sowie in einem
zweiten Schritt eigenen Wünschen und Utopien. Sie fragten sich dabei
auch, was fördert die Verwirklichung der Ziele, was hindert sie und
was können wir verändern, um den Zielen näher zu kommen.
Sie tauschten auch ihre Erfahrungen aus, die sie machen in einer traditionellen
Einzelpfarrei, in einem regionalen Seelsorgeverband oder in einer Zentrumspfarrei,
von der aus weitere Orte mitbetreut werden. Und aus all den verschiedenen
Elementen erarbeiteten sie Leitlinien zuhanden des Bischofs, die nun noch
im Dialog mit ihm ausformuliert werden müssen, bevor sie verbunden
mit dem Aufzeigen einzelner Ausführungsschritte in eine breite
Vernehmlassung gehen können.
So viel kann allerdings gesagt werden. Eine Einheitslösung für
das Bistum wird nicht als sinnvoll erachtet. Auf die Geschichte am Ort oder
in der Region soll Rücksicht genommen werden. Angestrebt wird, den
seelsorgerlichen Dienst vermehrt in Pastoralkreisen aus mehreren Pfarreien
oder einer Grosspfarrei zu leisten, und zwar in Zusammenarbeit und Verantwortung
eines Seelsorgeteams. Dabei soll prozesshaft gearbeitet werden. Entwickelte
Modelle für einen Ort oder eine Region dürfen nicht auf bestimmte
Personen zugeschnitten sein, damit sie auch bei Wechsel weiter existieren
können. Bei allen Modellen soll darauf geachtet werden, dass es am
Ort eine Bezugsperson gibt.
Ohne Teamarbeit, die mehr beinhaltet als ein gutes Verhältnis von Laien
und Geweihten im kirchlichen Dienst, wird Seelsorge in Zukunft nicht mehr
möglich sein, nicht zuletzt auch deshalb, weil angestrebt wird, die
einzelnen Männer und Frauen verstärkt entsprechend ihrer besonderen
Fähigkeiten und Begabungen einzusetzen (Jugendarbeit, Liturgie, Predigt,
Organisation/Administration usw.). Die Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen im kirchlichen
Dienst zu Teamarbeit zu befähigen, gehört heute schon zum Ausbildungs-
und Weiterbildungsprogramm. Gefragt ist auch eine stärkere Begleitung
von Seelsorgenden.
Die neuen Modelle verlangen flexible, mobile, teamfähige, offene Persönlichkeiten
für die Seelsorge und sind eine grosse Herausforderung an das Personalamt.
Der von Generalvikar Anton Thaler präsentierte Zwischenbericht der Kommission «Seelsorge an Seelsorgern/Seelsorgerinnen» diente als Grundlage für ein intensives Gespräch. Das weitere Vorgehen muss aufgrund der verschiedenen Voten intern reflektiert werden. Die Kommission erhielt den Auftrag, die Bedürfnisse bei den Seelsorgern/Seelsorgerinnen abzuklären, Vertrauenspersonen zu suchen und für die Behandlung des Anliegens in der nächsten Dekanenkonferenz ein Papier zu erarbeiten.
Nach der Demission von Domherr Thomas Perler als Bischofsvikar, mit Wirkung
auf den 1. September 2000, wird Dekan Kurt Stulz in seine Nachfolge treten.
Kurt Stulz, geboren am 8. Mai 1939 in Tafers, Priesterweihe 1966, Vikariatsjahre
in Freiburg und deutschsprachiger Seelsorger in Neuenburg und La Chaux-de-Fonds.
Katechetische Studien 19731975. Religionslehrer am Kantonalen Lehrerseminar,
Präsident der Katechetischen Kommission und Begleiter der deutschsprachigen
Seminaristen. Pfarrer von Düdingen 19841996 und von Murten-Kerzers
von 1996 bis heute. Vorsitzender des Dekanates Petrus Canisius seit 1997.