11/1999

INHALT

Verstorbene

P. Franz Bernet, Weisser Vater

Im Alter von 58 Jahren, im 30. Jahr seines Priestertums, ist nach schwerer Krankheit P. Franz Bernet am 18. Januar 1999 in Sins gestorben.
Geboren am 30. November 1940 in Oberkirch (LU), trat er 1964 durch das Noviziat in die Gesellschaft der Weissen Väter (Afrikamissionare) ein und wurde nach seinen theologischen Studien in Belgien am 28. Juni 1969 durch Bischof Anton Hänggi in Solothurn zum Priester geweiht.
Noch im selben Jahr begann er seine Tätigkeit in Burkina Faso (Westafrika) und wirkte dort mit ausserordentlich grossem Eifer in Missionspfarreien mit, wobei er zwei verschiedene afrikanische Sprachen erlernen musste. 1978 in die Schweiz zurück, hatte er während drei Jahren in vielen Pfarreien durch Predigten und Vorträge auf die Missionsaufgaben der Heimatkirche aufmerksam zu machen. Zurück nach Westafrika widmete er sich trotz strengem Klima und auch während mehreren Jahren von Hungersnot ganz dem Dienst der Armen bis an die Grenzen seiner Kräfte. Im April 1998 sollte er in Luzern im Haus der Weissen Väter neue Aufgaben übernehmen, wurde aber kurz darauf von einem schweren Leiden getroffen. Die Familie seines Bruders in Sins wünschte, ihn in der tapfer ertragenen Krankheit bis zu seinem Tode zu betreuen.
In Sins wurde er am 22. Januar 1999 zur Ruhe bestattet. Ein Gedenkgottesdienst in Sursee am 6. Februar erinnerte an die grosse Hilfe, die er immer von den Pfarreien Sursee und Oberkirch hatte erfahren dürfen.

Josef Brunner


© Schweizerische Kirchenzeitung - 1999