5/1999

INHALT

Theologie

Kirche in der Stadt

von Daniel Kosch

 

Auf das Thema «Kirche in der Stadt» oder «Christsein in der City» bin ich in den letzten Jahren von zwei Seiten her aufmerksam gemacht worden. Eine Seite ist meine Arbeit als Bibeltheologe. Sozialgeschichtliche Forschungen haben eine eigentlich altbekannte Tatsache neu ins Bewusstsein gerückt: Das Christentum hat sich zur Zeit des Neuen Testaments, also im 1. Jahrhundert nach Christus, vor allem in den Städten des römischen Weltreiches ausgebreitet. Urchristentum und Stadtkultur gehören zusammen. Den ersten urbanen Christen begegnen wir in den Briefen des Paulus und in der Apostelgeschichte<1>. Das Wort «Paganus», «der vom Land», wurde in der Alten Kirche gleichbedeutend wie der «Nichtglaubende», der «Heide». «Christsein» erschien also zunächst als «städtisches Phänomen». Die uns vertraute, gegenläufige Vorstellung von der Stadt als «Sündenpfuhl», von den ländlichen Regionen als Orte «gesunder», «unverdorbener» Religiosität ist erst viel später entstanden.
Die andere Seite vermehrter Achtsamkeit für das «Städtische» und «Urbane» hat mit gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklungen zu tun. Man spricht vom «Millionenzürich» und deutet damit an, dass die Grenzen der Stadt faktisch weit über die politischen Stadtgrenzen, zum Teil sogar über die Kantonsgrenzen hinausreichen. «Städtisch» lässt es sich auch auf den Landgemeinden gut (und steuergünstiger) leben. Urbanisten sprechen aber auch davon, dass Anfang des neuen Jahrtausends erstmals in der Geschichte unseres Planeten mehr Menschen in den Städten leben als auf dem Land. Soziologen und Zeitgeist-Forscherinnen machen zu Recht auch darauf aufmerksam, dass Städte nicht einfach «grössere Dörfer» sind, dass es spezifisch städtische Mentalitäten und Lebensstile gibt ­ wobei zu beachten bleibt, dass es auch in der Stadt «ländlich» geprägte Menschen gibt, wie auf dem Land stadtorientierte und städtisch denkende Leute anzutreffen sind<2>.

Viele Kirchenleute wollen, dass «die Kirche im Dorf bleibt»

Als Beobachter der kirchlichen Szene (stärker der römisch-katholischen als der reformierten) habe ich den Eindruck, dass das Phänomen «Stadt» und damit auch der «typische Städter» bzw. die «typische Städterin» im Denken, Reden und Handeln der Kirchenleute und in der Organisation des kirchlichen Lebens kaum eine Rolle spielt.
Das beginnt bei den Vorstellungen über die typische Lebensform. Die «Regel» sind einmal verheiratete Paare mit zwei Kindern oder dann ältere Menschen. Die Patchwork-Familie und die «Singles» werden als «Ausnahmen» empfunden. Demographisch aber stimmt das längst nicht mehr. «Dörflich-traditionell» ist auch der Gedanke, die Leute würden auf Jahre hinaus am gleichen Ort wohnen und hätten deshalb ein Interesse an fester Einbindung und Verwurzelung: in der Pfarrei oder in Vereinen oder Gruppen. In Realität aber ist die Mobilität hoch, um Wurzeln zu schlagen, fehlt vielen die Kraft und die Motivation. Alles, was «verbindlich» und auf Dauer angelegt ist, hat es schwer. Falsche Vorstellungen machen sich viele in der Kirche auch darüber, was Menschen als ihren «Lebensraum» empfinden: Warum soll, wer in Zürich wohnt und in Bern arbeitet, am Sonntag plötzlich so quartierbezogen sein, dass nur die Kirche oder Pfarrei, zu deren Sprengel man gehört, für den Gottesdienstbesuch in Frage kommt. Für ein Konzert geht «man» auch in die Tonhalle oder ins Hallenstadion, und nicht zur Aufführung des «gemischten Chores» im Quartier ­ warum sollte man es für einen Gottesdienst anders halten? Viele Predigten aber richten sich zumindest tendenziell an «die eigenen Schäfchen» ­ und nicht an eine städtische Öffentlichkeit.
Ich weiss ­ jetzt karikiere und überzeichne ich ­ aber: Eine wirklich urbane Mentalität, eine ­ durchaus kritische, aber realistische ­ Offenheit gegenüber der unübersichtlichen Stadt, dem Pluralismus und dem Individuellen, der Mobilität und der Wahlfreiheit, dem Punktuellen und dem professionellen Auftritt in einer «Erlebnisgesellschaft» erfahre ich in der Kirche als Ausnahme, nicht als Regel. Viele Kirchenleute wollen, dass «die Kirche im Dorf bleibt» oder wenigstens im Quartier. Zur Präsenz und zur Zukunft des Göttlichen, des Religiösen und der Kirchen in der City machen sie sich zu wenig Gedanken.
Biblisch gesprochen: Der ländliche, galiläische Jesus, seine Gleichnisse mit Hirten und Senfkörnern, Unkraut und Weizen, seine Freunde unter den Bauern und Fischern haben in kirchlichen Kreisen mehr Kredit als der städtereisende, argumentierende, hellenistische Popularphilosophie aufgreifende Paulus.

Die Bibel in der Stadt

Bevor ich etwas von diesem Paulus und seinen Stadtgemeinden erzähle<3> und ein paar Überlegungen anstelle, was wir von ihnen allenfalls lernen könnten, möchte ich eine kleine Zwischenüberlegung zur «Bibel in der Stadt» machen ­ durchaus auch in selbstkritischer Absicht und vor dem Hintergrund der Erfahrung, dass zum Beispiel meine eigene Arbeit als biblischer Erwachsenenbildner in eher ländlichen Gebieten deutlich stärker gefragt ist als in der City.
In «traditionellen» Vorstellungen vom Umgang mit der Bibel kommt dieses dicke, alte Buch an drei Orten vor: auf der Kanzel für die Predigt, auf dem Nachttisch für die persönliche Erbauung und Besinnung und in der Gruppe oder im Hauskreis für das Bibelgespräch im kleinen Kreis. Dieses biblische Leben ist wichtig und wertvoll ­ wo es noch lebt und die Kirchen es pflegen könne, sollen sie das tun.
Aber wenn ich in eine nichttheologische Buchhandlung gehe, dann fehlt die ganze Bibel meist im Sortiment. Erhältlich aber sind einzelne Schriften ­ besonders handlich zum Beispiel in den beliebten kleinen Taschenbüchlein, neben Lao-Tses «Tao-Te-King», Rilkes schönsten Gedichten, berühmten Tolstoi-Erzählungen usw. In einem solchen Umfeld wird die Bibel nicht mehr als «Das Buch der Bücher», sondern als «ein Buch unter Büchern» wahrgenommen. Der biblische Text verliert seine Sonderstellung, seine absolute Geltung, aber auch die Patina des Heiligen. Als «einziger Massstab» der Lebensorientierung wird sie kaum mehr wahrgenommen. Das schafft neue theologische Probleme. Wenn zum Beispiel der Satz «Liebe deinen Nächsten wie dich selbst» dem Satz «Jeder ist sich selbst der oder die Nächste» gegenübergestellt wird, kann der Theologe sich nicht mehr darauf beschränken, zu behaupten, der erste Satz habe mehr Geltung, «weil er in der Bibel steht». Vielmehr muss sachlich-inhaltlich verdeutlicht werden, warum «Liebe» weiter trägt als der «struggle for life» im Sinne des Sozialdarwinismus.
Aber die Bibel als «Buch unter Büchern» neu im Taschenbuch-Angebot literarischer Verlage anzutreffen, hat keineswegs nur Nachteile. Die Bibel kann neu entdeckt, unbefangener gelesen, vielfältiger ausgelegt und wieder stärker ins kulturelle Gespräch und die ethischen oder politischen Debatten der Zeit gebracht werden, ohne dass der Verweis auf sie zum «Totschlag-Argument» werden muss. Zudem wird der Umgang mit biblischen Texten auf diese Weise dialogischer, die Bibel findet Verbündete, die sie als «Heiliges Buch» so nicht fand: bei den Gründungsschriften anderer Weltreligionen, bei den Poetinnen und bei den Moralisten, bei den Verfassern von Liebesgedichten und bei den Philosophen.

Dialogische Identität und notwendige Abgrenzung

Ein «urbaner», für den Pluralismus offener und gegen alles «absolut Verbindliche» zunächst einmal skeptischer Umgang mit der Bibel weicht traditionelle Dualismen auf: «Christentum gegen Heidentum», zum Beispiel in Form des «Bollwerks Kirche gegen den Islam»; «Heilig gegen Profan», zum Beispiel in Form des Rückzugs hinter Kirchenmauern, aber auch in Form der Abwertung all dessen, was im Leben mit Lust und Freude oder gar mit Sinnlichkeit und Körperlichkeit zu tun hat. Der Weg von der Bibel als «Buch der Bücher» zur Bibel «Buch unter Büchern» könnte Christsein ökumenischer, toleranter, offener für das Kulturelle und für andere Religionen machen. Und genau dadurch können die Kirchen auf neue, eben «städtisch-moderne» Art «missionarisch» werden: Indem sie die lebensfeindliche Dimension der «Verstädterung» aufbrechen. Vereinzelung und Anonymität, Entstehung von Ghettos und von geschlossenen Milieus, Sprachlosigkeit und Dialogverweigerung kann mit «absoluten Wahrheiten» und ungedeckten «Einzigartigkeitsansprüchen» nicht entgegengetreten werden, wohl aber mit Dialogbereitschaft und mit Verständigung durch die gemeinsame Teilhabe ­ und sei es als Zuschauende und Zuhörende ­ an biblisch inspirierten Festen und Ritualen, an Liedern und Gedichten, an ethischen Debatten und politischen Argumenten. Dabei geht es nicht um «Vereinnahmung», sondern um «Präsenz», nicht um integrierte Gemeinden, sondern um offene Räume gelebter Gemeinschaft, nicht um «Heimholung der verlorenen Schafe», sondern um «Ausstrahlung».
Zwar ist zuzugestehen: Nicht nur die kirchliche Tradition und die Kirchengeschichte, schon die Bibel selbst enthält massive Forderungen zur Abgrenzung, diskriminiert Fremdreligionen, schürt Angst vor dem «Anderen», schliesst Fenster und Türen, statt offen zu sein für Neues usw. In diese Tradition gehören auch etliche stadt-kritische Texte der Bibel<4>. Und es ist darüber hinaus sehr wichtig, dass Abgrenzung zur Identitätsbildung wichtig ist, angefangen von der psychologischen Ablösung des Kindes von den Eltern bis hin zum radikalen Protest und Widerstand gegen Mächte und Gewalten, die den Tod wollen und nicht das Leben. Mit Tyrannen und tyrannischen Strukturen, konkret: mit Rechtsextremisten und mit einer sich selbst verabsolutierenden Herrschaft des Geldes oder des «Götzen Markt» soll und darf man nicht endlos «offene Dialoge» führen, sondern muss Widerstand leisten: Gerade um Räume für das echte Gespräch, für die Gemeinschaft der Verschiedenen und für das unverzweckte Leben zu retten.
So wie die Justiz mit Gewaltverbrechern und solchen, die sich an ohnmächtigen Kindern vergehen, nicht unbeschränkt tolerant sein kann, so wie die demokratische Gesellschaft totalitäre Ansprüche und Brandstiftung in Form der Rassen- oder Ausländerdiskriminierung nicht ungestraft hinnehmen kann, so haben die Kirchen ­ zusammen mit anderen Religionsgemeinschaften und Menschen guten Willens ­ gerade in der Stadt ein wichtiges Wächteramt gegen Fundamentalismen aller Art, seien es religiöse oder sektiererische, weltanschauliche oder auch ökonomische Verabsolutierungen einzelner Dimensionen der Wahrheit und des Lebens: Wer den Namen Gottes anruft und dem Leben verpflichtet ist, muss ­ notfalls auch widerständig und resolut ­ an der Unteilbarkeit des Lebens, der Freiheit, des Glücks und der Würde des Menschen und aller Kreatur festhalten. Auch das gehört meines Erachtens unverzichtbar zur Zukunft des Göttlichen, des Religiösen und der Kirchen in der Stadt: Gerade wer die Vielfalt retten will, kann nicht alles und jedes zulassen, kann nicht beliebig lang zuschauen, wie Monokulturen sich ausbreiten und absolute Ansprüche durchgesetzt werden.
Das Leitwort der letztjährigen Kampagne von Fastenopfer und Brot für alle bringt diese Spannungseinheit meines Erachtens sehr gut auf den Begriff: «SolidarCity» ­ genau darum geht es. Ein anderes Stichwort, das ich in diesem Zusammenhang kürzlich gehört habe, ist jenes einer neuen, typisch urbanen Tugend. Notwendig sei heute ein «solidarischer Individualismus». Und dafür müssen bzw. müssten die Christinnen und Christen in Gottesdiensten und Bildungsveranstaltungen, im Religionsunterricht und in der Jugendarbeit usw. mystisch und politisch gestärkt und genährt werden.

Zum Beispiel: Paulus in Athen

Eine biblische Erzählung, von der ich bezüglich der Präsenz des Christlichen in der Stadt viel gelernt habe, ist der Auftritt des Paulus in Athen (Apg 17,16­34). Der Autor der Apostelgeschichte hat diese Erzählung beispielhaft ausgestaltet ­ ungefähr fünfzig Jahre, nachdem sie sich möglicherweise zugetragen hat. Das historische Detail war ihm zweifellos weniger wichtig als das Grundverständnis von christlicher Präsenz im städtischen Zentrum und in der Hochburg des Geisteslebens in der Antike.
Paulus missachtet den Wert der Tradition und der kirchlichen Sozialisation nicht. Er geht zunächst in die Synagoge zu den «Juden und Gottesfürchtigen», gewissermassen den Anhängerinnen und Sympathisanten des biblischen Gottes. Aber dann geht er auf den «Markt», spricht mit allen, die er gerade antrifft. Der Slogan der brasilianischen Ordensleute, nicht die Kathedrale, sondern der Supermarkt sei das Zentrum des Lebens heutiger Menschen, hat hier einen gut biblischen Rückhalt. Auf diesem Markt trifft Paulus stoische und epikureische Philosophen, also Vertreter anderer Weltanschauungen, wobei die Stoiker eher den «Moralisten» zuzurechnen sind, die Epikuräer hingegen eher dem Leben und der Lust am Leben zugewandt sind. Paulus ist offen für den Dialog mit Andersdenkenden und Andersglaubenden. Und er macht sich auch die Neugierde der Athener und das Interesse am Religiösen zunutze. Auch vor dem Dialog mit der geistigen Elite schreckt er nicht zurück. Mutig tritt er auf dem Areopag auf, nicht nur vor den bereits bekehrten oder bei den sogenannten «einfachen Leuten von der Strasse», sondern auch vor den Gebildeten und Einflussreichen scheut er sich nicht, «das Evangelium von Jesus und von der Auferstehung zu verkündigen».
Die Reaktionen sind geteilt. Paulus, der später zum Heiligen und zum Völkerapostel stilisiert und auf den Sockel gestellt wurde, wird als «Schwätzer» bezeichnet, der «befremdliche Dinge erzählt». Er muss sich den milden, herablassenden oder vielleicht auch bissigen Spott der Gebildeten gefallen lassen und wird auf später vertröstet: Jetzt sind andere Dinge offenbar wichtiger ... Keine Rede von Tausenden, die sich bekehren, sondern nur von einem Mann und einer Frau, die mit Namen genannt werden und ein paar weiteren Leuten. Nicht «Volksmission» oder «Massenevangelisation», sondern Grüppchenbildung ist die sichtbare Folge der paulinischen Predigt. Die Apostelgeschichte schildert diese bescheidene, nicht eindeutige Wirkung des Markt-Auftritts von Paulus ohne Erbitterung, ohne Angst, damit einen Misserfolg einzugestehen, aber auch ohne, dass die Athener deshalb als gottlose, verdorbene oder herzensharte Menschen mit dem Zorn Gottes rechnen müssten. Die bescheidene, aber doch benennbare Folge der Präsenz des Paulus in der Stadt wird nüchtern und realistisch berichtet. Offenbar hatten weder Paulus noch Lukas, der seine Geschichte erzählt, religiöse Allmachts-Phantasien, als könnten sie gleich die ganze Stadt bekehren oder gar die Welt verändern. Dieser Realismus ist mir sympathisch und lädt ein zur Identifikation: Wenn Kirchenleute heute so gelassen mit Spott und mit bescheidenen Auswirkungen ihres vollen Einsatzes umgehen lernen, sind sie gerüstet für die Arbeit in einer City-Kirche, ohne sich selbst permanent zu überfordern und zu überschätzen.
Aber der Anspruch des Evangeliums wird deshalb nicht ermässigt. Paulus bringt kein Discount-Christentum, nur um ein paar Leute mehr hinter sich zu scharen. Zwar knüpft er durchaus geschickt und sensibel für den Zeitgeist an die Heiligtümer der Athener und ihre Suche nach dem unbekannten Gott an, aber er unterscheidet klar und scharf zwischen Gott und den Götzen: Goldene, silberne und steinerne Gebilde menschlicher Kunst und Erfindung sind nicht Gott! Weder religiöse und weltanschauliche, noch materielle Werte werden vergötzt. Im Gegenteil: «Umkehr» ist angesagt «überall» und «für alle». Dieses zeit- und kulturkritische Element, dieser Widerstand gegen falsche Verabsolutierungen wird nicht gestrichen zu Gunsten einer Verkündigung, die niemandem wehtut und alles beim Alten lässt. Die Spannung zwischen «dialogischer Identität und notwendiger Abgrenzung» bleibt erhalten. Auferstehung vom Tod ist nicht anders zu haben, denn als Widerspruch und Widerstand gegen alles Lebensfeindliche.
Sucht man anderswo in der Apostelgeschichte nach konkreten Beispielen für «Umkehr», stösst man auf eine andere grosse Rede ­ die Pfingstrede des Petrus. Im Anschluss an diese werden zweifellos die Anfänge idealisierend erzählt, dass «Umkehr» für etwa dreitausend Menschen hiess, dass sie nach der Taufe «an der Lehre der Apostel und an der Gemeinschaft, am Brechen des Brotes und an den Gebeten festhielten... sie hatten alles gemeinsam, verkauften Hab und Gut und gaben davon allen, jedem so viel, wie er nötig hatte.» (Apg 2). Das ist «SolidarCity» ­ manchmal mit grösserem Erfolg, manchmal nur mit Dionysius, Damaris und ein paar anderen...<5>

 

Der im Fach Neues Testament promovierte Theologe Daniel Kosch leitet die Bibelpastorale Arbeitsstelle des Schweizerischen Katholischen Bibelwerks in Zürich.


Anmerkungen

1 Grundlegend: W. A. Meeks, Urchristentum und Stadtkultur, Gütersloh 1993; E. W. und W. Stegemann, Urchristliche Sozialgeschichte, Stuttgart 1995.

2 Gut aufbereitet ist die Thematik im «Werkheft 98. Teil 1» von Fastenopfer+Brot für alle, besonders in den Beiträgen von A. Tourraine und T. Bernet-Strahm.
Zur Vertiefung geeignet ist der zugehörige «Reader SolidarCity». Geschichtliche Durchblicke vermittelt u.a. R. Senett, Fleisch und Stein. Der Körper und die Stadt in der westlichen Zivilisation, Berlin 1997.

3 Einen gut lesbaren, spannenden und informativen Einblick vermittelt dazu: H.-J. Venetz/S. Bieberstein. Im Bannkreis des Paulus, Würzburg 1995.

4 Zum Thema «Stadt in der Bibel» s. z.B. das Themenheft «Die Stadt»: Bibel und Kirche 47 (1/1992) mit Beiträgen von U. Winter, T. Staubli u.a.; E.W. Stegemann, Wehe, wehe, du grosse Stadt Babylon. Biblische Anmerkungen zum Thema «Stadt», in: ZEITschrift 44 (1995).

5 Zum Thema s. auch D. Kosch, A. Burr, B. Schnellmann, E. Spichtig, «Die Welt geht in die Stadt», Bibelheft kem/missio mit einer Bibelarbeit zu Apg 17, Informationen und Denkanstössen zum Thema «City-Kirche» und Vorschlägen, wie das Thema im Dreischritt «Die eigene Stadt lesen ­ Bibel in der Stadt ­ Reflexionen für die Weiterarbeit» in der Erwachsenenbildung angegangen werden kann. Das Heft kann auch bei der Bibelpastoralen Arbeitsstelle SKB, Bederstrasse 76, 8002 Zürich, Telefon 01-2026674; Fax 01-2014307, bezogen werden.


© Schweizerische Kirchenzeitung - 1999