5/1999 | |
INHALT | |
Theologie |
Auf das Thema «Kirche in der Stadt» oder «Christsein
in der City» bin ich in den letzten Jahren von zwei Seiten her aufmerksam
gemacht worden. Eine Seite ist meine Arbeit als Bibeltheologe. Sozialgeschichtliche
Forschungen haben eine eigentlich altbekannte Tatsache neu ins Bewusstsein
gerückt: Das Christentum hat sich zur Zeit des Neuen Testaments, also
im 1. Jahrhundert nach Christus, vor allem in den Städten des römischen
Weltreiches ausgebreitet. Urchristentum und Stadtkultur gehören zusammen.
Den ersten urbanen Christen begegnen wir in den Briefen des Paulus und in
der Apostelgeschichte<1>. Das Wort «Paganus»,
«der vom Land», wurde in der Alten Kirche gleichbedeutend wie
der «Nichtglaubende», der «Heide». «Christsein»
erschien also zunächst als «städtisches Phänomen».
Die uns vertraute, gegenläufige Vorstellung von der Stadt als «Sündenpfuhl»,
von den ländlichen Regionen als Orte «gesunder», «unverdorbener»
Religiosität ist erst viel später entstanden.
Die andere Seite vermehrter Achtsamkeit für das «Städtische»
und «Urbane» hat mit gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklungen
zu tun. Man spricht vom «Millionenzürich» und deutet damit
an, dass die Grenzen der Stadt faktisch weit über die politischen Stadtgrenzen,
zum Teil sogar über die Kantonsgrenzen hinausreichen. «Städtisch»
lässt es sich auch auf den Landgemeinden gut (und steuergünstiger)
leben. Urbanisten sprechen aber auch davon, dass Anfang des neuen Jahrtausends
erstmals in der Geschichte unseres Planeten mehr Menschen in den Städten
leben als auf dem Land. Soziologen und Zeitgeist-Forscherinnen machen zu
Recht auch darauf aufmerksam, dass Städte nicht einfach «grössere
Dörfer» sind, dass es spezifisch städtische Mentalitäten
und Lebensstile gibt wobei zu beachten bleibt, dass es auch in der
Stadt «ländlich» geprägte Menschen gibt, wie auf dem
Land stadtorientierte und städtisch denkende Leute anzutreffen sind<2>.
Als Beobachter der kirchlichen Szene (stärker der römisch-katholischen
als der reformierten) habe ich den Eindruck, dass das Phänomen «Stadt»
und damit auch der «typische Städter» bzw. die «typische
Städterin» im Denken, Reden und Handeln der Kirchenleute und
in der Organisation des kirchlichen Lebens kaum eine Rolle spielt.
Das beginnt bei den Vorstellungen über die typische Lebensform. Die
«Regel» sind einmal verheiratete Paare mit zwei Kindern oder
dann ältere Menschen. Die Patchwork-Familie und die «Singles»
werden als «Ausnahmen» empfunden. Demographisch aber stimmt
das längst nicht mehr. «Dörflich-traditionell» ist
auch der Gedanke, die Leute würden auf Jahre hinaus am gleichen Ort
wohnen und hätten deshalb ein Interesse an fester Einbindung und Verwurzelung:
in der Pfarrei oder in Vereinen oder Gruppen. In Realität aber ist
die Mobilität hoch, um Wurzeln zu schlagen, fehlt vielen die Kraft
und die Motivation. Alles, was «verbindlich» und auf Dauer angelegt
ist, hat es schwer. Falsche Vorstellungen machen sich viele in der Kirche
auch darüber, was Menschen als ihren «Lebensraum» empfinden:
Warum soll, wer in Zürich wohnt und in Bern arbeitet, am Sonntag plötzlich
so quartierbezogen sein, dass nur die Kirche oder Pfarrei, zu deren Sprengel
man gehört, für den Gottesdienstbesuch in Frage kommt. Für
ein Konzert geht «man» auch in die Tonhalle oder ins Hallenstadion,
und nicht zur Aufführung des «gemischten Chores» im Quartier
warum sollte man es für einen Gottesdienst anders halten? Viele
Predigten aber richten sich zumindest tendenziell an «die eigenen
Schäfchen» und nicht an eine städtische Öffentlichkeit.
Ich weiss jetzt karikiere und überzeichne ich aber: Eine
wirklich urbane Mentalität, eine durchaus kritische, aber realistische
Offenheit gegenüber der unübersichtlichen Stadt, dem Pluralismus
und dem Individuellen, der Mobilität und der Wahlfreiheit, dem Punktuellen
und dem professionellen Auftritt in einer «Erlebnisgesellschaft»
erfahre ich in der Kirche als Ausnahme, nicht als Regel. Viele Kirchenleute
wollen, dass «die Kirche im Dorf bleibt» oder wenigstens im
Quartier. Zur Präsenz und zur Zukunft des Göttlichen, des Religiösen
und der Kirchen in der City machen sie sich zu wenig Gedanken.
Biblisch gesprochen: Der ländliche, galiläische Jesus, seine Gleichnisse
mit Hirten und Senfkörnern, Unkraut und Weizen, seine Freunde unter
den Bauern und Fischern haben in kirchlichen Kreisen mehr Kredit als der
städtereisende, argumentierende, hellenistische Popularphilosophie
aufgreifende Paulus.
Bevor ich etwas von diesem Paulus und seinen Stadtgemeinden erzähle<3> und ein paar Überlegungen anstelle,
was wir von ihnen allenfalls lernen könnten, möchte ich eine kleine
Zwischenüberlegung zur «Bibel in der Stadt» machen
durchaus auch in selbstkritischer Absicht und vor dem Hintergrund der Erfahrung,
dass zum Beispiel meine eigene Arbeit als biblischer Erwachsenenbildner
in eher ländlichen Gebieten deutlich stärker gefragt ist als in
der City.
In «traditionellen» Vorstellungen vom Umgang mit der Bibel kommt
dieses dicke, alte Buch an drei Orten vor: auf der Kanzel für die Predigt,
auf dem Nachttisch für die persönliche Erbauung und Besinnung
und in der Gruppe oder im Hauskreis für das Bibelgespräch im kleinen
Kreis. Dieses biblische Leben ist wichtig und wertvoll wo es noch
lebt und die Kirchen es pflegen könne, sollen sie das tun.
Aber wenn ich in eine nichttheologische Buchhandlung gehe, dann fehlt die
ganze Bibel meist im Sortiment. Erhältlich aber sind einzelne Schriften
besonders handlich zum Beispiel in den beliebten kleinen Taschenbüchlein,
neben Lao-Tses «Tao-Te-King», Rilkes schönsten Gedichten,
berühmten Tolstoi-Erzählungen usw. In einem solchen Umfeld wird
die Bibel nicht mehr als «Das Buch der Bücher», sondern
als «ein Buch unter Büchern» wahrgenommen. Der biblische
Text verliert seine Sonderstellung, seine absolute Geltung, aber auch die
Patina des Heiligen. Als «einziger Massstab» der Lebensorientierung
wird sie kaum mehr wahrgenommen. Das schafft neue theologische Probleme.
Wenn zum Beispiel der Satz «Liebe deinen Nächsten wie dich selbst»
dem Satz «Jeder ist sich selbst der oder die Nächste» gegenübergestellt
wird, kann der Theologe sich nicht mehr darauf beschränken, zu behaupten,
der erste Satz habe mehr Geltung, «weil er in der Bibel steht».
Vielmehr muss sachlich-inhaltlich verdeutlicht werden, warum «Liebe»
weiter trägt als der «struggle for life» im Sinne des Sozialdarwinismus.
Aber die Bibel als «Buch unter Büchern» neu im Taschenbuch-Angebot
literarischer Verlage anzutreffen, hat keineswegs nur Nachteile. Die Bibel
kann neu entdeckt, unbefangener gelesen, vielfältiger ausgelegt und
wieder stärker ins kulturelle Gespräch und die ethischen oder
politischen Debatten der Zeit gebracht werden, ohne dass der Verweis auf
sie zum «Totschlag-Argument» werden muss. Zudem wird der Umgang
mit biblischen Texten auf diese Weise dialogischer, die Bibel findet Verbündete,
die sie als «Heiliges Buch» so nicht fand: bei den Gründungsschriften
anderer Weltreligionen, bei den Poetinnen und bei den Moralisten, bei den
Verfassern von Liebesgedichten und bei den Philosophen.
Ein «urbaner», für den Pluralismus offener und gegen
alles «absolut Verbindliche» zunächst einmal skeptischer
Umgang mit der Bibel weicht traditionelle Dualismen auf: «Christentum
gegen Heidentum», zum Beispiel in Form des «Bollwerks Kirche
gegen den Islam»; «Heilig gegen Profan», zum Beispiel
in Form des Rückzugs hinter Kirchenmauern, aber auch in Form der Abwertung
all dessen, was im Leben mit Lust und Freude oder gar mit Sinnlichkeit und
Körperlichkeit zu tun hat. Der Weg von der Bibel als «Buch der
Bücher» zur Bibel «Buch unter Büchern» könnte
Christsein ökumenischer, toleranter, offener für das Kulturelle
und für andere Religionen machen. Und genau dadurch können die
Kirchen auf neue, eben «städtisch-moderne» Art «missionarisch»
werden: Indem sie die lebensfeindliche Dimension der «Verstädterung»
aufbrechen. Vereinzelung und Anonymität, Entstehung von Ghettos und
von geschlossenen Milieus, Sprachlosigkeit und Dialogverweigerung kann mit
«absoluten Wahrheiten» und ungedeckten «Einzigartigkeitsansprüchen»
nicht entgegengetreten werden, wohl aber mit Dialogbereitschaft und mit
Verständigung durch die gemeinsame Teilhabe und sei es als Zuschauende
und Zuhörende an biblisch inspirierten Festen und Ritualen, an
Liedern und Gedichten, an ethischen Debatten und politischen Argumenten.
Dabei geht es nicht um «Vereinnahmung», sondern um «Präsenz»,
nicht um integrierte Gemeinden, sondern um offene Räume gelebter Gemeinschaft,
nicht um «Heimholung der verlorenen Schafe», sondern um «Ausstrahlung».
Zwar ist zuzugestehen: Nicht nur die kirchliche Tradition und die Kirchengeschichte,
schon die Bibel selbst enthält massive Forderungen zur Abgrenzung,
diskriminiert Fremdreligionen, schürt Angst vor dem «Anderen»,
schliesst Fenster und Türen, statt offen zu sein für Neues usw.
In diese Tradition gehören auch etliche stadt-kritische Texte der Bibel<4>. Und es ist darüber hinaus sehr
wichtig, dass Abgrenzung zur Identitätsbildung wichtig ist, angefangen
von der psychologischen Ablösung des Kindes von den Eltern bis hin
zum radikalen Protest und Widerstand gegen Mächte und Gewalten, die
den Tod wollen und nicht das Leben. Mit Tyrannen und tyrannischen Strukturen,
konkret: mit Rechtsextremisten und mit einer sich selbst verabsolutierenden
Herrschaft des Geldes oder des «Götzen Markt» soll und
darf man nicht endlos «offene Dialoge» führen, sondern
muss Widerstand leisten: Gerade um Räume für das echte Gespräch,
für die Gemeinschaft der Verschiedenen und für das unverzweckte
Leben zu retten.
So wie die Justiz mit Gewaltverbrechern und solchen, die sich an ohnmächtigen
Kindern vergehen, nicht unbeschränkt tolerant sein kann, so wie die
demokratische Gesellschaft totalitäre Ansprüche und Brandstiftung
in Form der Rassen- oder Ausländerdiskriminierung nicht ungestraft
hinnehmen kann, so haben die Kirchen zusammen mit anderen Religionsgemeinschaften
und Menschen guten Willens gerade in der Stadt ein wichtiges Wächteramt
gegen Fundamentalismen aller Art, seien es religiöse oder sektiererische,
weltanschauliche oder auch ökonomische Verabsolutierungen einzelner
Dimensionen der Wahrheit und des Lebens: Wer den Namen Gottes anruft und
dem Leben verpflichtet ist, muss notfalls auch widerständig und
resolut an der Unteilbarkeit des Lebens, der Freiheit, des Glücks
und der Würde des Menschen und aller Kreatur festhalten. Auch das gehört
meines Erachtens unverzichtbar zur Zukunft des Göttlichen, des Religiösen
und der Kirchen in der Stadt: Gerade wer die Vielfalt retten will, kann
nicht alles und jedes zulassen, kann nicht beliebig lang zuschauen, wie
Monokulturen sich ausbreiten und absolute Ansprüche durchgesetzt werden.
Das Leitwort der letztjährigen Kampagne von Fastenopfer und Brot für
alle bringt diese Spannungseinheit meines Erachtens sehr gut auf den Begriff:
«SolidarCity» genau darum geht es. Ein anderes Stichwort,
das ich in diesem Zusammenhang kürzlich gehört habe, ist jenes
einer neuen, typisch urbanen Tugend. Notwendig sei heute ein «solidarischer
Individualismus». Und dafür müssen bzw. müssten die
Christinnen und Christen in Gottesdiensten und Bildungsveranstaltungen,
im Religionsunterricht und in der Jugendarbeit usw. mystisch und politisch
gestärkt und genährt werden.
Eine biblische Erzählung, von der ich bezüglich der Präsenz
des Christlichen in der Stadt viel gelernt habe, ist der Auftritt des Paulus
in Athen (Apg 17,1634). Der Autor der Apostelgeschichte hat diese Erzählung
beispielhaft ausgestaltet ungefähr fünfzig Jahre, nachdem
sie sich möglicherweise zugetragen hat. Das historische Detail war
ihm zweifellos weniger wichtig als das Grundverständnis von christlicher
Präsenz im städtischen Zentrum und in der Hochburg des Geisteslebens
in der Antike.
Paulus missachtet den Wert der Tradition und der kirchlichen Sozialisation
nicht. Er geht zunächst in die Synagoge zu den «Juden und Gottesfürchtigen»,
gewissermassen den Anhängerinnen und Sympathisanten des biblischen
Gottes. Aber dann geht er auf den «Markt», spricht mit allen,
die er gerade antrifft. Der Slogan der brasilianischen Ordensleute, nicht
die Kathedrale, sondern der Supermarkt sei das Zentrum des Lebens heutiger
Menschen, hat hier einen gut biblischen Rückhalt. Auf diesem Markt
trifft Paulus stoische und epikureische Philosophen, also Vertreter anderer
Weltanschauungen, wobei die Stoiker eher den «Moralisten» zuzurechnen
sind, die Epikuräer hingegen eher dem Leben und der Lust am Leben zugewandt
sind. Paulus ist offen für den Dialog mit Andersdenkenden und Andersglaubenden.
Und er macht sich auch die Neugierde der Athener und das Interesse am Religiösen
zunutze. Auch vor dem Dialog mit der geistigen Elite schreckt er nicht zurück.
Mutig tritt er auf dem Areopag auf, nicht nur vor den bereits bekehrten
oder bei den sogenannten «einfachen Leuten von der Strasse»,
sondern auch vor den Gebildeten und Einflussreichen scheut er sich nicht,
«das Evangelium von Jesus und von der Auferstehung zu verkündigen».
Die Reaktionen sind geteilt. Paulus, der später zum Heiligen und zum
Völkerapostel stilisiert und auf den Sockel gestellt wurde, wird als
«Schwätzer» bezeichnet, der «befremdliche Dinge erzählt».
Er muss sich den milden, herablassenden oder vielleicht auch bissigen Spott
der Gebildeten gefallen lassen und wird auf später vertröstet:
Jetzt sind andere Dinge offenbar wichtiger ... Keine Rede von Tausenden,
die sich bekehren, sondern nur von einem Mann und einer Frau, die mit Namen
genannt werden und ein paar weiteren Leuten. Nicht «Volksmission»
oder «Massenevangelisation», sondern Grüppchenbildung ist
die sichtbare Folge der paulinischen Predigt. Die Apostelgeschichte schildert
diese bescheidene, nicht eindeutige Wirkung des Markt-Auftritts von Paulus
ohne Erbitterung, ohne Angst, damit einen Misserfolg einzugestehen, aber
auch ohne, dass die Athener deshalb als gottlose, verdorbene oder herzensharte
Menschen mit dem Zorn Gottes rechnen müssten. Die bescheidene, aber
doch benennbare Folge der Präsenz des Paulus in der Stadt wird nüchtern
und realistisch berichtet. Offenbar hatten weder Paulus noch Lukas, der
seine Geschichte erzählt, religiöse Allmachts-Phantasien, als
könnten sie gleich die ganze Stadt bekehren oder gar die Welt verändern.
Dieser Realismus ist mir sympathisch und lädt ein zur Identifikation:
Wenn Kirchenleute heute so gelassen mit Spott und mit bescheidenen Auswirkungen
ihres vollen Einsatzes umgehen lernen, sind sie gerüstet für die
Arbeit in einer City-Kirche, ohne sich selbst permanent zu überfordern
und zu überschätzen.
Aber der Anspruch des Evangeliums wird deshalb nicht ermässigt. Paulus
bringt kein Discount-Christentum, nur um ein paar Leute mehr hinter sich
zu scharen. Zwar knüpft er durchaus geschickt und sensibel für
den Zeitgeist an die Heiligtümer der Athener und ihre Suche nach dem
unbekannten Gott an, aber er unterscheidet klar und scharf zwischen Gott
und den Götzen: Goldene, silberne und steinerne Gebilde menschlicher
Kunst und Erfindung sind nicht Gott! Weder religiöse und weltanschauliche,
noch materielle Werte werden vergötzt. Im Gegenteil: «Umkehr»
ist angesagt «überall» und «für alle».
Dieses zeit- und kulturkritische Element, dieser Widerstand gegen falsche
Verabsolutierungen wird nicht gestrichen zu Gunsten einer Verkündigung,
die niemandem wehtut und alles beim Alten lässt. Die Spannung zwischen
«dialogischer Identität und notwendiger Abgrenzung» bleibt
erhalten. Auferstehung vom Tod ist nicht anders zu haben, denn als Widerspruch
und Widerstand gegen alles Lebensfeindliche.
Sucht man anderswo in der Apostelgeschichte nach konkreten Beispielen für
«Umkehr», stösst man auf eine andere grosse Rede
die Pfingstrede des Petrus. Im Anschluss an diese werden zweifellos die
Anfänge idealisierend erzählt, dass «Umkehr» für
etwa dreitausend Menschen hiess, dass sie nach der Taufe «an der Lehre
der Apostel und an der Gemeinschaft, am Brechen des Brotes und an den Gebeten
festhielten... sie hatten alles gemeinsam, verkauften Hab und Gut und gaben
davon allen, jedem so viel, wie er nötig hatte.» (Apg 2). Das
ist «SolidarCity» manchmal mit grösserem Erfolg,
manchmal nur mit Dionysius, Damaris und ein paar anderen...<5>
Der im Fach Neues Testament promovierte Theologe Daniel Kosch leitet die Bibelpastorale Arbeitsstelle des Schweizerischen Katholischen Bibelwerks in Zürich.
1 Grundlegend: W. A. Meeks, Urchristentum und Stadtkultur, Gütersloh 1993; E. W. und W. Stegemann, Urchristliche Sozialgeschichte, Stuttgart 1995.
2 Gut aufbereitet ist die Thematik im «Werkheft 98. Teil
1» von Fastenopfer+Brot für alle, besonders in den Beiträgen
von A. Tourraine und T. Bernet-Strahm.
Zur Vertiefung geeignet ist der zugehörige «Reader SolidarCity».
Geschichtliche Durchblicke vermittelt u.a. R. Senett, Fleisch und Stein.
Der Körper und die Stadt in der westlichen Zivilisation, Berlin 1997.
3 Einen gut lesbaren, spannenden und informativen Einblick vermittelt dazu: H.-J. Venetz/S. Bieberstein. Im Bannkreis des Paulus, Würzburg 1995.
4 Zum Thema «Stadt in der Bibel» s. z.B. das Themenheft «Die Stadt»: Bibel und Kirche 47 (1/1992) mit Beiträgen von U. Winter, T. Staubli u.a.; E.W. Stegemann, Wehe, wehe, du grosse Stadt Babylon. Biblische Anmerkungen zum Thema «Stadt», in: ZEITschrift 44 (1995).
5 Zum Thema s. auch D. Kosch, A. Burr, B. Schnellmann, E. Spichtig, «Die Welt geht in die Stadt», Bibelheft kem/missio mit einer Bibelarbeit zu Apg 17, Informationen und Denkanstössen zum Thema «City-Kirche» und Vorschlägen, wie das Thema im Dreischritt «Die eigene Stadt lesen Bibel in der Stadt Reflexionen für die Weiterarbeit» in der Erwachsenenbildung angegangen werden kann. Das Heft kann auch bei der Bibelpastoralen Arbeitsstelle SKB, Bederstrasse 76, 8002 Zürich, Telefon 01-2026674; Fax 01-2014307, bezogen werden.