10/1999

INHALT

Solidarität

"Solidarität der Priester der Schweizer Diözesen": Aktion 1997

von Heinz Angehrn

 

Das Jahr 1997 verzeichnete keine ausserordentlichen Vorkommnisse, weder auf der Einnahmen- noch auf der Ausgabenseite unseres Werkes. Der Gesamtbetrag der Spendeneingänge sinkt kontinuierlich, was aber weniger mit einer schlechteren Motivation der Spender als mit der ständig sinkenden Zahl der sich noch im erwerbstätigen Alter befindlichen Priester zu erklären ist. Trotzdem möchte ich alle Mitbrüder, die sich in einer finanziell akzeptablen, wenn nicht gar komfortablen Situation befinden, bitten, unser Werk als primären Ort priesterlich-solidarischen Verhaltens innerhalb der Kirche Schweiz nicht zu vergessen. Sehr schnell ­ sei es durch einen Unfall oder eine Krankheit ­ könnte jeder von uns auch auf die Hilfe der «Solidarität» angewiesen sein. Auch bei den Ausgaben, die ja im Wesentlichen nur aus Unterstützungen bestehen (dank Sr. Thoma, unserer Kassiererin, und ihren Mitschwestern beträgt der Anteil der Spesen nur gerade 0,9% des gesamten Aufwandes ­ darum wieder ein herzlicher Dank nach Ilanz!), ergaben sich keine ausserordentlichen Bewegungen. Der Bedarf für Unterstützungen an Priester in Not, der durch die Kassen der Diözesen und Personalämter nicht abgedeckt werden kann, liegt weiterhin deutlich über Fr. 200000.­, ein gewaltiger Betrag angesichts des Reichtums der Kirche Schweiz. Doch dieses Dilemma zu erklären, liegt nicht in der Kompetenz des Präsidenten.
Von zwei lieben und geschätzten Mitbrüdern, die sich für die «Solidarität» engagierten, mussten wir im Verlauf des Jahres 1998 Abschied nehmen. Beide wurden hier in der SKZ bereits ausführlich gewürdigt, und so kann ich mich hier auf ihr Engagement für unser Werk beschränken: Karl Schuler war nicht nur der erste Präsident und dies während zehn Jahren, sondern vor allem der geistige Vater unseres Werkes. Ohne sein Engagement und seinen kräftigen Willen hätte es einen freiwilligen Ausgleich zwischen deutschem und romanischem Landesteil, zwischen finanzstarken und finanzschwachen Gegenden unseres Landes nie gegeben. Ihm gehört unser Dank, unsere Achtung und unser Respekt. Nur während kurzer Zeit konnte Pius Eigenmann als Revisor unseres Werkes amtieren. Eine unerbittliche Krankheit, die ich als Pfarrer des Dorfes, in dem er lebte, hautnah miterlebte, riss ihn brutal aus unserer Mitte. Auch ihm gehört unser Dank.
Dieser Rechenschaftsbericht fällt darum recht kurz aus, weil ich Mitte des Jahres die Möglichkeit haben werde, die Gefährdetheit priesterlicher Existenz unter den aktuellen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und damit auch die Existenzberechtigung unserer Arbeit hier ausführlich darzulegen. Zurzeit werden aber in allen Diözesen die Einzahlungsscheine für die Sammlung 1999 verschickt. Und so schliesse ich mit der Bitte an alle Mitbrüder: Tragen Sie auch dieses Jahr mit am von Karl Schuler zu Recht begründeten und auch heute nötigen Akt priesterlich-schweizerischer Solidarität!

 

Unser Mitredaktor Heinz Angehrn, Pfarrer und Dekan, ist Präsident des Vereins «Solidarität der Priester der Schweizer Diözesen».


Selbsthilfegruppen

Selbsthilfegruppen sind eine wichtige Ergänzung auch der Pfarreisozialarbeit (wovon der nebenstehende Beitrag handelt). Ein Merkblatt mit den Adressen der regionalen Kontaktstellen aller Selbsthilfegruppen ist erhältlich beim Schweizerischen Beobachter, Postfach, 8021 Zürich, Telefon 01-448 74 74.

Redaktion


Solidarität der Priester der Schweizer Diözesen

 

Jahresrechnung 1997

Bilanz per 31. 12. 1997

 

100
101
102
103
104
105
110
210

 

Kassa
Postcheck
Sparheft KBS 79280-70
Sparheft KBS 170.839-06
PC Inländische Mission
Verrechnungssteuer
Wertschriften
Eigenkapital

Reingewinn

Aktiven

691.80
10 767.80
222 828.90
101 756.50
11 643.35
32 202.40
900 000.­­

 

1 279 890.75

Passiven








1 182 620.30

97 270.45

1 279 890.75

Erfolgsrechnung per 31. 12. 1997

 

300
301
400
401

 

Auszahlungen
Spesen
Spendeneingänge
Zinsertrag

Reingewinn

Aufwand

237 946.55
2 173.60

97 270.45

337 390.60

Ertrag



289 311.50
48 079.10

 

337 390.60

 

Bericht und Antrag zur Jahresrechnung 1997

Wir haben die Jahresrechnung 1997 von «Solidarität der Priester der Schweizer Diözesen» am 10. März 1998 geprüft.
Die Rechnungsführerin, Sr. Thoma Spescha, hat die Buchhaltung des Berichtsjahres 1997 korrekt, übersichtlich und sauber geführt. Die Buchungen stimmen mit den Belegen überein, und alle aufgeführten Vermögenswerte sind durch Bank- und Postbescheinigungen ausgewiesen.

Die Erfolgsrechnung 1997 ergibt bei

Einnahmen von
und Ausgaben von

einen Einnahmenüberschuss von

Das Vermögen beträgt per 31.12.97

Fr.
Fr.

Fr.

Fr.

337 390.60
240 120.15

97 270.45

1 279 890.75

Der ordentliche Spendeneingang 1997 liegt um Fr. 1437.60 unter der Summe des Vorjahres. Wir danken allen Priestern herzlich, die auch im vergangenen Jahr dieses schweizerische Werk der Solidarität unterstützt haben.

Wir stellen folgende Anträge:

  1. Die Jahresrechnung 1997 sei zu genehmigen.
  2. Der Rechnungsführerin, Sr. Thoma Spescha, sei Entlastung zu erteilen und für die ehrenamtliche, korrekte und sorgfältige Arbeit der beste Dank auszusprechen.

Chur/St. Gallen, 12. März 1998

Die Rechnungsrevisoren:

Paul Vollmar
Weihbischof

Pius Eigenmann
Generalvikar


© Schweizerische Kirchenzeitung - 1999