30-31/1999

INHALT

Leitartikel

Wenn Gott spricht und die Menschen horchen

von Erwin Tanner

 

Mit dem Auftritt der Kometen Hyakutake (1996) und Hale-Bopp (1997) auf der kosmischen Bühne vor der Erde beginnt das Schauspiel der Himmelskörper (Kometen, Meteoriten, Asteroiden, Sterne) auch Menschen zu interessieren, die in Astronomie und Astrologie nur wenig oder gar nicht bewandert sind. Die (amerikanische) Cineastik reagiert rasch auf dieses Phänomen mit nachhaltigen Filmen wie «Deep Impact» (1998) und «Armageddon» (1998); die Kinobesucher sehen hier die Simulation eines drohenden, durch einen Meteoriten- bzw. Asteroideneinschlag ausgelöst werdenden, aber im letzten Moment mit atomarer Sprengung im Himmelskörper durch ein paar unerschrockene Menschen verhinderten Weltuntergangs. Mit solchen fiktiven Dramen werden die pluralistischen realen Eindrücke der Menschen von kosmischen Ereignissen in Richtung Endzeitängste oder -euphorie fokussiert.
Auf diesem Hintergrund werden im Folgenden die totale Sonnenfinsternis vom 11. August 1999 und die in etwa mit ihr synchronen kosmischen Ereignisse wie das kosmische Kreuz und der Perseiden-Meteorschauer ­ der Verständlichkeit wegen ­ naturwissenschaftlich summarisch beschrieben, geisteswissenschaftlich introduktiv erläutert und aus katholisch theologischer Sicht in der nötigen Kürze gewertet. Ein zweiter Teil wird sich in einer späteren Nummer mit den in der Bibel erwähnten Finsternissen, besonders mit jener in Mk 15,33 parr., befassen.

Schwarze Sonne: Zur Freude der einen, zum Leid der andern

Wenn ­ von der Erde aus gesehen ­ am kommenden 11. August um die Mittagszeit in Süddeutschland der am Himmel scheinbar grösser als die Sonne erscheinende Mond ungefähr in Mondknotenachsennähe in Konjunktion zur Sonne zu stehen kommt, verdeckt er sie während minimal 55 Sekunden und maximal 2 Minuten 17 Sekunden vollständig und wirft bei wolkenfreiem Himmel einen über die Erdoberfläche rasch wandernden Schatten von zirka 110 km Durchmesser (Totalitätszone). Es ist eine sogenannte totale Sonnenfinsternis; sie ist zugleich die letzte dieser Art im 20. Jahrhundert bzw. im 2. Jahrtausend. Aufgrund ihrer ­ freilich nur bei idealer Wetterlage wahrnehmbaren ­ zu erwartenden kosmischen, atmosphärischen und terrestrischen Begleitumstände<1> und wegen der Seltenheit totaler Eklipsen im deutschsprachigen Raum<2> fasziniert sie Menschen und macht aus vielen von ihnen «Finsternisreisende», die sich nur und gerade um des direkten Mitverfolgens eines aussergewöhnlichen Naturereignisses willen in die Totalitätszone begeben.
Für astrologisch versierte Personen stellt dieses kosmische Geschehen jedoch mehr dar: Sie gilt als die «Nostradamus-Finsternis». Mit ihr werden im Allgemeinen recht düstere Prognosen verbunden. Der französische Arzt und Seher Michel de Nostredame (1503­66) alias Nostradamus weissagt in der Centurie (im Folgenden: C.) III, 34 das von den Menschen missdeutete Erscheinen eines Monsters am helllichten Tag zum Zeitpunkt eines Fehlers/Missstandes der Sonne. In der C. III, 4 spricht er rätselhaft von zeitlich nahe beieinander liegenden Fehlern/Missständen (wohl) der Lichter, mit denen Kälte, Trockenheit und Gefahren an den Grenzen (wohl Kriege) verbunden sind. Schliesslich ist in der C. X, 72 vom himmlischen Kommen eines grossen Schreckenskönigs im siebten Monat (Juli) des Jahres 1999 die Rede, der den grossen König von Angolmois auferweckt; vor- und nachher herrscht Mars (wohl Krieg). Soweit Nostradamus<3>. Eine moderne astrologische Strömung innerhalb der Fülle von Interpretationsversuchen zu den nostradamitischen Vorhersagen bezieht die kodierten Stellen in beugender Weise auf die Sonnenfinsternis vom 11. August 1999: 1. C. X, 72 kann den Zeitpunkt des in C. III, 34 erwähnten Missstandes der Sonne infolge Erwähnung eines monströsen Wesens an beiden Stellen durch intertextuelle Interpretation in das Jahr 1999 verlegen. 2. Die in C. III, 4 genannte annähernde Koinzidenz zweier Lichtmissstände kann in Anlehnung an das vorige Ergebnis auf die partielle Mondfinsternis vom 28.7.1999 und die totale Sonnenfinsternis vom 11.8.1999 bezogen werden, welche beide um die Mittagszeit eintreten. 3. In Zusammenhang mit dieser Finsternis stehen für den Planeten Erde und dessen Bewohner in Anlehnung an die zitierten und weitere Stellen unheilvolle Phänomene wie kosmische Gefahren (Kometeneinschlag, Meteorschauer) und irdische Miseren (Dritter [atomarer] Weltkrieg, Beben, Überschwemmungen, Brände usw.).<4>
Auch hier und da anzutreffende Stellungnahmen religiöser Gemeinschaften zum Stellenwert der Sonnenfinsternis vom 11. August 1999 innerhalb der kosmischen Phänomene übersteigen den Horizont immanenter Erklärungsversuche. Uriellas Orden Fiat Lux beispielsweise betrachtet dieses Ereignis als göttliches «Mahnmal»:<5> 1. Gott ist zugleich allmächtiger kosmischer, durch seine Lichtstrahlen Leben spendender und erhaltender Schöpfer und angesichts der himmelschreienden Sündhaftigkeit der Menschheit potentieller, Licht entziehender und damit Leben vernichtender Anti-Schöpfer. 2. Der so zwischen Sonne und Erde tretende Mond als grobstofflicher «Läuterungsplanet» und Verbannungsort allerschwerster Verbrecher bzw. Sünder ­ wie etwa Adolf Hitler ­ ist symptomatisch für diese Sündhaftigkeit. 3. Die Sonnenfinsternis ist «ein Mosaikstein in der sich im vollen Gange befindlichen [endzeitlichen] Globalreinigung»<6>.

Kosmisches Kreuz: Unheilskonstellation von Sonne, Uranus, Mars und Saturn?

Am 11. August 1999 tritt aus astronomischer Sicht eine äusserst seltene Konstellation zwischen Sonne, Uranus, Mars und Saturn ein; von der Erde aus gesehen bilden die drei Planeten mit der Sonne zusammen scheinbar ein kosmisches Kreuz, dessen Arme durch die südlich der Erde vorbeilaufenden, sich aber tatsächlich nicht schneidenden Strecken Sonne­Uranus und Mars­Saturn gebildet werden. Dazu die folgenden Bilder 1 und 2.

Bild 1: Massstabsgetreue Abbildung von Sonne, Erde, Mars, Saturn und Uranus am 11. August 1999, 13.00 Uhr MESZ. (Die Punktgrössen für die Planeten stimmen nicht.) Die Strecken Sonne­Uranus und Mars­Saturn schneiden sich fast im rechten Winkel (87,3°). Die Erde steht beinahe im scheinbaren Schnittpunkt der Strecken. Tatsächlich liegt die Erde im 3-dimensionalen Raum etwas neben und nördlich (über) der Strecke Sonne­Uranus und diese wiederum nördlich der Strecke Mars-Saturn.

Bild 2: Darstellung von Sonne, Mars, Saturn und Uranus wie in einem Horoskop, wo alle Himmelskörper den gleichen Abstand von der Erde (in der Mitte) zu haben scheinen. Die Winkel betragen in dieser Darstellung 91,5° (Sonne-Saturn), 92,2° (Saturn­Uranus), 87,8° (Uranus-Mars) und 88,5° (Mars­Sonne).
Die Wahrscheinlichkeit für ein solches «kosmisches Kreuz» mit diesen Himmelskörpern (innerhalb der auftretenden Genauigkeit) beträgt ca. 0,0016% (~ 1:62000). Lässt man als beteiligte Himmelskörper die Sonne und drei beliebige Planeten zu, so tritt ein solches Kreuz etwa mit der Wahrscheinlichkeit 0,03% (~1:3400) auf. Kann auch ein Planet an Stelle der Sonne vorkommen, steigt die Wahrscheinlichkeit auf ca. 0,11% (~1:900).
Diesen Berechnungen liegen Abweichungen von 2,5% von den rechten Winkeln eines exakten Kreuzes zugrunde. Lässt man die doppelte Abweichung (5%) zu, sind alle Wahrscheinlichkeiten etwa 8 mal grösser.

Die im Text vorhandenen kommentierten Bilder 1­3 wurden in spontaner und liebenswürdiger Mitarbeit erstellt durch Herrn dipl. phys. ETH René Hassanein, Gymnasiallehrer in Appenzell, der den Verfasser E.T. mit seinem astrophysikalischen und astronomischen Wissen kompetent beraten hat. An dieser Stelle sei ihm dafür ganz herzlich gedankt!

Aus astrologischer Sicht besagt diese Konstellation wegen der Bedeutung der beteiligten Planeten und des Finsternisgrades nichts Gutes:<7> 1. Sowohl Mars als auch Saturn wie auch Uranus sind Unglücksplaneten. 2. Das verfinsterte Sonnenlicht steht im Tierkreiszeichen des Löwen bzw. im Taghaus der Sonne, in dem die ihr eigene wohltuend-wechselnde Qualität auf das irdische Geschehen ohne die lunare Störung besonders gross wäre; durch die Verfinsterung wird die Sonne jedoch ihrer vollen positiven Effektivität beraubt. ­ Allerdings bleibt hier die die negative Wirksamkeit des kosmischen Kreuzes etwas relativierende Konstellation von Jupiter als Glücksplanet in der Nähe von Saturn und Neptun als Planet mit nicht sicher festgelegter, aber tendenziell unglückbringender Qualität in der Nähe von Uranus unberücksichtigt.
Bibelkundige Personen erinnern sich im Zusammenhang mit Mt 24,29­31 ­ dem endzeitlichen, von kosmischen und planetarischen Katastrophen (wie Sonnen- und Mondfinsternis, «Sternenfall» [wohl Meteoriteneinschläge], Erschütterung der kosmischen Kräfte [vermutlich der Astralmächte], irdischer Drangsal) begleiteten Kommen des Menschensohnes (bzw. der kosmischen Parusie) ­ vielleicht an die heute grundsätzlich aufgegebene altkirchliche Auslegungstradition hinsichtlich des V 30a («Danach wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen [...]»), wonach das Menschensohnzeichen ein am Himmel erscheinendes respektive kosmisches Kreuz sein soll.<8> Der aus pastoralen Gründen primär grammatisch und systematisch auszulegende, um treffende Endzeitworte ringende Text meint jedoch wahrscheinlich mit dem Zeichen den Menschensohn (Genitivus epexegeticus!) selbst, der innerhalb des Raum-Zeit-Kontinuums mit einer diesen physikalischen Rahmen sprengenden Wirkung unerwartet und unübersehbar zum Weltgericht erscheint.<9> Damit wird das (negative) apokalyptische Szenario in diesem Textabschnitt erheblich in eine (positive) soteriologische Richtung relativiert.
Interessante Deutungen dieser Konstellation bieten schliesslich religiöse Gemeinschaften. Zum Beispiel bringt Uriella<10> ­ welche die astrologische Beurteilung wegen der uneingeschränkten göttlichen Weltenlenkung als unhaltbar bezeichnet ­ das kosmische Kreuz in Verbindung mit den vier apokalyptischen Reitern in Offb 6,1ff.

Perseiden-Meteorschauer: Bomben aus dem All?

Auf den Tag der totalen Sonnenfinsternis fällt schliesslich das Maximum des sich mit zirka 60 km/s relativ zur Erde fortbewegenden, an Sternschnuppen reichen Perseidenschauers bzw. des in der gegenwärtigen Zeit wohl auffallendsten, durch Meteoriten in der Grössenordnung von einem Zentimeter bis zu Bruchteilen eines Millimeters verursachten, zur Erdbahn in einem Winkel von 115,9° geneigten Meteorstroms, dessen tatsächlicher Erzeuger der ­ seinen sonnennächsten Punkt 1862 durchschritten habende ­ Komet 109 P/Swift-Tuttle (1862 III) ist und dessen scheinbarer sternkartenmässiger Ausstrahlungspunkt im Sternbild Perseus (Name!) liegt. Veranschaulichend dazu das folgende Bild 3.

 

Bild 3: Die Kometenbahn verläuft in der Nähe der Erdbahn. Der Komet lässt eine Spur von Partikeln zurück, die die Erde jährlich kreuzt. Beim Verglühen in der Atmosphäre erscheinen sie als Sternschnuppen.

Von Endzeit-Impakten durch globale Killer aus dem All, wie sie am Ende dieses Jahrhunderts und Jahrtausends die Massenunterhaltungsindustrie vermarktet, die Vulgärpresse darstellt, «Endzeitpropheten» weissagen und religiöse Gemeinschaften (paradigmatisch der Orden Fiat Lux<11>) verkünden, kann im Zusammenhang mit den Perseiden nicht gesprochen werden, und im Übrigen wird deren Wahrscheinlichkeit astronomisch zurzeit als äusserst gering eingeschätzt<12>. Unabhängig davon regt ein «Funkenregen» immer die menschliche Fantasie an, und je rationaler die endliche Welt quantitativ und qualitativ aufgeschlossen wird, desto mehr steigt ­ wie Erfahrungen zeigen ­ das dazu kompensatorische emotionale, gelegentlich (gar tödliche!) religiös motivierte und/oder finale Bedürfnis nach geheimnisvollen Schlüsseln zu unerschlossenen Dimensionen der Unendlichkeit. «Sternschnuppen» oder (Meteorstrom-Erzeuger in der Form von) Kometen sind diesfalls Träger von transzendenten Botschaften im guten wie schlechten Sinn, die das menschliche Gemüt ad absurdum führen können; wie es beispielsweise die 39-köpfige Gruppe Heaven's Gate<13> unter der Leitung von Marshall Herff Applewhite im Zusammenhang mit dem Erscheinen des Kometen Hale-Bopp ­ hinter dem sich nach deren Meinung ein UFO befand, das sie nach Verlassen des physischen Körpers (in einem «Transition to The Evolutionary Level Above Human [ÐT.E.L.A.H.ð]») zum physisch real im Universum existierenden Himmelreich («Kingdom of Heaven») hätte transportieren sollen ­ am 26. März 1997 mit einer Massentötung im Vorort von San Diego (Kalifornien [USA] an den Tag legte.

Lichter Vordergrund: «Gott ist Licht, und keine Finsternis ist in ihm» (1 Joh 1,5d.e)

Der nicht umkehrbare (weil bereits schöpfungstheologisch unzulässig [vgl. Gen 1,3ff.14ff.]!) Satzteil «Gott ist Licht» zeigt die Qualität der göttlichen Offenbarung: Gottes Zuwendung zu den Menschen ist von Wärme und Helligkeit, oder im übertragenen Sinn gesagt, von Liebe und Erleuchtung geprägt; und «keine Finsternis ist in ihm» bezieht sich auf die Widerspruchslosigkeit in Gottes Offenbarung bzw. auf seine aktive Treue und passive Stabilität.<14> Daraus resultiert mit Bezug auf die Sonnenfinsternis vom 11. August 1999 eine zweifache generell-konkrete, christlich-theologische Aussage: 1. Der Sonne und ihrem Licht kommt als Teil der von Gott onto- und phänomenologisch getrennten, in ihm allerdings gegründeten creatio ex nihilo et continua kein transzendenter oder göttlicher Rang zu, was die Finsternis- und Planetenastrologie für eine angemessene christliche Lebensführung im Hinblick auf das Jahr 2000 und die darauf folgende Zeit depotenziert und allfällige Tendenzen zum Astral- oder Helioskult (möglicherweise mit einem solaren Fetisch) als mit dem christlichen Glauben unvereinbar erklärt. 2. Die Finsternis bzw. die Widersprüchlichkeit hat ihre Ursache ausserhalb göttlicher Substanz und Aktion bzw. in der Schöpfung im Allgemeinen (vgl. Gen 1,2.4f.16ff.) und im Menschen in der Form von Widerstand gegen und Abwendung von Gott im Besonderen. Demzufolge kann die Sonnenfinsternis vom 11. August 1999 weder Ausdruck göttlichen Zorns noch menschlicher Widerhandlung gegen Gott sein, sondern ist schlicht ein wunderbares, astronomisch interessantes Naturschauspiel in einem unvollkommenen Universum, dessen Schönheit auf Gott hinweist. Soli Deo gloria!

 

Erwin Tanner ist Theologe und Jurist und beschäftigt sich besonders auch mit neureligiösen Phänomenen.

 

Weiterführende Literatur

U. Becker (Hrsg.), Lexikon der Astrologie, (Herder Spektrum 4596), Freiburg i.Br. 1997; R. Drössler, 2000 Jahre Weltuntergang. Himmelserscheinungen und Weltbilder in apokalyptischer Deutung, Würzburg 1999 (Kaleidoskop historischer Geschichten und zahlreicher in Kunst und Literatur beachteter Bilder und Werke); K. H. Feistel, Die totale Sonnenfinsternis am 11. August 1999, (Spektrum der Wissenschaft, Sonderausgabe Dezember 1998: Die totale Sonnenfinsternis am 11. August 1999), Heidelberg 1998 (astronomische Abhandlung, beiliegend Bausätze für Sonnen-Sicht-Brillen und Schutzfilter für alle gängigen Objektive); J.-C. de Fontbrune, Nostradamus ­ Historiker und Prophet. Seine Vorhersagen von 1555 bis zum Jahr 2000, (Ullstein 35892), Berlin 1999; L. Haddad/A. Cirou, Sonnenfinsternis, Stuttgart 1999 (unterhaltsames, reich farbillustriertes Buch in kreisrunder Form mit astronomischen und religionsgeschichtlichen Aspekten); H.-M. Hahn/G. Weiland, Schwarze Sonne über Europa. Das Jahrhundertereignis: die totale Sonnenfinsternis am 11. August 1999, Stuttgart 1999 (12-seitiges Farbleporello mit Fakten, Übersichten und Tabellen, beiliegend Beobachtungs-Brille); K. R. Lang, Die Sonne, Stern unserer Erde, Heidelberg 1996 (astrophysikalische Abhandlung in allgemeinverständlicher Sprache); J. S. Lewis, Bomben aus dem All. Die kosmische Bedrohung, Basel 1997 (naturwissenschaftlich ergiebiges, einige wenige [z.T. dürftige] religionsgeschichtliche Ausführungen enthaltendes Buch über Einschläge von Himmelskörpern auf der Erde); W. Raffetseder, Sonnenfinsternis. Das Mysterium der reisenden Nacht, München 1999 (sehr gute Einführung mit zahlreichen Bildern und Grafiken); H. Ramm, Der Sonne dunkle Flecken...Die Jahrtausendwende im Zeichen eines jungen kosmologischen Symptoms, Dornach 1998 (anthroposophisch gefärbtes Buch); H. Ramm/M. Peters, Die Verfinsterung der Sonne am Jahrtausendende, Dornach 1999 (anthroposophisch gefärbtes Buch, das die astronomische, astrologische und biblische Seite der Sonnenfinsternis streift); C. von Schierstedt, Finsternisse astrologisch deuten (Standardwerke der Astrologie), Mössingen 1999 (mit zahlreichen Finsternishoroskopen und einer Tabelle der Mond- und Sonnenfinsternisse zwischen 1950 und 2050); C. Schubert-Weller, Spricht Gott durch die Sterne? Astrologie, Gesellschaft und christlicher Glaube, (Claudius Kontur), München 1993; Sterne und Weltraum Special 4 (Sonne. Der Stern in unserer Nähe) vom Juli 1999 (ganze Sondernummer, mit einem religionsgeschichtlich aufschlussreichen Beitrag über Funktion und Bedeutung der Steinkreise der Megalith-Kultur in Grossbritannien und vor allem des Kromlechs von Stonehenge in der Salisbury-Ebene im Süden Englands); A. und E. Tollmann, Das Weltenjahr geht zur Neige. Mythos und Wahrheit der Prophezeiungen, Wien/Köln/Weimar 1998 (packendes Buch).


Anmerkungen

1 Solar-lunare Effekte wie Perlschnur, Diamantring, Korona und Protuberanzen; kosmische Effekte wie Sichtbarkeit der Planeten Venus und Merkur und des Fixsterns Sirius, atmosphärische Effekte wie Verfärbung des Himmels, Dunkelheit, Sichtbarkeit des Kernschattenrandes, Finsterniswind und Abkühlung, terrestrische Effekte wie das Verhalten von Tieren und Pflanzen bei Dämmerung und Einnachtung. ­ Dazu und zur Sonnenfinsternis insgesamt statt vieler Th. Neckel, Die totale Sonnenfinsternis am 11. August, in: Sterne und Weltraum 4/99, 368ff.; 5/99, 476ff.; 6­7/99, 578ff. (allgemeinverständlicher, reichlich farbillustrierter Artikel; ausgezeichnete Einführung!).

2 Für die Schweiz: 12.5.1706, 22.5.1724, 8.7.1842, 3.9.2081; für Deutschland: 12.5.1706, (19.8.1887 [Grenzfall!]), 11.8.1999, 3.9.2081, 7.10.2135; für Österreich: 12.5.1706, 8.7.1842, 11.8.1999, 3.9.2081, 14.6.2151, 16.5.2227, 19.3.2379.

3 In der Übersetzung des Verfassers E.T. und zit. nach Nostradamus, Les centuries. Première traduction intégrale commentée et datée par Marc Luni, Paris 1998, 152.162.404.

4 Illustrativ dazu A. und E. Tollmann, Das Weltenjahr geht zur Neige. Mythos und Wahrheit der Prophezeiungen, Wien/Köln/Weimar 1998, 27ff.265ff.

5 Nach einem Brief von Erika Bertschinger Eicke alias Uriella an den Verfasser E.T. vom 9. Juli 1999, 1f.

6 Dazu E. Tanner, Gottes Glocken läuten Sturm in Uriellas Fiat Lux, in: SKZ 167 (1999), Nr. 6, 79ff., hier 79f.

7 Vgl. C. von Schierstedt, Finsternisse astrologisch deuten, Mössingen 1999, 116ff.

8 S. U. Luz, Das Evangelium nach Matthäus, Bd. 3: Mt 18­25, (EKK I/3), Zürich/Düsseldorf/Neukirchen-Vluyn 1997, 434f.

9 S. ebd., 439ff.

10 Gemäss dem in FN 5 zitierten Brief, 2f.

11 Dazu E. Tanner, aaO., 79ff., hier 80.

12 Vgl. die Tabelle über durch Meteoriteneinschläge verursachte Schäden, Verletzungen und Todesfälle bei J. Lewis, Bomben aus dem All. Die kosmische Bedrohung, Basel 1997, 242ff. und die Grafik über Häufigkeit und Wirkung der Einschläge von Meteoriten in Abhängigkeit von deren Grösse bei J. C. Wynn/E. M. Shoemaker, Flammendes Inferno in der Wüste, in: Spektrum der Wissenschaft 2/1999, 37.

13 Deren Originaldokumente, auf die sich der Verfasser E.T. via Computerausdruck vom 16.9.1997 stützt, waren einsehbar im Internet unter http://www.harborside.com/home/a/angel/ mit dem Titel «Heaven's Gate» (The Door to the Physical Kingdom Level Above Human). ­ Sie sind bereits seit geraumer Zeit im Internet gelöscht.

14 In Anlehnung an H.-J. Klauck, Der erste Johannesbrie, (EKK XIII/1), Zürich/Braunschweig/Neukirchen-Vluyn 1991, 80ff.


© Schweizerische Kirchenzeitung - 1999