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13-14/1999
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Ostkirchenkunde
Seit 100 Jahren ist an der Universität Freiburg die «Ostkirchenkunde»
in Lehre und Forschung vertreten. Die politischen und wirtschaftlich-sozialen
Entwicklungen in Osteuropa geben heute diesem Fach eine neue Aktualität:
Die Kirchen sind ein bedeutender Faktor in den gesellschaftlichen Transformationsprozessen
Mittel- und Osteuropas. Sie repräsentieren die geschichtliche und kulturelle
Kontinuität und tragen auf diese Weise bei zur Suche nach einer neuen
sozialen Identität nach dem Zusammenbruch des Kommunismus. Doch geraten
sie auch selbst in eine Identitätskrise. Sie müssen ihren Standort
in den ökumenischen Beziehungen zu den Kirchen, in ihren gottesdienstlichen
und theologischen Ausdrucksformen, aber auch in der Beziehung von Kirche
und Staat und in ihrer gesellschaftlichen Verantwortung neu finden. Ein
konstruktiver Dialog mit den reflektierten Erfahrungen kirchlichen Lebens
in anderen Kulturbereichen der Welt kann auf diesem Weg eine wertvolle Hilfe
sein. Die Universität Freiburg möchte auch weiterhin kompetente
Gesprächspartner/-partnerinnen für diesen Dialog ausbilden.
Eine Akademische Feier aus Anlass der «100 Jahre Ostkirchenkunde»
findet statt am Samstag, dem 17. April 1999, ab 10.00 Uhr im Senatssaal
der Universität Freiburg.
Mitgeteilt
© Schweizerische Kirchenzeitung - 1999