22/1999 | |
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Neue Bücher |
Heike Bee-Schroedter, Neutestamentliche Wundergeschichten im Spiegel vergangener und gegenwärtiger Rezeptionen. Historisch-exegetische und empirisch-entwicklungspsychologische Studien (Stuttgarter Biblische Beiträge, 39), Verlag Katholisches Bibelwerk, Stuttgart 1998, 482 Seiten.
Die Promotionsarbeit von Heike Bee-Schroedter geht der Frage nach, wie
Kinder und Jugendliche die neutestamentlichen Wundergeschichten aufnehmen
und verstehen. Damit leistet die Autorin für die Religionspädagogik
einen wertvollen Beitrag und für die Praxis einen nützlichen Dienst.
Angeregt wurde Heike Bee-Schroedter durch die Arbeiten von Anton Bucher,
besonders sein Buch «Gleichnisse verstehen lernen. Strukturgenetische
Untersuchungen zur Rezeption synoptischer Parabeln» (Freiburg Schweiz
1990). Das Problem der Bibeldidaktik ist in solchen Fragen eine text- und
adressatengerechte Vermittlung. Dabei stellt sich auch die Frage, wie eine
Wundergeschichte überhaupt «richtig» zu verstehen ist.
Schon ein Blick in die Rezeptionsgeschichte der letzten 200 Jahre zeigt
eine Vielfalt unterschiedlichster gelehrter Interpretationen, die eine eindeutige
Beantwortung der Frage nicht erlaubt.
Die Notwendigkeit einer solchen Studie, die der Behandlung der Wundergeschichten
im Religionsunterricht Impulse geben kann, zeigt der Umstand, dass es in
Deutschland (Westfalen) Religionslehrer gibt, die die Wundergeschichten
Jesu aus ihren Curricula gestrichen haben. Sie sehen darin verlorene Zeit.