10/1999 | |
INHALT | |
Neue Bücher |
Johannes Röser (Hrsg.), Christsein 2001. Erwartungen und Hoffnungen an der Schwelle zum neuen Jahrtausend, Herder Verlag, Freiburg i.Br. 1998, 383 Seiten.
Die bekannte Wochenzeitschrift «Christ in der Gegenwart»
(früher «Christlicher Sonntag») wurde letztes Jahr 50 Jahre
alt. Als Karl Färber 1948, unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg,
diese Zeitschrift begründete, stand er unter dem Eindruck der Aufgabe,
«neu und ganz von vorn anfangen zu müssen». Im Laufe der
Jahre wurde aber im Zuge neuer Herausforderungen und neuer Aufgaben diese
substantiell orientierende Zeitschrift immer notwendiger. «Christ
in der Gegenwart» ist kein klerikales Klatschblatt. Sie deutet Tendenzen
und Vorkommnisse aus den Zusammenhängen.
Die vorliegende Jubiläumsschrift geht eigene Wege. Die Mitarbeiter
der Zeitschrift, und das sind nicht wenige, aber auch Persönlichkeiten
von Rang und Namen in Politik und Kultur stellen sich der Frage um die Zukunft
des Christentums im anbrechenden neuen Jahrtausend. Jeder Autor entwickelt
von seinem Standpunkt und seiner Optik aus Perspektiven des Christseins
eine Publikation, die dem Titel der Zeitschrift alle Ehre macht.
Gottfried Bachl, Mailuft und Eisgang. 100 Gebete, Tyrolia Verlag, Innsbruck 1998, 100 Seiten.
Der Dogmatiker Gottfried Bachl (Salzburg) widmet sich nach seiner Emeritierung religiöser Poesie. Er produziert aber nicht einfache, anmutig formulierte Verse. Bachl investiert in seine Anrufungen an Gott persönliche Hoffnungen und Ängste, Sorgen und Entdeckungen. Die oft überraschenden, aber nie banalen bilderreichen Formulierungen regen unmittelbar zum Meditieren an.