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Berichte |
Die Generalversammlung der Inländischen Mission vom Dezember 1998
musste zur Kenntnis nehmen, dass der Ertrag der Kollekte vom Bettag 1997
gegenüber dem Vorjahr um einige Prozente zurückgefallen war. Das
Kirchenopfer hat den Betrag von 1,183 Millionen Franken ergeben. Hinzu kamen
Vergabungen und Legate in der Höhe von 612395 Franken. Bei der Verteilung
der durch die Kollekte gespendeten Gelder werden selbstverständlich
in enger Zusammenarbeit mit den Bischöflichen Ordinariaten vor
allem Seelsorger in Berg- und Diasporagebieten bedacht, welche mit dem Gehalt,
das ihnen die Pfarrei, wo sie tätig sind, zu geben vermag, nicht existieren
könnten. Ein weiterer Teil geht an Priester, die während Jahren
mit einem sehr bescheidenen Lohn zufrieden sein mussten und daher im Alter
nur minimale Renten erhalten.
Was der Inländischen Mission an Vergabungen und Legaten zufliesst,
kommt primär Pfarreien zugut, welche die erforderlichen Mittel für
Kirchenrenovationen nicht aufzubringen in der Lage sind; auch hier sind
es vorwiegend Pfarreien in Berg- und Diasporagegenden. Heute gelangen kaum
mehr Gesuche um Baubeiträge nach Zug. Hingegen müsse überlegt
werden, so der Sprecher des Bistums Chur, auch Zuschüsse an nötige
Pfarrhausrestaurationen zu gewähren.
Die 134. Generalversammlung nahm zunächst Diakon Bruno Tresch-Philipp,
seit 1977 Seelsorger in der Bruderklauspfarrei, Altdorf, als neues Mitglied
auf. Ihm kommt, wie Walter Gut motivierend meinte, die Aufgabe zu, im Kreis
von Diakonen und Laienseelsorgern die Aufgaben der Inländischen Mission
in Erinnerung zu rufen. Immer wieder zeigt es sich, dass diese heute weit
weniger bekannt ist als noch vor einigen Jahren. In der Versammlung ist
darauf hingewiesen worden, der Ertrag des Bettagopfers hänge zum Teil
davon ab, wie es den Mitfeiernden im Gottesdienst verkündet wird, gerade
deshalb, weil viele mit dem Begriff Inländische Mission allein nur
wenig anzufangen in der Lage sind. An etlichen Orten werde diese Kollekte
an einem anderen Sonntag aufgenommen, wenn weniger Gottesdienstbesucher
in der Kirche sind.
Im Anschluss an die Behandlung der statutarischen Geschäfte gab Alfred
Dubach, Leiter des Pastoralsoziologischen Instituts in St. Gallen, das im
vergangenen Jahr sein 30-jähriges Bestehen feiern konnte, ein Statement
über «Die Inländische Mission im Sog kirchlicher und gesellschaftlicher
Veränderungsprozesse» ab. Er machte deutlich, dass die Kirche
dem im Gang befindlichen Veränderungsprozess in der Gesellschaft nicht
ausweichen könne.
Arnold B. Stampfli war Informationsbeauftragter des Bistums und des Katholischen Konfessionsteils des Kantons St. Gallen.