46/1999 | |
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Amtlicher Teil |
Am 1. Adventssonntag begehen wir jedes Jahr auch den Hochschulsonntag.
An ihm wird in der ganzen Schweiz das Hochschulopfer für die Universität
Freiburg aufgenommen. Es bringt die Solidarität der Schweizer Katholiken
mit «ihrer» Universität zum Ausdruck.
Die Universität Freiburg wurde im letzten Jahrhundert von weitschauenden
und vorausblickenden Männern als Universität der Schweizer Katholiken
gegründet in einer Zeit, als der Zugang zu den Hochschulen den
Katholiken noch weitgehend verschlossen war. 1949, vor genau fünfzig
Jahren, wurde dann mit der Gründung des Hochschulvereins dafür
gesorgt, dass die Universität Freiburg alljährlich durch einen
ansehnlichen Beitrag der Schweizer Katholiken unterstützt werden konnte.
Viele Millionen Franken sind seither zweckgebunden gespendet worden; dafür
sei allen Frauen und Männern, die dazu beigetragen haben, herzlich
gedankt.
Die Zeiten haben sich geändert. Die Universität Freiburg hat sich
entwickelt und ist gewachsen, an Zahl der Studenten und an Vielfalt der
Lehrstühle weit über das hinaus, was der Kanton Freiburg
und die Spende der Schweizer Katholiken allein zu tragen vermöchten.
Wie alle anderen Universitäten lebt sie heute vor allem aus Bundesgeldern
und aus Beiträgen der Konkordatskantone.
Sie bleibt jedoch die bisher einzige Universität in der Schweiz, in
der eine katholische theologische Fakultät ihre Stimme in das Gespräch
mit verschiedenen Fakultäten einbringen kann, und wo es möglich
ist, die Theologie in Verbindung mit anderen Fächern zu studieren.
An der Sprachgrenze gelegen und perfekt zweisprachig, bildet die Universität
Freiburg zudem einen wichtigen Integrationsfaktor zwischen Deutschschweiz
und französisch- und italienischsprachiger Schweiz. Ihre Internationalität
ist ein lebendiger Ausdruck ihrer katholischen Wurzeln. Ihr Bildungsauftrag
bleibt somit auch am Ende dieses Jahrhunderts integral bestehen.
Damit die Universität Freiburg diesen ihren Bildungsauftrag besser
erfüllen kann, haben der Hochschulverein und die Schweizer Bischöfe
letztes Jahr eine Stiftung gegründet, in die auch das Hochschulopfer
einfliesst. Die Stiftung unterstützt Studierende, Forschungsaufgaben,
Vorlesungsreihen und Publikationen im Sinne der Gründungsidee und sorgt
so dafür, dass die einzigartige Prägung der Universität Freiburg
erhalten werden kann und dass sie wirklich die Universität der Schweizer
Katholiken bleibt.
Es ist nicht von ungefähr, dass der Hochschulsonntag am 1. Adventssonntag
gefeiert wird. Der Advent lässt uns in die Zukunft blicken. Jede Universität
ist auf die Zukunft ausgerichtet. Indem sie junge Menschen ausbildet, die
die Geschichte unseres Landes, bzw. ihres Herkunftslandes entscheidend mittragen
werden, prägt die Universität heute schon unsere Zukunft. Am Ende
dieses Jahrhunderts blicken wir mit besonderer Besorgnis und Hoffnung in
die Zukunft. Wenn wir uns vorbereiten, im Jubiläumsjahr den 2000. Geburtstag
Jesus Christi zu begehen, dann wissen wir, dass die Hoffnung überwiegen
darf. Wir Schweizer Bischöfe sind Ihnen dankbar, wenn Sie mit einem
grosszügigen Hochschulopfer ein konkretes Zeichen Ihrer Zukunftshoffnung
setzen.
Dr. Peter Nicola auf den 7. November 1999 zum Gemeindeleiter der Pfarrei St. Franziskus Kriens (LU); Sr. Angela Hug auf den 14. November 1999 zur Gemeindeleiterin der Pfarrei Derendingen (SO).
Im Bereich der Spital- und Gefangenenseelsorge in der Bistumsregion Schaffhausen
wird für einen Priester oder für eine Pastoralassistentin/einen
Pastoralassistenten eine 100%-Stelle zur Neubesetzung ausgeschrieben.
Die Stelle umfasst Tätigkeiten im Kantonsspital Schaffhausen, im Psychiatriezentrum
Breitenau Schaffhausen, im Kantonalen Gefängnis Schaffhausen und im
Kantonalen Pflege- und Rehabilitationszentrum Schaffhausen.
Interessentinnen und Interessenten mit einem abgeschlossenen Theologiestudium,
einer erfolgreichen pastoralen Tätigkeit und einer Zusatzausbildung
in Klinik- bzw. Gefängnisseelsorge melden sich bitte bis zum 30. November
1999 beim diözesanen Personalamt, Baselstrasse 58, 4501 Solothurn,
oder E-Mail: personalamt.bistum-basel@kath.ch
Die vakante Pfarrei Grossdietwil (LU) wird für einen Pfarrer zur Wiederbesetzung ausgeschrieben. Interessenten melden sich bitte bis 7. Dezember 1999 beim diözesanen Personal-amt, Baselstrasse 58, 4501 Solothurn, oder E-Mail personalamt.bistum-basel@kath.ch
Die auf Ende 1999 vakant werdende Pfarrei Dottikon (AG) wird für Gemeindeleiter/ Gemeindeleiterin oder Pfarrer zur Wiederbesetzung ausgeschrieben (Seelsorgeverband geplant). Interessenten melden sich bitte bis 7. Dezember 1999 beim diözesanen Personalamt, Baselstrasse 58, 4501 Solothurn, oder E-Mail personalamt.bistum-basel@kath.ch
Mit der Problematik des Schwangerschaftsabbruches sowie dem Umgang mit
Behinderten beschäftigte sich der Seelsorgerat des Bistums Basel während
seiner 6. Sitzung innerhalb der 8. Amtsperiode am 5. und 6. November in
Luzern.
Das Thema Schwangerschaftsabbruch war bereits während der letzten Sitzung
des Seelsorgerates im Sommer diskutiert worden. Nun stellte sich die Frage
nach dem weiteren Vorgehen. Nach Gesprächen in den Gruppen wurden noch
einmal verschiedene Grundsätze und Zielvorstellungen formuliert. Dazu
gehören: für die Verhinderung der Abtreibung sind Frau und Mann
verantwortlich. Mutter und Kind müssen geschützt werden. Die Frau
muss ebenfalls vor dem Zwang zur Abtreibung geschützt werden. Damit
sich die Frage, ob eine Abtreibung vorgenommen werden soll oder nicht, gar
nicht erst stellt, sollte auf eine gewisse Lebensethik hingearbeitet und
die Eigenverantwortung geweckt werden. Wichtig ist aber auch eine kinderfreundliche
Umwelt.
«Behinderte und wir». In einem Kurzreferat ging Dr. Markus Henzen,
der Vizepräsident des Seelsorgerates, auf die von der WHO verwendeten
Definition von Behinderung ein und berichtete über einen neuen Entwurf
zur Behindertenarbeit. In der Gruppenarbeit stellte sich heraus, dass nicht
nur viele Mitglieder der Seelsorgerates Behinderten regelmässig begegnen
oder mit ihnen täglich zu tun haben beispielsweise im Schulunterricht
sondern dass auch einige direkt betroffen sind, weil sie behinderte
Angehörige haben.
Nachahmenswert ist auch eine Initiative aus dem Thurgau, wo Pfarreien einen
Dienst eingerichtet haben, um Familienangehörige von Behinderten zu
entlasten. Es stimme aber auch nachdenklich, dass es extra Gottesdienste
für Behinderte brauche, hiess es und es wurde gefragt, inwieweit die
Kirche die Chance wahrnehme, sich aktiv mit Behinderten auseinanderzusetzen.
Als sehr hilfreich zu diesem Thema wurde die Predigt des Bischofs beim morgendlichen
Gottesdienst empfunden, der Felix Timmermanns zitierte, der seinen Helden
Pallieter auf die Frage «Was machst Du?» antworten lässt:
«Ich bin». Es gehe also auch hier um eine Neudefinierung von
Arbeit und Leistung, um eine Aufwertung der immateriellen Werte, um darzulegen,
dass vor Gott alle Menschen gleichwertig sind. Anders ausgedrückt:
das Leistungsdenken müsse auf den Lebenssinn hin hinterfragt werden.
Es sei nicht nur Aufgabe der Gesellschaft, sondern auch der Kirche und der
Pfarreien, die Behinderten nicht nur zu integrieren, sondern sie auch zu
schützen und zu begleiten, so verschiedene Mitglieder des Rates.
Paolo Peri, Kuratkaplan
Der Verstorbene wurde am 3. Oktober 1970 in Poschiavo geboren und nach Abschluss
seines Pastoraljahres in der Pfarrei Wädenswil am 15. Juli 1995 in
Poschiavo zum Priester geweiht. Nach seiner Priesterweihe wirkte er zuerst
als Vikar in den Pfarreien S. Vittore und Roveredo, von Ende 1996 bis Sommer
1998 als Pfarradministrator der Pfarrei Roveredo und anschliessend bis zu
seinem Tod als Kaplan der Curazia San Bernardo in Prada, wo er am 11. November
1999 verstarb. Bestattet wurde er am 14. November 1999 in Le Prese.
Am 10. März 2000, 18 Uhr, wird Bischofsvikar und Domdekan Markus Büchel Erwachsenen in der Galluskapelle in St. Gallen das Sakrament der Firmung spenden. Seelsorgerinnen und Seelsorger sind gebeten, die auf die Firmung vorbereiteten Frauen und Männer möglichst rasch der Bischöflichen Kanzlei zu melden. Tel. 071-227 33 40, Fax 227 33 41.
Der afrikanische Priester Isidore Nwaneju aus Tansania, derzeit zum Studium
an der Université Catholique de Louvain (Belgien), sucht für
die Monate Juli und August 2000 eine Aushilfestelle als Priester und Seelsorger
in unserer Diözese. Er verfügt über gute Deutschkenntnisse.
Wer bei der Planung eines Bildungsurlaubes dieses Angebot begrüssen
würde, melde sich beim Personalamt der Diözese St. Gallen, Klosterhof
6b, Postfach 263, 9001 St. Gallen.
Im September 2000 findet die Romwallfahrt zum Heiligen Jahr der Schweizer
Diözesen statt. Gemeinsamer Höhepunkt wird der Wallfahrtsgottesdienst
mit unseren Bischöfen am Fest des Hl. Niklaus von Flüe am 25.
September in der St. Peterskirche sein. Da Rom nächstes Jahr hauptsächlich
von Pilgern besucht wird, werden weniger «Kulturtouristen» kommen.
Die Organisatoren in Rom sind auch bescheidener geworden: gegenüber
ersten abschreckenden Millionenzahlen rechnen sie jetzt nur noch mit etwa
der Hälfte der Besucher. Unsere Reise findet ohnehin in einer Zeit
statt, da keine weiteren Grossanlässe zum Heiligen Jahr vorgesehen
sind. Also kein Grund, aus Angst vor «Platzmangel» nicht zu
planen oder teilzunehmen.
Die Wallfahrt des Bistums St. Gallen findet vom 23. bis 29. September 2000
statt (voraussichtlich mit Extrazug). Die Organisation hat bei uns das Reisebüro
ORBIS-Reisen, Neugasse 40, 9000 St. Gallen, Frau Renata Maggi, übernommen.
Verlangen Sie unverbindlich Prospekte oder informieren Sie sich in allen
Fragen telefonisch (Telefon 071-222 21 33, Fax 222 23 24). Für die
weitere Organisation ist es wichtig, dass sich Pfarreien oder Gruppen möglichst
früh für eine Teilnahme entscheiden.
Am 22. August hatte sich P. Albert Breitenmoser CssR in der Kirche Zürchersmühle nach 21 Jahren von den Pfarreiangehörigen verabschiedet. Von seinem Orden wird er neu in São Paulo in Brasilien eingesetzt. Wenn Dekan Stephan Guggenbühl am Wochenende vom 6./7. November in der gleichen Kirche Zürchersmühle und in Gonten bereits einen Pfarradministrator einsetzen konnte, so deshalb, weil P. Ferdinand Fuchs (Jahrgang 1933) als langjähriger Lehrer und Präfekt am Kollegium Appenzell die Dienstaltersgrenze erreicht hatte und gern in die Pfarreiseelsorge wechseln wollte. Er arbeitet im Pfarrhaus Gonten, wohnt aber als Mitglied der Kapuzinergemeinschaft weiterhin in Appenzell.
Ende Juli hatte Cornel Huber (Jahrgang 1946) die Pfarreien Gommiswald und Rieden, wo er während 14 Jahren als Pfarrer wirkte, verlassen. Am 7. November wurde er in Lichtensteig von Dekan Guido Scherrer als Pfarrer im neugegründeten Seelsorgeverband Lichtensteig, Oberhelfenschwil und St. Peterzell eingesetzt. In Oberhelfenschwil und St. Peterzell fanden Begrüssungsgottesdienste statt. Pfarrer Cornel Huber wird bei seinen priesterlichen Diensten, die auch noch für die Dörfer Krinau, Brunnadern, Necker, Schönengrund und Dicken zu erbringen sind, von Kaplan Thomas Thalmann (Jahrgang 1965) unterstützt, der im August zum Priester geworden ist. Beide wohnen in Lichtensteig.
Bischof Ivo hatte den diözesanen Priesterrat sowie den Rat der hauptamtlichen Laienseelsorgerinnen und Laienseelsorger gebeten, das Thema der Suche nach neuen Seelsorgemodellen aufzunehmen. Einerseits sollen die Erfahrungn der Seelsorgeverbände im Auge behalten und zum anderen nach neuen Modellen gesucht werden, die dann der Situation im Bistum angepasst werden könnten. In der Sitzung vom Oktober in Jona wurden verschiedene Seelsorgemodelle vorgestellt: Modell der arbeitsteiligen Seelsorge (Pastoraler Orientierungsrahmen Luzern); Pastoralkreise im Dekanat Gossau; Zentrumspfarrei St. Johann im Thurtal; Seelsorgeregion Obere Thur-Simmi; Personalgemeinden auf einem Stadtgebiet; Seelsorgeverband Gaiserwald; Unités Pastorales (im Erzbistum Besançon wurden die 771 Pfarreien in 61 Unités Pastorales eingeteilt, aus 66 Dekanaten wurden 13, die 3 bis 7 Unités Pastorales umfassen); Seelsorgeeinheiten (in der Erzdiözese Freiburg i.Br. wird die Seelsorge verstärkt nach den Lebensräumen der Menschen ausgerichtet, die in der Regel über eine Pfarrei hinausgehen). Einzeln überlegten sich dann die Ratsmitglieder, welche Elemente der vorgestellten Modelle sie ansprechen und warum. In Gruppen wurden anschliessend die Modelle analysiert und Antworten auf folgende Fragen gesucht: Welche Chancen haben sie? Wo könnten Haken verborgen sein? Welches Modell ist zukunftsträchtig? Welches eröffnet neue Horizonte? In der Diskussion kam deutlich zum Ausdruck, dass die Zeit drängt, dass zu einem bestimmten Modell auch die richtigen Personen gehören, dass die Menschen vor lauter Modellen nicht ausser acht gelassen werden dürfen.